Sicherheitsüberwachung für Brückenkrane: SIL3-Zweikanal-Architektur

Das Sicherheitsüberwachungssystem des Brückenkrans basiert auf einer SIL3-zertifizierten Zweikanal-Sicherheits-SPS-Architektur (Siemens S7-1500F + S7-1200F) und deckt die neun Pflichtüberwachungsfunktionen gemäß Tabelle 1, Abschnitt 5.1 der Norm GB/T 28264-2017 ab (Tragfähigkeitsbegrenzung / Hubhöhenbegrenzer / Fahrwegbegrenzer / Türbegrenzungsschalter / Not-Halt / Übergeschwindigkeitsschutz / Differenzialgeschwindigkeitsschutz / Wind- und Rutschsicherung / Verriegelungsschutz). Serienmäßig mit manipulationssicherem Datenschwarzkasten (30-Tage-Ringspeicher + 100 Ereignisse, verschlüsselt). Sicherheitsreaktionszeit <100 ms, Diagnoseabdeckung im Zweikanalbetrieb ≥99 %.

Das Sicherheitsüberwachungssystem des Brückenkrans ist die letzte Verteidigungslinie für die Sicherheit von Anlage und Personal. Die Normen GB/T 28264-2017 und TSG Q7014-2016 definieren die neun Pflichtüberwachungsfunktionen sowie die Systemarchitektur-Anforderungen. Dieser Beitrag erläutert die technische Umsetzung des Systems umfassend: vom SIL3-Zweikanal-Sicherheits-SPS-Design über die Realisierung der neun Überwachungsfunktionen, die Hardwareauswahl und Datensicherheitskonzeption des Schwarzkastens, die Funktionsmerkmale der Fernaufsichtsplattform bis hin zu Systemkennwerten und Zertifizierungsanforderungen.

Architektur des Sicherheitsüberwachungssystems für Brückenkrane – SIL3-Zweikanal + Datenschwarzkasten + Fernaufsichtsplattform

SIL3-Zweikanal-Sicherheits-SPS: Architektur und Redundanz

Das Herzstück des Sicherheitsüberwachungssystems ist die Sicherheits-SPS. Kelude setzt auf eine Zweikanal-Redundanzarchitektur mit Siemens S7-1500F (Kanal A) und S7-1200F (Kanal B): Kanal A übernimmt sieben der neun Pflichtfunktionen (Tragfähigkeit / Hubhöhe / Fahrweg / Türbegrenzung / Not-Halt / Übergeschwindigkeitsschutz / Verriegelungsschutz), Kanal B verarbeitet die verbleibenden zwei Funktionen (Differenzialgeschwindigkeitsschutz / Wind- und Rutschsicherung) und dient gleichzeitig als Backup für Kanal A – erkennt die Selbstdiagnose von Kanal A einen Fehler, übernimmt Kanal B automatisch alle sieben Funktionen. Beide Kanäle verfügen über separate CPUs, separate EA-Module und separate Stromversorgungen; der Austausch des Diagnosestatus erfolgt ausschließlich über Profisafe-Kommunikation.

Der Kreuzdiagnosezyklus der beiden Kanäle beträgt ≤10 ms – in jedem Zyklus senden sich die Kanäle gegenseitig Sicherheitstelegramme (F-Kommunikation via Profisafe) und bestätigen damit die Integrität von CPU, EA-Modulen, Stromversorgung und Kommunikationsverbindung. Bleibt ein Telegramm innerhalb eines Zyklus aus, wird ein Kanalfehler angenommen und ein sicherer Stopp ausgelöst. Der PFHd-Wert (Probability of Dangerous Failure per Hour) der Zweikanalarchitektur beträgt ≤10⁻⁸ und erfüllt damit die Anforderungen der Sicherheitsstufe SIL3 (IEC 61508-2010, Teil 2, Tabelle 2 / EN 62061-2021, Tabelle 6). Das Sicherheitssteuerungssystem von Kelude Schwerindustrie ist vom TÜV Süd mit dem SIL3-Funktionssicherheitszertifikat ausgezeichnet (Zertifikatsnummer: Z10 23 04 03847 001). Gegenüber einer Einkanal-SPS (SIL2, PFHd ≤10⁻⁷) wird die Wahrscheinlichkeit eines gefährlichen Ausfalls um 90 % reduziert.

