5G-Fernbedienung für Brückenkrane: Reichweite & Latenz im Test

Kelude Messdaten aus der Praxis: 50-km-Brückenkran-Fernbedienung über 5G-SA-Privatnetz – Video-Latenz 150–200 ms, Steuerungs-RTT 15–25 ms, erfüllt alle Anforderungen an Heben und Fahrwerk. Im 5G-öffentlichen Netz sind bei 15 km Latenzen von 15–25 ms für konventionelles Anschlagen geeignet; 4G-LTE mit RTT 30–100 ms eignet sich nur für Fernüberwachung; Wi-Fi 6 bietet die geringste Latenz, ist aber auf 300 m begrenzt. Ein Stahlwerk-Projekt zur werkübergreifenden Steuerung über 12 km läuft seit 14 Monaten ohne einen einzigen Zwischenfall. Empfehlung: 5G-SA-Privatnetz bevorzugen.

„Mein Werk liegt am Stadtrand, das Steuerungszentrum in der Innenstadt – 50 km Entfernung. Wie hoch ist die Latenz bei der Fernbedienung wirklich?“ Diese Frage stellt sich bei der Auswahl von Brückenkran-Fernbedienkabinen am häufigsten. Latenz ist kein einzelner Wert – Video-Rückkanal-Latenz, Steuerungs-RTT und Upload-Bandbreite sind drei unabhängige Kennwerte, die jeweils von Kommunikationsart, Entfernung und Netzlast beeinflusst werden. Dieser Beitrag basiert auf Messdaten aus über 15 Werken von Kelude und liefert vollständige Leistungsdaten für 4 Kommunikationslösungen auf 3 Entfernungsklassen.

5G-Latenzmessdaten für Brückenkran-Fernbedienung

Vier Kommunikationslösungen im Leistungsvergleich

Der Engpass bei der Brückenkran-Fernbedienung liegt nicht in der Endgeräten, sondern in der Kommunikationsverbindung. Kelude hat über drei Jahre hinweg 4 Kommunikationslösungen auf 3 Entfernungsklassen (innerhalb desselben Werks bis 1 km, werkübergreifend 15 km, Fernbereich 50 km) systematisch getestet. Testmethode: Video-Latenz per Zeitstempel-Overlay (Kamerabild mit Millisekunden-Zeitstempel, Differenz per Screenshot am Bedienpult), Steuerungs-RTT per geschlossenem Ping zwischen Bedienpult und Kran-SPS, jeweils P95-Wert aus 100 aufeinanderfolgenden Messungen.

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KommunikationslösungEntfernungVideoLatenz(P95)SteuerungRTT(P95)Uplink verfügbarBandbreiteVerfügbarkeitsrateSteuerungsfähigkeitKlasse
5G SAPrivates Netzwerk1km120ms8ms100Mbps99.99%Vollfunktionssteuerung
15km135ms11ms100Mbps99.98%Vollfunktionssteuerung
50km170ms18ms80Mbps99.96%Vollfunktionssteuerung
5GÖffentliches Netzwerk15km180ms22ms50~100Mbps99.9%StandardAnschlagen
50km220ms35ms30~80Mbps99.85%StandardAnschlagen
4G LTE15km260ms45ms10~20Mbps99.8%Fernüberwachung
50km320ms75ms5~15Mbps99.5%NurÜberwachung
WiFi 6200m85ms5ms1Gbps99.5%WerkstattVollfunktion im Bereich

Kernergebnis: Das 5G-SA-Privatnetz erreicht bei 50 km Entfernung eine Steuerungs-RTT von nur 18 ms – weit unter der 100-ms-Schwelle des Hubwerks – und ermöglicht damit vollumfängliche Fernbedienung. Über das 5G-öffentliche Netz sind innerhalb von 15 km konventionelle Anschlagvorgänge möglich; bei 50 km liegt die Steuerungs-RTT mit 35 ms zwar im zulässigen Bereich, die Videolatenz von 220 ms nähert sich jedoch bereits der Erlebnisgrenze. 4G LTE eignet sich ausschließlich für nicht-realtime Überwachung. WiFi 6 bietet die geringste Latenz, doch die Abdeckung bleibt auf die Werkstatt begrenzt.


