Kranauswahl: Der komplette Leitfaden
Kranauswahl: Betriebsbedingungen präzise definieren
Die Auswahl eines Krans ist keine einfache Frage nach „einem Kran", sondern erfordert eine systematische Analyse von Materialeigenschaften, Einsatzhäufigkeit, räumlichen Gegebenheiten und Umweltbedingungen. Ein durchdachtes Auswahlkonzept kann die Anschaffungskosten um 20 % bis 40 % und die Betriebskosten um 15 % bis 25 % senken.

▲ Schematische Darstellung der wichtigsten Parameter für die Kranauswahl
Die vier wichtigsten Parameter im Detail
1. Tragfähigkeit (Nennlast)
Die Tragfähigkeit ist das wichtigste Auswahlkriterium. Dabei muss zwischen der Nenntragfähigkeit und der maximalen Tragfähigkeit unterschieden werden. Bei der Auswahl sollte zur tatsächlichen maximalen Last ein Sicherheitsaufschlag von 15 % bis 20 % hinzugerechnet werden. Wenn das schwerste zu hebende Werkstück beispielsweise 15 t wiegt, wird eine Spezifikation von 20/5 t empfohlen (Haupthaken 20 t, Hilfshaken 5 t).
2. Spannweite und Hubhöhe
Die Spannweite eines Brückenkrans bezeichnet den Abstand zwischen den Mittellinien der Kranbahnschienen und wird durch die Breite der Werkshalle bestimmt. Standardspannweiten sind üblicherweise 10,5 m, 13,5 m, 16,5 m, 19,5 m, 22,5 m, 25,5 m, 28,5 m und 31,5 m. Sonderanfertigungen sind möglich.
Die Hubhöhe wird durch die Werkstatthöhe begrenzt. Übliche Hubhöhen für Brückenkrane sind 12 m, 16 m, 20 m, 24 m und 30 m. Wichtig: Die Hubhöhe muss um die Spreizerhöhe und die Extremposition des Hakens reduziert werden; die tatsächlich nutzbare Höhe kann daher unter der Nenn-Hubhöhe liegen.
3. Triebwerksgruppe
Die Triebwerksgruppe ist ein entscheidender Indikator für Lebensdauer und Preis eines Krans. Gemäß der Norm DIN 15018 wird in acht Stufen von A1 bis A8 unterschieden:
- A1-A3 (leichte Stufe): Für Szenarien mit geringer Nutzungshäufigkeit wie Lager und Wartungswerkstätten.
- A4-A5 (mittlere Stufe): Für mittlere Nutzungshäufigkeit in der mechanischen Fertigung und Montagehallen.
- A6-A7 (schwere Stufe): Für Hochfrequenzanwendungen in der Metallurgie, im Gießen und in Häfen.
- A8 (sehr schwere Stufe): Für extreme Bedingungen wie Kernkraftwerke oder Stranggießen.

▲ Konfigurationsvergleich von Kranen verschiedener Triebwerksgruppen
Die gängigsten Krantypen im Überblick
Brückenkran: Ideal für Werkshallen, universell einsetzbar, macht über 60 % des Marktvolumens aus.
Portalkran: Geeignet für Außenlager und Frachthöfe, benötigt keine Hallenstruktur.
Auslegerkran: Ideal für den Einsatz an einzelnen Arbeitsplätzen, flexibel aufstellbar, geringe Investition.
Elektrokettenzug: In Kombination mit Einschienenbahnen oder I-Trägern, geeignet für Lasten ≤ 10 t.
Explosionsgeschützter Kran: Für explosionsgefährdete Umgebungen wie Chemiewerke oder Mühlen, erfordert zusätzliche Zertifizierung.
Der Entscheidungsprozess für die richtige Auswahl
- Maximale Last berechnen (inkl. Anschlagmittel) × Sicherheitsfaktor 1,2 zur Bestimmung der Nenntragfähigkeit.
- Werkshalle vermessen (Breite für Spannweite, Höhe für Hubhöhe).
- Nutzungshäufigkeit analysieren (tägliche Betriebsstunden, Hübe pro Stunde) zur Bestimmung der Triebwerksgruppe.
