Brückenkran Kranfahren Geräusche beheben: 5 Schwingungsarten

Ungewöhnliche Geräusche am Kranfahrwerk von Brückenkranen entstehen überwiegend durch die Überlagerung von fünf Schallquellen: Zahnradeingriff (30–40 %), Rad-Schiene-Reibung (20–30 %), Motor (15–20 %), Bremse (5–10 %) und Strukturresonanz (5–10 %). Mithilfe der FFT-Spektrumanalyse zur Identifizierung von Spitzenwerten in verschiedenen Frequenzbändern, der Stromzange zur Erkennung von Symmetrieabweichungen sowie des RGI-Spurkranzreibungsindex lässt sich die Geräuschursache im laufenden Betrieb schnell lokalisieren.

Das Kranfahrwerk ist das zentrale Antriebssystem, das die gesamte Kranbrücke entlang der Kranschienen in der Werkshalle verfährt. Es besteht aus Motor, Getriebe, Bremse, Antriebswelle, Kupplung und Radblock. Treten beim Kranfahren ungewöhnliche Geräusche auf, deutet dies häufig auf Verschleiß von Bauteilen, Überschreitung der Montagegenauigkeit oder Strukturverformungen hin. Gemäß der Norm DIN 15018 gelten für allgemeine Brückenkrane folgende Grenzwerte: Im Führerhaus ≤ 85 dB(A), in 1,5 m Höhe unterhalb der Kranbrücke ≤ 90 dB(A) – überschreiten die Geräusche diese Werte, ist dies nicht nur eine Beeinträchtigung der Arbeitsumgebung, sondern auch ein Frühwarnsignal für drohende Geräteausfälle.

Diagnosediagramm der Spektralmerkmale von fünf Geräuschquellen am Kranfahrwerk


Fünf Geräuschquellen am Kranfahrwerk im Überblick

Die Auswertung von Schwingungs- und Geräuschspektren aus 120 Wartungseinsätzen an Brückenkranen von Kelude zeigt: Ungewöhnliche Geräusche am Kranfahrwerk lassen sich fünf Schallquellen zuordnen, die jeweils charakteristische Spektralmerkmale und akustische Erkennungszeichen aufweisen. Instandhaltungspersonal kann durch die Kombination aus „akustischer Ortung und instrumenteller Verifizierung" eine erste Fehlerdiagnose ohne Demontage durchführen. Kelude empfiehlt, die Diagnose vor Ort in der folgenden Reihenfolge durchzuführen.

Geräusche durch Zahnradeingriff – Diese Quelle weist den höchsten Schalldruckpegel im Fahrwerk auf und trägt 30–40 % zum Gesamtgeräusch bei. Die Eingriffsfrequenz berechnet sich nach der Formel fz = z × n/60 (z = Zähnezahl, n = Drehzahl in rpm) und liegt im Bereich von 500–4.000 Hz mit einem Schalldruckpegel von 85–105 dB(A). Bei Grübchenbildung, Zahnbruch oder überschrittenem Verzahnungsspiel treten an der Eingriffsfrequenz und deren Vielfachen deutliche Seitenbänder auf. Stirnräder erzeugen höhere Stoßgeräusche als Schrägverzahnungen; geschliffene Zahnräder der Qualität 6 sind um 3–5 dB(A) leiser als gewälzte der Qualität 8.

Geräusche durch Rad-Schiene-Reibung – Im Normalbetrieb liegt der Schalldruckpegel bei 75–90 dB(A). Kommt es jedoch zu Spurkranzreiben (Zwangsreibung zwischen Spurkranz und Schienenflanke), kann das hochfrequente Kreischen auf 95–110 dB(A) ansteigen. Mit einem Anteil von 20–30 % am Gesamtgeräusch ist dies die vor Ort am leichtesten erkennbare abnormale Schallquelle. Spurkranzreiben wird gemäß der Norm DIN 15018 anhand der Spurweitenabweichung klassifiziert: ±3–5 mm als leicht (gelegentliches Reibgeräusch), ±5–8 mm als mittel (anhaltendes Reibgeräusch, Behandlung innerhalb eines Monats), ±8–12 mm als schwer (Kreischen plus monatlicher Verschleiß > 2 mm) und > ±12 mm als kritisch (sofortiger Stillstand).

