Lastverteilung und Stabilitätsprüfung beim Doppelkran-Heben
Die Topside-Module von FPSO-Anlagen wiegen zwischen mehreren hundert und mehreren tausend Tonnen – ein einzelner Kran kann solche Lasten in der Regel nicht allein heben. Erforderlich ist daher ein koordiniertes Lasthebeverfahren mit zwei (oder sogar drei) Kranen. Die zentrale technische Herausforderung beim Tandemhub ist die ungleichmäßige Lastverteilung: Die Kombination aus unterschiedlicher Drahtseilsteifigkeit, Abweichungen im Drehwinkel und der Schiffsneigung führt dazu, dass die tatsächliche Lastverteilung um bis zu ±20 % vom Auslegungswert abweichen kann. Eine präzise Berechnung und Echtzeitüberwachung sind daher unerlässlich.
Die Topside-Module von FPSO-Schiffen (Floating Production Storage and Offloading) gehören zu den anspruchsvollsten Hebeoperationen im Offshore-Bereich. Ein einzelnes Modul – etwa ein Öl-Gas-Trennmodul, ein Verdichtermodul oder ein Stromerzeugungsmodul – wiegt typischerweise 200 bis 3000 t und kann Abmessungen von 30 m × 20 m × 25 m erreichen. Während der Bau- und Integrationsphase transportieren Werften diese Kolosse mit großen Portalwippdrehkranen oder Schwimmkranen vom Vorfertigungsbereich am Kai zur vorgesehenen Position auf dem FPSO-Rumpf. Die Ausrichtungsgenauigkeit ist dabei extrem hoch: Die Flanschbohrungen müssen mit einer Abweichung von ≤ 5 mm zentriert werden.
Die Berechnung der Lastverteilung und die Stabilitätsanalyse für den Tandemhub folgen den Lastkombinationsprinzipien der Norm DIN 15018. Die Anforderungen an die Synchronsteuerung basieren auf den zusätzlichen Sicherheitsfaktoren für den Mehrkranbetrieb gemäß DNV-ST-0378.
Wenn das Modulgewicht die Nennlast eines einzelnen Krans übersteigt (oder wenn das Modul trotz zulässiger Last aufgrund seiner Größe und eines stark exzentrischen Schwerpunkts mit einem einzigen Anschlagpunkt nicht waagerecht gehalten werden kann), ist ein Tandemhub erforderlich – zwei Krane heben dasselbe Modul gleichzeitig über ihre jeweiligen Haken und Drahtseile. Dieser Artikel konzentriert sich auf das Hauptrisiko des Tandemhubs – die ungleichmäßige Lastverteilung – und erläutert Berechnungsmethoden sowie Gegenmaßnahmen.
Berechnung der Lastverteilung beim Tandemhub
Im Idealfall wird die Lastverteilung beim Tandemhub durch den Abstand des Modulschwerpunkts zu den beiden Anschlagpunkten bestimmt – die von den beiden Kranen aufgenommenen Lasten F₁ und F₂ verteilen sich nach dem Hebelgesetz: F₁/F₂ = L₂/L₁, wobei L₁ und L₂ die horizontalen Abstände vom Schwerpunkt zu Anschlagpunkt 1 bzw. 2 sind. Beispiel: Bei einem Modulgewicht von 800 t, einem Schwerpunktabstand von 8 m zu Kran A und 12 m zu Kran B übernimmt Kran A die Last F_A = 800 × 12/(8+12) = 480 t, Kran B entsprechend F_B = 800 × 8/20 = 320 t.
