Kranauswahl für die Metallurgie- und Stahlindustrie

Kernpunkte Kranlösungen für die vier Prozessstufen der Metallurgie und Stahlindustrie: ① Hochofenbereich mit speziellen Hüttenkranen (32–100 t), hitzebeständig bis 150 °C+, Triebwerksgruppe A7–A8; ② Stahlwerksbereich mit 50–200-t-Kranen inkl. Pfannenwaage und elektronischer Pendeldämpfung; ③ Stranggießbereich mit speziellen Brückenkranen (32–80 t) für den Segmentwechsel; ④ Walzwerksbereich mit QD/LH-Kranen (20–50 t) und C-Haken. Kelude Schwerindustrie bietet für die Metallurgie Hitzeschutz, Belüftung und Pfannenwaage.

Branchenlösung · Metallurgie & Stahl
Kranauswahl für die Metallurgie- und Stahlindustrie
Hebekonfigurationen für die vier Fertigungsbereiche: Hochofen, Stahlwerk, Stranggießen und Walzwerk
Abdeckung: Hochofen · Stahlwerk · Stranggießen · WalzwerkUmgebung: Hitze 60–80 °C · Staub · flüssiges MetallAusstattung: Metallurgischer YZ-Typ · Doppelmotor & Doppelbremse · H-Klasse-Isolation

Die Eisen- und Stahlmetallurgie zählt zu den anspruchsvollsten und technisch komplexesten Einsatzgebieten für Krane. Vom Abstichbereich des Hochofens über die Konverterhalle bis hin zum Stranggieß- und Walzwerksbereich – jede Prozessstufe erfordert spezielle Metallurgiekrane, die unter extremen Bedingungen mit hohen Temperaturen, starker Staubbelastung und schweren Lasten zuverlässig arbeiten. Die Triebwerksgruppe von Metallurgiekranen muss mindestens A7–A8 entsprechen, das Hubwerk benötigt ein redundantes Doppelmotor-Doppelbremsen-System, und das elektrische System muss Umgebungstemperaturen von 60–80 °C standhalten. Dieser Artikel liefert einen Kranauswahlplan für die Metallurgie- und Stahlindustrie entlang der vier Hauptprozessstufen Hochofen, Stahlwerk, Stranggießen und Walzwerk.

metallurgischStahlindustrieKranvier HauptproduktionsbereicheKonfigurationsvergleich

Überblick über Kraneinsätze in der Metallurgie

Hochofen
Wartung am Abstichbereich, am Winderhitzer und an der Gießmaschine. Hitzebeständig (60 °C+), Schutz vor Wärmestrahlung, empfohlen: YZ-Metallurgiebrückenkran 75–125 t.
Stahlwerk
Konverter-, Lichtbogenofen- und Sekundärmetallurgiehalle, Transport von Stahlpfannen. Triebwerksgruppe A7–A8, redundante Ausführung mit Doppelmotor und Doppelbremse.
Stranggießen
Wartung von Kokille, Segmenten und Schneidemaschine. Mittlere Tragfähigkeit (16–50 t), hohe Positioniergenauigkeit, Frequenzumrichter-Feinfahrt.
Walzwerk
Wechsel von Walzgerüsten, Haspeln und Rollgängen. Schwere Lasten (20–100 t) + hohe Zyklenfrequenz, vielseitige Doppelhakenkonfiguration erforderlich.

Hochofenbereich: Spezialkrane für den Abstich

Krane im Hochofenabstichbereich werden für Wartungsarbeiten auf der Abstichbühne, den Wechsel von Windformen sowie die Instandhaltung von Stoppvorrichtung und Öffnungsmaschine eingesetzt. Die Umgebungsbedingungen sind geprägt von hohen Temperaturen (auf der Abstichbühne 60–80 °C), starker Staubentwicklung (Spritzer aus der Abstichöffnung, Sinterstaub) sowie der Gefahr von Spritzern aus flüssigem Roheisen und Schlacke.