Motorgeräusche – Diese umfassen elektromagnetische Geräusche (100 Hz Grundfrequenz + 200 Hz Oberwelle, abhängig von der Netzfrequenz), mechanische Geräusche (Wälzkörper der Lager, 500–3.000 Hz) sowie Lüftungsgeräusche (200–1.000 Hz). Der Schalldruckpegel liegt bei 75–95 dB(A), der Anteil am Gesamtgeräusch bei 15–20 %. Frequenzumrichtermotoren zeigen im unteren Drehzahlbereich von 5–20 Hz die höchsten elektromagnetischen Geräusche. Bei Lagerschäden erscheint im Spektrum ein hochfrequentes, breitbandiges Rauschsignal, das sich mit dynamischen Beschleunigungssensoren frühzeitig erfassen lässt.

Bremsgeräusche – Hochfrequente Impulsschreie entstehen durch die Reibung zwischen Bremsbelag und Bremstrommel. Die Frequenz liegt bei 2.000–8.000 Hz, der Schalldruckpegel bei 80–100 dB(A), wobei kurzzeitige Spitzen bis 110 dB(A) erreichen können. Überschreitet das Bremsmoment 150 % des Nennwerts oder unterschreitet das Bremsspiel 0,5 mm, verstärken sich die Geräusche deutlich. Gemäß der Norm DIN 15018 muss der Sicherheitsfaktor der Fahrwerksbremse ≥ 1,25 betragen.

Geräusche durch Strukturresonanz – Dünnwandige Strukturen wie Hauptträger, Endträger und Laufstegbleche erzeugen im niedrigen Frequenzbereich von 20–200 Hz Strukturresonanzen mit Schalldruckpegeln von 65–85 dB(A). Die Laufstegbleche (Stahlblech, 3–5 mm dick) weisen im Bereich von 120–250 Hz die höchsten Resonanzspitzen auf. Durch eine Verlustfaktor-Dämpfungsbehandlung (Verlustfaktor 0,35–0,60) lassen sich die Resonanzspitzen um 10–15 dB(A) reduzieren.


Spektralmerkmale der fünf Geräuschquellen im Vergleich

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Ungewöhnliches Geräusch Typ FrequenzBereich(Hz) SchalldruckpegeldB(A) Beitragsrate Hörmerkmale
ZahnradKämmen 500~4000 85~105 30~40% rhythmisch"Brummen"Geräusch,mitDrehzahlÄnderung
RadlaufbahnReibung 100~3000 75~90 / Spurkranzreibenbei95~110 20~30% periodisch"Klacken"Geräusch,Spurkranzreibenhochfrequentes Pfeifen
Motor 50~2000 75~95 15~20% gleichmäßig"Brummen"Grundfrequenzgeräusch,Lagerbei Schaden"Rattern"Geräusch
Bremse 2000~8000 80~100(Spitzenwert110) 5~10% scharf/kreischend"Quietschen——"Geräusch,Bremsungmomentan am lautesten
Strukturresonanz 20~200 65~85 5~10% dumpf"Brummen"Strukturresonanz,LaufstegBlechflattern

Diagnose von Fahrgeräuschen: Methoden und Ablauf

Die Fehlersuche bei ungewöhnlichen Geräuschen während des Kranfahrens folgt einer dreistufigen Diagnosestrategie: erst akustische Lokalisierung, dann instrumentelle Messung, abschließend Datenvergleich. Gehen Sie dabei systematisch wie folgt vor:

Schritt 1: Akustische Lokalisierung nach Bereichen – Fahren Sie den Brückenkran mit 50 % der Nenngeschwindigkeit einmal über die gesamte Schienenlänge hin und zurück. Das Wartungspersonal folgt dem Kran unterhalb und lokalisiert das Geräusch akustisch: auf welcher Seite der Kranbrücke (links/rechts) und an welcher Komponente (Getriebe, Rad, Motor, Bremse) es auftritt. Beobachten Sie gleichzeitig die Amperemeter beider Seiten, um eine mögliche Schräglast zu erkennen.

