GB/T 28264-2017 Kran-Sicherheitsüberwachungssystem: Pflichtchecks für Brückenkrane
Kernpunkte Die Norm GB/T 28264-2017 „Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem für Hebezeuge“ legt den Aufbau, die technischen Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln für Sicherheitsüberwachungs- und Managementsysteme von Hebezeugen fest. ① Drei Systemebenen: Sensorikschicht (Erfassung), Überwachungsrechnerebene (Steuerung), Anzeige- und Aufzeichnungsebene (Ausgabe); ② Neun Pflichtüberwachungsparameter: Tragfähigkeit / Hubhöhe / Verfahrweg / Windgeschwindigkeit / Schrägstellung / Schienenklemmenstatus / Wind- und Rutschsicherung / Verriegelungsschutz / Fehlerselbstprüfung; ③ Speicherung historischer Daten ≥ 720 h, mit Schnittstelle für Fernübertragung; ④ Die Norm gilt für Krane mit Sicherheitsüberwachung, u. a. Brückenkrane ab 10 t und Portalkrane ab 20 t Nenntragfähigkeit. Das Sicherheitsüberwachungssystem von Kelude Schwerindustrie ist nach GB/T 28264 typprüfzertifiziert und unterstützt 4G-Fernübertragung sowie Cloud-Plattform-Anbindung.
Normenübersicht und Anwendungsbereich
Die Norm GB/T 28264-2017 „Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem für Hebezeuge“ wurde 2017 veröffentlicht und ersetzt die Ausgabe von 2012. Sie gilt für folgende Krane: ① Brückenkrane mit einer Nenntragfähigkeit ≥ 10 t; ② Portalkrane mit einer Nenntragfähigkeit ≥ 20 t (einschließlich Entladebrücken); ③ Turmkrane mit einer Nenntragfähigkeit ≥ 40 t; ④ Andere Kranarten können sinngemäß angewendet werden. Das System muss neun Überwachungsfunktionen erfüllen: Tragfähigkeitsüberwachung, Höhenbegrenzung, Fahrwegbegrenzer, Windgeschwindigkeitsüberwachung (im Außenbereich), Schrägstellungsüberwachung (bei großen Spannweiten), Schienenklemmen-/Verankerungsstatusüberwachung, Überwachung der Wind- und Rutschsicherung, Verriegelungsschutzüberwachung sowie Fehlerselbstprüfung.
Anforderungen an Datenaufzeichnung und Speicherung
Gemäß GB/T 28264-2017 muss das Sicherheitsüberwachungssystem mindestens folgende Daten aufzeichnen: Betriebszeit, kumulierte Anzahl der Arbeitszyklen, Anzahl der Bewegungen der einzelnen Mechanismen, Tragfähigkeit, Lastmoment, Verfahrweg, Windgeschwindigkeit (bei Außenkranen), Fehlercodes und Bedienpersonal. Der Datenspeicher (Blackbox) muss eine Speicherkapazität für mindestens 72 Stunden Dauerbetriebsdaten aufweisen; bei Stromausfall bleiben die Daten mindestens 72 Stunden erhalten. Das Überwachungssystem SMCS-3000 von Kelude Schwerindustrie ist serienmäßig mit einer 256-GB-Industrie-Speicherkarte ausgestattet, speichert Betriebsdaten für mindestens ein Jahr und unterstützt USB-Export sowie Fernabfrage.
Abtastfrequenz-Standards: Die Abtastfrequenz für Tragfähigkeits- und Drehmomentsensoren beträgt ≥ 10 Hz, für Verfahrweg- und Geschwindigkeitserfassung ≥ 5 Hz; die Reaktionszeit für Fehlersignale ≤ 0,5 s. Alarmaufzeichnungen müssen einen Zeitstempel (sekundengenau) und den Alarmtyp enthalten. Das Überwachungssystem von Kelude Schwerindustrie bietet zusätzlich eine Cloud-Backup-Funktion und erfüllt damit die erweiterten Verwaltungsanforderungen der GB/T 28264.
Dreischichtige Systemarchitektur
1. Sensorikschicht (Erfassungsebene)
Die Sensorikschicht erfasst sämtliche Betriebsparameter des Krans. Die Tragfähigkeit wird über Druck- oder Zugkraftsensoren erfasst, die an der Hakenflasche oder am Trommellagergehäuse montiert sind. Die Hubhöhe wird redundant über Endschalter und Encoder erfasst. Verfahrweg-Sensoren sind an der Kranbrücke und der Laufkatze angebracht. Der Windmesser ist an der höchsten Stelle des Krans montiert, um Verfälschungen zu vermeiden. Schrägstellungs-Sensoren dienen der Erfassung der Stützbein-Abweichung bei Portalkranen mit großer Spannweite. Das Sicherheitsüberwachungssystem von Kelude Schwerindustrie ist serienmäßig mit hochpräzisen Sensoren ausgestattet (Gesamtfehler der Tragfähigkeitsmessung ≤ ± 2 %, besser als die in der Norm geforderten ± 5 %).
