Schweißroboter in der Kranfertigung: Präzisionskontrolle

Fertigungstechnik für Krane: Präzisionssteuerung in der Schweißroboter-Fertigung. Im Kranbau entscheidet die Schweißqualität direkt über Strukturfestigkeit, Ermüdungslebensdauer und Betriebssicherheit der Anlagen.

Im Kranbau entscheidet die Schweißqualität direkt über die Strukturfestigkeit, die Ermüdungslebensdauer und die Betriebssicherheit der Anlagen. Als einer der führenden Kranhersteller in China hat Kelude Schwerindustrie in den letzten Jahren die Automatisierung und intelligente Modernisierung der Schweißtechnik konsequent vorangetrieben und eine Schweißroboter-Fertigungslinie für Kernbauteile wie Hauptträger, Kopfträger und Katzfahrwerkrahmen aufgebaut. Durch die tiefe Integration von Industrierobotertechnik und Schweißverfahrenstechnik realisiert Kelude eine durchgängige digitale Steuerung des gesamten Prozesses – von der Schweißvorbereitung über den Schweißprozess bis zur Nachprüfung. Die Erstabnahmequote der Schweißnähte liegt bei über 98,5 %. Die Nahtqualität erfüllt die höchsten Anforderungen der Normen DIN EN ISO 15614 (Schweißverfahrensprüfung), DIN EN ISO 17640 (Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen – Ultraschallprüfung) und DIN EN ISO 17636 (Durchstrahlungsprüfung von Schweißverbindungen). Dieser Beitrag erläutert systematisch die technische Praxis von Kelude in der automatisierten Kranschweißung entlang der fünf Dimensionen: Auswahl der Schweißverfahren, Anordnung der Roboterlinie, Optimierung der Prozessparameter, Montagegenauigkeit und Online-Prüfung der Nahtqualität.

Fertigungstechnik für Krane: Präzisionssteuerung in der Schweißroboter-Fertigung – Technische Kennwerte und Prozessablauf

Schweißverfahren für Kranstrukturbauteile im Überblick

Die Metallstruktur eines Krans besteht hauptsächlich aus geschweißten Strukturbauteilen wie Hauptträger, Kopfträger, Katzfahrwerkrahmen, Stützbeinen und Querträgern. Jedes Bauteil unterscheidet sich hinsichtlich Nahtform, Spannungszustand und Schweißanforderungen. Kelude wählt für die unterschiedlichen Bauteil- und Nahttypen differenzierte Schweißverfahren, um eine optimale Balance zwischen Schweißeffizienz, Qualität und Kosten zu erreichen. Die folgende Tabelle fasst die Verfahrenswahl für die wichtigsten Kranstrukturbauteile zusammen.

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Konstruktionsbauteiltyp Haupt-SchweißnahtKonstruktionsbauteiltyp EmpfohlenSchweißenVerfahren SchweißenWerkstoff Anwendbare Blechdicke(mm) SchweißenPosition
Hauptträger(Kastenträger)Obergurt/Untergurt mitStegblechKehlnahtUnterpulverschweißen(SAW)H08A+HJ4316~40Wannenposition
Hauptträger(Kastenträger)SteifeUntergurt mitStegblechKehlnahtSchutzgasschweißen(GMAW)ER50-6/CO₂4~20Steignaht/Wannennaht
KopfträgerStegblechUntergurt mitFlanschblechStumpfnahtFülldrahtLichtbogenschweißen(FCAW)E71T-18~25Wannennaht/Quernaht
KatzfahrwerkrahmenStegblech und BodenplatteKehlnahtSchutzgasschweißen(GMAW)ER50-6/Ar+CO₂5~20Wannennaht/Überkopfnaht
Stützbein(Portalkran)Haupt-Schweißnahtmit VerstärkungsblechSchweißnahtUnterpulverschweißen(SAW)+ Schutzgasschweißen(GMAW)H08MnA+HJ431/ER50-610~50Wannennaht
Schienenklemmemit VerbindungselementKleine AbmessungenKehlnahtFülldrahtLichtbogenschweißen(FCAW)E71T-GS3~12Alle Positionen