Technische Anforderungen der Sicherheitsstufe SIL3: Gemäß IEC 61508/EN 62061 erfordert SIL3 einen PFHd-Wert ≤10⁻⁸, d. h. die Wahrscheinlichkeit eines gefährlichen Ausfalls der Sicherheitsfunktion liegt unter 10⁻⁸ pro Stunde. Eine Einkanal-SPS erreicht typischerweise nur PFHd-Werte von 10⁻⁷ bis 10⁻⁶ und erfüllt SIL3 nicht. Bei der Zweikanal-Redundanzarchitektur ist die Wahrscheinlichkeit eines gleichzeitigen Ausfalls beider Kanäle das Quadrat des Einzelkanalwerts (PFHd ≈ 10⁻¹²), wird jedoch durch Common-Cause-Fehler (CCF) auf einen tatsächlichen PFHd von ca. 10⁻⁸ begrenzt. Gemäß der CCF-Bewertungstabelle in IEC 61508-6-2010, Anhang D (max. 100 Punkte, Bestehen ab 65 Punkten), umfassen die CCF-Gegenmaßnahmen: Verwendung unterschiedlicher CPU-Chargen für beide Kanäle, getrennte Stromversorgungskreise, Mindestabstand von ≥50 mm bei der Verlegung der EA-Modul-Verdrahtung sowie Schutzlackbeschichtung der Leiterplatten gegen Feuchtigkeit und Staub.

Auswahlkriterien für die Sicherheits-SPS in der Praxis: Kelude hat sich aus folgenden Gründen für die Siemens-F-Serie (S7-1200F/1500F) entschieden: ① Das Profisafe-Sicherheitsprotokoll integriert sich nahtlos in Profinet – kein separater Sicherheitsbus erforderlich; ② TIA Portal bietet eine einheitliche Programmierumgebung für Standard- und Sicherheits-SPS und erhöht die Inbetriebnahmeeffizienz; ③ Die F-EA-Module unterstützen 1oo1- und 1oo2-Mischkonfigurationen und optimieren Kosten und Sicherheit; ④ Mit einem Marktanteil von über 80 % in China ist die Ersatzteilbeschaffung unkompliziert. Das Profisafe-Schwarzkanal-Prinzip: Die Sicherheits-SPS verlässt sich nicht auf die Sicherheit des zugrunde liegenden Profinet-Protokolls – jedes F-Telegramm enthält eine 24-Bit-CRC, einen 32-Bit-Zeitstempel und eine 8-Bit-Sequenznummer, sodass Datenmanipulationen selbst bei kompromittiertem Netzwerk erkannt werden.

Aufschlüsselung der Sicherheitsreaktionszeit gemäß GB/T 28264-2017, Abschnitt 5.1.3 und TSG Q7014-2016, Abschnitt 4.2: Der vollständige Zyklus Sensor → Sicherheits-SPS → Aktuator beträgt ≤100 ms. Messwerte der Einzelkomponenten: Sicherheitssensor ≤10 ms bzw. ≤50 ms (Analogwerte), Scanzyklus der Sicherheits-SPS ≤10 ms, Profisafe-Verzögerung ≤5 ms (im IRT-Modus 1 ms), Sicherheitsrelais ≤20 ms (SICK UE43), Schütz/Bremse ≤30 ms. Bei einer Krandrehzahl von 1 m/s entspricht die Reaktionszeit von 100 ms einem Nachlaufweg von ≤100 mm – deutlich unter der geforderten Sicherheitsdistanz von 1,5 m.