Messfall vor Ort: 12-km-Werkslogistik im Stahlwerk

Ein Stahlunternehmen mit einer Jahresproduktion von 5 Mio. t Warmband betreibt drei Werksbereiche – Stahlwerk, Strangguss und Warmwalzwerk – über eine Distanz von 12 km. Ursprünglich waren sechs 32-t-Brückenkräne im Einsatz, jeweils mit einem Kranführer besetzt, was bei Drei-Schicht-Betrieb insgesamt 18 Bediener erforderte. Nach der Implementierung der Kelude-Fernbedienungslösung wurden in der zentralen Leitwarte zwei Bedienplätze eingerichtet (jeder steuert drei Krane), wodurch sich die Zahl der Kranführer von 18 auf 6 reduzierte. Die jährlichen Personalkosteneinsparungen belaufen sich auf ca. 153.000 €.

Kommunikationslösung: 5G-SA-Privatnetz (UPF-Downlink des Betreibers im Werksgelände), drei 5G-Basisstationen im Werk (eine pro Werksbereich). Auf Krankenseite kommt ein Huawei 5G CPE Pro 2 zum Einsatz, die Bedienplätze sind über eine Standleitung mit der UPF verbunden. Messergebnisse: Bei 12 km Distanz beträgt die Videolatenz 135 ms, die Steuerungs-RTT 11 ms, die Uplink-Bandbreite 92 Mbit/s und die Verfügbarkeit 99,99 %. Das System ist seit 14 Monaten ununterbrochen in Betrieb und hat über 50.000 Anschlagvorgänge ohne einen einzigen Sicherheitsvorfall absolviert. Die Befragung der sechs Bediener ergab eine durchschnittliche Bewertung der Steuerungslatenz von 1,8 (1 = nicht spürbar, 5 = nicht akzeptabel). Die Positioniergenauigkeit beim Heben liegt bei ±3 cm – nahezu identisch mit den ±2 cm bei konventioneller Führerhaussteuerung.


Fernüberwachung über 47 km im Chemiepark

In einem Chemiepark wurde die Kransteuerzentrale in einem Bürogebäude in der Stadt eingerichtet, während sich die Krane im 47 km entfernten Werksgelände befinden (Gefahrstoffhallen, in denen sich Personal nicht längerfristig aufhalten darf). Dieses Szenario erfordert keine Präzisions-Anschlagvorgänge – hauptsächlich werden Rohstoffe entlang fest definierter Wege bewegt –, der Schwerpunkt liegt auf Fernüberwachung und assistierter Steuerung. Da im Park kein 5G-Privatnetz verfügbar ist, kommt ein 5G-öffentliches Netz zum Einsatz.

Kommunikationslösung: 5G-öffentliches Netz (China Mobile), das kranseitige CPE nutzt Dual-SIM (primär Mobile, sekundär Unicom) für Link-Redundanz. Messergebnisse: Bei 47 km Distanz beträgt die Videolatenz 220 ms, die Steuerungs-RTT 32 ms, die Uplink-Bandbreite 45–80 Mbit/s (schwankend) und die Verfügbarkeit 99,85 %. Da die Videolatenz 200 ms überschreitet, berichten die Bediener von längeren Zykluszeiten bei präzisen Positioniervorgängen (40 % mehr Zeit im Vergleich zur lokalen Steuerung). Routinemäßige Transportaufgaben auf festen Wegen sind jedoch nicht beeinträchtigt. Nach dreimonatigem Betrieb haben sich die Bediener an die 200-ms-Latenz gewöhnt; die durchschnittliche Dauer eines einzelnen Anschlagvorgangs sank von anfänglich 8 Minuten auf 5 Minuten (konventionelle lokale Steuerung: 3,5 Minuten).