Die Auswahl der Schweißverfahren bei Kelude Schwerindustrie erfolgt gemäß der Norm GB/T 19869.1 „Schweißverfahrensprüfung". Vor dem Einsatz eines Schweißverfahrens in der Serienproduktion ist eine Schweißverfahrensprüfung (WPQR) zwingend erforderlich. Für neu entwickelte Parameterkombinationen werden zusätzlich mechanische Prüfungen (Zug-, Biege- und Kerbschlagbiegeversuch) sowie makroskopische Gefügeprüfungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die mechanischen Eigenschaften der Schweißverbindung mindestens denen des Grundwerkstoffs entsprechen.

Roboterzellen-Layout für Schweißfertigung

Die Schweißroboterlinie von Kelude Schwerindustrie ist nach dem Prinzip der flexiblen, zellenbasierten Fertigung aufgebaut. Entsprechend den Abmessungen der Kranstrukturbauteile und den schweißtechnischen Anforderungen werden unterschiedliche Roboterschweißzellen konfiguriert. Am Beispiel der Hauptträger-Schweißlinie setzt sich diese aus folgenden Stationen zusammen: Die Schweißvorbereitungsstation nutzt 3D-Laserscanner und Digital-Twin-Technologie zur Online-Erfassung von Spaltmaß und Kantenversatz zwischen Stegblech und Flanschblech des Hauptträgers. Die Montagegenauigkeit wird dabei auf ±1,0 mm begrenzt. Die Portalschweißzelle ist mit zwei FANUC M-710iC/50-Schweißrobotern ausgestattet (Traglast 50 kg, Arbeitsradius 2050 mm). In Kombination mit einem 5 m × 3 m großen Positionierer werden die vier Längsnähte des Hauptträgers in Wannenposition geschweißt. In der Steifen-Schweißzelle übernehmen zwei KUKA KR16-Roboter mit Laser-Vision-Nahtführungssystem die automatische Fertigung der Mehrlagen-Kehlnaht zwischen Steife und Stegblech. Die Kopfträger-Schweißzelle ist mit einem ABB IRB2600-Roboter für Stumpf- und Kehlnahtverbindungen ausgestattet. Die Schweißzelle für den Katzfahrwerkrahmen verwendet einen kollaborativen Roboter mit sechs Achsen, der die komplexen räumlichen Schweißnähte des Katzfahrwerkrahmens abdeckt. Der Werkstücktransport zwischen den Stationen erfolgt über AGV (Automatisches Transportfahrzeug) und RGV (Rail Guided Vehicle). Die Liniensteuerung ist an ein MES (Manufacturing Execution System) angebunden, wodurch Produktionsaufträge automatisch verteilt und Schweißdaten in Echtzeit erfasst werden. Der Automatisierungsgrad der Schweißroboterlinie von Kelude Schwerindustrie liegt bei über 85 %, die Produktionskapazität pro Schicht ist im Vergleich zum manuellen Schweißen um das 3- bis 5-Fache gesteigert.