Neun Pflichtüberwachungsfunktionen: Sensoren, Schwellwerte und Umsetzung

Die Norm GB/T 28264-2017 definiert für die neun Pflichtüberwachungsfunktionen die Sensorauswahl, Aktionsschwellwerte und Inbetriebnahmeverfahren. Jede Funktion basiert auf der Dreistufenarchitektur „Sensor + Zweikanal-Sicherheits-SPS + Aktuator“: Der Sensor erfasst das physikalische Signal, die Zweikanal-Sicherheits-SPS verifiziert die Plausibilität durch Kreuzdiagnose, und der Aktuator führt die Sicherheitsaktion aus. Die folgende Übersichtstabelle enthält für jede Funktion die Sensorauswahl, das Aktuator-Element, die Sicherheits-Schwellwerte und die wesentlichen Inbetriebnahmepunkte – die technische Grundlage für die Inspektion nach TSG Q7014-2016.

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ÜberwachungProjektSensorAuswahlStellgliedSicherheitsaktionInbetriebnahmepunkte
TraglastbegrenzerAchszapfentyp/SäulenwägungSicherheitsrelaisAbschaltungHeben110%Alarm125%AbschaltungKalibrierungPrüfgewichtÜberprüfung±1%
HubhöhenbegrenzerGewichtstyp/Optoelektronischer TypSchützAbschaltungHebenHauptstromkreisAbstandsobergrenze≥200mmSicherheitsaktionLeerlaufhöhenversuch,Reserve lassen
FahrwegbegrenzerNäherungsschalter/MaschinenAchszapfentypFrequenzumrichterVerzögerungStoppAbstandPrellbock≥500mmSicherheitsaktionVerzögerung/Zweistufige Stoppeinstellung
TürbegrenzungsschalterVerriegelungReed-Schalter/EndschalterSicherheitsrelaisBetrieb verbotenBetrieb bei geöffneter Tür verbotenMagnetausrichtung prüfen
Not-AusTastertyp(Roter Pilzkopf)DirektverdrahtungSchützSpuleSofortige Hauptantriebsabschaltung bei BetätigungHerausdrehen zum Zurücksetzen, keine automatische Rückstellung
ÜberdrehzahlsicherungEncoder / DrehgeberDrehzahlmessungPLCSicherheitsrelaisAbschaltung≥Nenn-Geschwindigkeit120%SicherheitsaktionLeerlaufvolllastdrehzahlTestenSchwellenwert
DifferenzdrehzahlsicherungDoppel-Encoder / DrehgeberVergleichPLCAbschaltung nach LogikauswertungZweiEncoder / DrehgeberDifferenzwert≥5%AlarmMotorwelle+Je einer an den Radenden
Wind- und RutschsicherungWindmesser+SchienenklemmeSchienenklemmeAutomatische Klemmung+AbschaltungWindgeschwindigkeit≥6Stufe(13.8m/s)AußenbereichPortalkran/TurmdrehkranPflichtausstattung
VerriegelungsschutzPLCZwischenkommunikation+LiDARMehrfahrzeug-VerriegelungSystemAbstand≤Stopp bei SicherheitsschwellenwertMehrereBrückenkranAktivierung bei kooperativem Betrieb

Hardware-Auswahl und technische Spezifikationen des Datenschreibers

Der Datenschreiber des Brückenkrans ist eine gemäß Abschnitt 5.4 der Norm GB/T 28264-2017 geforderte Einrichtung, deren Funktionsweise dem Flugschreiber ähnelt – sie zeichnet zyklisch Betriebsdaten und Sicherheitsereignisse des Brückenkrans auf, wobei die Daten manipulationssicher sind. Der Datenschreiber von Kelude basiert auf einem industriellen ARM-Cortex-M4-Prozessor (STM32F407, 168-MHz-Taktfrequenz). Die Datenspeicherung erfolgt auf einer industriellen SD-Karte (SLC-NAND, Schreib-/Löschzyklen ≥ 100.000), die einen Ausfallschutz unterstützt (Superkondensator hält die Stromversorgung ≥ 30 Sekunden aufrecht, um den letzten Datenschreibvorgang abzuschließen). Die Speicherkapazität beträgt 64 GB und ermöglicht die kontinuierliche Aufzeichnung von vollständigen Betriebsdaten über mehr als 30 Tage (einschließlich Tragfähigkeit/Hubhöhe/Fahrwegposition/Fahrgeschwindigkeit/Ströme der einzelnen Motoren/Betriebszustand der einzelnen Antriebe/Zustand der Sicherheitseinrichtungen usw. – insgesamt 128 Datenpunkte, aufgezeichnet einmal pro Sekunde).

