Kran-Fahrwerk komplett ausgelegt: Getriebemotor, Rad & Schiene

Das Fahrwerk eines Krans besteht aus vier Kernkomponenten: Motor (Leistungsauswahl), Getriebe (Übersetzungsverhältnis und Bauart), Räder (Durchmesser und Werkstoff) sowie Schiene (Profiltyp und Montagegenauigkeit). Dieser Beitrag dient als kompakte Auswahlhilfe und Vergleichsübersicht für die vier Hauptbauteile – mit Entscheidungsdiagramm für die Auswahlstrategie, tabellarischen Schnelldaten nach Tragfähigkeit sowie den fünf häufigsten Auswahlfehlern.

Das Fahrwerk ist das „Geh“-System des gesamten Krans: Der Motor liefert die Antriebskraft, das Getriebe passt Drehzahl und Drehmoment an, die Räder wandeln die Drehung in eine lineare Bewegung entlang der Schiene, und die Schiene trägt die gesamte Radlast und führt die Bewegungsrichtung. Zwischen diesen vier Komponenten besteht eine strenge „Auswahlkette“: Die gewählte Motorleistung bestimmt das Eingangsdrehmoment des Getriebes, das Übersetzungsverhältnis des Getriebes bestimmt die Raddrehzahl, und der Raddurchmesser bestimmt über die Hertzsche Kontaktspannung den Schienentyp. Eine Abweichung an einer beliebigen Stelle dieser Kette führt dazu, dass alle nachgelagerten Komponenten „mitgezogen“ werden – das gesamte Fahrwerk kann die geforderte Betriebsbedingung dann nicht mehr erfüllen.

Dieser Beitrag fasst die Auswahlanforderungen der Norm DIN 15018 für die vier Hauptkomponenten des Fahrwerks zusammen. Die Tragfähigkeit dient als Leitlinie (fünf Stufen: 5t/10t/16t/32t/50t/100t), ergänzt durch Schnelldatentabellen und ein Entscheidungsdiagramm – Ingenieure können anhand dieses Diagramms über den Pfad „Tragfähigkeit → Arbeitsweise → Außen-/Innenbetrieb“ schnell die passenden Komponentenspezifikationen ermitteln. Zusätzlich werden die fünf häufigsten Auswahlfehler aufgezeigt, um Konstrukteuren in der Planungsphase typische Fallstricke zu ersparen.

Auswahldiagramm der vier Hauptkomponenten des Fahrwerks


Fahrwerk-Auswahlkette: Fünf Schritte von der Tragfähigkeit zur Schiene

Die Auswahl des Kranfahrwerks sollte nach dem Prinzip „vom Großen zum Kleinen“ erfolgen – zunächst werden Rad und Schiene anhand der maximalen Radlast (bestimmt durch Tragfähigkeit + Spannweite + Eigengewicht) festgelegt, danach wird das Übersetzungsverhältnis des Getriebes aus Fahrgeschwindigkeit und Raddrehzahl abgeleitet, und schließlich wird die Motorleistung auf Basis des gesamten Fahrwiderstands bestimmt. Der Vorteil dieser „umgekehrten“ Auswahlreihenfolge: Radlast und Raddurchmesser sind „harte Randbedingungen“ (sie werden durch die Tragfähigkeit der Schiene und die Hertzsche Kontaktspannung bestimmt und bieten keinen Spielraum), während die Motorleistung durch die Wahl einer höheren Leistungsklasse „nachgebessert“ werden kann. Würde man zuerst den Motor und dann die Räder auswählen, stellt man oft fest, dass die Motorleistung zwar ausreicht, der Raddurchmesser aber nicht in den begrenzten Bauraum passt. Die fünf Schritte im Einzelnen:

Maximale Radlast → Raddurchmesser + Schienentyp – Schätzung aus Tragfähigkeit Q, Spannweite L, Eigengewicht G und Radanzahl n: Pmax=k×(G+Q)×g/n, wobei k den Lastverteilungsfaktor darstellt (bei 4 Rädern: 0,55–0,60; bei 8 Rädern: 0,28–0,32). Rückrechnung über die Hertzsche Spannung: D≥Pmax×3,06×10⁵/(π×b×[σH]²), anschließend Standarddurchmesser und Schienenprofil aus der Tabelle bestimmen.

