Kupplung des Elektroseilzugs: Normeninterpretation ISO 23778:2020

ISO 23778:2020 „Technische Anforderungen an Kupplungen für Elektrohebezeuge“ ist die Produktnorm für Kupplungen von Elektroseilzügen. Die Norm legt die Klassifizierung der Kupplungen zwischen Hubmotor und Getriebe fest – elastische Kupplungen (mit elastischen Elementen zur Absorption von Vibrationen und Stößen) und Zahnkupplungen (Innen- und Außenverzahnung zur Übertragung hoher Drehmomente) – sowie technische Parameter (Nenndrehmoment ≥ 1,5-faches Motornenndrehmoment, Winkelausgleich ≥ 0,5°, Axialausgleich ≥ 2 mm), Werkstoffe (45#-Stahl oder 40Cr legierter Stahl, vergütet auf HB240~280), Wuchtgüte G6.3 und Prüfverfahren.


Technische Anforderungen an Kupplungen

Die Kupplung ist das zentrale Übertragungselement zwischen dem Elektroseilzugmotor und dem Getriebe. Ihre Aufgabe ist die Drehmomentübertragung sowie der Ausgleich von Montageabweichungen und die Absorption von Stößen und Vibrationen. Elastische Kupplungen verfügen über elastische Elemente, die Betriebsschwingungen und Schlaglasten effektiv dämpfen und Montageabweichungen zwischen Motor- und Getriebewelle ausgleichen. Sie gelten für Hubwerke von Elektrohebezeugen mit kleiner und mittlerer Tragfähigkeit. Zahnkupplungen übertragen über ihre Innen- und Außenverzahnung hohe Drehmomente und zeichnen sich durch eine hohe Tragfähigkeit aus. Sie sind für Elektrohebezeuge mit großer Tragfähigkeit geeignet. Das Nenndrehmoment beider Kupplungsarten muss mindestens das 1,5-fache des Motornenndrehmoments betragen, um eine ausreichende Festigkeitsreserve für die Stoßmomente beim Anfahren und Bremsen zu gewährleisten. Die Kupplungen werden aus hochwertigem 45#-Kohlenstoffstahl oder 40Cr-Legiertem Stahl gefertigt und vergütet (Härte HB240~280), um eine ausreichende Verschleißfestigkeit der Zahnflanken bzw. der Aufnahmen für elastische Elemente sicherzustellen. Die Wuchtgüte G6.3 gewährleistet einen ruhigen Lauf ohne unzulässige Vibrationen bei Nenndrehzahl. Kelude Schwerindustrie liefert Elektroseilzug-Kupplungen gemäß der Norm.


Kupplung


Parameter und Prüfung der Kupplungen

Die Kupplung bietet einen Winkelausgleich von ≥ 0,5°, einen Axialausgleich von ≥ 2 mm und einen Radialausgleich von ≥ 0,5 mm, um unterschiedlichen Montageabweichungen zwischen Motor und Getriebe gerecht zu werden. Die Stückprüfung umfasst die Sicht- und Maßkontrolle jeder einzelnen Kupplung; die Außen- und Passungsmaße müssen den Zeichnungsanforderungen entsprechen. Der Auswuchtvorgang erfolgt auf einer Auswuchtmaschine mit einer Genauigkeit nach Wuchtgüte G6.3. Bei der Drehmomentprüfung wird ein 1,5-faches Nenndrehmoment für 3 Minuten aufgebracht; dabei dürfen keine Schäden oder plastische Verformungen auftreten. Die Typprüfung umfasst einen Dauerlauf von ≥ 10^6 Lastwechseln ohne Versagen sowie eine Ermüdungsprüfung durch wiederholte Belastung zur Bestätigung der Langzeit-Zuverlässigkeit.

Elastisch
Dämpfung
Zahnkupplung
Hohes Drehmoment
Drehmoment
≥ 1,5-fach
Wuchtgüte
G6.3
Werkstoff
45#/40Cr
Dauerfestigkeit
≥ 10^6 Zyklen
ParameterAnforderung
Winkelausgleich≥0.5°
Axialausgleich≥2mm
Radialausgleich≥0.5mm
AuswuchtenG6.3Stufe
DrehmomentPrüfung1.5fach×3min
Lebensdauer≥10^6Zyklen

InspektionPrüfpunktPeriode
WerksabnahmeErscheinungsbild+Auswuchtung+Drehmomentstückweise
TypprüfungDauerhaltbarkeit+ErmüdungNeuprodukt/pro2Jahr