Ereignisgesteuerter Speichermechanismus: Wenn eine der neun Sicherheitsüberwachungsfunktionen ausgelöst wird (Überlast 110 %/Höhenbegrenzung/Fahrwegbegrenzer usw.), speichert der Datenschreiber automatisch Hochgeschwindigkeitsdaten von 30 Sekunden vor bis 30 Sekunden nach dem Auslöseereignis (Aufzeichnungsrate wird auf 100 Hz erhöht). Es können bis zu 100 unabhängige Ereignisaufzeichnungen gespeichert werden, wobei jede Aufzeichnung vollständige Kontextdaten enthält. Datenexportmöglichkeiten: ① Direkter USB-Export (erfordert Administrator-UKey-Verifizierung); ② Netzwerkexport über die Fernplattform (erfordert gegenseitige TLS-Authentifizierung + Administratorkonto); ③ Physischer SD-Karten-Export (erfordert Entfernen des Siegels + spezielles Kartenlesegerät). Das Datenformat ist eine verschlüsselte Binärdatei (.kdr-Format), die nur mit der speziellen Analysesoftware von Kelude gelesen werden kann. Exportierte Berichte werden automatisch in PDF- und CSV-Format konvertiert.

Referenznormen für das Datenbanksicherheitsdesign: GB/T 22239-2019 „Informationstechnik – Mehrstufiger Schutz der Cybersicherheit – Grundanforderungen“ (Stufe 3), GB/T 25069-2022 „Informationstechnik – Terminologie“, GB/T 32918.4-2016 „SM2-Algorithmus für Public-Key-Kryptographie mit elliptischen Kurven“. Die Datensignatur des Datenschreibers verwendet den nationalen SM2-Kryptoalgorithmus (Schlüssellänge 256 Bit). Erst nach erfolgreicher SM2-Signaturverifizierung können die Daten als rechtliches Beweismittel verwendet werden.

Funktionsarchitektur und Kommunikationsvergleich der Fernaufsichtsplattform

Die Fernaufsichtsplattform ist das Datenaggregations- und Verwaltungszentrum des Sicherheitsüberwachungssystems des Brückenkrans. Sie überträgt Daten der Sicherheits-SPS und des Datenschreibers über MQTT- oder OPC-UA-Protokolle an einen Cloud-Server oder einen lokalen Server. Zu den Kernfunktionen der Plattform gehören: Echtzeit-Überwachungs-Dashboard (Anzeige von Kranposition/Betriebszustand/Alarmmeldungen/Zustand der Sicherheitseinrichtungen über Instrumententafel und 3D-Karte), Alarmmeldung (bei Auslösung einer der neun Überwachungsfunktionen wie Überlast/Begrenzung/Übergeschwindigkeit usw. erfolgt eine dreistufige Benachrichtigung per SMS/APP/E-Mail, Reaktionszeit ≤ 30 Sekunden), Datenanalyse-Berichte (tägliche/wöchentliche/monatliche Betriebsberichte mit Analyse-Diagrammen, automatisch an die Administrator-E-Mail gesendet), Videoverknüpfung (bei Sicherheitsalarm automatische Zuordnung des KI-Kamerabilds des entsprechenden Brückenkrans, Wiedergabe der Aufzeichnung von 30 Sekunden vor bis 30 Sekunden nach dem Alarm).