Dies ist jedoch nur der Ausgangspunkt der idealisierten Berechnung – in der Praxis führen drei entscheidende Faktoren zu Abweichungen von der geplanten Lastverteilung. Der erste Faktor ist die unterschiedliche Elastizität der Drahtseile: Selbst bei identischer Spezifikation (z. B. gleicher Durchmesser 52 mm, Festigkeitsklasse 1960) können die tatsächlichen Elastizitätsmoduln der verwendeten Drahtseile um ±5 % voneinander abweichen (bedingt durch unterschiedliche Fertigungschargen und mikroplastische Dehnungsunterschiede je nach Nutzungshäufigkeit). Bei einem 800-t-Modul mit vierfachem Lastvielfaches und einer unbelasteten Seillänge von ca. 80 m ergibt sich unter 480 t Last eine elastische Dehnung von ΔL = F×L/(E×A) ≈ 480×10⁴×80/(1,05×10¹¹×4×π×0,026²) ≈ 0,21 m. Bei einer Abweichung des Elastizitätsmoduls von 5 % zwischen den beiden Kranen beträgt der Dehnungsunterschied ≈ 10 mm – dieser Wert scheint gering, ist aber in der Positionierphase (geforderte Genauigkeit ±5 mm) ausreichend, um ein „Lastübernahme“ eines Hakens zu verursachen (der zuerst am Flansch anliegende Kran übernimmt einen überproportionalen Lastanteil).
Synchronsteuerung beim Tandemhub – Drehwinkel und Schiffsneigung
Der zweite entscheidende Faktor ist die Synchronisationsabweichung der Hubgeschwindigkeiten beider Krane. Selbst wenn die Geschwindigkeitsbefehle für beide Winden identisch sind (z. B. 0,5 m/min), führen Unterschiede im hydraulischen System, Getriebespiel in den Windengetrieben und der sich ändernde Wickelradius des Drahtseils auf der Trommel zu tatsächlichen Geschwindigkeitsabweichungen von ±3 % bis 5 %. Bei einer gesamten Hubhöhe von 15 m führt eine Geschwindigkeitsabweichung von 3 % zu einem Höhenunterschied von ca. 450 mm zwischen den Haken – weit über dem zulässigen Wert für die Modulebenheit.
Die Lösung besteht darin, an den vier Ecken des Moduls Neigungssensoren zu installieren (z. B. Pepperl+Fuchs INX360D-F99-I2E2-V15, Auflösung 0,01°). Die Echtzeit-Neigungswinkel werden drahtlos (z. B. Wi-Fi 802.11n oder LoRa 868 MHz) an die SPS-Steuerungen beider Krane übertragen. Die SPS berechnet den erforderlichen Höhenkorrekturwert aus dem Neigungswinkel (bei einer Modullänge von L=20 m entspricht eine Neigung von 0,1° einem Höhenunterschied von ca. 35 mm) und passt die Windengeschwindigkeiten dynamisch an – die höhere Seite wird um 10 % bis 20 % reduziert, die niedrigere Seite um 10 % bis 20 % erhöht – um die Modulneigung innerhalb von ±0,05° zu halten. Diese „geschlossene Neigungsregelung“ ist etwa zehnmal genauer als die herkömmliche „offene Geschwindigkeitsregelung“.
Der dritte entscheidende Faktor ist die Neigung des Schwimmkrans selbst. Bei einem Tandemhub mit Schwimmkranen führen durch Wellen und Wind verursachte Schiffsbewegungen (Trim/Heel) zu Abweichungen zwischen der tatsächlichen räumlichen Position der Auslegerspitze und den GPS-Werten – eine Schiffsquerneigung von 1° erzeugt an einer 50 m langen Auslegerspitze eine horizontale Verschiebung von ca. 870 mm und eine vertikale Verschiebung von ca. 15 mm. Daher muss bei Tandemhüben mit Schwimmkranen auf jedem Kran eine Bewegungsreferenzeinheit (MRU) installiert werden. Diese erfasst die Sechs-Freiheitsgrade-Bewegungsdaten des Schiffs (Surge/Sway/Heave/Roll/Pitch/Yaw) und speist sie in Echtzeit in das Kransteuerungssystem ein. Mittels Koordinatentransformation wird die Zielposition des Hakens vom schiffsbezogenen Koordinatensystem in das erdfeste Koordinatensystem umgerechnet, wodurch die Auswirkungen der Schiffsbewegung auf die Hakenposition kompensiert werden.