50km
Maximale Steuerungsentfernung
5G SAPrivates Netzwerk Praxistest bestanden
8ms
Mindeststeuerung RTT
5G SAPrivates Netzwerk 1km Werksgelände
14Monate
Stahlwerksprojekt unfallfrei
Null-Unfall-Betriebsbilanz
±3cm
Fern Positioniergenauigkeit
vs Lokal±2cm Nahezu gleich
18Personen6Personen
Personaloptimierung Fahrer
Jährliche Einsparung Personalkosten¥120Zehntausend
15+
Anzahl realisierter Projekte
Stahl/Chemie/Baustoffe komplett Abdeckung

4. Latenzbudget und Lösungsauswahl

Das akzeptable Latenzbudget für die Fernbedienung von Brückenkranen – gemessen als Gesamtkette vom physischen Bedienereingriff bis zur Reaktion des Kranantriebs – beträgt: Hubwerk ≤200 ms (empfohlen ≤100 ms), Kranbrücke und Laufkatze ≤100 ms (empfohlen ≤50 ms). Die Budgetverteilung sieht wie folgt aus: Video-Rückkanal Ende-zu-Ende 150–200 ms, Steuersignale RTT 10–50 ms. Unter 200 ms ist die Verzögerung für den Bediener praktisch nicht spürbar; zwischen 200 und 300 ms tritt eine leichte Verzögerung auf, die jedoch tolerierbar ist. Oberhalb von 300 ms leidet die Positioniergenauigkeit spürbar.

Empfehlungen zur Systemauswahl: Für Standorte innerhalb desselben Werksgeländes (bis 1 km) ist WiFi 6 die erste Wahl – geringste Latenz, niedrigste Kosten, höchste Bandbreite – alternativ ein 5G-SA-Privatnetz, das eine spätere Erweiterung auf mehrere Standorte ermöglicht. Für den Einsatz über Werksgrenzen hinweg (bis 15 km) empfiehlt sich ein 5G-SA-Privatnetz mit voller Funktionssteuerung und einer Positioniergenauigkeit von ±3 cm. Für größere Distanzen (bis 50 km) kommen 5G-SA-Privatnetz oder öffentliches 5G in Betracht – das SA-Privatnetz ermöglicht vollwertige Steuerung, das öffentliche Netz eignet sich für unterstützende Bedienfunktionen. In Umgebungen mit ausschließlicher 4G-Abdeckung, in denen präzises Anschlagen erforderlich ist, raten wir von einer Fernsteuerung ab und empfehlen eine Aufrüstung auf 5G. Kelude bietet Netzwerkanalyse-Services an: Nach einem drahtlosen Signaltest im Werk erhalten Sie eine fundierte Kommunikationslösung. Technische Details zur Fernbedienungskabine finden Sie unter Video-Rückkanal · Steuerungslatenz · Sicherheitsredundanz – die drei Kernaspekte.

4G-LTE-Stufentests über verschiedene Entfernungen

Für Werke mit ausschließlicher 4G-Abdeckung hat Kelude Schwerindustrie Stufentests mit 4G-LTE über fünf Entfernungsklassen durchgeführt: 5 km, 10 km, 20 km, 30 km und 50 km. Testbedingungen: China-Mobile-4G-Netz, CPE Huawei B818-263, Uplink-Bandbreitenmessung mit iPerf3, Latenztest mit 200 Pings (P95-Perzentil). Die Ergebnisse:

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EntfernungRTTDurchschnittswertRTT P95RTTMaximalwertUplinkBandbreitePaketverlustrateVerfügbarkeitsrateSteuerungsfähigkeit
5km(Stadtweite Basisstation)28ms35ms52ms18Mbps0.1%99.9%Einfachsteuerung
10km33ms42ms68ms15Mbps0.2%99.85%Einfachsteuerung
20km42ms55ms85ms12Mbps0.4%99.7%NurÜberwachung
30km58ms72ms110ms8Mbps0.8%99.5%NurÜberwachung
50km78ms95ms140ms5~12Mbps1.2%99.2%NurÜberwachung

Fazit: 4G-LTE erreicht innerhalb von 10 km eine RTT von <50 ms und eignet sich daher nur für einfache Steuerungsaufgaben (langsames Verfahren der Kranbrücke + Tippbetrieb beim Heben). Für präzises Positionieren und kontinuierliches Steuern ist es nicht geeignet. Ab 30 km überschreitet die RTT >60 ms und kann die Steuerschwelle des Hubwerks (100 ms) nicht mehr einhalten – hier ist nur noch Fernüberwachung möglich. Die 4G-Lösung ist für Anwendungen mit geringen Anforderungen an die Fernsteuerung geeignet; wir empfehlen, das 4G-Budget in ein 5G-Privatnetz-Upgrade zu investieren.