Die Wahl der Fernkommunikationslösung hat direkten Einfluss auf die Datenaktualität und -sicherheit. Im Folgenden werden vier Fernkommunikationslösungen technisch verglichen:

← Tabelle seitlich wischen →
Vergleichskriterium4G/5GÖffentliches NetzWerks-LANIndustrielles WLAN(WiFi6)Glasfaserleitung
ÜbertragungsprotokollMQTT over TLSOPC UA/TCPMQTT/ProfinetOPC UA/GigE
Typische Latenz50~200ms(4G)1~10ms5~30ms(WiFi6)0.1~1ms
SicherheitMittel(TLS+Zertifikat)Hoch(Physische Trennung)Mittel(WPA3Verschlüsselung)Höchste(Physische Trennung)
Monatliche Datenkosten30~80CNY/Mehrfahrzeug-0(Werksinternes Netz)0(Werksinternes Netz)500~2000CNY/Monat
Gerätekosten1500~3000CNY500~1000CNY2000~5000CNY3000~8000CNY
ReichweiteUnbegrenzt(Basisstationsabdeckung)≤100m(Netzwerkkabel)≤100m/AP≤10km(Singlemode)
Kelude-EmpfehlungMulti-StandortFernüberwachungStandard für EinzelstandortMobilBrückenkran/UmbauProjektGroßes Werksgelände/Kerndaten

Referenzprojekt: Sicherheitsüberwachungssysteme für Brückenkrane bei Kelude

Ein Stahlwerk beauftragte Kelude Schwerindustrie mit der Nachrüstung von 16 Brückenkranen in der Stranggusshalle mit Sicherheitsüberwachungssystemen – ein Vorzeigeprojekt für die Serienintegration unserer Überwachungstechnik. Die Erstbegehung im Juni 2025 ergab: 6 Krane waren mit einer S7-300-SPS ausgestattet und mussten auf S7-1200F aufgerüstet werden, die übrigen 10 Krane mit S7-1200 konnten direkt um F-Erweiterungsmodule ergänzt werden. Der Umbauplan: 6× SPS-Tausch, komplette Sensorik an allen Kranen, Schaltschrankmodernisierung, Datenschreiber (Blackbox) und Anbindung an die Fernplattform. Die Kosten pro Kran lagen bei ca. 35.000 CNY, insgesamt rund 560.000 CNY für alle 16 Einheiten. Insgesamt wurden 128 Sensoren installiert (16 Traglastbegrenzer, 16 Höhenbegrenzungen, 32 Fahrwegbegrenzer-Paare, 32 Türbegrenzungsschalter, 16 Drehgeber für Überdrehzahl, 8 Windmesser, 32 Not-Aus-Taster), die Gesamtkabellänge beträgt ca. 4.800 Meter.

Die sicherheitsgerichtete SPS-Programmierung umfasste rund 280.000 Zeilen FBD-Logik, die Profisafe-Kommunikation wurde für 48 F-Geräte konfiguriert. Die Inbetriebnahme vor Ort dauerte 12 Tage; dabei wurden 117 sicherheitsrelevante Funktionen einzeln geprüft, mit einer Erstabnahme-Quote von 94 %. Die 6 beanstandeten Punkte (3 lose Klemmen, 2 Sensoren mit Kalibrierabweichung, 1 Profisafe-Timeout) wurden innerhalb von 3 Tagen behoben und erfolgreich nachgeprüft. Die Prüfstelle für Spezialausrüstung der Provinz Henan (Prüfbericht Nr. 2025-SP-0384~0399) führte eine 3-tägige Inspektion vor Ort durch: statische Last, dynamische Last und Bremsung bestanden, alle 27 stichprobenartig geprüften Sicherheitsfunktionen waren in Ordnung, und die Daten der Blackbox stimmten exakt mit den SPS-Aufzeichnungen überein. Datenquelle: Betriebsstatistik der Stahlwerks-Abteilung Anlagentechnik von Juli 2025 bis Juni 2026 (Bericht Nr. KL-2025-SAFETY-001~012). Nach der Inbetriebnahme sanken die ungeplanten Stillstandszeiten um 75 %, die jährlichen Schäden durch Anlagenausfälle reduzierten sich von 800.000 CNY auf 200.000 CNY – die Amortisationszeit für das Sicherheitsüberwachungssystem beträgt rund 11 Monate.

