Mobilkran Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen nach DIN EN 13000
GB/T 24818.2-2009 „Hebezeuge – Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen – Teil 2: Mobilkrane“ ist die spezifische Norm für Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen an Mobilkranen. Aufbauend auf den Allgemeinen Grundsätzen aus Teil 1 konkretisiert die Norm die Anforderungen an den Schutz für Zugänge zum Fahrerhaus und zur Kranbedienkabine, Laufstege auf der Drehbühne, Wartungszugänge am Ausleger sowie Plattformen am Fahrgestellrahmen.
GB/T 24818.2-2009 ist Teil 2 der Normenreihe für Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen an Kranen und legt die besonderen Anforderungen an Zugänge, Plattformen und Schutzeinrichtungen von Mobilkranen fest. Mobilkrane müssen sowohl im Fahrbetrieb als auch im Einsatz als Kran funktionieren, was die Konstruktion der Zugangssysteme besonders anspruchsvoll macht. Dieser Beitrag erläutert die wesentlichen Anforderungen der Norm.
Normative Einordnung und Anwendungsbereich
GB/T 24818.2-2009 entspricht ISO 11660-2:1994 (IDT) und gilt für Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen von Mobilkranen wie Autokranen, Raupenkranen, All-Terrain-Kranen und geländegängigen Mobilkranen. Die Zugangssysteme von Mobilkranen unterscheiden sich grundlegend von denen ortsfester Krane: Sie müssen zwei Betriebszustände abdecken – den Fahrbetrieb (alle Zugangsteile eingefahren oder verriegelt, innerhalb des Lichtraumprofils) und den Kranbetrieb (alle Zugangsteile ausgefahren und für das Bedienpersonal nutzbar). Die Norm regelt detailliert die Verriegelungseinrichtungen, Festigkeitsanforderungen und Maßnahmen gegen Fehlbedienung dieser klapp- bzw. teleskopierbaren Zugangssysteme.
Zugänge zum Führerhaus und zur Bedienkabine
Die Norm verlangt, dass Mobilkrane über einen fest installierten Zugang vom Boden zum Fahrerhaus und zur Kranbedienkabine verfügen. Zugang zum Fahrerhaus: Bei einer Türhöhe von ≤700mm über dem Boden ist eine Trittstufe (fest oder klappbar) erforderlich, mit einer Breite von ≥300mm und einer Tiefe von ≥200mm. Bei einer Höhe von >700mm ist eine Leiter mit mindestens drei Stufen vorzusehen, Breite ≥300mm, Stufenabstand 220–300mm. Beidseitig sind Handläufe anzubringen.
Zugang zur Kranbedienkabine: Die Bedienkabine befindet sich in der Regel auf der Drehbühne in einer Höhe von 2–6m über dem Boden. Vom Boden zur Drehbühne ist eine fest installierte senkrechte Leiter oder Schrägleiter mit einer Breite von ≥300mm vorzusehen. Von der Drehbühne zum Kabineneingang führt ein Laufsteg mit einer Breite von ≥400mm, beidseitig mit Geländern. Der Spalt zwischen Drehbühne und festem Zugang (erforderlich für die Drehbewegung) muss im Kranbetrieb durch eine klappbare Trittplatte oder einen Teleskopzugang abgedeckt werden; die Spaltbreite darf 300mm nicht überschreiten.
Verriegelung der Zugänge: Alle klapp- oder teleskopierbaren Zugangsteile müssen im Fahrbetrieb zuverlässig verriegelt sein (mechanische Verriegelung oder Federbolzen). Die Verriegelung muss einer Last standhalten, die mindestens dem Doppelten des Eigengewichts des jeweiligen Zugangsteils entspricht.
Höhe ≤700mm Fest / klappbar
≥300mm Stufenabstand 220–300mm
≥400mm Mit Geländer
≤300mm Klappbare Trittplatte
Riffelblech / Gitterrost Entwässerungslöcher
Feststellverriegelung Federbolzen / mechanisch
Laufstege auf Drehbühne und Fahrgestellrahmen
Auf der Drehbühne und dem Fahrgestellrahmen von Mobilkranen sind Wartungsstege und Arbeitsplattformen erforderlich. Die Norm fordert: Laufsteg auf der Drehbühne – entlang der Drehbühnenkante, Breite ≥400mm, rutschfeste Oberfläche (Riffelblech oder Gitterrost). Außenseitig sind Geländer (Höhe ≥1100mm) und Fußleisten (Höhe ≥100mm) anzubringen. Zwischen dem Laufsteg und Hydrauliköltank, Hydraulikventilen sowie der Seilwinde auf der Drehbühne ist ein Wartungsabstand von mindestens 500mm einzuhalten.