Echtzeit-Lastüberwachung und Überlastschutz beim Tandemhub
Die gefährlichste Situation beim Tandemhub ist die „verdeckte Überlast“ – da das Modul nicht abstürzt und der Kran keinen Alarm auslöst, bemerkt das Bedienpersonal möglicherweise nicht, dass ein Kran bereits um 10 % bis 15 % überlastet ist. Daher muss beim Tandemhub ein unabhängiges Lastüberwachungssystem (Load Monitoring System, LMS) eingesetzt werden, das nicht auf die bordeigenen Lastmomentbegrenzer der Krane angewiesen ist.
Typische LMS-Konfiguration: An der toten Seilendbefestigung jedes Krans wird ein bolzenförmiger Kraftaufnehmer (Load Pin, z. B. Sonderanfertigung von Strainsert, Messbereich 0–600 t, Genauigkeit ±0,5 % v. E.) installiert. Das 4–20-mA-Signal wird über einen Signalaufbereitungsmodul gefiltert und entstört und anschließend über Modbus TCP an einen zentralen Datenerfassungsrechner (DAQ) übertragen. Auf dem HMI-Bildschirm werden die tatsächlichen Lastverteilungsprozentsätze beider Krane in Echtzeit als Zahlenwert und Balkendiagramm angezeigt. Es sind zwei Alarmstufen definiert: Überschreitet die tatsächliche Last eines Krans 115 % des berechneten Verteilungswerts, wird eine gelbe Warnung ausgelöst (Weiterbetrieb erlaubt, aber Bediener werden aufgefordert, den Synchronisationsstatus zu prüfen). Bei Überschreitung von 125 % wird ein roter Alarm ausgelöst und die Hubgeschwindigkeit automatisch auf 10 % der Nenngeschwindigkeit reduziert. Bei Überschreitung von 130 % löst die Sicherheits-SPS einen Not-Aus aus. Das gesamte LMS-System muss unabhängig von der kraneigenen SPS-Steuerung sein (um zu verhindern, dass ein Single Point of Failure sowohl die Lastüberwachung als auch die Kransteuerung gleichzeitig lahmlegt) und mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV, Batterielaufzeit ≥ 30 min) ausgestattet sein.
| ErfassungParameter | Sensor Typ | Genauigkeit | Alarmschwelle |
|---|---|---|---|
| KranALast | BolzenbauartWägezelle / Kraftaufnehmer | ±0.5% FS | >115%Gelb/>125%Rot/>130%Stopp |
| KranBLast | BolzenbauartWägezelle / Kraftaufnehmer | ±0.5% FS | >115%Gelb/>125%Rot/>130%Stopp |
| ModulNeigungGrad | DoppelachseNeigungssensor | ±0.01° | >0.1°Vorwarnung/>0.3°Stillstand |
| DoppelhakenHöhendifferenz | Laser-Entfernungsmesser | ±1mm | >20mmVorwarnung/>50mmStillstand |
| Schwimmkran-Rumpflage | MRUSechsachseSensor | ±0.01° Roll | >2°Vorwarnung/>5°Stillstand |
| Windgeschwindigkeit | UltraschallWindmesser | ±0.5m/s | >12m/sVorwarnung/>15m/sStillstand |
| ModulGewichtBereich | Empfohlenes Kooperationskonzept | AnschlagmittelKonfiguration | SynchronisationGenauigkeitAnforderung |
|---|---|---|---|
| 200~500t | Zweikran-Hub 60/40Verteilung | Drahtseil+Traverse | ±50mm |
| 500~1000t | Zweikran-Hub 55/45Verteilung | Drahtseil+HydraulischAusgleichssystem | ±30mm |
| 1000~2000t | Dreikran-Hub 40/35/25 | Drahtseil+HydraulischSynchronisationZylinder | ±20mm |
| >2000t | Zweischwimmkran-KombinationHeben | Drahtseil+AHCKompensation | ±10mm |
Anschlagmittel für den Zweikran-Hub: Traverse und hydraulische Synchronzylinder
Bei Modulen mit schlanker Geometrie (Längen-Breiten-Verhältnis > 3:1) oder unbestimmter Schwerpunktlage kann selbst eine präzise Lastverteilungsberechnung das Kippen des Moduls nicht verhindern, wenn direkt mit dem Drahtseil angeschlagen wird – die tatsächliche Schwerpunktlage weicht dann zu stark von der Annahme ab. In solchen Fällen wird eine Traverse (Spreader Beam) oder ein System mit hydraulischen Synchronzylindern zwischen Haken und Modul eingebaut.