  • Empfohlenes Modell: YZ-Metallurgiebrückenkran (75–125 t), Triebwerksgruppe A7–A8, Spannweite 22–30 m
  • Schutz vor Wärmestrahlung: Wärmedämmplatte unter dem Führerhaus (Dicke ≥ 50 mm, mit Keramikfaserfüllung) + doppeltes Einscheiben-Sicherheitsglas; Hubwerksmotor mit H-Klasse-Isolation (temperaturbeständig bis 180 °C)
  • Doppelbremsen-Redundanz: Das Hubwerk verfügt über zwei unabhängige Ruhestrombremsen – eine Betriebsbremse (elektromagnetische Scheibenbremse) und eine Sicherheitsbremse (hydraulische Federkraftbremse). Fällt eine Bremse aus, kann die andere die Last sicher halten.
  • Bedienungsart: Geschlossene klimatisierte Kabine (Kälteleistung ≥ 5 kW) + Funkfernsteuerung als Reserve

Stahlwerksbereich: Pfannentransport mit Doppelmotor-Redundanz

Die Stahlwerkshalle ist der kritischste und gefährlichste Einsatzbereich für Metallurgiekrane – transportiert werden Stahlpfannen (Temperatur 1.600 °C, Fassungsvermögen 50–300 t). Ein Versagen des Hubwerks hätte fatale Folgen. Die sicherheitstechnischen Vorschriften nach TSG Q7016-2016 für Hebezeuge legen verbindliche Sicherheitsanforderungen für Gießkrane (Stahlpfannentransport) fest.

Sicherheitsausstattung von Gießkranen

  • Doppelmotor + Doppelgetriebe + Doppelbremse: Das Hubwerk wird von zwei Motoren über zwei Getriebe auf eine gemeinsame Trommel angetrieben, wobei jeder Antrieb 50 % der Last übernimmt. Im Normalbetrieb laufen beide Antriebe synchron; fällt ein Motor, ein Getriebe oder eine Bremse aus, kann der andere Antrieb den Senkbetrieb unter Volllast eigenständig durchführen.
  • Doppeltes Drahtseilsystem: Zwei unabhängige Seilführungssysteme, die jeweils 50 % der Last tragen. Bei einem Drahtseilbruch hält das zweite Seil die Last zuverlässig.
  • Zweikanalige elektrische Steuerung: Zwei unabhängig versorgte Steuerstromkreise; bei Ausfall des Hauptstromkreises übernimmt der Reservekreis automatisch.
  • Triebwerksgruppe: A7–A8 (über 360.000 Arbeitszyklen pro Jahr möglich)

Typische Konfiguration für die Stahlwerkshalle

  • Empfohlenes Modell: YZ-Gießkran in Brückenbauart (100–320 t), Spannweite 22–30 m, Haupthaken 100–320 t + Hilfshaken 20–50 t
  • Geschlossene klimatisierte Kabine: Mit Industrieklimaanlage, Luftfilter und Wärmeschutz; Sicherheitsabstand zwischen Kabine und Stahlpfanne ≥ 5 m
  • Wägesystem: Hochpräzise Wägezellen (Genauigkeit ±0,1 %), Echtzeitanzeige des Pfannengewichts, Datenübertragung an das Sekundärsystem des Stahlwerks
  • Sicherheitsverriegelung: Zugangskontrolle mit Sicherheitsverriegelung entlang der Transportroute der Pfanne – Personal und Geräte dürfen den Bereich unter dem Brückenkran während der Durchfahrt nicht betreten.

Stranggießbereich: Präzisionspositionierung und Gerätewartung

Kokillen, Segmente und Schneidemaschinen der Stranggießanlage müssen regelmäßig gewartet und ausgetauscht werden. Die Tragfähigkeit der Krane im Stranggießbereich ist geringer als im Stahlwerksbereich, dafür sind höhere Anforderungen an Positioniergenauigkeit und Schleichgang gegeben.

  • Empfohlenes Modell: QD-Typ Zweiträger-Brückenkran (16~50 t), Triebwerksgruppe A5~A6, Spannweite 20~28 m
  • Frequenzgesteuerte Drehzahlregelung: Hubwerk mit Frequenzumrichter (0,5~6 m/min), Katze und Kran mit Frequenzumrichter (3~20 m/min) für Präzisionspositionierung von Bauteilen wie Kokillen und Segmenten
  • Doppelhakenkonfiguration: Haupthaken (Nenntragfähigkeit) + Hilfshaken (5~10 t); der Haupthaken hebt schwere Lasten, der Hilfshaken unterstützt beim Wenden und Ausrichten
  • Pendeldämpfung: Für Langstrecken-Heben und -Transportieren in der Stranggießhalle (Spannweite 20~28 m) serienmäßig mit offenem Pendeldämpfungssystem, Restpendelwinkel <1°
  • Referenzpreis: QD-Typ 32 t/24 m mit Frequenzumrichter ca. 30~55 Mio. CNY (ca. 38.000~70.000 EUR)

5. Krane im Walzwerkbereich – Hochfrequentes Heben schwerer Lasten

Der Walzwerkbereich umfasst Fertigungslinien für Warmwalzen, Kaltwalzen sowie Mittel- und Dickblech. Die Krane werden für den Austausch von Walzgerüsten, den Transport von Walzen, den Umschlag von Stahlcoils und die Einlagerung von Fertigprodukten eingesetzt. Typische Merkmale sind schwere Lasten, hohe Einsatztaktung und paralleler Betrieb mehrerer Krane in derselben Halle.