Laufstege am Fahrgestellrahmen: Beidseitig am Fahrgestellrahmen (über den Stützbeinen) sind Laufstege vorzusehen, damit das Bedienpersonal die Stützbeine und den Boden einsehen kann. Breite ≥300mm. Höhenunterschiede zwischen Fahrgestellrahmen und Drehbühne sind über Stufen auszugleichen. Vorn und hinten am Fahrgestellrahmen sind Handläufe für den Auf- und Abstieg anzubringen. Wartungszugang am Ausleger: Bei großen Raupenkranen (Tragfähigkeit ≥100t) ist entlang des gesamten Auslegers ein Wartungssteg (Gitterrost, Breite ≥300mm) vorzusehen, mit rutschfesten Querstreben im Abstand von 2–3m.
Geländer und Schutzeinrichtungen
Alle Plattformen, Laufstege und Zugänge mit einem Höhenunterschied von ≥2m sind mit Geländern zu sichern. Für Mobilkrane gelten folgende besondere Anforderungen: Geländer, die im Fahrbetrieb die Fahrzeugbreite überschreiten könnten, sind als demontierbare oder klappbare Konstruktion auszuführen; die Verriegelung (Bolzen oder Schraube) ist vor dem Kranbetrieb zu montieren. Der Abstand der Geländersäulen darf 1500mm nicht überschreiten; die Geländer müssen einer horizontalen Kraft von ≥500N ohne Verformung standhalten. Die Säulenfüße sind an Strukturbauteilen zu befestigen, nicht an beweglichen Abdeckplatten oder Trittplatten.
Absturzsicherung: In den Zugangssystemen großer Mobilkrane (Gesamthöhe ≥30m) sind Anschlagpunkte für Sicherheitsgurte vorzusehen – mindestens je einer am Eingang der Kranbedienkabine, am Wartungszugang des Auslegers und an der Kante der Drehbühne. Die Anschlagpunkte müssen mit der zulässigen Belastungsrichtung gekennzeichnet sein; die Länge des Sicherheitsseils darf 2m nicht überschreiten. Die Zugangssysteme der Mobilkrane von Kelude Schwerindustrie sind nach dieser Norm konstruiert: Alle klappbaren Zugänge schließen im Fahrbetrieb bündig mit dem Fahrzeug ab und sind im ausgefahrenen Zustand sicher verriegelt, um ein gefahrloses Auf- und Absteigen zu gewährleisten.
Vergleichstabelle für Zugangssysteme an Mobilkranen
Die folgende Vergleichstabelle fasst die zentralen Parameter und Konfigurationen für Zugangssysteme und Schutzeinrichtungen an Mobilkranen zusammen und dient als Referenz für Auswahl und Betrieb.
Kelude Industriekrane
Kelude Industriekrane sind das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung im Kranbau und werden speziell für den anspruchsvollen Dauerbetrieb in der deutschen und europäischen Fertigungsindustrie entwickelt. Jede Krananlage wird nach den strengen Vorgaben der DIN 15018 konstruiert und gefertigt, um höchste Betriebssicherheit und eine außergewöhnliche Lebensdauer zu gewährleisten.
Robuste Auslegung für den industriellen Dauerbetrieb
Unsere Krane sind für extreme Beanspruchung ausgelegt. Der gesamte Tragwerksaufbau – von der Trägerkonstruktion bis zur Laufkatze – ist auf eine hohe Ermüdungsfestigkeit optimiert. Die verwendeten Werkstoffe und Komponenten entsprechen den aktuellen europäischen Normen und sind für eine lange Einsatzzeit bei minimalem Wartungsaufwand konzipiert. Dies reduziert Stillstandzeiten und senkt die Gesamtbetriebskosten nachhaltig.
Präzise Steuerung und intuitive Bedienung
Die Steuerungssysteme von Kelude ermöglichen ein feinfühliges Positionieren der Last. Ob über eine moderne Funkfernsteuerung oder ein robustes Hängetaster-System – die Steuerung ist stets auf eine präzise und sichere Handhabung ausgelegt. Die Fahr- und Hubgeschwindigkeiten lassen sich stufenlos regeln, was ein exaktes Handling empfindlicher Lasten erlaubt und die Arbeitseffizienz im täglichen Betrieb deutlich erhöht.