Die Traverse wandelt die zwei punktförmigen Hakenlasten in eine gleichmäßig über die Traversenlänge verteilte Last um. Oben ist sie über Drahtseile mit den Haken beider Krane verbunden, unten über mehrere Anschlagpunkte mit dem Modul. Dadurch pendelt sich das Modul beim Heben automatisch waagerecht ein (Prinzip der Balkenwaage). Das System mit hydraulischen Synchronzylindern ist fortschrittlicher: Vier oder acht Hydraulikzylinder werden an den Modulecken montiert und über Schläuche mit einer zentralen Hydraulikpumpenstation (HPU) verbunden. Jeder Zylinder ist mit einem Wegsensor (Genauigkeit ±0,1 mm) ausgestattet. Die SPS steuert über Servoventile die Hübe der einzelnen Zylinder, sodass das Modul während des gesamten Anschlagvorgangs waagerecht bleibt (Neigung < 0,05°). Das System gleicht Höhendifferenzen von bis zu < 200 mm zwischen den beiden Kranhaken automatisch aus – ohne manuelles Nachstellen der Winden durch den Bediener. Dies ist besonders bei Schwimmkran-Einsätzen mit instabilem Seegang und ständig schwankender Hakenhöhe von großer Bedeutung.
Häufige Fragen zum Zweikran-Hub
F: Was passiert, wenn beim Zweikran-Hub ein Kran plötzlich ausfällt? Kann der andere Kran die gesamte Last allein tragen?
A: Nein. Bei der Auslegung eines Zweikran-Hubs ist es nicht zulässig, davon auszugehen, dass ein Kran die Gesamtlast allein tragen kann, wenn der andere ausfällt. Bestünde dieses Risiko, dürfte das Modul nicht im Zweikran-Hub angehoben werden – es müsste ein größerer Einzelkran eingesetzt werden. Die praktischen Sicherheitsmaßnahmen sind: ① Die beiden Krane sind mit einer redundanten Kommunikationsverbindung ausgestattet (Heartbeat-Signal, alle 50 ms). Stellt ein Kran eine Unterbrechung der Verbindung oder ein Fehlersignal der SPS des anderen Krans fest, wird sofort das Programm „Synchrones Abbremsen – Stopp" ausgelöst: Beide Krane reduzieren die Geschwindigkeit gleichzeitig auf 10 % der Nenngeschwindigkeit, halten die Last 2 Sekunden (zur Kontrolle der Modulstabilität), stoppen dann vollständig und aktivieren die Bremsung. ② Auf der Baustelle steht ein dritter Bereitschaftskran (Hilfskran, Tragfähigkeit ≥ 30 % des Einzelkrans) bereit, der innerhalb von 5–10 Minuten die Anschlagpunkte übernimmt; erst danach wird die Last des defekten Krans langsam abgelassen. Ist kein Bereitschaftskran verfügbar, wird das Modul entlang eines vorab festgelegten Absenkpfads langsam auf einem temporären Stützgerüst abgesetzt (in der Regel eine Gitterstahlkonstruktion, die vorab an der vorgesehenen Position platziert wurde).
F: Warum werden für FPSO-Module nicht ein größerer Kran statt zwei Krane eingesetzt?
