Umfassender Leitfaden zur Maßanfertigung von Sonderkranen: Bedarfsanalyse / Statische Berechnung / Fertigungsverfahren / Abnahmekriterien

📌 Die maßgeschneiderte Fertigung von Sonderkranen umfasst sechs Kernphasen: Bedarfsanalyse, Konzeptentwurf, statische Berechnung, Fertigungsverfahren, Prüfung und Abnahme sowie typische Anwendungsszenarien.Dieser Artikel fasst 13 Fachartikel über maßgeschneiderte Sonderanfertigungen zusammen, die von Kühlhäusern mit Temperaturen von -40 °C bis hin zum Korrosionsschutz der Klasse C5 für den Einsatz auf See reichen, von Explosionsschutz der Klasse ExdⅡBT4 bis hin zu seismischer Beständigkeit und Strahlenschutz auf nuklearem Niveau, von L-förmigen Hängekranen bis hin zu Ringbahnkranen, und bildet so ein umfassendes technisches System für maßgeschneiderte Sonderkrane, das Kernnormen wie GB/T 3811, GB/T 5905-2011 und GB/T 3836 und andere zentrale Normen abdeckt.

Kundenspezifischer Konstruktionsprozess für Sonderkrane

非标起重机定制设计流程全景图
Szenentyp Technische Kernherausforderungen Wichtige Gestaltungsmaßnahmen Anwendbare Normen Kostenaufschlag
Umgebung mit niedrigen Temperaturen
(-40 °C Kühlhaus/Kaltgebiet)
Risiko von Sprödbruch bei Stahl bei niedrigen Temperaturen, Ausfall elektrischer Bauteile bei niedrigen Temperaturen, Einfrieren des Schmiersystems D/E-Stahlbleche für Tieftemperaturanwendungen (27J bei -40 °C), kältebeständige elektrische Bauteile (für -40 °C geeignet), Tieftemperatur-Schmierfett, Schweißstäbe mit entsprechender Kaltzähigkeit GB/T 3811-2008
GB/T 1591-2018
+15~25%
Korrosionsschutz im maritimen Bereich
(Klasse C5 / Hafen / Küstengewässer)
Hohe Korrosionsrate im Salznebel, schnelles Versagen des Beschichtungssystems, Rostbildung an Befestigungselementen Feuerverzinkung + zinkreiche Epoxidbeschichtung + Polyurethan-Decklack, Befestigungselemente aus Edelstahl 316L, Motor in korrosionsbeständiger Ausführung nach IP56 ISO 12944-C5
GB/T 30790-2014
+20~35%
Explosionsgeschützte Umgebung
(Exd IIB T4/CT4)
Risiko der Zündung durch elektrische Funken, Kontrolle von Reibungsfunken, elektrostatische Aufladung Explosionsgeschützter Motor Exd IIB T4, explosionsgeschützter Schaltschrank, funkenfreie Bremse, Erdung der gesamten Anlage ≤ 4 Ω, explosionsgeschützte Werkzeuge aus Kupferlegierung GB/T 3836-Reihe
GB 50058
+25~40%
Ringbahn
(Kernkraftwerk/Wasserturbine)
Spurabweichung bei der Fahrt auf kurvigen Gleisen, Aufprall beim Überfahren von Gleisfugen, Lagekontrolle des Wagens Radsätze mit konischer Lauffläche, präzise Steuerung der Gleiskrümmung, Pufferung beim Überqueren von Gleisnähten, Konstruktion des Drehwagens JB/T 1306-2008
GB/T 3811-2008
+30~50%
Sanierung alter Gebäude
(Modernisierung/Erneuerung der Produktionsanlagen)
Begrenzte Lichte Höhe, Überprüfung der Tragfähigkeit der Stützpfeiler, Bewertung des Zustands der bestehenden Gleise Vor-Ort-Vermessung und -Messung, Überprüfung und Berechnung der Konstruktion, Konzepte für Laufwagen mit geringer Lichte Höhe, Optimierung der Gleisanordnung, Leichtbauweise GB/T 3811-2008
GB 50017
+10~25%
Kernkraftwerk-Kran
(Erdbebensicherheit/Strahlenschutz)
Erdbebensicherheit der Klasse I, Strahlenschutzbeschichtung, redundante Sicherheitssysteme Zweikanal-Bremssystem, Erdbebenberechnung (Reaktionsspektrum-Methode), strahlungsbeständige Epoxidbeschichtung, redundanter Endlagen-/Überlastschutz, Zertifizierung für den Einsatz in kerntechnischen Anlagen NB/T 20420
GB/T 3811-2008
+50~100%

