Erläuterung der Norm FEM 9.871 „Richtlinien für die Auslegung von Bremsen für Hebezeuge“
📌FEM 9.871 „Richtlinie für die Auslegung von Bremsen für Hebezeuge“Es handelt sich um eine wichtige technische Norm im Bereich der Krane. Diese Norm wurde vom Europäischen Verband der Kranhersteller (ECM) erarbeitet und ist eine spezielle technische Vorschrift für die Auslegung und Berechnung von Bremsen für Krane. Die Norm umfasst die Auslegungsanforderungen für Block-, Scheiben- und Kegelrotorbremsen sowie die Berechnung des Bremsmoments, die Überprüfung der Wärmekapazität und die Auswahl des Reibmaterials.
Diese Norm bietet Konstrukteuren, Prüfstellen und Anwendern eine einheitliche technische Grundlage. Krud Heavy Industry hält sich bei der Produktentwicklung und -fertigung strikt an die technischen Anforderungen dieser Norm.
Geltungsbereich und Zweck der Norm
Die Norm FEM 9.871 „Richtlinien für die Auslegung von Kranbremsen“ legt in erster Linie die technischen Anforderungen und Sicherheitskriterien für Kranbremsen fest und gilt für alle Arten von Hebezeugen mit einer Nenntragkraft von mindestens 0,5 t. Diese Norm deckt nicht nur die Konstruktion und Herstellung neuer Anlagen ab, sondern enthält auch klare technische Vorgaben für die Prüfung, Wartung und Umrüstung bereits in Betrieb befindlicher Anlagen.

System der zentralen technischen Parameter
Gemäß den technischen Vorschriften der Norm FEM 9.871 müssen bei der Konstruktion und Fertigung von Bremsen für Hebezeuge eine Reihe strenger technischer Anforderungen erfüllt werden. Die Festlegung dieser Parameter basiert auf umfangreichen Versuchsdaten und sicherheitstechnischen Theorien und deckt den gesamten Prozess von der Materialauswahl bis zur konstruktiven Auslegung ab. Die folgenden Parameterblätter zeigen die zentralen technischen Kennzahlen dieser Norm:
Vergleichende Analyse der wichtigsten technischen Parameter
Die folgende Vergleichstabelle enthält einen systematischen Abgleich der in FEM 9.871 festgelegten Kernparameter mit den Erfahrungen aus der allgemeinen Ingenieurpraxis. Die Angaben in der Tabelle entsprechen den Werten aus den verbindlichen oder empfohlenen Bestimmungen der Norm; es wird empfohlen, diese bei der Auslegung, der Auswahl und der Werksabnahme strikt einzuhalten.
| Projekt | Technische Anforderungen | Erläuterung |
|---|---|---|
| Bremsmoment | Je Einheit ≥ 1,5-faches Nennhubmoment | Jede der beiden Hubbremsen erfüllt die Anforderungen für sich genommen |
| Reibungskoeffizient | Nennwert 0,35–0,50 | Im Betriebszustand nicht unter dem Nennwert von 80% |
| Wärmekapazität | Temperaturanstieg bei 10 aufeinanderfolgenden Vollastbremsungen ≤ 150 °C | Bei zu hohem Temperaturanstieg muss die Auslegung vergrößert werden |
| Bremsspiel | 0,3–0,8 mm (automatische Kompensation) | Die manuelle Verstelleinrichtung ermöglicht es, |
| Lebensdauer der Reibbeläge | ≥ 500.000 Zyklen (Nennlast) | Verschleiß bis zur ursprünglichen Dicke 50% – Austausch |
| Schutzklasse | IP54 (Innenbereich)/IP55 (Außenbereich) | Montage mit der Ablauföffnung nach unten |
Prüfanforderungen und -intervalle
Die Norm FEM 9.871 enthält klare Anforderungen an die Werksabnahme, die Bauartprüfung und die regelmäßigen Prüfungen von Bremsen für Hebezeuge. Die Werksabnahme ist von der Qualitätsprüfungsabteilung des Herstellers im Werk für jedes einzelne Gerät durchzuführen; Geräte, die die Prüfung bestanden haben, müssen mit einem detaillierten Prüfbericht und einer Konformitätsbescheinigung versehen sein. Der Turnus für die regelmäßigen Prüfungen von in Betrieb befindlichen Geräten richtet sich nach der Betriebsklasse und den Einsatzbedingungen und beträgt in der Regel höchstens 12 Monate.
