Elektroseilzug reagiert nicht auf Taster: 7 Ursachen & Diagnose

Wenn der Elektroseilzug nach dem Drücken der Taste keinerlei Reaktion zeigt, handelt es sich um eine der häufigsten elektrischen Störungen im täglichen Kranbetrieb. Die Fehlersuche sollte nach der sechsstufigen Methode „Stromversorgung, Schutz, Schütz, Motor, Steuerleitung, mechanischer Antrieb" erfolgen. Zentrale Diagnosepunkte: Die Drehspannung des Stromnetzes darf 340 V nicht unterschreiten, die Ausgangsspannung des Steuertransformators muss 36 V betragen, der Spulenwiderstand des Schützes darf nicht unter 100 Ohm liegen und die Kontakte dürfen keine Abbrandspuren aufweisen, der Isolationswiderstand des Motors muss mindestens 0,5 MOhm betragen, und das manuelle Drehen des Motors muss ohne Blockierung möglich sein. Dieser Artikel basiert auf der Konstruktionsnorm DIN 15018, den Prüfregeln TSG Q7015-2016 sowie der Produktnorm JB/T 9008.5-2020 und bietet einen vollständigen Fehlerbaum sowie gemessene Parameter.

Die Diagnose einer ausbleibenden Bewegung des Elektroseilzugs stützt sich auf die Anforderungen in Kapitel 6 der Norm DIN 15018 zur Auslegung elektrischer Steuerungssysteme sowie auf die Prüfbestimmungen für elektrische Sicherheitseinrichtungen gemäß TSG Q7015-2016 (Regeln für die regelmäßige Inspektion von Hebezeugen). Der Elektroseilzug selbst muss die in JB/T 9008.5-2020 (Elektroseilzug – Teil 5) festgelegten Anforderungen an elektrische Steuerung und Schutzfunktionen erfüllen.

Fehlerdiagnose-Fließschema für einen nicht reagierenden Elektroseilzug

Elektroseilzug reagiert nicht auf Tastendruck: Diese 6 Fehlerquellen systematisch prüfen

Wenn der Elektroseilzug nach dem Drücken der Heben- oder Senken-Taste keinerlei Reaktion zeigt, liegt ein Leitungsbruch im Hauptstromkreis oder im Steuerstromkreis vor. Die Fehlersuche sollte nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Komplexen, von außen nach innen" in sechs Stufen erfolgen.

Stufe 1: Prüfung der Stromeinspeisung. Mit dem Multimeter (Wechselspannungsbereich 750 V) die drei Phasen an der Schleppleitung oder der Kabelzuführung messen. Der Normalbereich liegt bei 380 V mit einer Toleranz von ±10 % (also 342 V bis 418 V). Liegt die Spannung zwischen zwei beliebigen Phasen unter 340 V, deutet dies auf einen zu hohen Leitungsabfall oder eine unzureichende Trafoleistung hin. Bei Phasenausfall reagiert der Elektroseilzug nicht; der übergeordnete Leistungsschalter und die Leitungsverbindungen sind zu prüfen.

Stufe 2: Not-Aus- und Schutzstromkreis. Prüfen, ob der Not-Aus-Taster gedrückt ist – im gedrückten Zustand wird der gesamte Steuerstromkreis abgeschaltet. Zum Entriegeln den Pilzkopf des Not-Aus-Tasters im Uhrzeigersinn drehen, bis er zurückspringt. Zusätzlich prüfen, ob die Überlastsicherung ausgelöst hat: Erreicht die tatsächliche Last 110 % der Nennlast, unterbricht der Begrenzer automatisch den Hebestromkreis. Nach dem Entlasten den Reset-Taster drücken, um die Sperre aufzuheben.

Stufe 3: Prüfung der Schützbetätigung. Beim Tastendruck auf das Schaltgeräusch des Schützes achten. Ist kein Geräusch zu hören, den Widerstand der Schützspule mit dem Multimeter (Widerstandsbereich) messen – der Normalwert liegt bei mindestens 100 Ohm. Ein Wert von 0 Ohm deutet auf einen Kurzschluss (durchgebrannte Spule) hin, ein unendlicher Widerstand auf eine Unterbrechung. Neue Schützspulen haben üblicherweise eine Nennspannung von 36 V oder 380 V und müssen zur Ausgangsspannung des Steuertransformators passen.