Maßgeschneiderte SonderkraneDies bezeichnet den gesamten Prozess der individuellen Auslegung auf der Grundlage von Standardmodellen für Universalkrane, unter Berücksichtigung der spezifischen Betriebsbedingungen, besonderen Standorte oder außergewöhnlichen Anforderungen des Anwenders. Der Umfang der Sonderanfertigungen umfasst Szenarien wie außergewöhnliche Lasten, extreme Temperaturen, Explosions- und Korrosionsschutz, Sonderprofilschienen sowie die Modernisierung veralteter Anlagen. Dieser Artikel stellt den gesamten Arbeitsablauf bei der Sonderanfertigung von Kranen systematisch anhand der fünf Phasen Bedarfsanalyse, Entwurfsplanung, statische Berechnung, Fertigungsverfahren sowie Prüfung und Abnahme vor. Er soll den Anwendern helfen, die technischen Kernpunkte, das Prozessmanagement und die Methoden der Qualitätskontrolle bei der Sonderanfertigung zu verstehen, und dient als systematische Referenz für Entscheidungen in konkreten Projekten.

Anforderungsanalyse und technische Klärung

Die Bedarfsanalyse ist der Ausgangspunkt und die Grundlage für die maßgeschneiderte Fertigung von Sonderkranen. Ihr zentrales Ziel besteht darin, die tatsächlichen Nutzungsanforderungen des Anwenders genau zu ermitteln und diese in quantifizierbare technische Parameter umzuwandeln. In der Phase der Bedarfsanalyse müssen die folgenden Schlüsselelemente einzeln überprüft werden:Tragkraft(einschließlich des Gewichts der Lastaufnahmevorrichtung; die Nenn- und die maximale Tragfähigkeit müssen angegeben werden),Spannweite(Zusammenhang zwischen der Spannweite der Halle und dem Gleisabstand),Hubhöhe(einschließlich der oberen und unteren Endposition des Hakens),Dienstgrad(A1 bis A8 richten sich nach der Nutzungshäufigkeit und dem Lastspektrum),Arbeitsumfeld(Temperaturbereich, Luftfeuchtigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Klassifizierung für explosionsgefährdete Bereiche usw.). Dabei bestimmen die Umgebungsbedingungen häufig die zentrale Ausrichtung der Sonderanfertigung: In Umgebungen mit niedrigen Temperaturen müssen kältebeständige Stähle mit hoher Schlagzähigkeit und kältebeständige elektrische Bauteile verwendet werden; in explosionsgeschützten Umgebungen muss die Konstruktion gemäß GB/T 3836 als Exd- oder Exe-Ausführung erfolgen; in korrosiven Umgebungen muss das Korrosionsschutzbeschichtungssystem gemäß ISO 12944 festgelegt werden.

Die technische Klärung ist ein vertiefender Schritt der Anforderungsanalyse und erfordert in der Regel mehrere Runden des technischen Austauschs zwischen Anwender und Hersteller. Die Klärung sollte folgende Punkte umfassen:Heben von Gegenständenphysikalische Eigenschaften (Gewicht, Abmessungen, Temperatur, flüssiger Zustand oder hohe Temperatur),Bedienung(Bodenbedienung/Luftbedienung/Fernsteuerung/Automatisierung),Stromversorgung(Schleifleitung/Kabeltrommel/Schleppkettensystem),Streckeninformationen(Spurweite, Schienentyp, Zustand der vorhandenen Schienen),Bauweise der Fabrikhalle(Höhe der Stützen, Abstand zwischen den Säulen in der Halle, Art der Dachkonstruktion),Anforderungen an spezielle Funktionen(Synchronbetrieb, Frequenzumrichterregelung, Fernüberwachung, automatische Positionierung usw.). Es wird empfohlen, in der Phase der technischen Klärung ein offizielles „Technisches Lastenheft für Sonderkrane“ zu erstellen, das von beiden Seiten unterzeichnet und als Grundlage für die weitere Planung dient.