Schritt 2: Schallpegelmessung – Messen Sie den A-bewerteten Schalldruckpegel gemäß DIN 45635 mit einem Schallpegelmesser der Klasse 1 nach IEC 61672-1 im Führerhaus (in 1,2 m Höhe über dem Boden) und 1,5 m unterhalb des Krans. Grenzwerte: Führerhaus ≤ 85 dB(A), unterhalb ≤ 90 dB(A). Dokumentieren Sie die Messwerte für verschiedene Betriebszustände (Leerfahrt, Volllastfahrt) und vergleichen Sie sie mit historischen Daten, um eine Verschlechterungstendenz zu erkennen.

Schritt 3: FFT-Spektrumanalyse – Nehmen Sie die Betriebsgeräusche auf und führen Sie eine schnelle Fourier-Transformation (FFT) zur Spektrumanalyse durch. Ordnen Sie die Peaks den Frequenzbereichen der fünf Geräuschquellen zu: Zahnradeingriff 500–4000 Hz, Radreibung 100–3000 Hz, elektromagnetische Motorgeräusche 100/200 Hz, Bremse 2000–8000 Hz, Strukturresonanz 20–200 Hz. Auffällige Seitenbänder im Spektrum sind ein charakteristisches Zeichen für lokale Zahnradschäden.

Schritt 4: Strommessung mit der Stromzange – Messen Sie die Drehstromwerte der Brückenfahrmotoren auf beiden Seiten mit einer Stromzange, jeweils im Leer- und Volllastbetrieb. Eine Stromabweichung < 5 % ist normal, 5–10 % bedeutet Beobachtungsstufe (leichte Schräglast), 10–15 % Warnstufe (deutliches Spurkranzreiben), 15–25 % kritische Stufe (sofortiger Handlungsbedarf), > 25 % Gefahrenstufe (einseitige Überlast kann den Motor beschädigen).

Schritt 5: Berechnung des RGI-Spurkranzreibungsindex – Berechnen Sie RGI = 0,30 × |ΔS|/5 + 0,25 × Wf/25 + 0,25 × Vr/0,5 + 0,20 × |ΔI|/10, wobei ΔS die Spurweitenabweichung (mm), Wf der Spurkranzverschleiß (mm), Vr die Verschleißrate der Schienenflanke (mm/Monat) und ΔI die Stromabweichung (%) darstellen. RGI < 0,5 ist normal, 0,5–1,0 erfordert Beobachtung, 1,0–1,5 ist eine Warnung, > 1,5 ist kritisch und erfordert sofortigen Stillstand. Dieser Index kombiniert die Toleranznormen für Kranschienenmontage (ISO 12488) mit statistischen Wartungsdaten und ermöglicht eine quantitative Bewertung des Spurkranzreibens.


Prüfung der Schienenmontagegenauigkeit

Probleme mit der Montagegenauigkeit der Kranschiene sind die häufigste Ursache für ungewöhnliche Geräusche beim Kranfahren und machen laut Wartungsstatistik 35–40 % aller Spurkranzreibungsstörungen aus. Bei der regelmäßigen Inspektion sollten die geometrischen Abmessungen der Schiene systematisch mit folgender Häufigkeit und nach folgenden Standards geprüft werden:

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ErkennungPrüfpunkt Normanforderung Erkennungswerkzeug ErkennungHäufigkeit
SpurweiteAbweichung ±5mm(≤30mSpannweite)/±8mm(>30m) Stahllineal/Laser-Entfernungsmesser monatlich
SchieneGeradheit ≤2mm/gesamte Länge Schnurspannverfahren/Tachymeter vierteljährlich
SchienenhöheDifferenz ≤10mm(gleicher Querschnitt) Nivelliergerät vierteljährlich
SchienenstoßSpalt 2~4mm Fühlerlehre monatlich
VerbindungHöhenversatz/Versatz ≤1mm Stahllineal+Fühlerlehre monatlich

Typische Geräuschursachen und Maßnahmen zur Behebung

Für die fünf typischen Geräuscharten werden nachfolgend die jeweiligen Diagnose- und Behebungsmaßnahmen beschrieben:

Getriebegeräusche beheben – Ölstand und Ölqualität des Getriebes prüfen (Ölwechsel alle 1.000 h), Zahnflankenspiel messen (normal 0,15–0,30 mm, bei Überschreitung von 0,5 mm Einstellung oder Austausch erforderlich). Der Einsatz von spiralverzahnten Kegelrädern (Schrägungswinkel 25°–35°) anstelle von Geradverzahnungen reduziert den Geräuschpegel um 5–8 dB(A). Eine Profilkorrektur der Zahnräder (Kopfkantenrücknahme 5–15 μm) verringert das Stoßgeräusch um 2–3 dB(A). Eine Getriebe-Schallschutzkapsel (Stahlblech 2 mm + Dämpfungsschicht + Absorptionsschicht) erreicht eine Schalldämmung von ≥ 20 dB(A).

