Tägliche Wartung des Brückenkrans: Schmierstellen & Prüfung

Die regelmäßige Wartung eines Brückenkrans gliedert sich in fünf Intervalle: täglich, wöchentlich, monatlich, vierteljährlich und jährlich.Täglich: Sichtprüfung vor Betriebsbeginn + Leerlauftest; wöchentlich: Drahtseil schmieren + Endschalter-Funktionsprüfung; monatlich: Bremsbackenspiel einstellen + Motorlager abschmieren; vierteljährlich: Schmieröl wechseln + Schienenklemmen prüfen; jährlich: umfassende Strukturprüfung + Schweißnahtprüfung + Lastprüfung. Eine fachgerechte Wartung verlängert die Lebensdauer der Anlage um 30 % bis 50 %.

Brückenkranregelmäßige WartungundSchmierstelleVerteilungsdiagramm

Die regelmäßige Wartung eines Brückenkrans entscheidet maßgeblich über seine Lebensdauer und Betriebssicherheit. Gemäß Abschnitt 9 der Norm DIN 15018 ist der Betreiber verpflichtet, ein Wartungssystem einzurichten und den Wartungsplan an die Triebwerksgruppe sowie die Umgebungsbedingungen anzupassen. Ein strukturiertes Wartungskonzept umfasst: die Routineinspektion vor jedem Betrieb, wöchentliche Schmierung und Funktionsprüfung, die Wartung kritischer Bauteile im Monats- und Quartalsrhythmus sowie eine umfassende Strukturprüfung im Jahresabstand. Nachfolgend werden die einzelnen Wartungsstufen mit ihren spezifischen Anforderungen und Prüfschritten im Detail erläutert.

Die fünf Wartungsintervalle im Vergleich

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Wartung EbeneZyklusZeitaufwandAusführenderKernpunkt
täglich Wartungvor jeder Schicht15~20minBedienpersonalSichtprüfung+Leerlauftest
wöchentlich Wartungwöchentlich40~60minBedienpersonalDrahtseil Abschmieren+Endschalter Testen
monatlich Wartungpro Monat2~3hWartung BedienpersonalBremseneinstellung+Lager Schmieren
vierteljährlich Wartungpro Quartalhalber TagWartung TeamÖlwechsel+Vorbiegung Messung
jährlich Wartungpro Jahr2~3halber TagFachfirmaFehlerprüfung+Isolation+Lastprüfung

Drahtseil

wöchentlich Spezialfett auftragen+pro Monat Drahtbruch Inspektion.ein Schlaglänge Drahtbruch>10%oder Durchmesser Verschleiß>7%d.h.Austausch.Lebensdauer6~18Monate.

Bremse

monatliche Prüfung Bremsbacke Spiel0.5~1.0mm.Belagverschleiß>50%Austausch.vierteljährliche Messung Bremsmoment.

Getriebe

wöchentlich InspektionÖlstand.Heben / Anheben500hÖlwechsel, Kranbrücke/Laufkatze1000hÖlwechsel.jährliches Öffnen Inspektion Zahnrad.

Radlaufbahn

monatlich Spurkranzverschleiß Inspektion.vierteljährlich Geradheit der Schiene+Klemmplatte Inspektion.Spurkranzverschleiß>50%Austausch.

elektrisches System

monatliche Prüfung Routinekontrolleprüfen.vierteljährlich Schaltschrank Ausblasen.jährlich Isolationsprüfung≥1MΩ.alt Kabel Spannungsprüfung.

Sicherheitseinrichtung

wöchentlich Endschalter Funktionsprüfung.monatlich Kollisionsschutz Inspektion.vierteljährlichÜberlastsicherung Kalibrierung.

Tägliche und wöchentliche Wartung

Die tägliche Wartung erfolgt vor jeder Schicht und dauert etwa 15–20 Minuten. Zu den Prüfpunkten gehören: Sichtprüfung des Hauptträgers auf Verformung, Risse oder abblätternden Lack; Kontrolle der Seilführung auf der Trommel (mindestens 3 Sicherheitswindungen müssen verbleiben); Funktionsprüfung der Hubwerksbremse (freies Öffnen und Schließen der Bremsbacken ohne Klemmen); Kontrolle der Kranbrücken- und Katzbahn auf Hindernisse; Sichtprüfung aller Endschalter. Beim Leerlauftest wird das Hubwerk über den gesamten Hub bewegt und die Kranbrücke sowie die Laufkatze über die volle Fahrstrecke verfahren, um auf ungewöhnliche Geräusche zu achten und das Bremsverhalten zu prüfen.