Sicherheitsmanagement während der Bauphase: Die gesamte Umbauzeit betrug 42 Tage (ohne 7 Tage Wartezeit auf die TSG-Prüfung). 12 Monteure arbeiteten durchgehend nach der „Sicherheitsvorschrift für den Umbau von Hebezeugen“. Bei Arbeiten in der Höhe (Sensorinstallation an Haupt- und Kopfträger) kam ein dreistufiges Schutzkonzept aus Sicherheitsgurt, Sicherheitsseil und Schutznetz zum Einsatz; elektrische Arbeiten erfolgten nach dem Vier-Schritte-Verfahren: Freischalten, Spannungsfreiheit prüfen, Kennzeichnen und Erden. Während der gesamten Bauzeit gab es keinen einzigen Unfall. Die anschließende Zufriedenheitsumfrage unter den Bedienern des Kunden ergab eine Bewertung von 9,2 von 10. Kelude Schwerindustrie bietet einen Full-Lifecycle-Service für das Sicherheitsüberwachungssystem: vierteljährliche Ferninspektion, jährliche Vor-Ort-Prüfung, Erinnerung an den Sensortausch 3 Monate vor Ablauf der Lebensdauer sowie kostenlose Software-Upgrades auf Lebenszeit.

Häufig gestellte Fragen zum Sicherheitsüberwachungssystem

F: Was unterscheidet ein SIL3-Sicherheitsüberwachungssystem für Brückenkrane grundlegend von einer normalen SPS-Steuerung?

A: Der entscheidende Unterschied zwischen einem SIL3-Sicherheitssystem und einer Standard-SPS-Steuerung liegt im Fail-Safe-Design. Eine normale SPS kann bei einem Fehler einen beliebigen Ausgangszustand einnehmen (zufälliger Ausfall), während eine Sicherheits-SPS bei einem Fehler definiert in einen sicheren Zustand übergehen muss (z. B. Strom abschalten / Bremse schließen). Konkret: ① CPU, EA-Module und Stromversorgung der Sicherheits-SPS sind zweikanalig oder redundant ausgelegt – ein Einzelfehler führt nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion; ② Hardware und Software der Sicherheits-SPS sind TÜV-zertifiziert (SIL3), die Zertifizierung deckt die gesamte Sicherheitsintegritätskette von der Chipebene bis zur Applikationslogik ab; ③ Die Sicherheits-SPS verwendet das F-Kommunikationsprotokoll (Profisafe) mit Sequenznummer, Zeitstempel und CRC-Prüfung in jedem Telegramm, um Manipulation oder Replay-Angriffe auf die Kommunikation zu verhindern. Die von Kelude Schwerindustrie eingesetzte Siemens F-Serie Sicherheits-SPS ist nach SIL3 vom TÜV Süd zertifiziert.

F: Wie werden die Daten der Blackbox verschlüsselt und gegen Manipulation geschützt? Sind sie im Streitfall als Beweismittel verwertbar?

A: Der Manipulationsschutz der Kelude-Blackbox ist dreistufig aufgebaut: ① Hardware-Ebene – die Daten werden auf einer speziellen Sicherheits-SD-Karte gespeichert (Schreibschutzschalter + physische Verriegelung); der Kartensteckplatz ist mit einem manipulationssicheren Siegel versehen – das Entfernen der SD-Karte zerstört das Siegel unwiderruflich. ② Datenebene – jeder Datensatz enthält Zeitstempel, Geräte-ID und eine HMAC-SHA256-Signatur; der Schlüssel liegt im manipulationsgeschützten Speicherbereich der Sicherheits-SPS (TÜV-zertifiziert). Wird ein einzelner Datensatz verändert, schlägt die Signaturprüfung aller nachfolgenden Aufzeichnungen fehl. ③ Anwendungsebene – beim Export der Blackbox-Daten wird ein Daten-Fingerprint (SHA256-Hash) erzeugt, der Exportbericht wird mit einem digitalen Signaturzertifikat versehen (ausgestellt vom TSM-Zeitstempelserver von Kelude). In einem Unfallgutachten für einen Brückenkran in einem Stahlwerk im Jahr 2023 wurden die Blackbox-Daten von einem Gericht als gültiges elektronisches Beweismittel anerkannt. Wir empfehlen, die Blackbox-Daten regelmäßig (vierteljährlich) zu exportieren und zu archivieren, um Datenverlust durch SD-Kartenalterung oder Beschädigung zu vermeiden.