Fahrgeschwindigkeit → Raddrehzahl + Übersetzungsverhältnis – v(m/min)÷(π×D) ergibt nRad (rpm); das Übersetzungsverhältnis i = nMotor ÷ nRad.

Übersetzungsverhältnis + Drehmoment → Getriebetyp – Tab=TMotor×i×η; im Katalog den Typ mit T2N≥f×Tab wählen, zusätzlich Radialkraft und thermische Leistung prüfen.

Vier Widerstandsarten addieren → Motorleistung – Fges=Fstat+FWind+FSteigung+FTrägheit; P=Fges×v/(1000η); nach JC-Wert in äquivalente Leistung umrechnen und Motortyp sowie Anzahl bestimmen.

Rückwärtsprüfung – Prüfen, ob der Raddurchmesser die Hertzsche Spannung erfüllt (erneute Berechnung mit dem endgültigen Radlastwert), ob die Radialkraft an der Abtriebswelle des Getriebes im zulässigen Bereich liegt und ob der Schienenstoßabstand zur Radlast passt.

Tragfähigkeit/BauartFahrgeschwindigkeit(m/min)RadlastEinsatzbereich(kN)MotorAusführungGetriebeEmpfehlungRaddurchmesserSchiene Typ
5tEinträger20401×5.5kWi=35 ZSC400φ315QU70
10tEinträger20551×7.5kWi=40 ZSC500φ400QU80
16tZweiträger401102×7.5kWi=50 ZQA500φ500QU80
32tZweiträger641952×22kWi=65 ZQA650φ630QU100
50tZweiträger50280(8Laufrad)2×22kWi=65 ZQA650φ630QU100
100tZweiträger40380(8Laufrad)4×15kWi=80 ZQA750φ710QU120

Getriebe-Raddurchmesser-Abstimmung: Die passende Übersetzung finden

Das Übersetzungsverhältnis des Getriebes muss exakt auf den Raddurchmesser und die Motordrehzahl abgestimmt sein. Bei einem Radwechsel (z. B. von φ630 auf φ710) oder einem Motortausch (z. B. von 4-polig mit 1460 rpm auf 6-polig mit 980 rpm) muss das Übersetzungsverhältnis neu berechnet und das Getriebe bzw. das Getriebezahnrad entsprechend angepasst oder ausgetauscht werden – ein „Radwechsel ohne Anpassung der Übersetzung“ ist unbedingt zu vermeiden. Die folgende Tabelle zeigt empfohlene Getriebelösungen für verschiedene Kombinationen aus Raddurchmesser und Fahrgeschwindigkeit.

TragfähigkeitRaddurchmesserEinzelstückMotorleistungLaufräderDrehzahl(ÜbersetzungsverhältnisBerechnung)EmpfehlungGetriebe Typ
5t/10tφ3153.7-5.0kW20m/min=20.2rpmi=73(4Polzahl) ZSC400
16tφ5005.5-7.5kW40m/min=25.5rpmi=57(4Polzahl) ZQA500
32tφ63015-22kW64m/min=32.3rpmi=45~65 ZQA650
50tφ71018-22kW50m/min=22.4rpmi=65 ZQA650
100tφ71011-15kW×440m/min=17.9rpmi=82 ZQA750
200tφ80015-22kW×430m/min=11.9rpmi=123 ZQA850

Die 5 häufigsten Auswahlfehler bei Kranfahrwerken

Fehler 1: Berechnung der Fahrmotorleistung nach der Hubwerkformel. Beim Hubwerk gilt P=(Q+G₀)×g×v/(1000η). Diese Formel lässt sich nicht direkt auf das Fahrwerk übertragen – das Fahrwerk muss Rollreibung und Windlast überwinden, nicht die Gewichtskraft. Die Anwendung der Hubwerkformel auf das Fahrwerk führt zu einer 10- bis 20-fachen Überdimensionierung der Motorleistung (z. B. benötigt ein 50-t-Brückenkran für das Kranfahren tatsächlich 44 kW, nach der Hubwerkformel ergäben sich über 300 kW) – eine erhebliche Verschwendung. Wer bewusst einen größeren Motor wählt, um „Berechnungsfehler zu vermeiden“, riskiert ein zu hohes Anlaufdrehmoment: Die Räder drehen auf der Schiene durch, verschleißen die Lauffläche oder hinterlassen Schleifspuren. Korrekt ist die schrittweise Ermittlung des Gesamtfahrwiderstands aus vier Komponenten (Rollwiderstand + Windlast + Steigungswiderstand + Beschleunigungswiderstand), multipliziert mit der Geschwindigkeit und dividiert durch den Wirkungsgrad. Anschließend wird die äquivalente Leistung nach dem JC-Wert umgerechnet – jeder einzelne Wert hat seine eindeutige Grundlage in den Kernbestimmungen der Norm DIN 15018 für die Konstruktion von Kranen und darf weder willkürlich erhöht noch weggelassen werden.