Optimierung der Schweißparameter

Die Schweißparameter sind der entscheidende Faktor für Nahtqualität und Schweißeffizienz. Kelude Schwerindustrie hat eine Optimierungsplattform auf Basis der Response-Surface-Methode (RSM) und Genetischer Algorithmen (GA) etabliert. Berücksichtigt werden die Parameter Schweißstrom (I), Lichtbogenspannung (U), Schweißgeschwindigkeit (v), Drahtausschlauflänge (ESO) und Schutzgasdurchfluss (Q). Am Beispiel des Unterpulverschweißens von Flanschblech und Stegblech des Hauptträgers liegt das optimierte Parameterfenster bei: Schweißstrom 550–650 A (Gleichstrom, Gegenpol), Lichtbogenspannung 32–36 V, Schweißgeschwindigkeit 35–45 cm/min, Drahtdurchmesser 4,0 mm, Drahtausschlauflänge 25–35 mm, Pulverschichtdicke 30–40 mm. Innerhalb dieses Fensters stabilisiert sich der Nahtformkoeffizient (Nahtbreite / Nahttiefe) im Bereich von 1,2–1,6. Das makroskopische Gefüge der Schweißnaht besteht aus feinem nadelförmigem Ferrit und Proeutektoidferrit. Die Härte der Schweißnaht liegt kontrolliert bei HV220–280, die Wärmeeinbringung wird auf 1,2–1,8 kJ/mm begrenzt. Für das Schutzgasschweißen (GMAW) wurde von Kelude Schwerindustrie ein eigenentwickeltes Doppelpuls-Verfahren eingesetzt: Niederfrequente Pulse (1–3 Hz) steuern die Schmelzbadoszillation zur Verbesserung der Durchschweißung, hochfrequente Pulse (100–200 Hz) ermöglichen einen stabilen Sprühlichtbogenübergang. Dadurch werden Durchbrand und Spritzer beim Schweißen dünner Bleche wirksam vermieden. Jede Änderung der Schweißparameter muss gemäß GB/T 19869.1 durch eine Verfahrensprüfung validiert und als formelles WPS-Dokument freigegeben werden, bevor sie in der Serienproduktion eingesetzt werden darf.

Präzisionskontrollsystem für die Schweißmontage

Die Montagegenauigkeit vor dem Schweißen ist ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Schweißqualität und den Schweißverzug. Kelude Schwerindustrie hat ein dreistufiges Präzisionskontrollsystem für die Schweißmontage etabliert: Erstens, die Kontrolle der Zuschnittgenauigkeit – Bleche werden mittels Feinplasma- oder Laserschneiden zugeschnitten. Die Rechtwinkligkeit der Schnittfläche liegt bei ≤ 0,5°, die Maßtoleranz erfüllt die Anforderungen der Norm GB/T 1804-m, die Toleranz für den Fasenwinkel beträgt ±2,5°. Zweitens, die Kontrolle der Montagegenauigkeit – mittels 3D-Laserscanner werden Stegblech und Flanschblech online geprüft. Das Spaltmaß wird auf 0–2,0 mm (bei Blechdicke ≤ 20 mm) bzw. 0–2,5 mm (bei Blechdicke > 20 mm) begrenzt, der Kantenversatz auf 0,5 mm (bei Blechdicke ≤ 20 mm) bzw. 1,0 mm (bei Blechdicke > 20 mm). Teile außerhalb der Toleranz werden manuell nachbearbeitet oder ausgeschleust. Drittens, die Kontrolle der Heftschweißung – die automatische Roboter-Heftschweißung ersetzt das manuelle Heften. Die Heftnähte sind 30–50 mm lang, der Abstand beträgt 300–500 mm. Der Querschnitt der Heftnaht entspricht etwa 1/3 bis 1/2 der endgültigen Schweißnaht, wodurch eine ausreichende Festigkeit während des automatischen Schweißprozesses gewährleistet ist und Maßänderungen durch unzureichende Heftung vermieden werden. Das Kontrollsystem ist in das MES integriert; die Prüfdaten jedes Arbeitsschritts werden automatisch in die Qualitätsdatenbank übertragen und ermöglichen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit vom Zuschnitt bis zur Auslieferung. Durch diese strenge Kontrolle erreicht die Erstprüfquote der Hauptträger-Schweißungen bei Kelude Schwerindustrie stabil über 98 %, die Nacharbeitsquote liegt unter 2 % – deutlich besser als der Branchendurchschnitt.