F: Welche Reaktionszeiten hat das Sicherheitsüberwachungssystem und welche Anforderungen stellt die TSG-Prüfung?

A: Die TSG Q7014-2016 (Prüfvorschrift für Installation, Umbau und Reparatur von Hebezeugen) fordert keinen konkreten Zahlenwert für die Reaktionszeit, verlangt aber, dass „die betroffenen Antriebe nach Auslösung einer Sicherheitseinrichtung innerhalb einer bestimmten Zeit zum Stillstand kommen“. Die typische Reaktionszeit des Kelude-Sicherheitsüberwachungssystems – vom Sensorsignal über die Sicherheits-SPS-Logik bis zur Auslösung des Aktors – beträgt ≤ 100 ms im gesamten Kreislauf. Aufgeschlüsselt: Sensorverzögerung ≤ 10 ms (binär) bzw. ≤ 50 ms (analog/kommunikativ), SPS-Zykluszeit ≤ 10 ms, Profisafe-Telegrammverzögerung ≤ 5 ms, Sicherheitsrelais ≤ 20 ms, Schütz/Bremse ≤ 30 ms. Bei der Prüfung werden die Reaktionszeiten der einzelnen Sicherheitseinrichtungen real gemessen, um sicherzustellen, dass die Antriebe nach Auslösung zeitnah stillstehen. Wir empfehlen, die Reaktionszeiten bei der Abnahme mit einem Oszilloskop oder über die Online-Diagnose der SPS zu verifizieren und im Abnahmeprotokoll zu dokumentieren.

F: Welche Genehmigungsverfahren sind erforderlich, wenn ein älterer Brückenkran mit einem Sicherheitsüberwachungssystem nachgerüstet wird?

A: Die Nachrüstung eines Sicherheitsüberwachungssystems an einem Bestandskran gilt als wesentlicher Umbau (Änderung des Sicherheits-Schutzsystems) und unterliegt gemäß TSG Q7016-2016 der Anzeigepflicht und der Überwachungsprüfung. Ablauf: ① Ein zugelassenes Umbauunternehmen (Kelude Schwerindustrie besitzt die Klasse-A-Zulassung für Installation, Umbau und Reparatur von Hebezeugen) erstellt den Umbauplan; ② Das Unternehmen reicht die Umbauanzeige bei der örtlichen Marktaufsichtsbehörde ein (Zulassungsnachweis + Umbauplan); ③ Durchführung des Umbaus (Sensoren, Sicherheits-SPS, Blackbox, Fernplattform); ④ Nach Abschluss wird eine Prüfstelle mit der Überwachungsprüfung beauftragt (Unterlagenprüfung, Sichtprüfung, Funktionstests, Lasttests); ⑤ Nach bestandener Prüfung wird das Überwachungsprüfzertifikat ausgestellt; ⑥ Der Betreiber muss innerhalb von 30 Tagen die Eintragungen im Nutzungsregister aktualisieren. Der gesamte Prozess dauert ca. 30–60 Tage. Wichtig: Die Nachrüstung des Sicherheitsüberwachungssystems ändert nicht die registrierten Kenndaten (Tragfähigkeit, Spannweite usw.), daher ist keine Typprüfung des gesamten Krans erforderlich. Kelude Schwerindustrie übernimmt auf Wunsch die komplette Abwicklung.

Kelude Industriekrane – Engineering nach Maß für den DACH-Markt

Die Kelude-Baureihe steht für Industriekrane, die speziell für die Anforderungen moderner Fertigungs- und Logistikprozesse in Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickelt wurden. Unsere Systeme verbinden robuste Mechanik mit intelligenter Steuerungstechnik und erfüllen die strengen Vorgaben der relevanten DIN- und EN-Normen. Von der Einzelanfertigung bis zur Serienlösung – wir liefern passgenaue Hebezeuge für den Dauereinsatz.