Die wöchentliche Wartung umfasst zusätzlich zu den täglichen Prüfpunkten: Auftragen von Spezialfett auf die Drahtseiloberfläche (manuell oder durch Tropfölen, gleichmäßige Schichtdicke 1–2 mm); Kontrolle auf Drahtbrüche (Anzahl der Drahtbrüche innerhalb einer Schlaglänge darf 10 % der Gesamtdrahtzahl nicht überschreiten); manuelle Auslösung der Endschalter zur Funktionskontrolle (zuverlässiges Ansprechen der Endschalter für Kranbrücke, Laufkatze und Hubwerk); Stichprobenprüfung der Schienenklemmen auf festen Sitz (10 % der Schrauben auf Anziehdrehmoment prüfen); Kontrolle der Schmiernippel (alle Schmierstellen müssen frei und unbeschädigt sein). Die wöchentliche Wartung dauert etwa 40–60 Minuten und sollte idealerweise am ersten Werktag der Woche durchgeführt werden. Kelude Schwerindustrie liefert ein standardisiertes Wartungsprotokoll mit, das schrittweise abgearbeitet und archiviert werden kann.

Monatliche Wartung

Die monatliche Wartung ergänzt die täglichen und wöchentlichen Prüfpunkte um 15 wichtige Kontrollen. Bremssystem: Messung des Bremsbackenspiels (bei Trommelbremsen 0,5–1,0 mm, bei Scheibenbremsen 1,0–2,0 mm); Kontrolle der Bremsbelagdicke (bei Verschleiß auf 50 % der Originaldicke muss der Belag ersetzt werden); Messung der Arbeitslänge der Bremsfeder (gemäß Handbuch, muss innerhalb des zulässigen Bereichs liegen). Getriebe: Kontrolle des Ölstands (Ölmessstab auf Mittellinie); akustische Prüfung des Laufgeräuschs (gleichmäßig, ohne Schläge); Kontrolle auf Ölleckagen. Motor: Nachfetten der Lager (Füllmenge etwa 1/3 bis 1/2 des Lagerraums); Messung der Gehäusetemperatur (Übertemperatur nicht über 80 K); Kontrolle der Kabelanschlüsse auf lose Verbindungen, Überhitzung oder Verfärbung.

Prüfung der Radblöcke: Messung des Spurkranzverschleißes (Spurkranzdicke darf nicht mehr als 50 % der Originaldicke betragen); Kontrolle der Laufflächen auf Abplatzungen oder Einbeulungen (bei Durchmessern über 10 mm ist eine Nachbearbeitung erforderlich); Messung der Fluchtungsabweichung der Laufräder der Kranbrücke (zulässige Abweichung ±2 mm). Kupplungen: Kontrolle des Elastomer-Verschleißes (Verschleißbetrag der elastischen Ringe nicht mehr als 30 % der Originaldicke); Prüfung der Koaxialität (≤ 0,1 mm). Puffer und Anfahrschutz: Kontrolle der elastischen Puffer auf Alterungsrisse; Reinigung der Sende- und Empfangsflächen der Laser-/Infrarot-Anfahrschutzsensoren. Die monatliche Wartung dauert etwa 2–3 Stunden und sollte in der letzten Woche des Monats eingeplant werden.

Vierteljährliche und jährliche Wartung

Der Schwerpunkt der vierteljährlichen Wartung liegt auf der umfassenden Pflege des Schmiersystems. Wechsel des Getriebeöls im Hubwerksgetriebe (alle 500 Betriebsstunden oder vierteljährlich, Verwendung von L-CKD320–460 Industrieschmieröl für geschlossene Getriebe gemäß GB 5903); Wechsel des Getriebeöls in den Getrieben von Kranbrücke und Laufkatze (alle 1.000 Betriebsstunden oder halbjährlich). Nachfetten aller Lagergehäuse (Verwendung von Lithiumfett Nr. 2 oder Komplex-Lithiumfett, Einfüllen bis frisches Fett an der Abdichtung austritt). Kontrolle aller Schmierleitungen und Schmiernippel, Beschädigtes umgehend ersetzen. Messung der Vorbiegung des Hauptträgers (Messung der Überhöhung in der Mitte der Spannweite mit einem Nivelliergerät, Vergleich mit den Werksabnahmewerten); Überprüfung der Geradheit der Schienen.

Die jährliche Wartung muss von einem qualifizierten Wartungsteam durchgeführt werden. Zu den Maßnahmen gehören: Ultraschallprüfung der Schweißnähte des Hauptträgers (100 % Prüfung der Stumpfnähte); Drehmomentkontrolle der kritischen Verbindungsbolzen (Stichprobenprüfung von 20 % der HV-Schrauben mit dem Konstruktionsdrehmoment); Messung des Isolationswiderstands des elektrischen Systems (gesamte Maschine ≥ 1 MΩ); Funktionsprüfung aller Endschalter und Sicherheitseinrichtungen; Statische Belastungsprüfung mit 125 % der statischen Last (jährliche Prüfung, Restverformung des Hauptträgers ≤ L/2000). Die jährliche Wartung dauert etwa 2–3 Tage und sollte in die Gerätewartungsphase oder die produktionsschwache Saison gelegt werden. Detaillierte Standards für die regelmäßige Inspektion und die Austauschintervalle von Verschleißteilen finden Sie im Artikel über regelmäßige Inspektion und Wartungsintervalle von Kranen.

