KI-basierte Schweißnahtprüfung für Kranbahn und Hauptträger

KI-gestütztes Inspektionssystem für Kranbahnschienen und Hauptträger-Schweißnähte: Fehlererkennung von Rissen, mangelhafter Durchschweißung und Poren mittels Deep Learning in der Ingenieurpraxis. Das System basiert auf dem YOLOv8-Deep-Learning-Modell und erkennt automatisch Schweißnahtfehler wie Risse, mangelhafte Durchschweißung und Poren. Die herkömmliche manuelle Sichtprüfung ist ineffizient und fehleranfällig; die KI-basierte Lösung steigert sowohl Effizienz als auch Genauigkeit der Prüfung erheblich.

In modernen Schwerindustriewerkshallen sind Brückenkrane das Herzstück des Materialtransports. Die Qualität der Schweißnähte an Kranbahnschienen und Hauptträgern ist unmittelbar entscheidend für die Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit der Anlage. Schweißnähte, die dauerhaft wechselnden Lasten, schweren Stoßbelastungen und aggressiven Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind, können bei unentdeckten Fehlern wie Rissen, mangelhafter Durchschweißung oder Poren zu katastrophalen Schäden führen. Die traditionelle manuelle Sichtprüfung (VT) ist stark von der Erfahrung des Prüfers abhängig, weist eine geringe Effizienz und hohe Übersehensraten auf und es mangelt an einheitlichen Bewertungsstandards. Kelude Schwerindustrie hat auf Basis von Deep-Learning-Vision-Technologie ein KI-gestütztes Inspektionssystem für Kranbahnschienen und Hauptträger-Schweißnähte entwickelt, das den gesamten Prozess von der Bilderfassung über die Fehlererkennung bis zur Qualitätseinstufung intelligent abdeckt.

Schematische Darstellung des KI-gestützten Inspektionssystems für Kranbahnschienen und Hauptträger-Schweißnähte im Feldeinsatz

Gesamtsystemarchitektur der KI-Schweißnahtprüfung

Das System ist als Vier-Schichten-Architektur konzipiert – Prüfplattform, Sensorik, Inferenz und Bewertung – und deckt die gesamte Prozesskette von der Datenerfassung bis zur endgültigen Qualitätsbeurteilung ab:

Prüfplattform: Je nach Einsatzbedingungen stehen drei Konfigurationen zur Verfügung – ein AGV-Inspektionsfahrzeug (für die automatisierte Inspektion großer Schienenflächen), ein handgeführtes Prüfgerät (für enge Räume und Kehlnähte an Kopfträgern) sowie ein stationärer Prüfstand (für die Montage- und Schweißposition des Hauptträgers). Alle drei Varianten nutzen denselben Software-Stack für Erfassung, Inferenz und Bewertung und sind nahtlos wechselbar.

Sensorik: Bestehend aus zwei Industriekameras (Global-Shutter-Weitwinkelkamera und Makrokamera), einer ringförmigen Strukturlicht-Beleuchtung und einem Laserprofilsensor. Die Kameras verwenden die GigE-Vision-Schnittstelle mit einer Auflösung von ≥1920×1080 Pixeln pro Bild und einer maximalen Bildrate von ≥120 FPS. Der Laserprofilsensor erfasst die dreidimensionale Kontur der Schweißnaht und dient der Bewertung von Nahtüberhöhung und Einbrandtiefe.

Inferenz: Das YOLOv8s-weld-Modell – basierend auf YOLOv8s, optimiert durch Pruning und erweitert um einen Detektionskopf für kleine Objekte – wurde speziell für die Erkennung von Schweißnahtfehlern entwickelt. Die Edge-Computing-Plattform Jetson AGX Orin erreicht eine Inferenzzeit von ≤15 ms pro Bild und erfüllt damit die Anforderungen an eine Echtzeiterkennung mit ≥60 FPS.

Bewertung: Die erkannten Fehler werden nach Typ, Größe und Anzahl statistisch ausgewertet und automatisch gegen die Qualitätsstufen der Norm DIN EN ISO 17636 (Durchstrahlungsprüfung von Schmelzschweißverbindungen) abgeglichen. Das System gibt eine Qualitätseinstufung der Stufen I–IV sowie eine Reparaturempfehlung aus.