Entwurfsplanung und Gesamtanordnung

In der Entwurfsphase wird auf der Grundlage der technischen Spezifikationen das Gesamtkonzept für die Konstruktion des Krans festgelegt. Zu den wichtigsten Entwurfsinhalten gehören:Auswahl der Bauform(Brückenkran/Portalkran/Halbportalkran/Hängekran/Schwenkkran),Querschnittsform des Hauptträgers(Kastenträger/I-Träger/Fachwerkträger/Verbundträger),Anordnung der Wagen(Oberwagen/seitlich angehängter Wagen/Doppelwagen/Drehwagen),Endträger und Fahrwerk(3-in-1-Getriebemotor / geteilter Antrieb / Frequenzumrichter-Drehzahlregelung),Elektrische Steuerung(Traditionelle Relaissteuerung/SPS-Steuerung/Frequenzumrichtersteuerung/intelligentes Steuerungssystem). Bei der Gesamtplanung muss besonders auf die Abstimmung zwischen lichter Höhe und Hubhöhe geachtet werden, um sicherzustellen, dass zwischen dem Lastaufnahmemittel und dem Hallenträger in der höchsten Position des Hakens ein ausreichender Sicherheitsabstand besteht.

Der Vergleich verschiedener Lösungsansätze ist ein entscheidendes Mittel zur Reduzierung der Risiken und Kosten bei Sonderanfertigungen. Für dieselben Betriebsbedingungen werden in der Regel zwei bis drei realisierbare Lösungsansätze vorgeschlagen, um einen technisch-wirtschaftlichen Vergleich durchzuführen: Lösung A verwendet eine ausgereifte Konstruktion, ist jedoch kostspieliger; Lösung B optimiert die Konstruktion zur Gewichtsreduzierung, verlängert jedoch die Bauzeit; Lösung C basiert auf einem ähnlichen Standardmodell und ist eine davon abgeleitete Konstruktion. Zu den Vergleichskriterien zählen die strukturelle Zuverlässigkeit, die Herstellbarkeit, die Montagefreundlichkeit, die Wartungszugänglichkeit sowie die Kosten über den gesamten Lebenszyklus. Bei Portalkranen mit großer Spannweite (≥ 35 m) lassen sich beispielsweise Lösungen mit kastenförmigen Doppelhauptträgern und Fachwerkhauptträgern vergleichen: Kastenträger weisen eine gute Steifigkeit auf, haben jedoch ein hohes Eigengewicht und erfordern einen hohen Stahlverbrauch; Träger in Fachwerkbauweise haben ein geringes Eigengewicht und eine geringe Windlast, erfordern jedoch komplexe Fertigungsverfahren und weisen eine große zu korrosionsschützende Fläche auf. Die Ergebnisse des Vergleichs sollten in einem „Vergleichsbericht für Sonderkran-Konzeptionen“ festgehalten und vom Kunden bestätigt werden.

Statik und Finite-Elemente-Analyse

Die statische Berechnung ist ein zentraler technischer Aspekt bei der Konstruktion von Sonderkranen und muss strikt eingehalten werden.GB/T 3811-2008 „Norm für die Auslegung von Kranen“Anforderungen an das Sicherheitssystem. Die Berechnungen umfassen: Festigkeitsberechnung des Hauptträgers (Überprüfung der Normalspannung, Scherspannung, lokalen Druckspannung und kombinierten Spannungen),Steifigkeitsberechnung(Statische Steifigkeit – Durchbiegung in der Mitte der Spannweite im Bereich von L/700 bis L/1000; dynamische Steifigkeit – Eigenfrequenz unter Volllast nicht unter 2 Hz),Gesamtstabilität(Bei Portalkranen muss ein Kippstabilitätskoeffizient von ≥ 1,5 berechnet werden),Lokale Stabilität(Überprüfung des Breiten-Dicken-Verhältnisses von Steg und Deckschale bei Kastenträgern sowie Berechnung der Anordnung der Versteifungsrippen),Berechnung der Ermüdungsfestigkeit(Für die Dienstgrade A6 und höher ist eine Ermüdungsprüfung erforderlich),Verbindungsberechnung(Schweißnahtfestigkeit, hochfeste Schraubverbindungen, Bolzenverbindungen usw.). Das System der Sicherheitsfaktoren für Tragwerke umfasst: Sicherheitsfaktor für die Tragwerksfestigkeit ≥ 1,48, Sicherheitsfaktor für Stahlseile ≥ 5, Sicherheitsfaktor für Bremsen ≥ 1,25.