Schnellnachschlagetabelle für Wartungsintervalle und Prüfpunkte

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Wartung StufeHäufigkeitKernpunktZeitaufwandAusführender
regelmäßige WartungtäglichSichtprüfung+Leerlauftest+Endschalter Funktionsprüfung15~20minBedienpersonal
wöchentlich WartungwöchentlichDrahtseil Abschmieren+Drahtbruch Inspektion+Schienenklemme40~60minBedienpersonal
monatlich Wartungpro MonatBremse Spiel+GetriebeÖlstand+Lager Schmieren2~3hWartung Bedienpersonal
vierteljährlich Wartungpro Quartalwechseln Getriebe Schmieren+Vorbiegung Messung+Geradheit der Schiene4~6hprofessionelle Wartung
jährlich Wartungpro JahrSchweißnahtprüfung+Isolationsprüfung+125%statische Last2~3halber Tagfachgerecht Mechanismus

Drahtseilschmierung

wöchentlich Spezialfett Drahtseil Abschmieren, Beschichtung1~2mm.monatliche Prüfung Anzahl der Drahtbrüche, ein Schlaglänge Innenübermaß10%d.h.Austausch.

Bremse Inspektion

monatliche Messung Bremsbacke Spiel, Trommel-0.5~1mm/Scheiben-1~2mm.Belagverschleiß Innenübermaß50%muss Austausch.

Getriebeölwechsel

Heben / Anheben Getriebeje500hoder vierteljährlicher Ölwechsel(L-CKD320~460).erstmalig200hÖlwechsel, Ölstand-Mitte.

Endschalter Funktionsprüfung

wöchentlich Manuellauslösen Kranbrücke/Laufkatze/Heben / Anhebendreiachsig Endschalter.Abstand Endschalter Position≥200mm Bewegung an dieser Stelle gilt als OK.

Radlager

vierteljährliches Nachfüllen Lithiumfett, auffüllen bis Abdichtung Austritt von frischem Fett.Lager Temperatur mit Handrücken prüfen – nicht heiß = normal.

jährlich Erkennung

Schweißnaht100%UTFehlerprüfung+Isolation≥1MΩ+125%Statische Belastungsprüfung.TSGjährlich Inspektionvorher abschließen.

Häufige Fragen (FAQ)

F: Wie wird ein Elektrokettenzug für Brückenkran gewartet?

A: Die Wartung des Elektrokettenzugs für Brückenkran erfolgt in fünf Stufen. Täglich: Sichtprüfung, Leerlauftest und Funktionskontrolle der Endschalter (15 Minuten). Wöchentlich: Drahtseil mit Spezialfett schmieren und auf Drahtbruch prüfen. Monatlich: Bremsspalt einstellen (Trommelbremse 0,5–1,0 mm) und Motorlager nachfetten. Vierteljährlich: Getriebeölwechsel im Hubgetriebe (L-CKD320, erster Wechsel nach 200 h, danach alle 500 h). Jährlich: Schweißnahtprüfung, Isolationsprüfung und statische Belastungsprüfung mit 125 % der Nennlast.

F: In welchen Intervallen ist der Elektrohebezeug zu warten?

A: Der Standardzyklus der Klasse A3 bis A5 umfasst: tägliche Kontrolle, wöchentliche Prüfung, monatliche Inspektion, vierteljährliche Wartung und jährliche Generalüberholung. Ab Klasse A6 verkürzt sich das Intervall um ein Drittel. Bei hohen Temperaturen oder staubgeschütztem Einsatz halbieren sich die Zyklen. Die konkreten Intervalle richten sich nach Kapitel 9 der Norm DIN 15018 sowie dem Gerätehandbuch. Wartungsprotokolle sind zu archivieren.

F: Wie viel Öl benötigt das Getriebe eines Elektrohebezeugs?

A: Die Getriebeölmenge richtet sich nach der Ölstandmitte am Schauglas: 1–5 t ca. 0,5–1,5 L, 10 t ca. 1,5–3 L, 16–20 t ca. 3–5 L. Verwendet wird N320 mittelschweres Industriegetriebeöl (L-CKD320). Erster Ölwechsel nach 200 Betriebsstunden, danach alle 500 Stunden oder vierteljährlich. Kelude liefert das Gerät mit einem Ölmengenschild; die Angaben dort sind maßgeblich.

F: Wie wird die Bremse eines Elektrohebezeugs eingestellt?

A: Einstellung beim Kegelrotor-Bremsmotor: ① Hintere Abdeckung entfernen; ② Sicherungsmutter justieren – im Uhrzeigersinn anziehen (Bremse greift), gegen den Uhrzeigersinn lösen; ③ Danach den Bremsweg prüfen: Bei Nennlast gilt S ≤ v/100 (bei v = 8 m/min ist S ≤ 80 mm). Spaltmaße: Trommelbremse 0,5–1,0 mm, Scheibenbremse 1,0–2,0 mm. Monatliche Prüfung; bei einem Belagverschleiß über 50 % muss der Reibbelag ausgetauscht werden.

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