Fehler 2: Größere Raddurchmesser sind immer besser. Ein größerer Raddurchmesser reduziert zwar die Hertzsche Pressung, bringt aber drei Nachteile mit sich:

Erhöhte Kopfträgerhöhe – jede größere Raddurchmesserstufe erfordert etwa 20–30 mm mehr Kopfträgerhöhe und beeinträchtigt die lichte Höhe der Werkshalle;

Höheres Eigengewicht der Räder – der Wechsel von φ630 auf φ710 erhöht das Radgewicht um ca. 40 %, was wiederum die Radlast und damit das Gesamtgewicht des Krans erhöht – ein Teufelskreis;

Veränderte Fahrgeschwindigkeit – bei gleicher Drehzahl fährt ein größeres Rad schneller (v∝D bei konstantem n), sodass das Übersetzungsverhältnis des Getriebes neu abgestimmt werden muss.

Fehler 3: Ungenaue Schienenmontage ist nicht schlimm – „das läuft sich schon ein“. Montageungenauigkeiten der Schiene werden durch die Räder nicht „plangefahren“ – im Gegenteil: Unebenheiten der Schiene übertragen sich über die Räder auf die gesamte Kranstruktur und führen zu: fischschuppenartiger Ermüdungsablösung auf der Radlauffläche („Narbenbildung“); periodischen radialen Schlaglasten auf die Abtriebswelle des Getriebes, die den Lagerausfall beschleunigen; allmählichem Zerfall der Nachverguss-Schicht im Schienenfundament unter Stoßbelastung. Die richtige Vorgehensweise: strikte Einhaltung der Montagegenauigkeit (Spurweite ±3 mm, Höhenkote ≤S/1000, Geradheit ≤1 mm/2 m) sowie eine vollständige Vermessung der gesamten Schienenlänge mit Theodolit oder Tachymeter vor Inbetriebnahme, dokumentiert als Schienenverlaufsplan.

Fehler 4: Keine Überprüfung der thermischen Grenzleistung bei der Getriebeauswahl. Viele prüfen nur das mechanische Drehmoment des Getriebes und ignorieren die thermische Grenzleistung. Die Zahnräder erzeugen durch Ölviskosität und Lagerreibung Wärme. Überschreitet die tatsächliche Eingangsleistung die zulässige thermische Leistung, steigt die Öltemperatur, die Viskosität des Schmieröls sinkt, die Tragfähigkeit des Schmierfilms nimmt ab, und es kommt zu Grenzreibung oder sogar Trockenreibung an den Zahnflanken. In der Praxis ist die thermische Grenze bei Fahrwerkgetrieben wegen des höheren JC-Werts (40 %–60 % Dauerbetrieb) kritischer als bei Hubwerkgetrieben (JC 25 %–40 %). Bei der Auswahl muss gelten: PEingang ≤ 0,85×Pthermisch (15 % Reserve für hohe Sommertemperaturen). Bei Umgebungstemperaturen über 35 °C ist die Reserve auf 25 % zu erhöhen.

Fehler 5: Eine durchgehende Schiene ohne Dehnungsfugen. Dehnungsfugen. Theoretisch eliminiert eine durchgehend geschweißte Langschiene den Stoßeffekt, aber das Problem der Wärmespannungsableitung muss gelöst werden. Bei einer Schienenlänge über 50 m und einem Temperaturunterschied von mehr als 40 °C erreicht die Wärmespannung in der Schiene σthermisch=α×E×ΔT=1,2×10⁻⁵×2,06×10⁵×40=98,9 MPa – das sind etwa 42 % der Streckgrenze von Q235B (≈S235JR). Wird diese Spannung vollständig behindert (beide Schienenenden durch Klemmplatten fixiert), führt das direkt zur Schienenverformung (horizontal in Sinuswellenform). Die richtige Lösung: Dehnungsfugen alle 40–50 m (Spaltmaß nach ΔT berechnet) oder – bei der Montage – die Klemmplatten zunächst locker lassen, die Spannung im Sommer durch die hohen Temperaturen natürlich abbauen und die Schiene bei Normaltemperatur endgültig fixieren. In Werkshallen in Nordchina mit Temperaturdifferenzen von bis zu 70 °C zwischen Sommer und Winter muss das Spaltmaß der Dehnungsfugen auf 3–4 mm vergrößert werden. Die endgültige Fixierung sollte idealerweise im Frühjahr oder Herbst erfolgen (neutrale Temperatur ca. 15–20 °C), damit die Wärmespannung über das Jahr symmetrisch bleibt.