Spurkranzreiben beheben – Bei Schienenabweichungen wird die Schiene mit Druckplatten und Edelstahl-Unterlegscheiben (0,5–2 mm) ausgerichtet; nach der Justierung muss die Geradheit ≤ 2 mm/40 m betragen. Bei Radabweichungen ist beim Austausch des Radblocks sicherzustellen, dass die Außendurchmesser-Differenz koaxial ≤ 0,3 mm und die Differenz aller vier Räder ≤ 0,5 mm beträgt. Horizontale Führungsrollen (Durchmesser 200–300 mm, HRC 50–55, Spiel 3–5 mm) reduzieren die Seitenkräfte um über 80 %. Bei Antriebs-Asynchronität wird über die Selbstoptimierung des Frequenzumrichters eine Geschwindigkeitsdifferenz von ≤ 1 % zwischen beiden Seiten sichergestellt.

Motorengeräusche beheben – Mit einem dynamischen Beschleunigungssensor (Messbereich ±50 g, Frequenzgang 0,5 Hz–10 kHz) werden die Lagerschwingungen erfasst; ein Kurtosis-Wert > 3,5 weist auf ein beginnendes Lagerschadensstadium hin. Eine Erhöhung der Trägerfrequenz des Frequenzumrichters von 2 kHz auf 4–8 kHz reduziert das elektromagnetische Geräusch um 3–5 dB(A), wobei die Motorerwärmung zu bewerten ist. Beim Austausch der elastischen Kupplung ist auf eine präzise Wellenausrichtung zu achten (Radialabweichung ≤ 0,05 mm, Winkelabweichung ≤ 0,05°).

Bremsgeräusche beheben – Das Bremsspiel auf 1,0–1,5 mm einstellen (bei Spiel < 0,5 mm nimmt das Geräusch stark zu); den Reibbelag prüfen (Keramik- oder Kupferbasis-Sinterbeläge sind 5–8 dB leiser als Graugussbeläge). Das Bremsmoment auf 110–130 % des Nennwerts begrenzen (max. 150 %). Eine Oberflächenrauheit der Bremsscheibe von Ra ≤ 0,8 μm reduziert Quietschgeräusche bei der Reibung.

Strukturelle Resonanz beheben – Auf Laufsteg und Stegblech des Hauptträgers werden Schwingungsdämpfungsmaterialien aufgebracht (Acryl-Dämpfungsbeschichtung η = 0,10–0,25, Geräuschreduzierung 2–4 dB(A), oder Butylkautschuk-Dämpfungsplatten η = 0,20–0,40, Geräuschreduzierung 3–5 dB(A)). Die Resonanzfrequenzen sind von den Anregungsfrequenzen des Fahrwerks zu entkoppeln (Motor 24 Hz, Getriebe 200–800 Hz, Räder 2–8 Hz); durch Anpassung des Rippenabstands der Laufstegplatten wird die Eigenfrequenz verändert. Die beschriebenen Verfahren zur Geräuschdiagnose gelten für die gesamte Produktreihe der Brückenkrane von Kelude (QD/QDX/LH-Typ); die tatsächlichen Lärmgrenzwerte sind dem werkseitigen Prüfbericht zu entnehmen.


Weiterführende Informationen: Ursachenanalyse und Behebung von Spurkranzreiben bei Zweiträger-Brückenkranen – Systematische Diagnose und Behebung der häufigsten Ursache für Geräusche beim Kranfahren.

Häufige Fragen

F: Beim Kranfahren ist ein periodisches „Klacken" zu hören – wie lässt sich feststellen, ob es vom Getriebe oder von den Rädern kommt?