Stufe 4: Prüfung des Motors. Bei abgeschalteter Stromversorgung das Lüfterrad des Motors von Hand drehen. Lässt es sich nicht bewegen, ist entweder das Motorlager festgefressen oder die Bremse öffnet nicht. Mit dem Isolationsmessgerät (500 V) den Isolationswiderstand der Motorwicklung gegen Masse messen – der Wert muss mindestens 0,5 MOhm betragen. Die Gleichstromwiderstände der drei Wicklungen dürfen untereinander um nicht mehr als 2 % abweichen; bei mehr als 5 % liegt ein Windungsschluss vor.

Stufe 5: Prüfung der Steuerleitung. Die Taster am Handbediengerät gehören zu den Verschleißteilen. Bei einem gebrochenen Gehäuse oder eingedrungenem Wasser oxidieren die Kontakte, was zu schlechter Verbindung führt. Mit dem Multimeter (Durchgangsbereich) die Taster einzeln durchprüfen – der Widerstand im gedrückten Zustand darf 1 Ohm nicht überschreiten. Auch abgebrannte Kontakte des Zwischenrelais können die Signalübertragung unterbrechen.

Stufe 6: Prüfung des mechanischen Antriebs. Mechanische Störungen wie ein blockiertes Getriebezahnrad (Zahnbruch oder Fremdkörper), eine gebrochene Feder der Bremse, die das Öffnen der Bremsbacken verhindert, oder ein verklemmtes Drahtseil auf der Trommel führen dazu, dass der Motor blockiert und nicht anläuft. Solche Störungen äußern sich häufig durch ein ungewöhnliches Brummen des Motors oder durch das Auslösen des Leistungsschalters.

Schütz zieht nicht an: 4 typische Ursachen und zuverlässige Messverfahren

Das Schütz ist das zentrale Schaltelement im Steuerstromkreis des Elektroseilzugs. Wenn es nicht anzieht, kann der Motor keine Spannung erhalten. Laut Wartungsstatistik von Kelude Schwerindustrie sind Schützfehler für etwa 35 % aller Fälle verantwortlich, in denen der Elektroseilzug nicht reagiert. Im Folgenden werden die vier häufigsten Fehlerbilder und die zugehörigen Prüfverfahren beschrieben.

Ursache 1: Durchgebrannte Spule. Dauerbetrieb oder Spannungsanomalien führen zu einer Alterung der Isolierung und schließlich zum Durchschlag. Mit dem Multimeter den Spulenwiderstand messen: Normal sind 100 bis 500 Ohm (abhängig von der Leistung); nach dem Durchbrennen beträgt der Wert 0 Ohm oder unendlich. Beim Austausch muss die Spannungsklasse unbedingt übereinstimmen (36 V, 220 V oder 380 V).

Ursache 2: Verklemmter Eisenkern. Staub oder Metallspäne im Luftspalt des Eisenkerns führen zu mechanischer Blockierung. Typisches Symptom: Das Schütz vibriert beim Tastendruck leicht, zieht aber nicht vollständig an. Abhilfe: Das Schütz ausbauen, die Kontaktflächen des Eisenkerns mit reinem Alkohol reinigen und nach dem Zusammenbau sicherstellen, dass sich der Kern von Hand leichtgängig bewegen lässt.

Ursache 3: Abgebrannte oder verschweißte Kontakte. Häufiges Schalten unter Last führt zu Oxidation oder Verschweißung der Kontaktflächen. Der Übergangswiderstand der Hauptkontakte sollte 100 µOhm nicht überschreiten; ab 200 µOhm müssen die Kontakte nachgeschliffen oder ersetzt werden. Die drei Hauptkontakte müssen synchron schließen; die Abweichung darf 0,5 mm nicht überschreiten.

Ursache 4: Defekter Steuertransformator. Eine zu niedrige Ausgangsspannung (unter 32 V) oder ein vollständiger Ausfall des Transformators verhindert, dass die Schützspule die erforderliche Betriebsspannung erhält. Der Steuertransformator vom Typ BK-100 (100 VA) ist ein gängiges Modell für Elektroseilzüge: Sekundärseite 36 V, Primärseite wahlweise 380 V oder 220 V.