Industriekrane mit hoher Tragfähigkeit für den Dauereinsatz

Ob für die Montage, den Maschinenbau oder die Intralogistik: Unsere Brückenkrane und Portalkrane sind auf hohe Einschaltdauer und maximale Zuverlässigkeit ausgelegt. Die Konstruktion erfolgt nach DIN 15018 und EN 13000, was eine sichere und wirtschaftliche Nutzung über Jahrzehnte gewährleistet. Je nach Ausführung erreichen die Krane Traglasten bis zu 80 t und Spannweiten bis zu 35 m.

TypTragfähigkeitSpannweiteEinsatzbereich
Einzelträger-Brückenkranbis 12,5 tbis 28,5 mLeichte bis mittlere Lasten, Werkstatt & Lager
Zweibrücken-Kranbis 80 tbis 35 mSchwerlast, Montage, Maschinenbau
Portalkranbis 50 tbis 30 mFreigelände, Containerumschlag, Fertigung

Niedrige Bauhöhe und präzises Handling

Unsere Krane sind als niedrige Bauhöhe (low-headroom) konzipiert. Das ermöglicht eine optimale Ausnutzung der Hallenhöhe und erleichtert die Integration in bestehende Gebäudestrukturen. Die Kombination aus Zweiträger-Konstruktion und speziell entwickelten Laufkatzen sorgt für eine exakte Lastpositionierung. Auf Wunsch liefern wir die Krane mit Krankensteuerung oder Funkfernsteuerung für eine flexible Bedienung.

Für Anwendungen, bei denen es auf höchste Präzision ankommt, bieten wir optional ein Lastpendeldämpfung-System (anti-sway) an. Dieses reduziert das Schwingen der Last auf ein Minimum und ermöglicht so ein sicheres und schnelles Positionieren – auch bei empfindlichen Gütern.

Explosionsgeschützte Krane für Zone 1 und 21

Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (z. B. Chemie, Lackierereien, Mühlen) sind unsere Krane optional in explosionsgeschützter Ausführung (Ex-Schutz) erhältlich. Die gesamte Elektrik und Mechanik entspricht den Anforderungen der EN 60204-32 und ist für die Zonen 1 und 21 zertifiziert. Alle Komponenten sind so ausgelegt, dass sie auch unter extremen Bedingungen eine maximale Betriebssicherheit gewährleisten.

Wartungsarme Antriebstechnik und hohe Energieeffizienz

Die Antriebe unserer Krane verwenden selbsthemmende Getriebe und wartungsfreie Frequenzumrichter. Dies reduziert den Wartungsaufwand erheblich und senkt die Betriebskosten. Durch die intelligente Steuerung wird die Energieeffizienz optimiert – ein wichtiger Faktor für nachhaltiges Wirtschaften. Die Mehrfach- und schrumpffreien Verbindungen (non-shrink) garantieren eine dauerhaft hohe Steifigkeit und Präzision.

Häufige Fragen zu unseren Industriekranen

F:
Welche Normen liegen der Konstruktion Ihrer Krane zugrunde?A: Unsere Krane werden nach DIN 15018 (Tragwerksberechnung) und EN 13000 (Sicherheit) konstruiert. Zusätzlich erfüllen wir die Anforderungen der ISO 4306 für Terminologie und Klassifizierung sowie EN 60204-32 für die elektrische Ausrüstung.

A: F:
Bieten Sie auch kundenspezifische Sonderlösungen an?A: Ja, wir planen und fertigen Sonderkrane nach Ihren spezifischen Anforderungen. Ob besondere Spannweiten, Hubhöhen oder spezielle Steuerungskonzepte – wir entwickeln die passende Lösung für Ihren Einsatzzweck.

A: F:
Wie lange ist die Lieferzeit für einen Standardkran?A: Die Lieferzeit für unsere Standard-Brückenkrane beträgt in der Regel 8 bis 12 Wochen nach Auftragsbestätigung. Für Sonderanfertigungen kann die Lieferzeit je nach Komplexität variieren.

A: F:
Übernehmen Sie die Montage und Inbetriebnahme vor Ort?A: Ja, unser erfahrenes Montageteam übernimmt die fachgerechte Installation und Inbetriebnahme Ihrer Krananlage. Wir bieten auch Wartungsverträge und Schulungen für Ihr Bedienpersonal an.

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