Messfall vor Ort 3: WiFi-6-Lösung in der Werkstatt eines Maschinenbauwerks

Im WiFi-6-Fallbeispiel befinden sich der Bedienstand des Brückenkrans und der Kran selbst in derselben Werkstatt (Mindestabstand 50 m, Maximalabstand 180 m); zum Einsatz kam eine WiFi-6-Lösung. Auf der Krankranseite wurde ein WiFi-6-Industrie-CPE (Qualcomm IPQ8074-Chipsatz, 4×4 MIMO) installiert, der Bedienstand wurde per Gigabit-Ethernet an denselben Netzwerk-Switch angebunden. Messergebnisse: Steuerungs-RTT 3–6 ms, Video-Latenz 72–95 ms, Uplink-Bandbreite stabil bei 400–800 Mbit/s (keine weiteren Hochlastgeräte in der Werkstatt), Verfügbarkeit 99,6 %. Die Bediener meldeten keine spürbare Verzögerung – das Steuerungsgefühl entspricht dem eines lokalen Führerhauses.

Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der WiFi-6-Lösung: Vorteile – geringste Hardwarekosten (CPE ca. 1.500 ¥/Gerät, keine SIM-Karten-Grundgebühr), geringste Latenz (RTT <8 ms), höchste Bandbreite (>400 Mbit/s), einfache Bereitstellung (Wartung durch die IT-Abteilung möglich). Nachteile – begrenzte Reichweite (typischer Abdeckungsradius 100–150 m, Signaldämpfung nach Wanddurchdringung >6 dB), Anfälligkeit für Gleichkanalstörungen (viele Störquellen im 2,4-GHz-Band – Mikrowellen, Bluetooth), stark schwankende Funkumgebung (Signalreflexionen an beweglichen Metallstrukturen in der Werkstatt). Kelude Schwerindustrie empfiehlt die WiFi-6-Lösung nur für Szenarien, in denen sich Bedienstand und Kran in derselben Werkstatt befinden und nicht mehr als eine Wand dazwischenliegt.

Berechnungsmodell für die Latenzbudget-Verteilung

Unter „End-to-End-Latenz“ bei der Fernsteuerung eines Brückenkrans versteht man die Gesamtzeit vom Betätigen des Joysticks durch den Bediener bis zum Ausführen der Bewegung durch den Kran. Latenzbudget-Verteilung: Abtastung und Verarbeitung des Joysticks im Bedienstand <2 ms, MQTT-Serialisierung und -Senden <1 ms, 5G-Funk-Uplink <5 ms, Kernnetz-Weiterleitung <2 ms, 5G-Funk-Downlink <5 ms, CPE-Entpacken <1 ms, SPS-Kommunikationsverarbeitung <5 ms, Frequenzumrichter-Ansprechzeit <10 ms. Budget-Obergrenze 50 ms (RTT, inkl. Rückweg); die tatsächlich gemessene RTT über die gesamte Strecke im 5G-SA-Privatnetz beträgt 8–18 ms. Die Videoerfassungsseite ist ebenfalls budgetiert: Kamera-Belichtung + ISP <10 ms, NVENC-Encoding <20 ms, SRT-Streaming <5 ms, 5G-Uplink <5 ms, Kernnetz-Weiterleitung <2 ms, 5G-Downlink <5 ms, Dekodierung + Rendering <20 ms. Budget-Obergrenze 200 ms; die tatsächliche End-to-End-Latenz mit H.265-Hardware-Encoding und SRT-Lösung beträgt 135–170 ms. Das Fernbedienstand-System von Kelude Schwerindustrie verfügt über eine integrierte Echtzeitüberwachung der Latenz: In der oberen rechten Ecke des Bedienstands werden die aktuelle Videoverzögerung und die Steuerungs-RTT permanent angezeigt; bei Überschreitung eines Kennwerts erfolgt automatisch eine Warnung.


Häufige Fragen zur Latenz bei der Kran-Fernsteuerung

F: Was ist der Unterschied zwischen einem 5G-SA-Privatnetz und dem öffentlichen 5G-Netz?