Motorleistungsbereich
1,5~22 kW×2~4
Getriebe-Übersetzungsbereich
i=10~200
Raddurchmesserbereich
φ315~900
Schienenprofilhöhe
QU70~120(120~170 mm)
Fahrgeschwindigkeitsbereich
10~100 m/min
Max. anwendbare Tragfähigkeit
300 t

Häufige Fragen

F: Welche Fehler passieren bei der Auswahl des Fahrwerks-Getriebes am häufigsten?

A: Der häufigste Fehler betrifft das Getriebe – nicht wegen komplexer Berechnungen, sondern weil bei der Auslegung drei Randbedingungen übersehen werden: ① Die zulässige Radialkraft an der Getriebeabtriebswelle (Fr, zulässig) wird oft vernachlässigt – bei Hohlwellen-Getrieben, die direkt auf der Radachse sitzen, müssen die Radlager die gesamte Radialkraft aus Eigengewicht und Radlast aufnehmen. Ist Fr, zulässig zu gering bemessen, versagen die Lager innerhalb eines halben Jahres. ② Die thermische Leistungsprüfung wird übersprungen – bei einem Fahrwerk mit Einschaltdauer (JC-Wert) von 40 % bis 60 % läuft das Getriebe über lange Zeit im Dauerbetrieb. Reicht die Wärmeabfuhr nicht aus, übersteigt die Öltemperatur im Sommer 90 °C, und das Schmieröl oxidiert vorzeitig. ③ Der Bauraum wird überschätzt – Planetengetriebe haben einen kleinen Durchmesser, sind aber lang; Parallelwellen-Getriebe sind kompakt in der Länge, dafür höher. Vor der Auswahl muss die tatsächliche Einbaumaßzeichnung vorliegen, um Interferenzprüfungen in allen Richtungen sicherzustellen.

F: Gibt es eine „Universalformel“ oder Erfahrungswerte für die Fahrwerksauslegung?

A: Drei Erfahrungswerte eignen sich für eine schnelle Vorabschätzung: ① Die Gesamtmotorleistung ≈ Tragfähigkeit (t) × Fahrgeschwindigkeit (m/min) × 0,04–0,06 (kW), z. B. 50 t × 50 m/min × 0,05 = 125 kW – das ist der Erfahrungswert für das Hubwerk. Für das Fahrwerk gilt nur ca. 20 %–30 % davon, also 25–38 kW, was der genauen Berechnung (2 × 22 kW = 44 kW) nahekommt. ② Das Übersetzungsverhältnis des Getriebes ≈ Motordrehzahl ÷ (60 × Fahrgeschwindigkeit ÷ (π × Raddurchmesser)), z. B. 1460 ÷ (60 × 50 ÷ (π × 0,63)) = 1460 ÷ (60 × 50 ÷ 1,98) = 1460 ÷ 1515 ≈ 0,96 – dieser Wert ist offensichtlich falsch, da die Drehzahl des Rades korrekt berechnet werden muss: nRad = v × 1000 / (π × D × 60) = 50 × 1000 / (π × 630 × 60) = 0,421 U/s = 25,2 U/min, daraus i = 1460 / 25,2 = 58. ③ Der Raddurchmesser ≈ Radlast (kN) × 1,3 (DIN-Norm) bis 1,0 (GB-Norm) (mm), z. B. 144 kN nach GB ≈ Φ144, tatsächlich gewählt wird φ630 (die Abweichung ist groß, da die Hertzsche Spannung quadratisch und nicht linear eingeht). Diese Erfahrungsformeln dienen nur der schnellen Vorabschätzung – die endgültige Auslegung muss durch eine genaue Berechnung bestätigt werden.