5.1 Ausstattung für Warm- und Kaltwalzwerke

  • Empfohlenes Modell: QD-Typ Zweiträger-Brückenkran (20~100 t), Triebwerksgruppe A6~A7, Spannweite 24~32 m
  • Doppellaufkatzen-Konfiguration: Zwei Laufkatzen können unabhängig oder gekoppelt betrieben werden – eine Katze transportiert Walzen (5~20 t), die andere Stahlcoils (20~50 t), ohne sich gegenseitig zu behindern
  • C-Haken / Katze mit Hubwerk: Im Fertigwarenlager des Kaltwalzwerks ist ein C-Haken als Lastaufnahmemittel erforderlich (für vertikalen Coiltransport) oder eine Katze mit Hubwerk + Traversenspreizer (für horizontalen Coiltransport)
  • Kollisionsschutz bei mehreren Kranen in derselben Halle: In Walzwerkhallen sind üblicherweise 3~6 Krane in derselben Spannweite im Einsatz; ein dreistufiges Infrarot-/Laser-Kollisionsschutzsystem mit SPS ist erforderlich

5.2 Ausstattung der Walzenwerkstatt

  • Empfohlenes Modell: Kombination aus LD/LH-Typ Brückenkran (10~20 t) + BZD-Typ Auslegerkran (2~5 t)
  • Der Brückenkran übernimmt den Transport der Walzen zwischen Schleifmaschine und Lagerregal
  • Der Auslegerkran (BZD-Typ) ist direkt am Schleifarbeitsplatz installiert und dient zum Einspannen und Abnehmen einzelner Walzen in der Schleifmaschine

6. Technische Parameter der Metallurgiekrane im Vergleich

VergleichskriteriumEisenherstellungStahlerzeugungStranggießenWalzstahl
Standard Tragfähigkeit75~125t100~320t16~50t20~100t
TriebwerksgruppeA7~A8A7~A8A5~A6A6~A7
empfohlenes ModellYZmetallurgischBrückenbauartYZGießenBrückenbauartQDZweiträgerQDZweiträger/Doppellaufkatze
Umgebungstemperatur60~80°C50~70°C40~50°C40~60°C
SicherheitsredundanzDoppelbremseDoppelmotor+Doppelbremse+Doppelseil+DoppelkreisNormBremsungNormBremsung
Referenzpreis80~20010.000 Yuan120~50010.000 Yuan30~5510.000 Yuan40~18010.000 Yuan

Servicevorteile von Kelude für die Metallurgie

  • Komplette Baureihe metallurgischer Krane: Kelude Schwerindustrie bietet die komplette Baureihe metallurgischer Krane an, darunter YZ-Metallurgiekrane in Brückenbauart, YZ-Gießkrane in Brückenbauart und QD-Allzweckkrane in Brückenbauart – abgedeckt wird der gesamte Bereich von 75 t in der Eisenherstellung bis 320 t in der Stahlerzeugung.
  • TSG-Sicherheitskonformität: Alle Gießkrane sind streng nach TSG Q7016-2016 mit Doppelmotor + Doppelgetriebe + Doppelbremse + Doppeldrahtseil + Zweikreis-Stromversorgung ausgestattet. Vollständige Typprüfberichte und Dokumente zur Sicherheitsabnahme durch Dritte werden mitgeliefert.
  • Erfahrung im Hochtemperaturschutz: Die Metallurgiekrane von Kelude Schwerindustrie sind bei zahlreichen Stahlunternehmen (von 5 bis 30 Mio. Tonnen Jahreskapazität) über lange Zeit stabil im Einsatz. Für den Schutz des elektrischen Systems und die Dauerhaftigkeit der mechanischen Struktur unter hoher Temperatur, hoher Staubbelastung und Wärmestrahlung stehen ausgereifte Lösungen zur Verfügung.
Auswahlempfehlung: Das Kernprinzip bei der Auswahl von Metallurgiekranen lautet: „Triebwerksgruppe nach Einsatzbereich, Redundanz nach Stahlmasse“ – für den Transport von Stahlpfannen in der Stahlschmelze ist zwingend ein Gießkran (YZ-Typ) mit Doppelmotor, Doppelbremse und Doppeldrahtseil erforderlich. Für andere Einsatzbereiche kann je nach Tragfähigkeit und Temperatur der YZ- oder QD-Typ gewählt werden. In der Planungsphase empfiehlt sich eine Messung vor Ort durch das technische Team von Kelude Schwerindustrie, bei der Umgebungstemperatur, Staubkonzentration und Hubfrequenz erfasst werden, um darauf aufbauend ein Konzept zu erstellen.