Die Finite-Elemente-Analyse (FEA) ist ein modernes Verfahren zur Konstruktionsüberprüfung von Sonderkranen. Dabei wird mithilfe von ANSYS, Abaqus oder ähnlicher Software ein dreidimensionales Finite-Elemente-Modell der gesamten Maschine erstellt, um eine detaillierte Analyse durchzuführen. Die FEA-Analyse sollte folgende Betriebsbedingungen abdecken:Nennlast unter statischer Belastung(einschließlich eines dynamischen Lastfaktors von 1,25),Statische Belastungsprüfung mit dem 1,25-fachen der Nennlast1,1-fache Nennlast – Betriebsbedingungen für dynamische BelastungsprüfungenExtreme Windlastbedingungen(Bei Portalkranen im Freien sind die Winddrücke im Betriebs- und im Ruhezustand zu berücksichtigen),Erdbebenbelastungsbedingungen(In erdbebengefährdeten Gebieten ist eine Berechnung erforderlich). Der FEA-Analysebericht sollte Spannungs- und Verformungswolken, Ergebnisse der Modalanalyse sowie eine Vorhersage der Ermüdungslebensdauer enthalten. Weitere Informationen zu Finite-Elemente-Analysemethoden und Fallbeispiele finden Sie unterFachartikel zur FEA-Analyse von Sonderkranen, um die Methoden zur optimierten Auslegung verschiedener Bauformen kennenzulernen.

Fertigungsverfahren und Qualitätskontrolle

Die zentrale Aufgabe in der Fertigungsphase besteht darin, den Entwurf in ein physisch herstellbares Produkt umzusetzen. Zu den wichtigsten Fertigungsschritten bei Sonderkranen gehören:Vorbehandlung von Stahl(Entrostung durch Sandstrahlen bis zur Stufe Sa2,5, Auftragen einer Grundierung in der Werkstatt),CNC-Zuschnitt(Plasma-/Laser-/Brennschneiden, Fugenbearbeitung),Zusammenfügen und Zusammenstellen von Platten(Stumpfnähte werden gemäß GB/T 3323 einer Röntgen- oder Ultraschallprüfung nach 100% unterzogen),Schweißung des Hauptträgers(unter Verwendung von CO₂-Schutzgasschweißen oder automatischem Unterpulverschweißen, Abstimmung von Schweißzusatzwerkstoff und Grundwerkstoff, Vorwärmung vor dem Schweißen und Temperaturkontrolle nach dem Schweißen),Wärmebehandlung nach dem Schweißen(Spannungsarmglühen, das insbesondere für dickwandige Konstruktionen von Bedeutung ist),Mechanische Bearbeitung(Fräsen der Endträgerflächen, Bohren der Radbefestigungslöcher und der Gelenkbohrungen zur Gewährleistung der Koaxialität des Fahrwerks),Zweite Lackierung(Auswahl des Beschichtungssystems gemäß der Klassifizierung der Korrosionsumgebungen nach ISO 12944-2018; die Gesamttrockenschichtdicke muss mindestens 240 μm betragen).

Die Qualitätskontrolle erstreckt sich über den gesamten Fertigungsprozess. Zu den wichtigsten Prüfpunkten gehören:Nachprüfung der Rohstoffe bei Ankunft im Werk(mechanische Eigenschaften von Stahl, chemische Zusammensetzung, Ultraschallprüfung auf Schichtfehler),Bewertung von Schweißverfahren(Jede Verbindungsart muss vorab als geeignet bewertet werden; die Schweißverfahrenanweisung (WPS) deckt alle wichtigen Schweißverbindungen ab),Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißnähten(Stumpfnaht 100%UT + stichprobenartige RT-Prüfung; Ecknähte werden anteilig einer MT- oder PT-Prüfung unterzogen),Prüfung der Maßgenauigkeit(Durchbiegung des Hauptträgers L/1000 ± 101 TP3T, Spannweitenabweichung ± 5 mm, Diagonalabweichung ≤ 5 mm),Prüfung der Einbauspaltmaße(Einstellung des Spaltes zwischen Rad und Schiene, Prüfung des Zahnradspieles),Qualitätsprüfung der Lackierung(Schichtdicke, Haftfestigkeitsprüfung durch Abziehversuch, Elektrofunkenprüfung auf Poren). Die Prüfergebnisse der oben genannten Phasen sind in das „Qualitätsprotokoll des Herstellungsprozesses“ einzutragen und dienen als technische Grundlage für die Abnahme vor dem Versand.