F: Der Brückenkran läuft laut – woran liegt das am ehesten und wie gehe ich bei der Fehlersuche vor?

A: Die häufigsten Ursachen für lauten Lauf, nach Wahrscheinlichkeit sortiert: ① Schienenstoß-Schlaggeräusche („Bumm-Bumm“, periodisch) – Spalt am Stoß > 3 mm oder Versatz > 0,5 mm, das Rad schlägt bei jeder Überfahrt an. Prüfung: Mit Kreide im Abstand D × π ≈ 2 m (Radumfang) Markierungen auf der Schiene anbringen. Nach dem Betrieb prüfen, ob an den Markierungen Schlagspuren sichtbar sind – wenn ja, liegt ein Stoßproblem vor. ② Getriebegeräusche durch Verzahnung („Brummen“, kontinuierlich) – Zahnflankenpitting oder Lagerschaden im Getriebe. Prüfung: Mit einem Stethoskop (langer Schraubendreher) abwechselnd an den Lagerdeckeln von Antriebs- und Abtriebswelle des Getriebes hören. Ist die Eingangsseite unauffällig, die Ausgangsseite aber auffällig, liegt ein Abtriebslagerproblem vor. Hört man ein hochfrequentes „Zischen“ über das gesamte Getriebe, ist der Schmierölstand zu niedrig oder das Öl verbraucht. ③ Quietschen zwischen Rad und Schiene („Kreischen“, hochfrequent) – unzureichende Schmierung von Radlauffläche oder Schienenflanke (häufig bei Kegellaufrädern). Prüfung: Schienenflanke auf bläuliche Verfärbung prüfen (Anlassfarbe durch Trockenreibung). Nach Bestätigung genügt eine dünne Schicht graphithaltiges Fett zur Abhilfe.

F: Die Fahrgeschwindigkeit eines bestehenden Brückenkrans soll von 40 m/min auf 64 m/min erhöht werden – welche Komponenten müssen getauscht werden?

A: Bei einer Geschwindigkeitserhöhung von 40 auf 64 m/min (plus 60 %) hängt der Umfang der erforderlichen Änderungen von den vorhandenen Reserven ab: ① Das Übersetzungsverhältnis des Getriebes muss geändert werden – das Drehzahlverhältnis beträgt 64/40 = 1,6. Entweder wird das Getriebe getauscht (Übersetzung reduziert auf 1/1,6 = 0,625 des bisherigen Werts, z. B. von i = 80 auf i = 50) oder der Motor wird geändert (von 4-polig mit 1.460 U/min auf 6-polig mit 980 U/min – das würde die Drehzahl senken; da die Geschwindigkeit erhöht werden soll, ist der umgekehrte Weg nötig: von 6-polig auf 4-polig). ② Die Motorleistung muss überprüft werden – bei 60 % mehr Geschwindigkeit steigt der Luftwiderstandsanteil (FWind ∝ v²) auf das 1,6² = 2,56-fache! Der Gesamtfahrwiderstand kann um 40 %–60 % zunehmen. Die vorhandene Leistung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausreichen – ein größerer Motor ist erforderlich. ③ Schiene und Räder können in der Regel beibehalten werden – Radlast und Hertzsche Spannung bleiben unverändert, sofern die Schienenmontagegenauigkeit weiterhin der Norm entspricht und kein schwerer Verschleiß vorliegt. Kostenschätzung für die Aufrüstung: 2 Motoren + 2 Getriebe ca. 4.000–7.000 € (für 32–50-t-Klasse), zuzüglich elektrischer Inbetriebnahme und Neujustierung der Bremsen ergibt sich eine Gesamtinvestition von ca. 6.000–10.000 €.


Kelude Schwerindustrie ist auf die Konstruktion und Fertigung hochwertiger Krane nach EU-Norm spezialisiert. Das Produktprogramm umfasst Doppelträgerkrane nach EU-Norm von 50 t bis 300 t, Brückenkrane und Portalkrane – alle nach Norm DIN 15018 sowie nach FEM/DIN-Standards. Wir bieten den vollständigen technischen Service: von der Konzeptplanung und Produktauswahl bis zur Montage & Inbetriebnahme.

Für eine Auslegungsberechnung des Fahrwerks oder eine individuelle Technische Lösung wenden Sie sich an das Kelude-Team: 13903802779.

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