Schweißnahttypen und Fehlerbilder am Brückenkran

Die Schweißverbindungen der Kranstruktur lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen, die sich hinsichtlich Belastungsprofil und typischer Fehlerbilder deutlich unterscheiden:

1. Stumpfnähte an der Kranschiene: Verwendung von Norm-Kranschienen der Typen QU70, QU80 oder QU100 (gemäß DIN 15018). Geschweißt wird überwiegend mit dem Lichtbogenhandschweißen (SMAW) und dem CO₂-Schutzgasschweißen (GMAW). Übliche Nahtvorbereitungen sind V- oder U-Nähte. Die Naht ist dynamischen Radlasten und horizontalen Seitenkräften ausgesetzt. Typische Fehler sind Längsrisse, mangelhafte Durchschweißung im Wurzelbereich und Porenansammlungen.

2. Kehlnähte am Hauptträger: Die tragenden Verbindungen zwischen Stegblech und Flanschblech des Hauptträgers werden in der Regel als Doppelkehlnähte (Nahtdicke 6–12 mm) ausgeführt und sind Biege- und Schubspannungen ausgesetzt. Aufgrund der Vielzahl der Schweißlagen und der manuellen Prozessführung treten häufig Bindefehler, Schlackeneinschlüsse zwischen den Lagen und Querrisse auf.

3. Kopfträger-Schweißnähte: Mischverbindungen aus Stumpf- und Kehlnähten an den Blechen des Kopfträgers, die Torsionsmomenten und Verbindungsspannungen ausgesetzt sind. Typische Fehlerbilder sind Endkraterrisse, Einbrandkerben und kettenförmige Poren.

Die folgende Tabelle fasst die detaillierten optischen Merkmale und typischen Positionen der 6 Fehlerklassen sowie der fehlerfreien Schweißnaht zusammen, die das System abdeckt:

Kelude Schwermaschinen: Zuverlässige Industrielösungen für den anspruchsvollen Einsatz

Die Kelude Heavy Industry Group hat sich auf die Entwicklung und Fertigung hochwertiger Industrieausrüstung spezialisiert. Unser Sortiment umfasst eine breite Palette an Hebezeugen und Materialtransportlösungen, die für den Dauereinsatz in anspruchsvollen Umgebungen konzipiert sind. Von der Einzelkomponente bis zur kompletten Systemlösung bieten wir Technik, die auf die spezifischen Anforderungen Ihrer Prozesse zugeschnitten ist.

Robuste Industriekrane für höchste Beanspruchung

Unsere Brückenkrane und Portalkrane zeichnen sich durch ihre massive Bauweise und Langlebigkeit aus. Gefertigt nach strengen Qualitätsstandards, die den Anforderungen der DIN 15018 entsprechen, gewährleisten sie einen sicheren und effizienten Betrieb. Die Krane sind als Einzel- oder Zweiträgerausführung verfügbar und eignen sich für Lasten von wenigen Tonnen bis hin zu Schwerlastanwendungen. Optionale Ausstattungen wie Frequenzumrichter für sanftes Anfahren und präzises Positionieren sowie spezielle Korrosionsschutzbeschichtungen für den Einsatz in aggressiven Umgebungen sind verfügbar.

TypEinsatzbereichBesonderheiten
Brückenkran (Einzelträger)Leichte bis mittlere Lasten in WerkhallenKompakte Bauweise, geringe Bauhöhe, wirtschaftliche Lösung
Brückenkran (Zweiträger)Schwerlastanwendungen, große SpannweitenHohe Tragfähigkeit, hohe Stabilität, geeignet für intensiven Betrieb
PortalkranAußenbereiche, Lagerplätze, UmschlagterminalsRobuste Konstruktion, witterungsbeständig, flexible Bodenfreiheit

Die Steuerung erfolgt über moderne Funksysteme oder hängende Steuerungen, die eine präzise und sichere Handhabung der Lasten ermöglichen. Sicherheitsfunktionen wie Überlastschutz, Endschalter und Not-Aus-Einrichtungen sind selbstverständlich integriert und entsprechen den geltenden EN-Normen.

Elektroseilzüge: Präzision und Leistung im kompakten Format

Unsere Elektroseilzüge sind das Herzstück vieler Krananlagen und überzeugen durch hohe Hubgeschwindigkeiten, exakte Positionierung und eine lange Lebensdauer. Sie sind in verschiedenen Leistungs- und Hubklassen erhältlich und können sowohl als Einzelgerät als auch in Kombination mit unseren Kranen eingesetzt werden. Die kompakte Bauweise ermöglicht eine optimale Raumausnutzung in Ihrer Fertigung.

Durch den Einsatz hochwertiger Materialien und präziser Fertigungsverfahren gewährleisten unsere Seilzüge einen besonders ruhigen und verschleißarmen Betrieb. Die Getriebe sind wartungsarm und auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Optional bieten wir explosionsgeschützte Ausführungen für den Einsatz in potenziell explosiven Atmosphären an.