Prüfung, Abnahme und Übergabe

Nicht standardisierte Krane müssen vor dem Verlassen des Werks alle Typenprüfungen und Werksabnahmen durchlaufen haben. Die Prüfpunkte richten sich nachGB/T 5905-2011 „Prüfnormen und -verfahren für Krane“Durchführung, einschließlich:Leerlaufprüfung(Alle Vorrichtungen funktionieren einwandfrei, die Bremsen lassen sich leicht betätigen und die Endschalter reagieren präzise),Prüfung der Nennlast(Messung der Durchbiegung des Hauptträgers in der Mitte der Spannweite, Prüfung der Hub- und Fahrgeschwindigkeit, Überprüfung des Bremswegs),Statische Belastungsprüfung(Bei einer 1,25-fachen Nennlast, die 100 mm über dem Boden angehoben und dort 10 Minuten lang gehalten wird, beträgt die Restverformung des Hauptträgers nach Entlastung ≤ 0,11 TP3T der Spannweite, wobei keine bleibende Verformung vorliegt),Dynamische Belastungsprüfung(Durchführung einer Kombination aus Hub-, Brems- und Laufbewegungen des Hub- und Laufwagens unter 1,1-facher Nennlast, insgesamt mindestens 15 Zyklen),Prüfung der Sicherheitsvorrichtungen(Genauigkeit des Überlastbegrenzers ±5%, Zuverlässigkeit der Höhenbegrenzung, Leistungsprüfung der Stoßdämpfer, Funktionsprüfung der Windschutzvorrichtung). Am elektrischen System müssen eine Isolationswiderstandsprüfung (≥1 MΩ) und eine Spannungsfestigkeitsprüfung (1500 V/1 min ohne Durchschlag) durchgeführt werden.

Zu den Dokumenten, die in der Übergabephase fertiggestellt werden müssen, gehören:ProduktkonformitätsbescheinigungZertifikat über die Überwachung und Prüfung der Herstellung von Spezialausrüstung(ausgestellt von der örtlichen Sonderprüfstelle),Gebrauchs- und WartungsanleitungAnleitung zur Installation und InbetriebnahmeGesamtplan und TeilausführungspläneElektrische Schaltpläne und AnschlusspläneKonformitätsbescheinigungen und Gebrauchsanweisungen für die wichtigsten zugekauften Teile(Motoren, Getriebe, Bremsen, elektrische Bauteile usw.),Liste der Ersatzteile. Die Abnahme vor Ort nach der Installation ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Es müssen Vor-Ort-Prüfungen unter Leerlast, Nennlast und dem 1,1-fachen der dynamischen Last durchgeführt werden, wobei die örtliche Aufsichts- und Prüfstelle für Spezialausrüstung zur Überwachung und Prüfung hinzugezogen werden muss. Erst nach bestandener Prüfung wird der „Prüfbericht für Hebezeuge“ ausgestellt, und die Anlage darf in Betrieb genommen werden. Detaillierte Informationen zum Ablauf und zu den Standards der Prüfung und Abnahme finden Sie unterLeitfaden zum Thema „Prüfung und Abnahme von Kränen“

📋 Bedarfsanalyse

Überprüfung der fünf Faktoren – Tragfähigkeit, Spannweite, Höhe, Betriebsklasse und Umgebungsbedingungen – sowie Erstellung eines technischen Lastenhefts. Bewertung spezieller Anforderungen wie Materialauswahl für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen, Explosionsschutzzonen und Korrosionsschutzklassen.

🔧 Vergleich verschiedener Lösungen

Vergleich verschiedener Ausführungsvarianten hinsichtlich Bauform, Querschnitt des Hauptträgers, Anordnung der Laufkatzen und elektrischer Steuerung; technisch-wirtschaftliche Bewertung; Bestätigung durch den Vergleichsbericht; Auslegung zur Minimierung des Anteils an Sonderanfertigungen.

📐 Statische Berechnung

Sicherheitsberechnungen nach GB/T 3811, FEA-Verifizierung (Finite-Elemente-Methode), umfassende Überprüfung von Festigkeit, Steifigkeit, Stabilität und Ermüdung. Sicherheitsfaktor ≥ 1,48, Durchbiegung L/700 bis L/1000.