A: Das SA-Privatnetz ist ein eigenständig betriebenes 5G-Kernnetz (der Betreiber installiert eine UPF-Benutzerebene im Werksgelände; die Daten verlassen das Gelände nicht). Kennzeichen: RTT stabil bei 8–15 ms, exklusive Uplink-Bandbreite von 100 Mbit/s, Verfügbarkeit 99,99 %. Das öffentliche 5G-Netz ist ein geteiltes Mobilfunknetz; die Latenz schwankt mit der Basisstationslast (±50 %), die Uplink-Bandbreite wird geteilt (in Spitzenzeiten auf 30 Mbit/s reduziert), Verfügbarkeit 99,9 %. Die Baukosten für ein SA-Privatnetz liegen bei ca. 150.000–300.000 ¥ (inkl. UPF + Basisstations-Umbau), die monatliche Gebühr bei ca. 3.000–8.000 ¥. Für das öffentliche Netz fallen keine Baukosten an; die monatliche Gebühr wird pro SIM-Karte berechnet (200–500 ¥/Karte/Monat).

F: Ist eine Fernsteuerung über mehrere Provinzen hinweg möglich?

A: Theoretisch ja, aber die tatsächliche Latenz steigt mit der Entfernung erheblich. Die Latenz der Glasfaserübertragung beträgt ca. 5 µs/km (eine Richtung); bei 500 km Entfernung ergibt sich eine Übertragungslatenz von ca. 2,5 ms (eine Richtung). Zuzüglich 5G-Funklatenz und Kernnetz-Weiterleitung ist bei 500 km mit einer Steuerungs-RTT von 30–50 ms zu rechnen. Kelude Schwerindustrie hat bereits eine Fernsteuerung über mehrere Provinzen demonstriert (Shanghai–Guangzhou, ca. 1.200 km): Steuerungs-RTT ca. 45 ms, Videolatenz ca. 250 ms (begrenzt durch den öffentlichen Übertragungsweg). Dies eignet sich für Notfalleingriffe aus der Ferne, nicht jedoch für den täglichen Betrieb. Für Szenarien über größere Entfernungen empfehlen wir ausschließlich Fernüberwachung, Störungsmeldung und Notabschaltung.

F: Was passiert bei einem plötzlichen Netzwerkausfall während der Fernsteuerung?

A: Das Sicherheitskonzept des Fernbedienstands von Kelude Schwerindustrie sieht einen dreistufigen Schutz vor: Bei Heartbeat-Timeout von 1,5 s erfolgt automatisch eine gestufte Geschwindigkeitsreduzierung und Notbremsung (Details siehe vorheriger Beitrag zur Kerntechnik). Zusätzlich behält die lokale SPS des Brückenkrans die letzte Entscheidungsgewalt – der lokale Not-Aus-Taster und der Not-Aus-Sender der Fernbedienung unterbrechen die Stromversorgung in jedem Netzwerkzustand sofort. Das Dual-Link-Design (5G + 4G gleichzeitig aktiv) gewährleistet, dass die Steuerung bei Ausfall einer Verbindung nicht unterbrochen wird. In einem 14-monatigen Projekt in einem Stahlwerk traten dreimal Basisstationsstörungen des Betreibers auf (insgesamt 45 Minuten Ausfall); die automatische Umschaltung zwischen den beiden Verbindungen funktionierte ohne Unterbrechung, der Bediener bemerkte nichts.

F: Ist der Fernbedienstand für alle Brückenkrane geeignet?

A: Nein. Am besten geeignet sind Krane mit Frequenzumrichter-Steuerung und SPS-Steuerung (mit Kommunikationsschnittstelle), deren Hubwerk über eine Bremse und eine Überlastsicherung verfügt und die den Sicherheitsnormen DIN 15018 und GB/T 28264 entsprechen. Nicht geeignet sind: ältere Krane mit Nockenschalter-Steuerung (keine Anbindung an die Fernsteuerung möglich), einfache Krane ohne Überlastsicherung sowie mobil verfahrbare Portalkrane (CPE benötigt zusätzliche Stromversorgung und Antennenlösung). Kelude Schwerindustrie bietet einen Eignungs-Check für jeden Kran an, um festzustellen, ob eine Aufrüstung auf Fernsteuerung sinnvoll ist.

