Fahrmotor-Leistung für Brückenkrane berechnen: 4-Schritte-Methode

Die Leistungsauslegung der Fahrmotoren eines Krans erfordert die sequenzielle Überprüfung von vier Lastfällen: statisches Widerstandsmoment (Reibungskoeffizient μ=0,015~0,02), Windlast (Böenwind 20 m/s entsprechend einem Staudruck von 250 Pa), Steigungswiderstand (Schienenneigung ≤1‰) sowie Beschleunigungsmoment (Beschleunigung 0,05~0,15 m/s²). Die Gesamtleistung muss die S3-Äquivalentleistungsprüfung unter der Arbeitsweise JC40%~JC60% erfüllen.

Bei den vier Hauptmechanismen eines Krans (Hubwerk, Kranfahren, Katzfahren, Drehen) nimmt das Fahrwerk zwar keine Hublast auf, doch eine falsche Motorleistungsauswahl führt direkt zu Anfahrschwierigkeiten, unzureichender Steigfähigkeit oder übermäßigem Bremsweg. Im Gegensatz zum Hubmotor, der lediglich gegen die Schwerkraft arbeiten muss, hat der Fahrmotor vier verschiedene Widerstandsmomente gleichzeitig zu bewältigen – die Auswahl ist entsprechend komplexer und die Parameter sind enger gekoppelt. Dieser Beitrag erläutert die vollständige Berechnung in vier Schritten anhand eines Praxisbeispiels, basierend auf den Bestimmungen zur Motorleistungsberechnung von Fahrwerken gemäß DIN 15018.

Das Fahrwerk eines Krans gliedert sich in das Kranfahrwerk (Längsbewegung der gesamten Kranbrücke entlang der Werkshallenschienen) und das Katzfahrwerk (Querbewegung der Katze auf der Hauptträgerschiene). Die Berechnungslogik ist identisch; der Unterschied liegt darin, dass beim Kranfahren zusätzlich die Windlast im Freien und das Eigengewicht der gesamten Maschine berücksichtigt werden müssen, während beim Katzfahren die Windlast in der Regel vernachlässigt wird, dafür aber der Einfluss der Lastpendelung auf die Fahrstabilität zu berücksichtigen ist. In der Praxis muss bei Parallelschaltung mehrerer Brückenfahrmotoren über Frequenzumrichter („Multi-Master-Betrieb“) zusätzlich das Risiko einzelner Motorüberlastung durch ungleichmäßige Lastverteilung geprüft werden.

Bei modernen Kranen mit integriertem „Drei-in-Eins“-Antrieb (Motor+Bremse+Getriebe) wird die Motorleistung durch das Übersetzungsverhältnis des Getriebes und den Raddurchmesser gemeinsam bestimmt. Bei der Auswahl sind zusätzlich das Abtriebsdrehmoment des Getriebes und die Radlast als Randbedingungen zu verifizieren. Dieser Beitrag demonstriert den vollständigen Weg von den Ausgangsparametern bis zur Leistungsauswahl am Beispiel des Kranfahrwerks eines Zweiträger-Brückenkrans mit 32 t Nenntragfähigkeit – Beispielparameter: Eigengewicht G=48 t, Nenntragfähigkeit Q=32 t, Kranfahrgeschwindigkeit v=64 m/min, Raddurchmesser D=630 mm, Kranschiene QU100.

Berechnungsablauf der Fahrmotorleistung in vier Schritten


Fahrmotorleistung berechnen: Vier-Schritte-Methode im Detail

Der Kern der Motorleistungsberechnung für Fahrwerke liegt in der Ermittlung der „Äquivalentleistung“ – also des Werts, der die tatsächlich aufgenommene Last des Motors auf eine Dauerleistung innerhalb des der Arbeitsweise JC entsprechenden Lastzyklus umrechnet. Gemäß Anhang G der Norm DIN 15018 lautet die Formel für die Äquivalentleistung Pe des Fahrwerks: Pe = (Fges × v) / (1000 × η), wobei Fges den gesamten Fahrwiderstand (in N), v die Fahrgeschwindigkeit (in m/s) und η den Wirkungsgrad der Übertragung (einschließlich Getriebe und Kupplung, üblicherweise 0,85~0,92) darstellt. Fges setzt sich aus den folgenden vier Widerstandsarten zusammen:

Statischer Reibungswiderstand – die Summe aus Rollreibung zwischen Rad und Schiene sowie Lagerreibung. Berechnungsformel: Fstat = (G+Q)×g×μ, wobei μ den kombinierten Reibungskoeffizienten darstellt. Bei Gleitlagern gilt μ≈0,015~0,02, bei Wälzlagern μ≈0,005~0,008. Mit den Beispielparametern (G=48 t, Q=32 t, Wälzlager) ergibt sich: Fstat = (48.000+32.000)×9,81×0,006 = 4.709 N. Dies ist die Grundlast, die der Motor stets überwinden muss, und macht etwa 40%~55% des Gesamtwiderstands aus.

Windwiderstand – eine für Außenkrane zwingend zu berücksichtigende Last, die bei Innenkranen vernachlässigt werden kann. Gemäß Tabelle 12 der Norm DIN 15018 beträgt der maximale Berechnungsstaudruck im Betriebszustand 250 Pa (entsprechend einer Windgeschwindigkeit von 20 m/s), im Nichtbetriebszustand 800 Pa. Der Windwiderstand FWind = C×p×A, wobei C den Windlastbeiwert (für Brückenkrane 1,2~1,6), p den Berechnungsstaudruck (250 Pa) und A die angeströmte Fläche darstellt (für den Beispiel-Zweiträger-Brückenkran mit 32 t wird die seitliche Angriffsfläche auf ca. 28 m² geschätzt). Berechnung: FWind = 1,4×250×28 = 9.800 N. Der Windwiderstand ist somit eine der Hauptkomponenten des Gesamtfahrwiderstands; auch bei Außenkatzfahrwerken ist die Windlast gelegentlich zu berücksichtigen. Zu beachten ist, dass die Windlast nicht immer „entgegenwirkt“ – bei Fahrt mit Rückenwind wird sie negativ, für die Berechnung wird jedoch der maximale positive Wert angesetzt, um den ungünstigsten Fall des Anfahrens gegen den Wind abzudecken.

Steigungswiderstand – die durch die Schienenneigung verursachte Zusatzlast. Die Norm DIN 15018 fordert eine maximale Schienenneigung von ≤1‰ (d. h. Höhendifferenz ≤1 mm pro Meter). Der Steigungswiderstand FSteig = (G+Q)×g×sinα, wobei bei kleinem α näherungsweise sinα≈α gilt. Bei einer Neigung von 1‰ ergibt sich: FSteig = (48.000+32.000)×9,81×0,001 = 785 N. Der Steigungswiderstand ist zahlenmäßig gering, jedoch kann bei Werkshallen mit großer Spannweite (Schienenlänge >200 m) die kumulierte Höhendifferenz der Schienen zu einem lokal deutlich erhöhten Widerstand führen. Bei der Montage sind die Schienenhöhe und die Höhenversätze an den Verbindungen daher streng zu kontrollieren.

Beschleunigungswiderstand – die Trägheitskraft, die erforderlich ist, um die gesamte Maschine aus dem Stillstand auf Nenngeschwindigkeit zu beschleunigen. FBeschl = (G+Q)×a, wobei a die Anfahrbeschleunigung darstellt. Die Norm DIN 15018 empfiehlt für Kranfahrwerke eine Anfahrbeschleunigung von 0,05~0,15 m/s² – bei niedrigen Geschwindigkeiten den kleineren, bei hohen Geschwindigkeiten den größeren Wert. Im Beispiel mit a=0,08 m/s²: FBeschl = (48.000+32.000)×0,08 = 6.400 N. Zu beachten ist, dass die Trägheitskraft des Fahrwerks sowohl die translatorische Masse als auch das Massenträgheitsmoment rotierender Teile umfasst. Für die vereinfachte Berechnung in der Praxis wird üblicherweise ein Faktor von 1,1~1,3 zur Äquivalenz des zusätzlichen Trägheitsmoments der rotierenden Massen angesetzt.