Online-Prüfung der Schweißnahtqualität

Die Online-Prüfung der Schweißnahtqualität ist ein zentrales Qualitätssicherungselement der Schweißroboterlinie. Kelude Schwerindustrie hat mehrere Online-Prüftechnologien in die Linie integriert: Das Schweißprozessüberwachungssystem erfasst in Echtzeit Parameter wie Schweißstrom, Lichtbogenspannung, Drahtvorschubgeschwindigkeit und Schweißgeschwindigkeit. Diese werden mit dem Standard-Parameterfenster abgeglichen; bei Überschreitung der festgelegten Schwellwerte wird ein Alarm ausgelöst und die Abweichung dokumentiert. Das Laser-Vision-Nahtführungs- und Profilmesssystem ist am Roboterbrenner integriert. Es verfolgt die Nahtposition in Echtzeit (Genauigkeit ±0,2 mm) und misst gleichzeitig Nahtüberhöhung, Einschmelzbreite und Einbrandkerben an der fertigen Naht mittels Laserlinienprojektion. Das optische Inspektionssystem für Oberflächenfehler verwendet hochauflösende Industriekameras und KI-basierte Bilderkennungsalgorithmen für eine 100-%-Prüfung der Nahtoberfläche. Die Erkennungsrate für Poren, Schlackeneinschlüsse, Risse, Einbrandkerben und Schweißperlen liegt bei über 95 %. Bei verdächtigen Nähten, die von der Online-Prüfung markiert wurden, führt Kelude Schwerindustrie eine Ultraschallprüfung (UT) gemäß GB/T 11345 „Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen – Ultraschallprüfung" zur Nachprüfung durch. Bei Bedarf wird eine Durchstrahlungsprüfung (RT) gemäß GB/T 3323 „Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen – Durchstrahlungsprüfung" zur Bestätigung eingesetzt. Alle Online-Prüfdaten werden mit der Schweißnaht-ID (QR-Code) verknüpft und in der Qualitätsdatenplattform von Kelude Schwerindustrie gespeichert. So entsteht ein vollständiges Qualitätsdatenarchiv, das von den Schweißprozessparametern bis zum endgültigen Prüfergebnis alle relevanten Informationen umfasst.

Kontrolle und Korrektur von Schweißverzug

Schweißverzug ist eine unvermeidbare Herausforderung im Kranbau und beeinträchtigt direkt die Maßgenauigkeit und Montagequalität der Struktur. Kelude Schwerindustrie verfolgt das Prinzip „Vorbeugung vor Korrektur" und hat ein systematisches Kontrollkonzept etabliert. Auf der Präventionsebene kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz: Optimierung der Schweißreihenfolge – die Hauptträger werden symmetrisch von der Mitte zu den Enden geschweißt, zuerst das Flanschblech, dann das Stegblech. Dadurch wird die Wärmeeinbringung gleichmäßig verteilt und Gesamtbiege- sowie Winkelverzug reduziert. Kontrolle der Wärmeeinbringung – bei gleichbleibender Nahtqualität wird eine möglichst geringe Wärmeeinbringung angestrebt, begrenzt auf 1,0–1,8 kJ/mm, um die Schrumpfung in der Wärmeeinflusszone zu minimieren. Vorhalten von Gegenverformung – basierend auf FEM-Schweißverzugssimulationen und langjähriger Datenerfassung werden für Hauptträger, Kopfträger und andere kritische Strukturbauteile Schrumpfzugaben vorgesehen (Längsschrumpfung 0,5–1,0 mm pro Meter, Querschrumpfung 0,3–0,8 mm pro Meter), sodass die Endmaße nach dem Schweißen innerhalb der Toleranz liegen. Auf der Korrekturebene setzt Kelude Schwerindustrie zwei Verfahren ein: Flammrichten – Erwärmung auf der Nahtrückseite entlang der Schweißnaht (600–800 °C) zur Korrektur von Winkel- und Biegeverzug durch thermische Schrumpfung. Mechanisches Richten – Kaltrichten mit hydraulischen Richtpressen und Pressen, geeignet für lokale Verformungen bei Blechdicken unter 20 mm. Das Kontrollsystem von Kelude Schwerindustrie hält die Geradheit des Hauptträgers nach dem Schweißen auf ≤ L/2000 (L = Hauptträgerlänge) und die Diagonaldifferenz des Kopfträgers auf ≤ 5,0 mm – deutlich enger als die Anforderungen der Norm DIN 15018.