- Umgebungsfaktoren bewerten (Temperatur, Feuchtigkeit, Staub, Korrosion, Explosionsschutz) zur Bestimmung der Schutzart (IP).
- Steuerungsart festlegen (Funkfernsteuerung / Führerhaus / Fernbedienung) zur Bestimmung der elektrischen Ausstattung.
- Spezielle Anforderungen klären (Frequenzumrichter / Pendeldämpfung / intelligente Überwachung / Greifer / Magnetplatte usw.).
Wichtige Hinweise für den Kauf
- Prüfung der Zulassungen: Der Lieferant muss eine Fertigungslizenz für Spezialausrüstung besitzen; für das Produkt muss ein Prüfbericht einer Typprüfung vorliegen.
- Montage und Abnahme: Das Montageunternehmen benötigt eine Lizenz für Installation, Umbau und Wartung. Nach der Montage ist eine Abnahme durch eine staatliche Prüfstelle für Spezialausrüstung erforderlich.
- Kundendienst: Reaktionszeit für Wartung, Lieferzeit für Ersatzteile und Garantiezeit (Branchenstandard: 12–18 Monate) klären.
- Bewertung von Gebrauchtgeräten: Beim Kauf eines gebrauchten Krans sind die Überhöhung des Hauptträgers, die Schweißnähte der Kopfträger und der Verschleiß der Laufräder besonders zu prüfen.
Häufig gestellte Fragen
F: Welche Kernparameter müssen bei der Kranauswahl bestimmt werden?
A: Die Kernparameter sind: Tragfähigkeit Gn, Spannweite S, Hubhöhe H, Triebwerksgruppe, Hubgeschwindigkeit, Fahrgeschwindigkeit, Steuerungsart und Stromversorgung. Darüber hinaus sind Umweltfaktoren zu berücksichtigen (Innen-/Außenbereich, Temperatur, Explosions-/Korrosionsschutz, Windlast usw.).
F: Wie wählt man die richtige Triebwerksgruppe A3~A8?
A: Stufe A3 (leicht) ist für Wartung, Lager und ähnliche Anwendungen mit geringer Nutzungshäufigkeit geeignet; die Stufen A4~A5 (mittel) sind für allgemeine Industriebetriebe gedacht; Stufe A6 (schwer) wird für den Drei-Schicht-Betrieb in der Metallurgie oder im Gießen verwendet; die Stufen A7~A8 (sehr schwer) sind für den Dauerbetrieb von Metallurgiekränen vorgesehen.
F: Welche Auswahldienste bietet Kelude Schwerindustrie an?
A: Kelude Schwerindustrie bietet eine kostenlose Beratung zur Kranauswahl an. Basierend auf Ihren Betriebsbedingungen empfehlen wir den wirtschaftlichsten Kran und die passende Konfiguration, einschließlich Hauptträgerform (Kasten-/Fachwerkträger), Steuerungsart und Sonderanfertigungen. Sie erreichen uns telefonisch unter 13903802779.
Kelude Schwermaschinen: Zuverlässige Industriekrane für anspruchsvolle Einsätze
Kelude Schwermaschinen ist ein renommierter Hersteller von Industriekranen und Hebezeugen. Unser Sortiment umfasst Brückenkrane, Portalkrane, Auslegerkrane sowie Elektroseilzüge und wurde speziell für den Dauereinsatz in Werkhallen, Logistikzentren und auf Freiflächen konzipiert. Wir verbinden deutsche Ingenieurskunst mit effizienten Fertigungsprozessen, um wirtschaftliche und langlebige Hebelösungen zu bieten.
Industriekrane nach DIN-Norm für höchste Sicherheit
Unsere Krane werden nach strengen Qualitätsstandards gefertigt und entsprechen den einschlägigen DIN- und EN-Normen, darunter DIN 15018, EN 13000 sowie EN 60204-32. Diese Normen gewährleisten nicht nur die statische Sicherheit, sondern auch die elektrische Ausrüstung und die Steuerungstechnik. Jeder Kran durchläuft vor Auslieferung eine umfassende Werksabnahme und wird mit allen erforderlichen Prüfzertifikaten dokumentiert.