Wartung und Service für maximale Anlagenverfügbarkeit

Ein zuverlässiger Service ist entscheidend für die Langlebigkeit Ihrer Investition. Wir bieten umfassende Wartungsverträge, Inspektionen und schnelle Ersatzteilversorgung an. Unser technisches Support-Team unterstützt Sie bei der Fehlerdiagnose und der Behebung von Störungen, um Stillstandszeiten zu minimieren. Regelmäßige Wartung nach den Richtlinien der FEM 1.001 stellt den sicheren Betrieb Ihrer Anlagen sicher und verlängert deren Lebensdauer erheblich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Traglasten sind bei Ihren Kranen möglich?
A: Unser Sortiment umfasst Krane für Lasten von einigen hundert Kilogramm bis zu mehreren hundert Tonnen. Die genaue Auslegung hängt von Ihren spezifischen Anforderungen wie Spannweite, Hubhöhe und Einsatzzweck ab. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.

F: Bieten Sie auch Sonderanfertigungen an?
A: Ja, wir planen und fertigen kundenspezifische Lösungen. Ob besondere Abmessungen, spezielle Umgebungsbedingungen oder integrierte Automatisierungslösungen – wir entwickeln die passende Technik für Ihre Aufgabe.

F: Wie gestaltet sich die Ersatzteilversorgung?
A: Wir unterhalten ein umfangreiches Lager mit Verschleiß- und Ersatzteilen für unsere Produkte. Dadurch können wir eine schnelle Lieferung sicherstellen und die Wartungszeiten kurz halten.

F: Welche Normen und Standards erfüllen Ihre Produkte?
A: Unsere Krane und Komponenten werden nach internationalen Standards gefertigt, darunter die DIN 15018 für die Konstruktion und die FEM 1.001 für den sicheren Betrieb. Wir stellen sicher, dass alle relevanten Sicherheitsanforderungen erfüllt werden.

A: Für weitere Informationen zu unseren Produkten und Dienstleistungen oder ein unverbindliches Angebot stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Unser Team berät Sie kompetent bei der Auswahl der optimalen Lösung für Ihre Anforderungen.

FehlerKategorieUnterkategorieäußere Merkmaletypische PositionPaarSchweißnahtFestigkeitEinfluss

RissCrack
längsRissentlangSchweißnahtlängliche feine schwarze Linie in Richtung,scharfe Enden,Breiteca.0.05~0.3mmSchieneStumpfnahtMittellinie,HauptträgerKehlnahtWurzelkritischFehler,mussNacharbeit
querRisssenkrecht zuSchweißnahtkurze in RichtungRiss,meist rissartig verteiltKopfträgerSchweißnahtOberfläche,in der Nähe der WärmeeinflusszonekritischFehler,mussNacharbeit
KraterRissstern- oder kreuzförmige Mikrorisse am KraterRiss,Länge üblicherweise<5mmSchweißnahtLichtbogenende,Überlappungsbereich mehrlagiger SchweißraupenschwerwiegendFehler,erfordert Nachschleifen und Nachschweißen

mangelhafte DurchschweißungIncomplete Penetration
—Schweißnahtdunkles bandförmiges Gebiet mit mangelnder Wurzelverschmelzung,Breiteungleichmäßig,kontinuierlich oder unterbrochen verteiltSchieneStumpfstoßVWurzel der V-Nut,dickes BlechStumpfnahtWurzelschwerwiegendFehler,verringernDauerfestigkeit

mangelhafte VerschmelzungLack of Fusion
mangelhafte Verschmelzung in der Nut/mangelhafte Verschmelzung zwischen Lagenspaltartige Schatten zwischen Schweißraupe und Grundwerkstoff oder Lagen,unscharfe Kanten,Breiteca.0.1~0.5mmGrenzfläche zwischen Lagen bei Mehrlagen-Mehrraupenschweißung,KehlnahtZeheschwerwiegendFehler,kann sich leicht ausbreiten zuRiss

PorePorosity
dichtPore/kettenförmigPore/wurmförmigPorerunde oder längliche dunkle Flecken,glatte Innenfläche,klare Kanten,Durchmesser0.5~3mmSchieneSchweißnahtmittlerer bis oberer Bereich,zwischen Lagen beim ElektrodenschweißenmittelFehler,verringert die Dichtheit

SchlackeneinschlussSlag Inclusion
streifenförmigSchlackeneinschluss/blockförmigSchlackeneinschlussdunkle Bereiche mit unregelmäßiger Form,gezackte Kanten,Schlackeneinschlussdeutlicher Graustufenunterschied zwischen Einschluss und Metallzwischen mehrlagigen Schweißraupen,in der Nähe der NutflankenmittelFehler,Spannungskonzentrationsquelle