Häufig gestellte Fragen

Weiterführende Informationen: Ganzmaschinen-Last- und Zuverlässigkeitsprüfung auf drei Versuchsplattformen | Analyse der Engineering-Umsetzung vom Simulationsmodell bis zur Serienproduktion

F: Kann die Schweißroboter-Linie unterschiedliche Spezifikationen von Kranstrukturteilen verarbeiten? Wie wird ein schneller Typwechsel realisiert?
A: Die Schweißroboter-Linie von Kelude Schwerindustrie ist flexibel ausgelegt und ermöglicht einen schnellen Typwechsel für unterschiedliche Strukturteile durch folgende Mechanismen: Die Schweißprogramme der Roboter werden als parametrisierte Vorlagen verwaltet. Der Bediener gibt Typ und Abmessungen des Werkstücks über das HMI ein, und das System ruft automatisch das entsprechende Schweißprogramm sowie die zugehörigen Prozessparameter ab. Der Positionierer verfügt über eine servogesteuerte Verstellmechanik, die die Spannposition und Spannkraft automatisch an die Werkstückabmessungen anpasst. Der Brennerwechsel erfolgt über eine Schnellwechselkupplung (Quick-Change); die Wechselzeit beträgt weniger als 3 Minuten. Bei einem Wechsel der Hauptträgerspezifikation (z. B. Spannweite von 20 m auf 35 m) liegt die Umrüstzeit in der Regel unter 30 Minuten. Nach dem Typwechsel ist für das erste geschweißte Bauteil eine Prozessvalidierung und Erstmusterprüfung erforderlich; erst nach erfolgreicher Freigabe kann die Serienproduktion aufgenommen werden.
F: Wie lassen sich Poren, Risse und andere Schweißfehler während des Schweißprozesses vermeiden?
A: Kelude Schwerindustrie beugt Schweißfehlern durch vier Maßnahmen vor: Erstens die Schweißnahtvorbereitung – die Fasenfläche des Stahlblechs muss geschliffen und entrostet werden, um Zunder, Öl und Feuchtigkeit zu entfernen; die Rauheit der Fasenfläche muss Ra≤12,5μm betragen. Schweißzusätze (Schweißdraht, Schweißpulver, Schutzgas) sind trocken zu lagern; das Schweißpulver ist vor der Verwendung 2 Stunden bei 300~350℃ zu trocknen; die Reinheit des CO₂-Gases muss mindestens 99,5% betragen. Zweitens die Kontrolle der Schweißparameter – die Parameterfenster gemäß WPS sind strikt einzuhalten. Die Vorwärmtemperatur wird anhand der Blechdicke und des Kohlenstoffäquivalents bestimmt; bei Q355B-Stahlblech ist bei einer Umgebungstemperatur unter 5℃ eine Vorwärmung auf 100~150℃ erforderlich. Drittens das Schutzgasmanagement – beim GMAW-Schweißen ist der Schutzgasdurchfluss auf 15~25L/min einzustellen, der Abstand zwischen Düse und Werkstück auf 10~20mm, um Turbulenzen und das Eindringen von Luft zu vermeiden. Viertens die Kontrolle der Schweißumgebung – die Temperatur in der Schweißwerkstatt ist auf 10~35℃ zu halten, die relative Luftfeuchtigkeit unter 80%, und die Luftgeschwindigkeit (in der Werkstatt) unter 1,0m/s. Alle genannten Maßnahmen entsprechen den Anforderungen von ISO 19869-1 und ISO 11345.
F: Welche Roboterhersteller werden in den Schweißrobotik-Linien von Kelude eingesetzt und wie wird eine gleichbleibende Schweißqualität sichergestellt?
