KI-Vision-Forschungszentrum für Brückenkrane anerkannt

KI-Visualisierungszentrum für Brückenkrane als provinzielle Unternehmens-Technologiezentrale anerkannt. Die Anerkennung als Unternehmens-Technologiezentrale gilt als einer der zentralen Nachweise für die Innovationsfähigkeit eines Fertigungsunternehmens.

Die Anerkennung als Unternehmens-Technologiezentrale ist einer der zentralen Nachweise für die eigenständige Innovationsfähigkeit eines Fertigungsunternehmens. Das KI-Visualisierungszentrum für Brückenkrane von Kelude hat kürzlich die offizielle Anerkennung als provinzielle Unternehmens-Technologiezentrale erhalten. Damit sind das F&E-System, das Fachpersonal und die Prüfstände des Zentrums im Bereich der KI-basierten Sichtprüfung für Brückenkrane auf dem Niveau einer provinziellen Innovationsplattform angekommen. Dieser Beitrag erläutert die Organisationsstruktur, die zentralen Prüfstände, die technischen Ergebnisse sowie die künftige F&E-Planung des Zentrums.

Überblick über das F&E-Zentrum

Das KI-Visualisierungszentrum für Brückenkrane arbeitet als eigenständige F&E-Einrichtung auf einer Fläche von 2.800 m². Es gliedert sich in fünf Fachabteilungen: KI-Algorithmus-Forschung, Eingebettete Systeme, Strukturmechanik, Verfahrenstechnik sowie Normen und geistiges Eigentum.

Das F&E-Team umfasst derzeit 86 festangestellte Mitarbeiter, was 22 % der Gesamtbelegschaft entspricht. Die personelle Aufstellung gliedert sich in 22 KI-Algorithmus-Ingenieure, 18 Entwickler für eingebettete Systeme, 16 Maschinenbau-Ingenieure, 12 Elektroplaner, 10 Prüf- und Verifizierungsingenieure sowie 8 Normungsingenieure. Die Leitung des Zentrums verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Hebezeugbranche; die Kernmitglieder kommen u. a. von Zoomlion, Weihua Group und Huawei.

Zentrale Prüfstände und Laboreinrichtungen

Das Zentrum betreibt drei zentrale Versuchsplattformen: Die Strukturermüdungs-Plattform ist mit einer 50-t-elektrohydraulischen Servo-Prüfmaschine ausgestattet, mit der Ermüdungslebensdauer-Tests an Hauptträgern und Kopfträgern von Brückenkranen durchgeführt werden. Die Prüffrequenz erreicht bis zu 20 Hz und ermöglicht die Simulation wechselnder Lastfälle über einen simulierten Betriebszeitraum von 20 Jahren. Die KI-Rechenplattform umfasst 12 NVIDIA-RTX-4090-GPUs sowie 20 Jetson-Orin-NX/AGX-Module für Edge-Computing und dient der Optimierung von YOLOv8-Modellen sowie der Validierung von Edge-Geräte-Bereitstellungen. Die Plattform zur Umgebungsanpassungsfähigkeit verfügt über Klimaprüfschränke für Temperatur und Feuchte sowie einen Schwingungsprüfstand, die Industriebedingungen im Bereich von −40 °C bis 85 °C, 5 % bis 95 % relativer Feuchte und 5 bis 2.000 Hz abbilden.

In den vergangenen drei Jahren wurden insgesamt mehr als 26 Mio. CNY (ca. 3,3 Mio. EUR) in die KI-Visualisierungstechnologie für Brückenkrane investiert; die jährlichen F&E-Aufwendungen entsprechen durchschnittlich 8,7 % des Umsatzes. Die laufenden Betriebskosten des Zentrums belaufen sich auf rund 3,5 Mio. CNY (ca. 445.000 EUR) pro Jahr – inklusive Wartung und Kalibrierung der Ausrüstung, Verbrauchsmaterialien sowie Schulung des technischen Personals.

Technische Ergebnisse und geistiges Eigentum

Das Zentrum hat in fünf zentralen Anwendungsszenarien der KI-basierten Sichtprüfung für Brückenkrane – Sicherheitsüberwachung, Lastpositionierung, Drahtseilprüfung, Schweißnahtprüfung sowie visuelle SLAM-Kartierung und Lokalisierung – insgesamt 12 Patente, 28 Gebrauchsmuster und 15 Software-Urheberrechte erworben.