Elektroseilzug-Schütz: 6 Typen im Parametervergleich und Auswahltabelle

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Typ Nennstrom(A) AnpassungLastaufnahmemittelTragfähigkeit
CJX2-0910 9A 0.5tbis1t
CJX2-1210 12A 2tbis3t
CJX2-1810 18A 5t
CJX2-2510 25A 10tbis16t
CJX2-3210 32A 20t
CJX2-4011 40A 32tund darüber

Elektroseilzug-Prüfnorm für elektrische Bauteile bei Funktionsstörungen

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Inspektionsprojekt Normanforderung Bewertung als nicht konform
DrehstromStromversorgungSpannung 342Vbis418V unter340Voder über430V
MotorIsolationswiderstand nicht unter0.5MOhm unter0.5MOhm
SchützSpulenwiderstand 100Ohm bis500Ohm 0Ohm oder unendlich
SteuertransformatorAusgang 36VToleranz5% unter32Voder über40V
Unsymmetrie der Drehstromwicklung nicht überschreiten2% größer als5%
Ansprechwert der Überlastschutz 100%bis110%vollMessbereich größer als110%oder kleiner als90%

Kran-Hubmotor brummt, dreht sich aber nicht: Ursachen und Fehlerdiagnose

Brummt der Elektromotor, ohne dass sich die Trommel dreht, handelt es sich um einen typischen Blockierfall: Die Motorwicklung steht unter Spannung, der Rotor kann sich jedoch nicht drehen. Basierend auf langjähriger Erfahrung des technischen Teams von Kelude Schwerindustrie bei der Fehlerdiagnose vor Ort lassen sich die Ursachen in drei Kategorien einteilen.

Ursachen im Überblick:

(1) Mechanische Blockade: Abgebrochene Zahnradfragmente im Getriebe, die in den Zahneingriff geraten, ein festgefressenes Trommellager oder ein Drahtseil, das nach dem Seilabspringen im Spalt am Trommelende verklemmt, blockieren den gesamten Antriebsstrang. In diesem Fall kann der Anlaufstrom des Motors das 5- bis 7-fache des Nennwerts erreichen. Wird die Stromversorgung nicht rechtzeitig unterbrochen, brennt die Wicklung innerhalb von 30 Sekunden durch.

(2) Bremse öffnet nicht: Bei einem Kegelläufermotor wird die Bremse über die axiale Rotorkraft geöffnet. Ist die Vorspannkraft der Bremsfeder zu hoch eingestellt (Bremsspiel unter 0,5 mm), sind Bremsbelag und Bremstrommel durch Korrosion verklebt oder ist der axiale Hub durch Verschleiß der Kegelfläche reduziert, kann die Bremse nicht freigegeben werden.

(3) Phasenausfall in der Stromversorgung: Fehlt eine Phase im Drehstromnetz, erzeugt der Motor ein pulsierendes statt eines rotierenden Magnetfelds. Der Rotor kann nicht anlaufen, und es ist ein tiefes Brummen hörbar. In diesem Fall muss die Stromversorgung sofort unterbrochen werden, da die Motorwicklung sonst schnell die Temperaturgrenze der Isolationsklasse F von über 155 °C erreicht.

Schritte zur Fehlerdiagnose:

  • Nach dem Abschalten der Stromversorgung den Antriebsstrang von Hand durchdrehen, um eine mechanische Blockade auszuschließen.
  • Das Bremsspiel mit einer Fühlerlehre messen (Normbereich: 0,5 bis 1,5 mm).
  • Mit einem Multimeter die Spannung aller Phasen am Netzanschluss und an der Klemmenleiste des Motors prüfen.

Überlastsicherung am Elektroseilzug: 3 Auslöseursachen und Kalibrierung

Die Überlastsicherung ist die zentrale Sicherheitsschutzeinrichtung des Elektroseilzugs. Lösen Störungen aus, die bei Nennlast zu häufigen Abschaltungen führen, sind drei Ursachenbereiche zu prüfen: Nullpunktdrift des Sensors, Abweichung der Lastkalibrierung und mechanische Verklemmung.

Ursache 1: Nullpunktdrift des Sensors. Dehnungsmessstreifen-basierte Sensoren können nach Temperaturwechseln oder längerer Belastung eine Nullpunktverschiebung aufweisen. Nach dem Abschalten ist das Nullsignal des Sensors zu messen; der Normalwert liegt bei 0 mV mit einer Toleranz von ±0,05 mV. Die Norm DIN 15018 fordert für die Überlastsicherung eine Gesamtgenauigkeit von maximal ±5 % des Messbereichs.