A: Die Schweißrobotik-Linien von Kelude Schwerindustrie setzen überwiegend Industrieroboter der Marken FANUC, KUKA und ABB ein – je nach Schweißaufgabe wird das passende Modell gewählt. Die gleichbleibende Schweißqualität wird durch ein mehrstufiges System gewährleistet: Erstens wird eine standardisierte Schweißverfahrensdatenbank (WPS-Bibliothek) aufgebaut, in der die Parameter für jede Schweißmethode und jedes Material nach umfassender Validierung fest hinterlegt sind – eine manuelle Änderung durch das Bedienpersonal ist nicht möglich. Zweitens ist jeder Schweißroboter mit einem Laser-Vision-System zur Schweißnahtverfolgung ausgestattet, das die Roboterbahn in Echtzeit korrigiert und dadurch Abweichungen durch Montagetoleranzen sowie wärmebedingte Verformungen ausgleicht. Drittens kommt ein Online-Überwachungssystem für Schweißparameter (Weld Monitoring System) zum Einsatz, das Strom, Spannung, Geschwindigkeit und Wärmeeintrag jeder einzelnen Schweißnaht in Echtzeit erfasst und dokumentiert. Bei Überschreitung der zulässigen Abweichung wird automatisch ein Alarm ausgelöst und die Schweißnaht-ID gesperrt. Der Kennwert für die Gleichmäßigkeit der Schweißnahtqualität – der Variationskoeffizient (CV) – liegt bei den Schweißrobotik-Linien von Kelude Schwerindustrie unter 3 % und ist damit deutlich besser als beim manuellen Schweißen (dort typischerweise 8 % bis 15 %).
F: Ist eine Wärmenachbehandlung zwingend erforderlich? Welche Verfahren bietet Kelude in der Nachbehandlung von Schweißnähten an?
A: Ob eine Wärmenachbehandlung (PWHT) erforderlich ist, hängt von der Blechdicke des Grundwerkstoffs, der Stahlsorte und den Betriebsbedingungen ab. Gemäß den Anforderungen von GB/T 3323 und GB/T 19869.1 ist eine PWHT für Stumpfnähte an Q345B/Q355B-Stahlblechen mit einer Blechdicke über 30 mm, für Schweißnähte an vergüteten Stählen mit einer Blechdicke über 20 mm sowie für im Betrieb befindliche Schweißnähte mit Spannungsrisskorrosionsrisiko zwingend vorgeschrieben. Die Nachbehandlungsverfahren von Kelude Schwerindustrie umfassen: Für Schweißnähte, die eine PWHT erfordern – Wärmebehandlung im gesamten Bauteil in einem widerstandsbeheizten Kammerofen. Die Aufheizrate wird auf maximal 200 °C/h begrenzt, die Haltetemperatur beträgt 580–620 °C, die Haltezeit wird mit 2,4 min/mm Blechdicke berechnet (mindestens 30 Minuten), und die Kühlrate wird auf maximal 200 °C/h begrenzt (nach Ofenabkühlung auf 300 °C erfolgt Luftabkühlung). Für Schweißnähte, die keine PWHT erfordern – Anwendung des Verfahrens der Nachwärmehaltung (Post-weld Insulation): Die Schweißnaht wird mit Isolierwolle abgedeckt und langsam auf Raumtemperatur abgekühlt, um die Kühlrate zu reduzieren und so die Bildung von Härtungsgefüge und Eigenspannungen zu vermindern. Darüber hinaus führt Kelude Schwerindustrie an ermüdungsbeanspruchten Schweißnähten eine TIG-Nachschmelzbehandlung oder ein Ultraschall-Schlagbehandlung (UIT) im Bereich der Nahtzehe durch. Dadurch wird die Nahtzehengeometrie verbessert und Druckeigenspannungen werden eingebracht, was die Ermüdungslebensdauer deutlich erhöht.

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