A: Die Frequenz des „Klackens" bei Getriebegeräuschen ist proportional zur Drehzahl – sie steigt beim Beschleunigen des Brückenkrans und sinkt beim Verzögern; zusätzlich ist am Getriebegehäuse eine spürbare Vibration feststellbar. Radbedingte Geräusche hingegen korrelieren mit der Position des Krans auf der Schiene – sie treten jeweils beim Überfahren bestimmter Schienenstöße oder Kurven auf. Im Frequenzspektrum konzentrieren sich Getriebegeräusche auf 500–4.000 Hz und verschieben sich mit der Drehzahl; Radreibungsgeräusche liegen bei 100–3.000 Hz mit breiterem Peak. Die Messung der Spurweitenabweichung (gemäß ISO 4306, Toleranz ±5 mm) und die Kontrolle des Spurkranzverschleißes unterstützen die Diagnose.

F: Wie lässt sich der Schweregrad von Spurkranzreiben quantifizieren? Ab welchem RGI-Index ist ein sofortiger Stillstand erforderlich?

A: Der Schweregrad wird über den kombinierten RGI-Index (Rail-Grinding-Index) quantifiziert: 0,30×|ΔS|/5 + 0,25×Wf/25 + 0,25×Vr/0,5 + 0,20×|ΔI|/10. RGI < 0,5 gilt als normal (jährliche Prüfung), 0,5–1,0 erfordert Beobachtung (vierteljährlich), 1,0–1,5 bedeutet Warnung (Bearbeitung innerhalb eines Monats), über 1,5 liegt ein schwerwiegender Zustand vor, der ein sofortiges Stillsetzen erfordert. Typische Kennwerte für schweres Spurkranzreiben: Spurweitenabweichung > 12 mm + Spurkranzverschleiß > 2 mm/Monat + seitliche Schienenabnutzungsrate > 2 mm/Monat + Stromabweichung > 25 % – Überschreitet ein einzelner Parameter den Gefahrenschwellwert, ist ebenfalls sofort anzuhalten und nachzustellen.

F: Bei Überschreitung des Lärmgrenzwerts im Führerhaus (> 85 dB) – welche Geräuschquelle sollte zuerst behandelt werden?

A: Nach Priorität der Schallquellenbeiträge: Getriebeeingriff (30–40 %), Rad-Schiene-Kontakt (20–30 %), Motor (15–20 %). Zuerst wird mit einem Schallpegelmesser der Hintergrundgeräuschpegel im Führerhaus gemessen, anschließend wird mit einem FFT-Spektrumanalysator die Hauptfrequenz identifiziert. Liegt der Peak bei 500–4.000 Hz, ist vorrangig das Getriebe zu prüfen (Umrüstung auf spiralverzahnte Kegelräder mit geschliffenen Zähnen der Qualität 6 reduziert das Geräusch um 5–8 dB). Liegt der Peak bei 100–3.000 Hz mit scharfem Pfeifton, ist Spurkranzreiben zu behandeln (elastische Räder reduzieren das Geräusch um 3–5 dB). Die Kombination aus elastischen Rädern, Dämpfungsbeschichtung und geschweißten Schienenstößen erreicht eine Gesamtreduzierung von 8–12 dB(A) und erfüllt die Anforderungen nach ISO 4306.

F: Nach dem Austausch der Laufräder der Kranbrücke verschwindet das Geräusch, tritt aber nach 2 Monaten erneut auf – woran liegt das?

A: Dies deutet in der Regel darauf hin, dass die Ursache nicht am Rad selbst liegt, sondern ein systemisches Problem der Schiene oder der Struktur vorliegt. Wenn der Spurkranz der neuen Räder innerhalb von 2–3 Monaten erneut schnellen Verschleiß zeigt, ist in folgender Reihenfolge zu prüfen: ① Mit einem Tachymeter die Geradheit der Kranschiene und die Spurweite nachmessen (lokale Abweichungen können zu anhaltendem Spurkranzreiben an bestimmten Positionen führen); ② Die seitliche Durchbiegung des Hauptträgers prüfen, ob sie L/2000 überschreitet (langfristige Überlast über 125 % oder außermittige Lastführung verursachen Verformung der Kranbrücke); ③ Die Stromsynchronisation beider Motoren beim Beschleunigen und Verzögern messen (bei Geschwindigkeitsdifferenz > 2 % oder Bremsmomentdifferenz > 20 % entsteht ein Kippmoment). Bei bestätigter Strukturverformung ist eine Flammrichtung durchzuführen oder es sind horizontale Führungsrollen zu installieren (Spiel 3–5 mm, Reduzierung der Seitenkräfte um über 80 %).

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