Ursache 2: Abweichung des kalibrierten Lastwerts. Wurde der Kalibrierwert nach einer Neukalibrierung nicht korrekt gespeichert oder durch elektromagnetische Störungen der Parameter im Anzeigegerät verändert, kann die Auslöseschwelle unter die tatsächliche Tragfähigkeit fallen. Eine Neukalibrierung mit Standardgewicht oder einem geprüften Zugmesser ist erforderlich; übliche Kalibrierpunkte sind 90 % und 110 % der Nennlast.

Ursache 3: Mechanische Verklemmung des Sensors. Ein ausgeschlagener Bolzensensor durch übermäßigen Verschleiß der Bohrung oder gelockerte Befestigungsschrauben bei einem Plattenring-Sensor verändern den Lastpfad und verfälschen das Kraftsignal. In diesem Fall ist der Sensor neu zu montieren und das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment für die Befestigung einzuhalten.

Elektroseilzug Steuerleitung: 5 Prüfpunkte und Spannungsmessung

Störungen in der Steuerleitung eines Elektroseilzugs treten häufig an der Klemmenleiste und an Verschleißteilen auf. Laut Statistik des Kundendienstes von Kelude Schwerindustrie lassen sich rund 40 % aller Störungen, bei denen der Kran nicht anläuft, auf Probleme in der Steuerleitung zurückführen – nicht auf Motor oder Getriebe. Die folgenden fünf Prüfpunkte sind dabei entscheidend.

Prüfpunkt 1: Netzanschlussklemmen (L1, L2, L3). Mit dem Multimeter im Wechselspannungsbereich 750 V messen. Die Spannung zwischen den Phasen muss 380 V ±10 % betragen, die Spannung jeder Phase gegen den Neutralleiter (N) 220 V ±10 %.

Prüfpunkt 2: Steuertransformator. Primärseite (380-V-Eingang): Spannung wie am Netzanschluss. Sekundärseite (36-V-Ausgang): Spannung muss 36 V ±5 % betragen. Die übliche Nennleistung des Transformators beträgt 100 VA (Typ BK-100).

Prüfpunkt 3: Not-Aus-Taster (Öffnerkontakt). Im nicht betätigten Zustand darf der Widerstand 1 Ohm nicht überschreiten (Durchgang). Nach Betätigung muss der Widerstand unendlich sein (Unterbrechung). Oxidierte Kontakte erhöhen den Übergangswiderstand und verursachen einen Spannungsabfall. Sinkt die 36-V-Steuerspannung unter 28 V, kann das Schütz nicht mehr anziehen.

Prüfpunkt 4: Ausgangsklemmen der Bedientasten. Beim Betätigen der Taste „Heben“ oder „Senken“ muss die Spannung am entsprechenden Ausgangsklemmenpaar gegen den gemeinsamen Anschluss von 0 V auf 36 V springen. Bleibt der Sprung aus, liegt ein Kontaktfehler der Taste oder eine Unterbrechung in der Steuerleitung vor.

Prüfpunkt 5: Schützspule (Klemmen A1 und A2). Bei betätigter Taste muss an der Spule die Steuerspannung anliegen (36 V oder je nach Typ 380 V). Liegt Spannung an, aber das Schütz zieht nicht an, ist die Spule defekt oder der Eisenkern verklemmt. Liegt keine Spannung an, ist der Steuerstromkreis unterbrochen.

Drehstrom-Netzspannung

342 bis 418 V

380 V ±10 %

Mindest-Isolationswiderstand

≥ 0,5 MΩ

Messung mit 500-V-Isolationsmessgerät

Widerstand Schützspule

100 bis 500 Ω

Messung mit Multimeter (Ohmbereich)

Ausgang Steuertransformator

36 V ±5 %

Transformator Typ BK-100

Bremsspiel Standard

0,5 bis 1,5 mm

Messung mit Fühlerlehre

Überlast-Auslöseschwelle

110 % Messbereich

Nennlast × 1,1

Weiterführende Diagnose-Hilfen für Kran-Elektrik

Dieser Artikel konzentriert sich auf die Fehlersuche bei einem Elektroseilzug, der nicht anläuft. Weitere Informationen zur Diagnose häufiger elektrischer Störungen an Kränen finden Sie in den folgenden Beiträgen des technischen Teams von Kelude Schwerindustrie:

Häufige Fragen

F: Warum brennen die Schütze eines Elektroseilzugs ständig durch?