EinbrandkerbeUndercut
kontinuierlichEinbrandkerbe/unterbrochenEinbrandkerbedurch Lichtbogen auf der Grundwerkstoffoberfläche erzeugte Rille,befindet sichSchweißnahtKante,Tiefe0.2~1.5mmKehlnahtGurtseite,StumpfnahtGrundwerkstoffkanten auf beiden SeitenmittelFehler,schwächt den wirksamen Querschnitt
F: Welche Wartungsintervalle sind für einen Portalkran empfohlen?
A: Die Wartungsintervalle richten sich nach der Einsatzintensität und den Herstellervorgaben. Grundsätzlich wird eine Sicht- und Funktionsprüfung monatlich, eine umfassende Wartung vierteljährlich und eine Hauptinspektion jährlich durch einen Sachkundigen empfohlen. Die genauen Fristen sind im Wartungsplan des Krans dokumentiert.

F: Kann ein Portalkran nachträglich mit einem Anti-Sway-System ausgestattet werden?
A: Ja, in den meisten Fällen ist eine Nachrüstung des Anti-Sway-Systems möglich. Die Kompatibilität hängt von der bestehenden Steuerungstechnik und der Kranstruktur ab. Eine technische Prüfung vor Ort durch unsere Ingenieure klärt die Machbarkeit und den erforderlichen Umbauaufwand.

F: Welche Sicherheitszertifikate sind für den Betrieb in Deutschland erforderlich?
A: Für den Betrieb in Deutschland ist die CE-Konformität nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG zwingend erforderlich. Zusätzlich müssen die Krananlagen gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) geprüft und die Prüfungen dokumentiert werden. Unsere Krane werden mit umfassender Konformitätserklärung und technischer Dokumentation geliefert.

Kontakt und Projektanfrage

A: Für eine individuelle Auslegung Ihres Portalkrans oder ein unverbindliches Angebot kontaktieren Sie uns bitte über das Kontaktformular oder telefonisch. Unser Vertriebsteam berät Sie gerne zu technischen Details, Lieferzeiten und Projektabwicklung.

Fehler TypmAP@0.5Recall(Recall)Genauigkeit(Precision)Inferenzzeit(ms)
Riss≥0.940.920.9512.4
mangelhafte Durchschweißung≥0.910.900.9311.8
mangelhafte Verschmelzung≥0.890.870.9112.2
Pore≥0.880.860.9010.5
Schlackeneinschluss≥0.860.850.8811.3
Einbrandkerbe≥0.830.810.8610.9
normalSchweißnaht≥0.960.950.9710.2
Gesamtdurchschnitt mAP@0.5 = 0.89 | Einzelbild-Inferenz ≤ 15ms | ErkennungBildrate ≥ 60FPS

Wie die Leistungsdaten zeigen, weisen Risse (mAP≥0,94) und mangelhafte Durchschweißung (mAP≥0,91) als die beiden kritischsten Fehlerarten in Kranbahnschweißnähten die höchste Erkennungsgenauigkeit auf, wodurch Sicherheitsrisiken zuverlässig identifiziert werden. Einbrandkerben (mAP≥0,83) stellen aufgrund ihrer ähnlichen Grauwertcharakteristik im Übergangsbereich zur intakten Schweißnahtkante die größte Herausforderung für die Erkennung dar; durch die unterstützende Laserkonturmessung konnte die Fehlauslassungsrate jedoch auf unter 3 % gesenkt werden.

Automatische Anbindung der Qualitätseinstufung: Gemäß den Anforderungen der Normen DIN EN ISO 17635 und DIN EN ISO 9712 ordnet das System die KI-Erkennungsergebnisse automatisch den Schweißnahtqualitätsklassen zu:

NormQualitätKlasseentsprechendAIBewertungNormzulässigFehler
GB/T 3323-2020ⅠKlassenichtErkennungauf keinerleiFehler,Schweißnahterfüllt die Anforderungen an die äußere Qualitätkeinerlei zulässigRiss,mangelhafte Durchschweißung,mangelhafte Verschmelzung,Schlackeneinschluss,Pore
ⅡKlasseErkennungauf geringePoreoderSchlackeneinschluss,keineRiss/mangelhafte Durchschweißung/mangelhafte Verschmelzunggeringe Mengen zulässigPore(d≤0.5mm,Abstand≥100mm),keineRiss,mangelhafte Durchschweißung
ⅢKlasseErkennungauf geringemangelhafte Durchschweißungoder mangelhafte VerschmelzungFehler,keineRisszulässige Tiefe≤15%der Blechdickemangelhafte Durchschweißungoder Länge≤25mmstreifenförmigeSchlackeneinschluss,keineRiss
ⅣKlasseErkennungbisRissoder stark über dem GrenzwertFehlerkeinerlei zulässigKlassedas VorhandenseinRiss