| Projekt | Technische Anforderungen | Erläuterung |
|---|---|---|
| Bremsmoment | Direkte Messung mit einem Drehmomentmessgerät | Monatlich + pro Gerät ≥ 1,5-fache Nennleistung |
| Reibbelag | Dicke + Gleichmäßigkeit des Verschleißes | Monatlich + Restbetrag<50% austauschen |
| Bremsspiel | Messung mit dem Fühlerlehre | Monatlich +0,3 bis 0,8 mm |
| Überprüfung der Wärmekapazität | Aufzeichnung des Temperaturanstiegs bei Dauerbremsung | Jährlich + Temperaturanstieg ≤ 150 °C |
Anforderungen an den sicheren Betrieb und die Verwaltung
Bei der Umsetzung der Norm FEM 9.871 spielen der sichere Betrieb und die tägliche Verwaltung eine wichtige Rolle. Die Norm betont insbesondere die Bedeutung der Qualifikation und Schulung des Bedienpersonals und schreibt vor, dass alle Bediener eine spezielle Schulung absolvieren und die entsprechende Qualifikation erwerben müssen, bevor sie ihren Dienst antreten dürfen. Die Einrichtungen, die die Geräte nutzen, sollten ein umfassendes System zur Verwaltung der Gerätedokumentation einrichten und den gesamten Prozess der Installation, Nutzung, Wartung und Prüfung der Geräte detailliert dokumentieren.
Häufig gestellte Fragen
Frage: Welche Vorschriften enthält FEM 9.871 bezüglich des Sicherheitsfaktors für das Bremsmoment?
Antwort: Die Norm schreibt vor, dass das Bremsmoment jeder einzelnen Bremse mindestens das 1,5-Fache des Nennhubmoments betragen muss. Bei Hubwerken mit zwei Bremsen muss jede einzelne Bremse diese Anforderung von 1,5-fachen Hubmoments unabhängig erfüllen. Die Bremsen müssen als normalerweise geschlossene Bremsen (Stromausfallbremse) ausgeführt sein.
Frage: Wie wird die Wärmekapazität einer Bremse überprüft?
Antwort: Die Überprüfung der Wärmekapazität erfolgt durch einen Dauerbremsversuch: Bei 10 aufeinanderfolgenden Bremsvorgängen unter Nennlast darf der Temperaturanstieg 150 °C nicht überschreiten. Bei Überschreitung dieses Grenzwerts muss die Bremsenauslegung vergrößert oder eine Zwangskühlung eingesetzt werden.
Frage: Nach welchen Kriterien werden die Reibbeläge ausgewählt und wann müssen sie ausgetauscht werden?
Antwort: Für die Reibbeläge sollten umweltfreundliche, asbestfreie Materialien mit einem Reibungskoeffizienten von 0,35 bis 0,50 und einer stabilen Betriebstemperatur von -20 °C bis +200 °C verwendet werden. Wenn die Restdicke weniger als 50% des Ausgangswertes beträgt, müssen die Beläge ausgetauscht werden.
Frage: Welche Anforderungen gelten für die Einstellung des Bremsspalts?
Antwort: Der Bremsabstand sollte zwischen 0,3 und 0,8 mm liegen. Ist er zu gering, kommt es zu Reibung und Überhitzung; ist er zu groß, verlängert sich der Bremsweg. Die Bremse sollte über eine automatische Spaltkompensation verfügen. Der Spalt ist mit einer Fühlerlehre zu messen und monatlich zu überprüfen.
🔧 Krude Heavy Industry – Spezialisiert auf die Konstruktion und Fertigung von Kränen. Unsere Produkte entsprechen streng den Vorgaben der Norm FEM 9.871. Wir bieten Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg an, von der Konzeption über die Fertigung und Montage bis hin zur Wartung nach dem Verkauf. Wenn Sie mehr über die konkrete Anwendung dieser Norm in unseren Produkten erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Technikteam, um detaillierte technische Unterlagen zu erhalten.