🔬 Qualitätskontrolle in der Fertigung

Stahlvorbehandlung / CNC-Zuschnitt / Schweißverfahrenqualifizierung / zerstörungsfreie Prüfung / Maßgenauigkeit / Lackierungsprüfung. Schweißnähte: UT + RT, Wölbung des Hauptträgers: L/1000 ± 101 TP3T.

✅ Prüfung und Abnahme

Typenprüfung gemäß GB/T 5905: Leerlauf / Nennlast / 1,25-fache statische Belastung / 1,1-fache dynamische Belastung. Isolationswiderstand ≥ 1 MΩ, Spannungsfestigkeit 1500 V. Überwachung und Prüfung durch das Institut für Sonderprüfungen.

🎓 Anwenderschulung

Bedienungsschulung / Wartungsschulung / Sicherheitsvorschriften / Behebung typischer Störungen / Überprüfung der Ersatzteilliste. Sicherstellung, dass die Anwender die besonderen Bedienungshinweise für Sonderanfertigungen beherrschen.

Typische Sonderfälle und Lösungen

Typische Anwendungsfälle für maßgeschneiderte Sonderkrane umfassen eine Vielzahl extremer Betriebsbedingungen und spezieller Einsatzzwecke.Umgebung mit niedrigen Temperaturen(Kühlhaus bei -40 °C / Arbeiten im Freien in kalten Regionen) Als Hauptmaterial sind Stahlbleche der Güteklassen D/E mit einer Kerbschlagzähigkeit bei -40 °C von mindestens 27 J zu verwenden; es sind Schweißstäbe für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen sowie elektrische Bauteile, die für Temperaturen von -40 °C geeignet sind, zu verwenden; als Schmierfett ist ein Lithiumfett für niedrige Temperaturen zu wählen.Korrosionsumgebung im maritimen Bereich(Häfen/Offshore-Plattformen/Meeresbau) Die Konstruktion muss für Korrosionsumgebungen der Klassen C5 oder CX ausgelegt sein und ein mehrschichtiges Schutzsystem aus feuerverzinktem Stahl mit einer zinkreichen Epoxidbeschichtung und einer Polyurethan-Deckschicht sowie Befestigungselemente aus Edelstahl umfassen; elektrische Komponenten müssen mindestens der Schutzart IP56 entsprechen, und die Motoren müssen in korrosionsbeständiger Ausführung der Schutzart IP56 ausgeführt sein.

Explosionsgeschützte Umgebung(Chemieindustrie/Erdöl/Tankstellen/Staubbelastete Arbeitsbereiche) Ausgelegt gemäß GB/T 3836, Explosionsschutzklasse ExdⅡBT4 oder ExdⅡCT4, explosionsgeschützte Motoren, explosionsgeschützte Schaltschränke und Bremsen in funkenfreier Ausführung, explosionsgeschützte Stromschienen, Erdungswiderstand der gesamten Anlage ≤ 4 Ω.Ringbahnkran(Ringförmige Hallen von Kernkraftwerken / Montage großer Wasserturbinen / Montage von Schiffssektionen) Hier kommen bogenförmige Schienen und spezielle Drehwagen zum Einsatz. Der Krümmungsradius der Schienen richtet sich nach den Abmessungen der Halle; die Räder sind mit konischen Laufrädern ausgestattet, um sich an die gekrümmten Schienen anzupassen. Die Anforderungen an die Behandlung der Schienenfugen sind hier höher als bei geraden Schienen.Beispiele für die Sanierung alter Gebäude(Umbau/Nachrüstung/Modernisierung/Austausch von Werkshallen) Bei der Planung neuer Kräne unter den baulichen Einschränkungen bestehender Werkshallen treten häufig Einschränkungen wie unzureichende lichte Höhe, unzureichende Tragfähigkeit der Krankonsolen oder ein schlechter Zustand der Schienen auf, sodass vor der Erstellung der Zeichnungen Vor-Ort-Messungen und eine statische Überprüfung erforderlich sind. Krane für den Einsatz in kerntechnischen Anlagen müssen darüber hinaus besondere Anforderungen erfüllen, darunter Erdbebensicherheit der Klasse I, Strahlenschutzbeschichtung, redundante Sicherheitssysteme und Zweikanalbremsen.

Quellen: GB/T 3811-2008 „Norm für die Konstruktion von Kranen“, GB/T 5905-2011 „Normen und Verfahren für die Prüfung von Kranen“, GB/T 3836-Reihe „Explosionsgefährdete Bereiche“, GB/T 14405-2011 „Allgemeine Brückenkrane“, GB/T 14406-2011 „Allgemeine Portalkrane“

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Frage: In welchen Fällen sind maßgeschneiderte, nicht standardisierte Kräne erforderlich?