WiderstandsartenBerechnungsformelSchlüsselParameterBeispielwertAnteil
HaftreibungswiderstandFhaftend=(G+Q)×g×μμ=0.006(rollend) / 0.015(gleitend)4,709 N40%~55%
WindwiderstandFWind=C×p×AC=1.4, p=250Pa9,800 N25%~40%
SteigungswiderstandFSteigung=(G+Q)×g×αα≤1‰785 N3%~6%
BeschleunigungswiderstandFBeschleunigung=(G+Q)×aa=0.05~0.15m/s²6,400 N15%~25%
GesamtfahrwiderstandFgesamt=ΣFvier KategorienAntriebswirkungsgradη=0.8821,694 N(Beispielsumme)

Leistungsberechnung und Einschaltdauer-Umrechnung

Nach Ermittlung des Gesamtwiderstands ergibt sich die Leistung an der Motorwelle: P = Fges × v / (1000 × η) = 21.694 × 1,067 / (1000 × 0,88) = 26,3 kW. Dieser Wert entspricht der Dauerleistung. Das Fahrwerk eines Krans arbeitet jedoch nicht im Dauerbetrieb – ein Arbeitsspiel umfasst Vorwärtsfahrt, Stillstand, Rückwärtsfahrt sowie Heben und Senken der Last. Daher ist eine Umrechnung auf die tatsächliche Einschaltdauer (JC-Wert) entsprechend der vorgesehenen Arbeitsweise erforderlich.

Für Kranfahrwerke ist die Betriebsart S3 (Aussetzbetrieb) üblich, mit Einschaltdauern von typischerweise 25 %, 40 % oder 60 %. Gemäß Tabelle G.1 der Norm DIN 15018 – Kerntechnische Bestimmungen für die Kran-Konstruktion gilt für die Umrechnung von Leistungen bei abweichender Einschaltdauer auf die Bezugs-Einschaltdauer von 40 %: P40 = PJC × √(JC/40). Beispiel: Ein zunächst mit JC = 60 % gewählter Motor mit 30 kW Leistung ergibt nach Umrechnung auf die 40-%-Basis eine äquivalente Leistung von P40 = 30 × √(60/40) = 36,7 kW – scheinbar höher, da bei längerer Betriebszeit (60 %) in der kürzeren „virtuellen“ 40-%-Zeit eine höhere Leistung abgegeben werden muss, um die äquivalente Arbeit zu erbringen. Bei der Auslegung sind außerdem die Höhenlage (Leistungsminderung oberhalb 1.000 m, ca. 1 % je weitere 100 m) und die Umgebungstemperatur (Leistungsminderung oberhalb 40 °C, ca. 3 % je weitere 5 K) zu berücksichtigen.

Zurück zum Berechnungsbeispiel: P = 26,3 kW (Dauerleistung), umgerechnet auf JC 40 % ergibt sich P40 = 26,3 × √(100/40) = 41,6 kW. Für die praktische Auswahl bieten sich zwei Motoren mit je 22 kW an (Doppelmotor-Antrieb für das Kranfahren), was einer Gesamtleistung von 44 kW und einer Reserve von 6 % entspricht – ausreichend für Beschleunigungsanforderungen und kurzzeitige Überlast. Nach der Auswahl ist außerdem zu prüfen, ob das maximale Anlaufdrehmoment des Motors das 1,5- bis 2-fache des Gesamtwiderstandsmoments erreicht (ungünstigster Fall mit Haftreibung und Trägheitsüberlagerung) und ob das Bremsmoment der Bremse mindestens das 1,25-fache der Lastkombination aus maximaler Windlast und Hangabtriebskraft im beladenen Zustand beträgt.

Gesamtfahrwiderstand Fges
21.694 N
Dauerleistung P
26,3 kW
Äquivalente Leistung bei JC 40 %
41,6 kW
Gewählte Leistung (2 × 22 kW)
44 kW
Motordrehzahl
1.460 rpm
Getriebewirkungsgrad η
0,88

Leistungskennwerte für Fahrwerke verschiedener Traglastklassen

Tragfähigkeit/WiderstandsartenFahrgeschwindigkeitdauerhaftLeistung(kW)Empfohlene AusstattungplusGeschwindigkeit(m/s²)
5tEinträger20m/min4.21×5.5kW0.05
10tEinträger20m/min7.81×7.5kW0.05
16tZweiträger40m/min14.22×7.5kW0.08
32tZweiträger64m/min26.32×22kW0.08
50tZweiträger50m/min35.62×22kW0.06
100tZweiträger40m/min52.84×15kW0.05