Das System unterstützt zusätzlich den Bewertungsmodus gemäß der Norm NB/T 47013-2015 „Zerstörungsfreie Prüfung von Druckbehältern“ und eignet sich für die Schweißnahtprüfung von Kranen, die für Druckbehälter und ähnliche drucktragende Anlagen eingesetzt werden. Anwender können die Normbewertungssysteme je nach Einsatzbedingungen per Knopfdruck umschalten.

Häufige Fragen zur Schweißnahtprüfung

F: Kann dieses System die herkömmlichen zerstörungsfreien Prüfverfahren (NDT) ersetzen?
A: Das System erreicht bei der Erkennung von Oberflächenfehlern an Schweißnähten eine hohe Erkennungsgenauigkeit (Riss-mAP ≥ 0,94) und eignet sich als schnelles Screening-Verfahren für die regelmäßige Inspektion, wodurch die Prüfeffizienz erheblich gesteigert wird. Für die Beurteilung von Innenfehlern der Schweißnaht (z. B. tiefe Bindefehler, innere Poren) ist jedoch weiterhin die Durchstrahlungsprüfung (RT) oder Ultraschallprüfung (UT) gemäß DIN EN ISO 17636 (entspricht GB/T 3323-2020) und DIN EN ISO 17640 (entspricht NB/T 47013-2015) für die endgültige Bewertung heranzuziehen. Die KI-basierte Sichtprüfung und die konventionelle NDT ergänzen sich – sie ersetzen einander nicht.
F: Beeinträchtigt wechselnde Lichtverhältnisse die Erkennungsgenauigkeit des Systems?
A: Das System setzt auf eine dreistufige Absicherungsstrategie: Dual-Kamera-Kooperation, ringförmige Strukturlicht-Aufhellung und adaptive Belichtung. Die Weitwinkelkamera mit Global Shutter und die Makrokamera übernehmen jeweils die Schweißnaht-Erkennung auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, während die ringförmige Strukturlicht-Aufhellung störende Reflexionen auf der Kranbahnschiene wirksam unterdrückt. Feldmessungen zeigen, dass die mAP-Schwankung unter Freiluftbedingungen in der Werkshalle (Lichtänderung ±50 %) sowie bei künstlicher Beleuchtung in der Nacht ≤0,03 beträgt. Gemäß TSG Q7016-2016 gelten für die Sichtprüfung (VT) von Schweißnähten verbindliche Beleuchtungsanforderungen – das System erfüllt diese vollständig.
F: Welche Kranbahnschienen-Typen werden vom System unterstützt? Auf welcher Norm basiert die Erkennung?
A: Das System unterstützt derzeit die drei gängigen Kranschienen-Typen QU70, QU80 und QU100 und deckt damit über 90 % der in Deutschland und Europa üblichen Kranbahnschienen ab. Das Erkennungskonzept basiert auf den Qualitätsanforderungen für Schweißverbindungen an Kranschienen gemäß DIN 15018 (Krane – Grundsätze für Stahltragwerke) sowie DIN EN ISO 17638 (Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen). Für Sonderschienenprofile kann über die integrierte Kalibrierungsfunktion der Erkennungsvorlagen eine automatische Modellanpassung durchgeführt werden – hierzu werden 30 bis 50 Aufnahmen im realen Schweißnahtbereich erfasst; ein erneutes Training des Systems ist nicht erforderlich.
F: Wie werden Erkennungsdaten verwaltet und rückverfolgt?
A: Das System umfasst eine cloudbasierte Erkennungsverwaltungsplattform. Jedes Erkennungsbild wird automatisch mit Metadaten wie Schweißnaht-ID, Erkennungszeitpunkt, Positionskoordinaten, Fehlertyp und Schweregradklasse verknüpft. Die Plattform erstellt Prüfberichte gemäß TSG Q7016-2016 und ermöglicht die Rückverfolgung historischer Daten (Suche nach Zeitraum, Schweißnaht-ID, Fehlertyp usw.). Alle Erkennungsaufzeichnungen werden mindestens 5 Jahre gespeichert und erfüllen damit die gesetzlichen Anforderungen der Spezifikation für Spezialausrüstung an die Aufbewahrung von Erkennungsdaten.

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