Metallurgiekrane

Sechs Datenkarten für Eisen- und Stahlmetallurgie: Kernparameter der Hebegeräte für jeden Prozessschritt

Eisenherstellung
Metallurgischer Brückenkran 32–100 t, hochtemperaturbeständig bis 150 °C+, schwere Arbeitsweise A7~A8, Hydraulikgreifer / Lasthebemagnet
Stahlerzeugung
Metallurgischer Brückenkran 50–200 t, Pfannen-/Roheisentransport, Frequenzumrichter für ruhigen Lauf + Doppelbremse + elektronische Pendeldämpfung
Stranggießen
Spezial-Brückenkran 32–80 t, Segmentwechsel / Zwischenpfannen-Heißmontage, präzise Positionierung + Kriechgang-Steuerung
Walzwerk
QD/LH-Typ 20–50 t, Walzenwechsel + Stahlcoil-Transport, C-Haken / Lasthebemagnet, Triebwerksgruppe A6~A7
Kelude-Vorteile
Metallurgische Spezialkrane von Kelude Schwerindustrie mit elektrischer Wärmedämmung + Zwangskühlung + Pfannenwaage + elektronischer Pendeldämpfung
Gesamtwerkslösung
Kelude Schwerindustrie bietet ein einheitliches Markenkonzept für alle Prozessschritte der Metallurgie, einheitliche Ersatzteile/Wartung, geringere Verwaltungskosten

Häufige Fragen

F: Warum muss die Triebwerksgruppe von Metallurgiekranen zwingend A7~A8 sein?

A: Die Stahlproduktion läuft kontinuierlich – der Kran arbeitet täglich 16–22 Stunden, über 330 Tage im Jahr. Die Stufe A7~A8 (schwer/sehr schwer) entspricht der Nutzungsklasse T8 (Gesamtbetriebsstunden > 12.500 h) und dem Lastkollektiv Q3–Q4 (häufige Volllast) und gewährleistet, dass über den gesamten Lebenszyklus keine Ermüdungsversagen auftreten.

F: Welche Sicherheitsausstattung ist für Pfannenkrane erforderlich?

A: Die Standard-Sicherheitsausstattung der Metallurgie-Pfannenkrane von Kelude Schwerindustrie umfasst: Doppelbremse (jedes System bremst unabhängig), Pfannenwaage (Überlastalarm mit ±0,5 % Genauigkeit), elektronische Pendeldämpfung (Reduzierung der Pendelbewegung um 70 %), Absturzsicherung, Verriegelungsschutz gegen Pfannenkippen sowie Zweikreis-Stromversorgung.

F: Warum ist für den Segmentwechsel an der Stranggießanlage ein Spezialkran erforderlich?

A: Das Segment besteht aus mehreren Gruppen von Stützrollen, dem Kühlsystem und dem Rahmen. Es hat eine unregelmäßige Form und stellt hohe Anforderungen an die Montagegenauigkeit. Das Speziallastaufnahmemittel für Segmente von Kelude Schwerindustrie ermöglicht eine Vierpunkt-Synchronisation mit Nivellierung in Kombination mit Laserpositionierung – die Positionierabweichung beim Wechsel wird auf ±2 mm begrenzt.

F: C-Haken oder Lasthebemagnet für den Stahlcoil-Transport im Walzwerk?

A: Für den Transport von Stahlcoils wird der C-Haken empfohlen (vermeidet Magnetisierung des Coils, die nachgelagerte Prozesse beeinträchtigen könnte). Für Stahlbleche und Brammen kommt der Lasthebemagnet zum Einsatz. Kelude fertigt C-Haken kundenspezifisch nach Coil-Spezifikation (Innendurchmesser 508–610 mm), ausgestattet mit Lastabsturzsicherung und automatischer Breitenanpassung.

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