Motorauswahl: Wichtige Kriterien, typische Fehler und Schutzart

Bei der Auswahl des Fahrmotors sind neben der Leistungsanpassung folgende konstruktive Punkte zu beachten: Erstens das Anzugsmoment – das Anzugsmoment eines konventionellen Asynchronmotors mit Käfigläufer beträgt etwa das 2,0- bis 2,5-fache des Nennmoments. Reicht das Anzugsmoment nicht aus, sollte ein Motor mit hohem Anzugsmoment gewählt oder eine frequenzgesteuerte Sanftanlauf-Lösung eingesetzt werden, um die Stromspitzen beim Anlauf zu reduzieren. Zweitens die Isolationsklasse – für Hochtemperaturumgebungen wie Gießereien oder Stahlwerke sind Motoren der Klasse F (zulässige Übertemperatur 105 K) oder Klasse H (125 K) erforderlich, mit einer Schutzart von mindestens IP54.

Ein häufig übersehenes Problem bei Mehrfachantrieben auf einer gemeinsamen Kranbrücke (typisch bei Zweiträger-Brückenkranen mit großer Spannweite) ist die ungleichmäßige Lastverteilung zwischen den Motoren. Im Idealfall sorgen Frequenzumrichter über eine „Master-Slave-Kopplung“ oder „parallele Drehzahlregelung“ dafür, dass zwei (oder mehr) Motoren das gleiche Drehmoment abgeben. In der Praxis führen jedoch minimale Unterschiede im Raddurchmesser (Fertigungstoleranz ±0,5 mm), Höhenunterschiede der Schienen und Abweichungen im Getriebewirkungsgrad dazu, dass die tatsächliche Leistungsaufnahme der Motoren um 10 % bis 15 % voneinander abweichen kann. Um eine dauerhafte Überlastung einzelner Motoren zu vermeiden, wird empfohlen, die Motorleistung um 5 % bis 8 % als Ausgleich für die Lastverteilung zu erhöhen oder eine Frequenzumrichter-Lösung mit unabhängiger Stromrückführung pro Motor zu wählen, die eine dynamische Drehmomentkompensation ermöglicht.

Drittens die Wahl zwischen Frequenzumrichtermotor und Motor für direkten Netzbetrieb – wenn das Fahrwerk eine frequenzgesteuerte Drehzahlregelung erfordert (z. B. für Präzisionspositionierung, Antischwingung oder Multi-Kran-Steuerung), sind spezielle Frequenzumrichtermotoren (z. B. Baureihe YZP/YGPE) einzusetzen, deren Isolationssystem für die hohen Spannungsspitzen der Umrichter ausgelegt ist. Viertens die Abstimmung von Bremse und Motor – das Bremsmoment der Bremse sollte das 1,25- bis 1,5-fache des statischen Lastmoments bei Nennlast betragen, und die Bremse sollte koaxial zum Motor montiert sein, um die Wartung zu erleichtern. Für Außenanlagen ist zusätzlich eine manuelle Lösseinrichtung vorzusehen, damit der Kran bei Stromausfall bewegt werden kann. Darüber hinaus ist die Schutzart der Anschlussdose zu beachten: Für Brückenkrane in Innenräumen genügt IP44, für Außenanlagen oder staubige Umgebungen (z. B. Zementwerke) ist IP55 und darüber erforderlich. In Stahlwerken mit Umgebungstemperaturen bis zu 65 °C muss die verfügbare Leistung eines Motors der Klasse F um 5 % pro 10 K Temperaturerhöhung reduziert werden, da sonst die Lebensdauer der Isolierung drastisch sinkt.


Häufige Fragen zur Fahrmotor-Auslegung

F: Welche Motorleistung ist für das Kranfahrwerk eines 32-t-Zweiträger-Brückenkrans geeignet?

A: Bei einem 32-t-Zweiträger-Brückenkran (Eigengewicht 48 t, Fahrgeschwindigkeit 64 m/min) ergibt die Berechnung einen Gesamtfahrwiderstand von ca. 21,7 kN und eine Dauerleistung von 26,3 kW. Nach Umrechnung auf die äquivalente Leistung bei JC 40 % ergibt sich ein Wert von 41,6 kW. Die empfohlene Antriebskonfiguration besteht aus zwei Frequenzumrichtermotoren mit je 22 kW. Die endgültige Auslegung muss jedoch die Hallenlänge, das Schienengefälle, die Windlast im Freien und die Höhenlage berücksichtigen; eine Leistungsreserve von 5 % bis 10 % wird empfohlen.