Antwort: Wenn die Tragfähigkeit, die Spannweite, die Hubhöhe, die Betriebsklasse oder die Umgebungsanpassung von Standardmodellen (z. B. Typ QD, Typ MH) den tatsächlichen Anforderungen nicht genügen, sollte eine Sonderanfertigung in Auftrag gegeben werden. Häufige Entscheidungsgrundlagen sind unter anderem: Die Tragfähigkeit überschreitet die Obergrenze der Standardbaureihe, die verfügbare lichte Höhe in der Halle lässt keine Standardspannweite zu, die Betriebstemperatur liegt unter -20 °C oder über +60 °C, es herrschen explosive Gas- oder Staubkonzentrationen vor oder es sind Sonder- oder Ringschienenführungen erforderlich. Das Unternehmen empfiehlt, auch bei sehr ungewöhnlichen Endanforderungen vorrangig auf ähnliche Standardmodelle zurückzugreifen und auf deren Basis eine abgeleitete Konstruktion zu entwickeln, um den Anteil an Sonderanfertigungen und die damit verbundenen Kosten zu senken.

Frage: Wie lassen sich der Entwicklungszeitraum und die Kosten für Sonderkrane abschätzen?

Antwort: Der Entwurfszyklus beträgt in der Regel 4 bis 8 Wochen (abhängig vom Grad der Sonderanfertigung), wobei die Anforderungsanalyse und der Entwurf 30%, die statischen Berechnungen und Zeichnungen 50% und die Prozessvorbereitung 20% ausmachen. Die Herstellungskosten liegen in der Regel um 15 bis 40% höher als bei Standardmodellen mit denselben Parametern. Je höher der Anteil an Sonderanfertigungen, je spezieller die Materialien und je komplexer die Fertigungsprozesse sind, desto höher ist der Kostenaufschlag. Es wird empfohlen, in den technischen Spezifikationen eine Budgetobergrenze festzulegen, um zu vermeiden, dass nach Abschluss der Konstruktion eine Budgetüberschreitung festgestellt wird und die Ausstattung nachträglich reduziert werden muss.

Frage: Wie wird die Sicherheit bei Sonderkranen gewährleistet?

Antwort: Die Sicherheit von Sonderkranen wird durch drei Aspekte gewährleistet: In der Konstruktionsphase werden die Berechnungen streng nach dem in GB/T 3811 festgelegten Sicherheitskoeffizientensystem durchgeführt (Sicherheitskoeffizient für die strukturelle Festigkeit ≥ 1,48, Sicherheitskoeffizient für Drahtseile ≥ 5, Sicherheitskoeffizient für die Bremsen ≥ 1,25); in der Fertigungsphase werden Schweißverfahren bewertet und zerstörungsfreie Prüfungen durchgeführt; in der Abnahmephase werden statische und dynamische Belastungsprüfungen gemäß GB/T 5905 durchgeführt. Darüber hinaus müssen nicht standardisierte Krane mit einer vollständigen Sicherheitsausstattung (Überlastbegrenzer, Höhenbegrenzer, Hubbegrenzer, Bremsen usw.) ausgestattet sein, die den Anforderungen für Standardmodelle entspricht.

Frage: Kann für nicht standardisierte Kräne eine Herstellungsgenehmigung für Spezialausrüstung erteilt werden?

Antwort: Ja. Nicht standardisierte Krane fallen unter die Kategorie der Spezialausrüstung; der Hersteller muss über eine Herstellungsgenehmigung für Spezialausrüstung des entsprechenden Typs und der entsprechenden Klasse verfügen (Klasse A deckt die gesamte Baureihe der Brücken- und Portalkrane bis einschließlich 50 t ab). Jedes nicht standardisierte Produkt darf erst nach bestandener Typenprüfung und Werksabnahme durch eine Überwachungsprüfung des Instituts für Sonderprüfungen (Sonderprüfungsinstitut) und der Ausstellung eines Überwachungsprüfungszertifikats in Betrieb genommen werden. Das Unternehmen verfügt über eine Herstellungsgenehmigung der Klasse A, die nicht standardisierte Brücken- und Portalkrane abdeckt, und darf somit rechtmäßig nicht standardisierte Produkte herstellen.

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