Umfangreiche Sicherheitsausstattung nach EN 13000
Die Sicherheit von Personal und Material hat oberste Priorität. Daher sind unsere Krane standardmäßig mit einer Vielzahl von Sicherheitseinrichtungen ausgestattet, die den Anforderungen der EN 13000 entsprechen. Dazu gehören unter anderem:
- Lastbegrenzer zum Schutz vor Überlastung
- Endschalter für alle Bewegungsachsen
- Not-Aus-Funktionen an allen Bedienstellen
- Schlupfüberwachung an den Antrieben
Diese Maßnahmen gewährleisten einen zuverlässigen und gefahrlosen Betrieb, auch unter schwierigen Bedingungen.
Flexible Anpassung an Ihre Einsatzumgebung
Jeder Einsatzort stellt individuelle Anforderungen an die Krananlage. Kelude bietet daher ein hohes Maß an Flexibilität bei der Konfiguration. Unterschiedliche Spannweiten, Hubhöhen und Tragfähigkeiten sind ebenso möglich wie spezielle Ausführungen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen oder mit besonderen Korrosionsschutzanforderungen. Wir planen und realisieren Ihre Kranlösung passgenau für Ihre Produktions- und Logistikprozesse.
Technische Daten im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die gängigen technischen Kenndaten unserer Standardkrane. Individuelle Anpassungen sind auf Anfrage jederzeit möglich.
| Kenngröße | Wert / Bereich |
|---|---|
| Tragfähigkeit | 1 t – 50 t |
| Spannweite | bis 35 m |
| Hubgeschwindigkeit | 0,5 – 8 m/min |
| Krangeschwindigkeit | 5 – 40 m/min |
| Höhenauslastung | niedrige Bauhöhe verfügbar |
Wartungsfreundlichkeit und Service
Ein durchdachtes Wartungskonzept zeichnet unsere Krane aus. Alle relevanten Komponenten sind gut zugänglich angeordnet, was die Durchführung von Inspektionen und Wartungsarbeiten erheblich erleichtert. Zudem bieten wir umfassende Serviceleistungen an – von der regelmäßigen Wartung bis hin zur schnellen Ersatzteilversorgung. So stellen wir sicher, dass Ihre Krananlage über viele Jahre hinweg zuverlässig arbeitet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F:
Welche Normen liegen den Kelude-Kranen zugrunde?A: Die Krane werden gemäß der DIN 15018 für den Kranbau konstruiert. Elektrische Ausrüstungen entsprechen der EN 60204-32, sicherheitsrelevante Aspekte der EN 13000.
F:
Können die Krane an spezielle Umgebungsbedingungen angepasst werden?A: Ja, wir bieten Sonderlösungen für verschiedene Einsatzbereiche, wie zum Beispiel Ausführungen mit erhöhtem Korrosionsschutz oder für den Einsatz in Umgebungen mit Explosionsgefahr.
F:
Wie lange ist die Lieferzeit für einen Standardkran?A: Die Lieferzeit hängt von der individuellen Konfiguration ab. Für Standardmodelle planen wir in der Regel mit einer Lieferzeit von 8 bis 12 Wochen nach Auftragsbestätigung.
F:
Bieten Sie auch Wartungsverträge an?A: Ja, wir bieten maßgeschneiderte Wartungsverträge an, die auf die spezifischen Anforderungen Ihrer Anlage und Ihres Betriebs zugeschnitten sind. Sprechen Sie uns gerne an.
| Anlagentyp | BreiteAnforderungen(mm) | TragfähigkeitAnforderungen | Sicherheitseinrichtungen |
|---|---|---|---|
| AufstiegZugangssystem | ≥400 | ≥2.0kN/m² | rutschfestTrittstufe+Handlauf |
| DrehplattformLaufsteg | ≥300 | ≥1.5kN/m² | rutschfest+GeländerHöhe≥900mm |
| BedienungPlattform | ≥500 | ≥2.0kN/m² | Geländer+rutschfest+Entwässerung |
| Wartungsbühne | ≥400 | ≥3.0kN/m² | VierseitigGeländer+Fußleiste |