Künftige F&E-Schwerpunkte

Nach der Anerkennung als provinzielle Unternehmens-Technologiezentrale verfolgt das Zentrum drei strategische Forschungsrichtungen: Von 2026 bis 2027 wird ein multimodales KI-Großmodell für Brückenkrane entwickelt, das visuelle, Vibrations- und akustische Daten fusioniert, um eine mehrdimensionale Gesundheitsbewertung der gesamten Kranstruktur zu ermöglichen. Von 2027 bis 2028 wird ein System für den vollautomatischen unbemannten Betrieb realisiert, das den gesamten Prozess von der Hubanweisung bis zur präzisen Lastpositionierung ohne menschlichen Eingriff abdeckt. Parallel dazu entsteht eine Digitaler-Zwilling-Plattform zur Lebensdauervorhersage, die auf Basis von Betriebsdaten und Ermüdungsanalysemodellen die Restlebensdauer kritischer Strukturbauteile online bewertet.

Häufige Fragen (FAQ)

F: Welchen konkreten Nutzen hat die Anerkennung als provinzielle Unternehmens-Technologiezentrale für das technische Niveau der Brückenkran-Produkte?

A: Die Anerkennung als Unternehmens-Technologiezentrale ist eine systematische Prüfung der ordnungsgemäßen F&E-Prozesse eines Unternehmens. Bewertet werden vier Dimensionen: Kontinuität der F&E-Investitionen, Stabilität des F&E-Teams, Vollständigkeit der Prüfeinrichtungen sowie Qualität der Ergebnisse im Bereich geistiges Eigentum. Die Anerkennung des KI-Visualisierungszentrums für Brückenkrane bedeutet, dass die technischen Fähigkeiten in Forschung, Entwicklung und Prüfung im Bereich der KI-basierten Sichtprüfung von der zuständigen Provinzbehörde bestätigt wurden. Sie stellt zugleich sicher, dass das optische Inspektionssystem der Brückenkrane – von der Sensorauswahl über das Algorithmustraining bis zur Gesamtvalidierung – durchgängig nach einem geregelten F&E-Prozess entwickelt wird.

F: Sind die Prüfeinrichtungen des Zentrums auch für externe Auftraggeber zugänglich?

A: Ein Teil der Prüfeinrichtungen steht – sofern die eigenen F&E-Aufgaben dies zulassen – für externe Prüfaufträge zur Verfügung. Die Ermüdungsprüfmaschine und der Schwingungsprüfstand können gegen eine Gebühr von 800 CNY (ca. 100 EUR) bzw. 500 CNY (ca. 65 EUR) pro Stunde gebucht werden. Die erstellten Prüfzertifikate können als ergänzender Nachweis für die Typprüfung von Produkten dienen. Interessierte Kunden können über die Website des Zentrums oder die Service-Hotline einen Prüfantrag einreichen; die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 3 bis 7 Werktage.

F: Welche Rolle spielt das Zentrum bei der Entwicklung von Branchenstandards?

A: Das Normungsteam des Zentrums hat federführend zwei Verbandsstandards erarbeitet: die „Technische Spezifikation für KI-basierte visuelle Sicherheitsüberwachungssysteme an Brückenkranen" sowie die „Allgemeinen technischen Anforderungen für KI-basierte Online-Drahtseilprüfsysteme an Kranen". Beide Standards wurden offiziell veröffentlicht und sind in Kraft. Darüber hinaus hat das Team an der Konsultationsphase zu zwei weiteren Industriestandards mitgewirkt. Durch die Normenentwicklung fließen die technischen Erkenntnisse des Zentrums in allgemein gültige Branchenvorgaben ein und erhöhen den Standardisierungsgrad intelligenter Kranprodukte.

F: Wie lange ist die Anerkennung gültig und wie läuft die Rezertifizierung ab?

A: Die Anerkennung als provinzielle Unternehmens-Technologiezentrale unterliegt einer dynamischen Verwaltung; die Gültigkeitsdauer beträgt 2 Jahre. Alle 2 Jahre findet eine Bewertung der Betriebsführung statt, bei der insbesondere die F&E-Ausgaben, die Anzahl der F&E-Mitarbeiter, die Ergebnisse im Bereich geistiges Eigentum sowie der Ergebnistransfer in innovative Produkte geprüft werden. Unternehmen mit positiver Bewertung behalten den Status; bei unzureichender Bewertung wird eine Korrekturmaßnahme mit Frist angeordnet. Bleibt die Leistung auch nach der Korrektur unzureichend, wird die Anerkennung entzogen. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage des Reifegradmodells für intelligente Fertigung (GB/T 39116-2020, entsprechend ISO 4301) sowie der geltenden Verwaltungsvorschriften für die Anerkennung provinzieller Unternehmens-Technologiezentren.

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