F: Worin unterscheidet sich die Motorberechnung für das Fahrwerk von der für das Hubwerk?

A: Es gibt drei wesentliche Unterschiede: Erstens muss das Fahrwerk vier Arten von Widerständen überwinden (Rollreibung, Windlast, Steigung und Trägheit) und nicht nur eine reine Gewichtslast. Zweitens liegt der JC-Wert für das Fahrwerk üblicherweise zwischen 40 % und 60 %, während er für das Hubwerk bei 25 % bis 40 % liegt – die Umrechnungsfaktoren für die äquivalente Leistung sind also unterschiedlich. Drittens müssen beim Fahrwerk zusätzlich die Anfahrbeschleunigung und der Bremsweg überprüft werden: Eine zu geringe Motorleistung führt zu langsamem Anfahren und unzureichender Steigungsfähigkeit, eine zu hohe Leistung kann zu übermäßiger Beschleunigung und Radschlupf führen.

F: Welche Windgeschwindigkeit ist bei der Berechnung der Windlast für Außenkrane anzusetzen? Wie wird die Angriffsfläche bestimmt?

A: Gemäß DIN 15018 beträgt der Berechnungsdruck für den Betriebszustand 250 Pa (entspricht einer Windgeschwindigkeit von 20 m/s, etwa Windstärke 8). Für den Nichtbetriebszustand ist ein Winddruck von 800 Pa anzusetzen (entspricht 36 m/s, etwa Windstärke 12). Die Angriffsfläche wird als Projektion der dreidimensionalen Kran-Kontur in Fahrtrichtung ermittelt; vereinfacht kann die Seitenfläche des Hauptträgers (Höhe × Spannweite) zuzüglich der Projektionsfläche des Führerhauses angesetzt werden. Bei Windschutzwänden oder offenen Hallenkonstruktionen ist die Angriffsfläche um 10 % bis 20 % zu vergrößern.

F: Frequenzumrichtermotor oder Motor für direkten Netzbetrieb – welche Lösung ist für das Fahrwerk sinnvoll und lohnt sich der Mehrpreis?

A: Wenn das Fahrwerk eine Präzisionspositionierung, Antischwingung oder koordinierte Steuerung mehrerer Krane erfordert, ist ein Frequenzumrichtermotor (Baureihe YZP) die richtige Wahl. Die Frequenzumrichter-Lösung erhöht die Anfangsinvestition um 20 % bis 30 %, zahlt sich jedoch in folgenden Szenarien aus: ① Bei häufigen Start-Stopp-Zyklen reduziert der Umrichter die Stoßbelastung um über 50 % und verlängert die Lebensdauer von Rädern und Getrieben. ② Bei langen Fahrwegen mit hoher Geschwindigkeit optimiert der Umrichter die Beschleunigungs- und Verzögerungskurven und reduziert den Spitzenleistungsbedarf um 30 %. ③ Bei koordiniertem Mehrkranbetrieb ermöglicht der Umrichter eine präzise Steuerung der Geschwindigkeitskurve jedes Krans, um Kollisionen zu vermeiden. Für einfache Materialtransportaufgaben mit geringer Schalthäufigkeit ist die Kombination aus Motor mit direktem Netzbetrieb und Schützsteuerung die wirtschaftlichere Lösung.


Kelude Schwerindustrie ist auf Konstruktion und Fertigung von hochwertigen Kranen nach EU-Norm spezialisiert. Das Produktprogramm umfasst Doppelträger-Brückenkrane von 50 t bis 300 t, Brückenkrane und Portalkrane – alle konform mit DIN 15018 sowie den FEM/DIN-Normen. Wir bieten umfassende technische Unterstützung über den gesamten Projektzyklus: von der Konzeptplanung und Produktauswahl bis hin zu Montage & Inbetriebnahme.

Für eine Auslegungsberechnung des Fahrwerks oder eine individuelle Technische Lösung wenden Sie sich bitte an das Technik-Team von Kelude Schwerindustrie: 13903802779.

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