A: Drei Hauptursachen führen zum Durchbrennen der Schütze: Erstens eine Spannungsmismatch zwischen Spulenspannung und Stromversorgung (z. B. 36-V-Spule an 220 V), was die Schütze in weniger als 1 Sekunde zerstört. Zweitens erhöhen Fremdkörper auf der Ankerfläche den magnetischen Widerstand, wodurch der Spulenstrom auf das 1,5- bis 2-fache des Nennwerts ansteigt. Drittens führt eine zu hohe Tippbetriebsfrequenz – über 300 Schaltspiele pro Stunde – zu einer Übertemperatur, die den 80-K-Grenzwert der Isolierstoffklasse B überschreitet. Kelude empfiehlt, bei der Schützauswahl eine Kapazitätsreserve von 20 % einzuplanen und einen RC-Absorber (0,1 µF plus 100 Ω) zur Unterdrückung von Schaltüberspannungen zu installieren.

F: Welche konkreten Prüfanforderungen stellt die TSG Q7015-2016 an den elektrischen Schutz von Elektroseilzügen?

A: Abschnitt B6 der TSG Q7015-2016 (Regeln für die regelmäßige Inspektion von Hebezeugen) schreibt für Elektroseilzüge einen Unterspannungsschutz vor (kein automatischer Anlauf nach Spannungswiederkehr), einen Nullstellungsschutz (Bewegung erst nach Rückstellung des Handgeräts auf Null) sowie einen Überstromschutz (Thermorelais eingestellt auf das 1,0- bis 1,1-fache des Motornennstroms). Abschnitt B8 verlangt, dass die Überlastsicherung im Bereich von 90 % bis 110 % der Nennlast auslöst; bei der statischen Belastungsprüfung mit 130 % muss der Begrenzer den Hubstromkreis zuverlässig abschalten. Inspektionsintervall: Erstprüfung nach der Installation, danach alle 2 Jahre.

F: Worin unterscheidet sich die Fehlerdiagnose, wenn der Elektroseilzug beim Tastendruck nur brummt, aber nicht hebt, im Vergleich zu völliger Reaktionslosigkeit?

A: Brummen ohne Heben und völlige Reaktionslosigkeit erfordern völlig unterschiedliche Fehlerdiagnosen. Brummen zeigt an, dass der Hauptstromkreis unter Spannung steht und das Schütz angezogen hat – die Störung liegt auf der Rotorseite des Motors oder in der mechanischen Antriebskette (Bremse öffnet nicht, Getriebe blockiert, Phasenausfall). Völlige Reaktionslosigkeit bedeutet, dass der Hauptstromkreis nicht versorgt wird – die Störung liegt im Steuerkreis (Not-Halt, Taster, Schützspule, Steuertransformator). Abgrenzungskriterium: Bei Brummen den Anlaufstrom mit einer Stromzange messen (Blockierstrom beträgt das 5- bis 7-fache des Nennstroms); bei völliger Reaktionslosigkeit die Steuerspannung stufenweise prüfen.

F: Was kostet die Reparatur eines nicht funktionierenden Elektroseilzugs ungefähr?

A: Die Wartungskosten für einen nicht funktionierenden Elektroseilzug variieren je nach Fehlerart erheblich. Bei einfachen Störungen wie dem Zurücksetzen des Not-Halt oder dem Tausch eines Tasters liegen die Teilekosten bei 30 bis 80 CNY, die Arbeitskosten bei 200 CNY. Ein Schützwechsel (Typ CJX2-1210) kostet 80 bis 150 CNY für das Teil und 300 CNY für die Arbeit. Der Austausch eines Steuertransformators (Typ BK-100) schlägt mit 120 bis 200 CNY (Teil) und 300 CNY (Arbeit) zu Buche. Ein neuer Hubmotor (0,8-kW-Konusläufer) kostet 800 bis 1.500 CNY, plus 500 CNY Arbeitslohn. Kelude bietet einen bundesweiten Vor-Ort-Diagnoseservice an; die Erkennungsgebühr beginnt bei 200 CNY. Die Wartung erfolgt erst nach Erstellung eines Fehlerdiagnoseberichts.

Dieser Beitrag wurde vom technischen Team der Kelude Schwerindustrie erstellt und basiert auf den geltenden Normen DIN 15018, TSG Q7015-2016 und JB/T 9008.5-2020. Bei Wartungsarbeiten an der Anlage ist unbedingt die Spannungsfreiheit sicherzustellen und ein Lockout-/Tagout-Verfahren durchzuführen. Arbeiten an Leitungen über 380 V dürfen nur von qualifizierten Elektrofachkräften ausgeführt werden.

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