Die Kupplung ist ein kritisches Bauteil im Antriebsstrang eines Elektrohebezeugs. Ein Versagen kann zum vollständigen Verlust der Hebekraft führen und ein unkontrolliertes Absinken der Last verursachen. Daher stellt die Norm hohe Anforderungen an die Sicherheitsmarge und Zuverlässigkeit der Kupplung. Die Festlegung des Nenndrehmoments auf das 1,5-fache basiert auf den Betriebsbedingungen des Elektrohebezeugs: Beim Anlaufen und Bremsen des Hubmotors entstehen Schlaglasten vom 2- bis 3-fachen Nenndrehmoment. Innerhalb des 1,5-fachen Nenndrehmoments muss die Kupplung elastische Verformung ohne Fehlfunktion aufweisen. Der Auswuchtversuch stellt sicher, dass die Kupplung bei hoher Drehzahl keine zusätzlichen dynamischen Lasten durch Unwucht erzeugt, die Vibrationen und Geräusche verursachen könnten. Die Zähne von Zahnkupplungen müssen einsatzgehärtet sein (Härte HRC 58–62). Das elastische Element von elastischen Kupplungen muss ölbeständig, wärmebeständig und alterungsbeständig sein; der Arbeitstemperaturbereich beträgt −20 bis +80 °C.

Häufige Fragen zur Kupplung

F: Welche Anforderungen stellt ISO 23778:2020 an Nenndrehmoment und Ausgleichsvermögen der Kupplung?

A: Das Nenndrehmoment der Kupplung darf nicht kleiner als das 1,5-fache des Motornenndrehmoments sein, um Stoßmomente beim Anlaufen und Bremsen sicher aufzunehmen. Das Winkelausgleichsvermögen muss ≥ 0,5° betragen, um Winkelfehler zwischen Motorwelle und Getriebewelle auszugleichen. Das axiale Ausgleichsvermögen muss ≥ 2 mm betragen, um thermisch bedingte Längenänderungen der Welle auszugleichen. Das radiale Ausgleichsvermögen muss ≥ 0,5 mm betragen, um Höhenversatz der beiden Wellenachsen auszugleichen.

F: Worin unterscheiden sich die Einsatzbereiche von elastischer Kupplung und Zahnkupplung?

A: Die elastische Kupplung enthält ein elastisches Element (Polyurethan oder Gummi), das Vibrationen und Schlaglasten im Betrieb wirksam absorbiert und Stoßmomente beim Anlaufen und Bremsen abfedert. Sie eignet sich für Hubwerke von Elektrohebezeugen mittlerer und kleiner Tragfähigkeit und stellt geringere Anforderungen an die Wellenausrichtung. Vorteile sind gute Schwingungsdämpfung und einfache Wartung. Die Zahnkupplung überträgt hohe Drehmomente über den Eingriff von Innen- und Außenverzahnung und zeichnet sich durch hohe Tragfähigkeit aus. Sie ist für Elektrohebezeuge großer Tragfähigkeit geeignet, erfordert jedoch eine gute Schmierung und Wartung sowie eine hohe Ausrichtgenauigkeit. Vorteile sind hohes Drehmoment und lange Lebensdauer.

F: Welche Wuchtgüte und Wärmebehandlung sind für Kupplungen vorgeschrieben?

A: Die Wuchtgüte der Kupplung muss der Klasse G6.3 (ISO 1940-1) entsprechen, um einen ruhigen Lauf bei Nenndrehzahl ohne unzulässige Vibrationen zu gewährleisten. Als Werkstoff wird 45#-Qualitätsstahl oder legierter Stahl 40Cr verwendet, der vergütet wird (Härte HB 240–280), um eine ausreichende Verschleißfestigkeit und Dauerfestigkeit der Zahnflanken bzw. der Aufnahme des elastischen Elements sicherzustellen.

F: Nach welchen Normen fertigt und prüft Kelude die Kupplungen für Elektrohebezeuge?

A: Kelude fertigt Kupplungen für Elektrohebezeuge gemäß ISO 23778:2020 und bietet sowohl elastische Kupplungen als auch Zahnkupplungen an. Das Drehmomentspektrum deckt alle Anforderungen von Drahtseil- und Elektrokettenzügen ab. Jede Kupplung wird werksseitig stückweise einer Sichtprüfung, einem Auswuchtversuch (Klasse G6.3) und einem Versuch mit dem 1,5-fachen Nenndrehmoment unterzogen. Eine Konformitätsbescheinigung wird beigefügt.

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