Das Latenzproblem bei der Fernsteuerung von Brückenkranen wird durch die 5G-SA-Privatnetz-Lösung technisch gelöst – bei 50 km Entfernung beträgt die Steuerungs-RTT 18 ms und die Videolatenz 170 ms, was die Anforderungen an das tägliche Anschlagen und Positionieren vollständig erfüllt. Kelude Schwerindustrie bietet Netzwerkerkundung und einen Probebetrieb des Fernbedienstands an. Für einen kostenlosen Netzwerkerkundungsbericht oder eine Vorführung des Fernbedienstands kontaktieren Sie bitte das technische Team von Kelude Schwerindustrie.

Kelude Portalkran: Effiziente Lösungen für industrielle Anwendungen

Kelude Heavy Industry hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Portalkränen spezialisiert, die für den anspruchsvollen Einsatz in industriellen Umgebungen konzipiert sind. Unsere Krane zeichnen sich durch robuste Bauweise, hohe Zuverlässigkeit und präzise Steuerungstechnik aus – maßgeschneidert für die Anforderungen moderner Fertigungs- und Logistikprozesse.

Robuste Portalkran-Technologie für den Dauereinsatz

Unsere Portalkrane sind für den kontinuierlichen Betrieb unter schweren Lastbedingungen ausgelegt. Die Konstruktion folgt den Richtlinien von DIN 15018 und FEM 1.001 und gewährleistet damit höchste Sicherheitsstandards bei gleichzeitig optimaler Lastverteilung. Das modulare Baukastensystem ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Hallen- und Freigeländegeometrien.

Präzise Lastaufnahme mit moderner Steuerungstechnik

Die Krane von Kelude sind mit einer feinfühligen Steuerung ausgestattet, die ein exaktes Positionieren der Last ermöglicht. Die Hub- und Fahrwerke arbeiten mit hoher Wiederholgenauigkeit und minimieren so die Taktzeiten in Ihrem Produktionsablauf. Optional stehen Frequenzumrichter und Sanftanlauf für besonders sensibles Handling zur Verfügung.

Wartungsfreundliche Konstruktion für geringe Stillstandzeiten

Durch die durchdachte Anordnung aller wartungsrelevanten Komponenten lassen sich Inspektionen und Wartungsarbeiten schnell und sicher durchführen. Verschleißteile sind leicht zugänglich und können ohne aufwendige Demontage getauscht werden. Dies reduziert die Betriebskosten und erhöht die Verfügbarkeit Ihrer Krananlage nachhaltig.

Individuelle Auslegung für branchenspezifische Anforderungen

Ob in der Schwermaschinenindustrie, im Anlagenbau oder in der Logistik – Kelude Portalkrane werden entsprechend Ihrer spezifischen Lastkollektive und Einsatzprofile ausgelegt. Wir berücksichtigen dabei Faktoren wie Tragfähigkeit, Spannweite, Hubhöhe und Taktfrequenz, um eine optimale Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen zu Portalkranen

F:
Welche Tragfähigkeiten sind bei Kelude Portalkranen möglich?A: Das Programm umfasst Standardausführungen mit Tragfähigkeiten von 5 t bis 300 t. Für Sonderanwendungen sind kundenspezifische Auslegungen bis 500 t realisierbar.

F:
Sind die Portalkrane für den Außeneinsatz geeignet?A: Ja, unsere Krane sind optional mit Wetterschutz, Korrosionsschutzbeschichtung und beheizten Steuerkabinen für den ganzjährigen Außeneinsatz erhältlich.

F:
Welche Steuerungsarten werden angeboten?A: Zur Auswahl stehen Funkfernsteuerung, Steuerkabine oder eine Kombination aus beiden Systemen. Die Steuerungen entsprechen der EN 60204-32 und können auf Wunsch mit Lastmomentbegrenzung ausgestattet werden.

F:
Wie lange beträgt die Lieferzeit für einen Standard-Portalkran?A: Für Standardmodelle liegt die Lieferzeit in der Regel zwischen 8 und 12 Wochen nach Auftragsbestätigung, abhängig von der jeweiligen Konfiguration und Auslastung.

F:
Bietet Kelude auch Wartungsverträge an?A: Ja, wir bieten umfassende Wartungs- und Inspektionsverträge an, die auf die individuellen Betriebsbedingungen Ihrer Anlage zugeschnitten sind. Diese umfassen regelmäßige Prüfungen gemäß FEM 1.001 sowie vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen.

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