2. Überwachungsrechnerebene (Steuerungsebene)
Der Überwachungsrechner ist die zentrale Steuereinheit des Systems. Er übernimmt die Erfassung der Sensorsignale, die logische Auswertung, den Alarmausgang und die Abschaltsteuerung. Wenn überwachte Parameter die eingestellten Schwellwerte überschreiten, erfolgt: ① ein akustischer und optischer Alarm (Summer + rote Anzeigeleuchte); ② die automatische Abschaltung der Stromversorgung des betroffenen Mechanismus (z. B. Abschaltung des Hubkreises bei Überlast, Abschaltung des Fahrkreises bei Erreichen des Fahrwegbegrenzers). Der Überwachungsrechner verfügt über eine Selbstprüfungsfunktion; bei Sensor- oder Kommunikationsstörungen wird automatisch ein Alarm ausgegeben.
3. Anzeige- und Aufzeichnungsebene (Ausgabebene)
Das LCD-Farb-Touchpanel zeigt alle überwachten Parameter in Echtzeit mit aktuellem Wert und Status an. Die Speicherung historischer Daten beträgt ≥ 720 h (30 Tage); Arbeitszyklusdaten beliebiger Zeiträume können abgerufen werden. Das System verfügt über USB- und Ethernet-Schnittstellen für den lokalen Datencxport und die Fernübertragung. Das Sicherheitsüberwachungssystem von Kelude Schwerindustrie kann optional mit einem 4G-Modul ausgestattet werden, das die Datenübertragung an eine Cloud-Plattform zur Fernaufsicht und Geräteverwaltung ermöglicht.
Die 9 Pflichtüberwachungsfunktionen im Detail
| Nummer | ÜberwachungPosition | Alarmschwelle | SteuerungBremsungBetrieb | SensorKonfiguration |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Tragfähigkeit | ≥110%Alarm/≥130%Abschaltung | AbschaltungHeben / AnhebenKreis | Druck/ZugKraftsensor |
| 2 | Hubhöhe | Abstandsobergrenze≤200mm | AbschaltungHeben / AnhebenHubkreis | Endschalter/Encoder / Drehgeber |
| 3 | Verfahrweg | AbstandPrellbock≥1.5m(Kranbrücke) | Betriebskreisabschaltung | Fahrwegendschalter |
| 4 | Windgeschwindigkeit(Außenbereich) | ≥6Stufenalarm/≥8Stufenstillstand | GesamtabschaltungStromversorgung | Windmesser |
| 5 | Schiefstellung | SchiefstellungsüberschreitungBemessungswert | Betriebskreisabschaltung | SchiefstellungSensor |
| 6~9 | Schienenklemme/Verankerung/Verriegelung/Selbstprüfung | Statusstörungsalarm | Betriebsbegrenzung | Endschalter/Sensor |
Systemauswahl und Konfigurationsempfehlungen
Häufige Fragen
F: Welche Krane müssen mit einem Sicherheitsüberwachungssystem ausgestattet sein?
A: Gemäß GB/T 28264 sind Krane ab 10 t in Brückenbauart, ab 20 t in Portalbauart und ab 40 t in Turmbauart verpflichtend auszurüsten. Kelude empfiehlt jedoch, alle Außenkrane – unabhängig von der Tragfähigkeit – nachzurüsten, um Geräteverwaltung und Sicherheitsaufsicht zu erleichtern.
F: Gibt es einen Unterschied zwischen Sicherheitsüberwachungssystem und Überlastsicherung?
A: Die Überlastsicherung ist eine Teilfunktion des Sicherheitsüberwachungssystems. Das Sicherheitsüberwachungssystem ist umfassender: Neben dem Überlastschutz überwacht es zusätzlich Höhe, Hub, Windgeschwindigkeit, Schrägstellung, Schienenklemmen-Status und bietet Datenaufzeichnung sowie Fernübertragung.
F: Können bestehende Krane mit einem Sicherheitsüberwachungssystem nachgerüstet werden?
A: Ja. Kelude bietet Nachrüstlösungen für Bestandskrane an, einschließlich Sensorinstallation, Montage der Zentraleinheit, Anzeigebildschirm und Verkabelung. Nach der Nachrüstung sind eine erneute Kalibrierung und Typprüfung erforderlich.
F: Wie lange werden Daten gespeichert? Können sie exportiert werden?
A: Die Norm fordert ≥ 720 h; Kelude-Systeme speichern serienmäßig ≥ 8.760 h (1 Jahr). Daten können über die USB-Schnittstelle als Excel- oder CSV-Datei exportiert oder über die Cloud-Plattform als historische Kurven remote eingesehen werden.
Dies war eine Normeninterpretation der GB/T 28264-2017 „Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem für Hebezeuge“. Das Sicherheitsüberwachungssystem von Kelude ist geprüft und zertifiziert, übertrifft die nationalen Genauigkeitsanforderungen (Gesamtfehler ≤ ±2 %) und ist optional mit 4G-Fernübertragung erhältlich. Für eine individuelle Konfigurationslösung kontaktieren Sie bitte das technische Team von Kelude.