Doppelträger-Brückenkrane für schwere Lasten bis 50 t
Die Doppelträger-Brückenkrane von Kelude sind die erste Wahl für hohe Traglasten und große Spannweiten. Sie sind als Zweiträger-Krane mit einer Tragfähigkeit von bis zu 50 t und Spannweiten bis zu 34,5 m verfügbar. Die stabile Kastenprofil-Konstruktion sorgt für eine geringe Bauhöhe und optimale Raumnutzung. Die Krane sind für den Einsatz mit Haken, Greifer oder auch mit speziellen Lastaufnahmemitteln wie C-Haken oder Vakuumhebern ausgelegt.
| Typ | Tragfähigkeit | Spannweite | Hubhöhe |
|---|---|---|---|
| Doppelträger-Brückenkran | 5 t – 50 t | 10,5 m – 34,5 m | 6 m – 18 m |
| Einzelträger-Brückenkran | 1 t – 20 t | 7,5 m – 28,5 m | 6 m – 12 m |
Portalkrane für flexible Logistik im Freien
Für den Umschlag auf Freiflächen, in Containerterminals oder auf Werksgeländen bieten wir robuste Portalkrane in Voll- und Halbportal-Bauweise. Diese Krane sind als Einzel- oder Doppelträger-Versionen erhältlich und zeichnen sich durch eine hohe Mobilität und einfache Montage aus. Sie werden wahlweise mit gummibereiften Rädern oder auf Schienen geliefert und sind für den rauen Außeneinsatz optimiert.
Elektroseilzüge mit feinfühliger Steuerung
Unsere Elektroseilzüge sind das Herzstück vieler Krananlagen. Sie überzeugen durch eine präzise Lastpositionierung, eine hohe Einschaltdauer und einen geringen Wartungsaufwand. Die Züge sind in verschiedenen Ausführungen mit einer Tragfähigkeit von 1 t bis 50 t lieferbar. Auf Wunsch rüsten wir sie mit einer Frequenzumrichter-Steuerung für besonders weiches Anfahren und sanftes Stoppen aus. Die kompakte Bauweise ermöglicht zudem geringe Abstände zwischen Haken und Kranbahn.
Wartungsarme Kransysteme mit langer Lebensdauer
Kelude Krane sind auf Langlebigkeit ausgelegt. Die Verwendung von hochwertigen Komponenten wie selbstschmierenden Laufrollen, wartungsfreien Getrieben und korrosionsgeschützten Oberflächen reduziert den Wartungsaufwand auf ein Minimum. Ein optionales Condition-Monitoring-System überwacht den Zustand der wichtigsten Baugruppen in Echtzeit und ermöglicht eine vorausschauende Instandhaltung. So maximieren Sie die Verfügbarkeit Ihrer Anlage und senken die Betriebskosten nachhaltig.
Häufige Fragen zu unseren Industriekranen
F: Welche Normen erfüllen die Krane von Kelude?
A: Alle Krane entsprechen den aktuellen DIN- und EN-Normen, insbesondere DIN 15018 für die Tragwerksberechnung und EN 60204-32 für die elektrische Ausrüstung. Auf Wunsch liefern wir die Konformitätserklärung und die Werkszeugnisse mit.
F: Bieten Sie auch kundenspezifische Sonderlösungen an?
A: Ja, wir planen und fertigen Sonderkrane nach Ihren individuellen Anforderungen. Ob besondere Spannweiten, spezielle Hubhöhen oder die Integration in bestehende Hallenstrukturen – unser Ingenieurteam entwickelt eine passgenaue Lösung.
F: Wie lange ist die Lieferzeit für einen Standard-Brückenkran?
A: Für Standardmodelle beträgt die Lieferzeit in der Regel 8 bis 12 Wochen ab Bestellbestätigung. Bei Sonderkranen besprechen wir den Zeitrahmen individuell mit Ihnen.
F: Übernehmen Sie die Montage und Inbetriebnahme?
A: Ja, unser Montageteam übernimmt die fachgerechte Installation, Inbetriebnahme und Einweisung Ihres Personals. Wir bieten auch einen umfassenden Wartungsvertrag an.
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