A: Drei Randbedingungen sind maßgeblich. Erstens die vorhandene Ausstattung der Werft: Nicht jede Werft verfügt über einen Super-Portalwippdrehkran mit mehr als 2.000 t Tragfähigkeit (der „Honghai" 22.000-t-Brückenkran von ZPMC ist weltweit der einzige seiner Art). Die maximale Hubkapazität der meisten Werften liegt im Bereich von 600–1.200 t; Module über diesem Gewicht müssen im Zweikran-Hub gehoben werden. Zweitens die Wirtschaftlichkeit: Die Tagesrate für den Einsatz eines Schwerlast-Schwimmkrans (z. B. Heerema Thialf mit 14.200 t oder Saipem 7000) beträgt $500.000–1 Mio. pro Tag. Der Zweikran-Hub mit vorhandenen Kränen senkt die Anschlagkosten erheblich. Drittens ist das Moduldesign nicht zwingend „in einem Stück" vorgegeben: Immer mehr FPSO-Projekte setzen auf modulare Bauweise. Überdimensionierte Module werden in zwei bis drei Untermodule aufgeteilt, die separat gebaut und gehoben und erst auf dem Rumpf zusammengefügt werden – so entfällt die Notwendigkeit eines einzigen, extrem schweren Hubs grundsätzlich.
F: Wie wird die unterschiedliche elastische Dehnung der Drahtseile beim Zweikran-Hub ausgeglichen?
A: Wenn beide Krane Drahtseile gleicher Spezifikation und gleichen Lastvielfachen verwenden, liegt die Differenz der elastischen Dehnung in der Regel bei < 15 mm. Diese Größenordnung wird beim Zusammenführen der Module durch „Feinbewegung beim Senken" ausgeglichen: Bei einer Höhe von ca. 100 mm über der Flanschebene schalten beide Krane gleichzeitig in den „Tippbetrieb" (Inching Mode) – jeder Tastendruck am Steuerknüppel senkt den Haken um 1–3 mm. Durch abwechselndes Betätigen beider Krane werden alle vier Modulecken gleichzeitig auf die Flanschebene abgesetzt. Ist das Modul mit einem hydraulischen Synchronzylindersystem ausgestattet, übernimmt das hydraulische System den Ausgleich automatisch. Für besonders hohe Anforderungen an die Positioniergenauigkeit (z. B. bei Unterwasser-Manifold-Verbindungen mit zulässiger Abweichung von ±2 mm) können an den vier Modulecken Laser-Tracker (z. B. Leica AT403 oder API Radian) installiert werden. Diese messen die räumliche Abweichung des Moduls in sechs Freiheitsgraden in Echtzeit relativ zur Zielposition und geben die Werte als Regelgröße an die Steuerungen beider Krane zurück (geschlossener Regelkreis).
F: Welche Prüfungen und Freigaben sind vor dem Zweikran-Hub erforderlich?
A: Gemäß DNV-OS-H205 und API RP 2D sind vor einem Zweikran-Hub folgende Dokumente zwingend erforderlich: ① Detaillierter Hebeplan (Detailed Lifting Procedure) mit Lastverteilungsberechnung (durch einen eingetragenen Bauingenieur geprüft), Anschlagmittelkonfiguration, Kranaufstellungsplan (mit Angabe der Kranstandortkoordinaten und des Arbeitsradius des Auslegers) sowie Beschreibung der Synchronsteuerungslogik beider Krane; ② Risikoanalysebericht (HAZID/HAZOP), der alle potenziellen Versagensarten identifiziert und Gegenmaßnahmen festlegt; ③ Kommunikationstestbericht beider Krane (zur Verifizierung der Herzschlagsignale und der Wirksamkeit der Notabschaltungs-Verriegelung); ④ Qualifikationsnachweise der Kranführer und Anschläger (mit OPITO- oder API-anerkannten Kranführerscheinen); ⑤ Genehmigungsvermerk der unabhängigen maritimen Gewährleistungsinspektion (MWS – Marine Warranty Survey) – dies ist bei den meisten Offshore-Projekten eine zwingende Versicherungsauflage. Alle Unterlagen sind mindestens 14 Tage vor dem Hub zur MWS-Prüfung einzureichen. Erfolgt ein Hub ohne Genehmigung, ist der Versicherungsschutz im Schadensfall ausgeschlossen.
Kelude bietet für Offshore-Modulmontageprojekte die Planung von Zwei- und Mehrkran-Hebesystemen, die Integration von Lasthöhen-Erfassungssystemen sowie technische Unterstützung bei der Marine Warranty Survey an. Für konkrete Lösungen wenden Sie sich bitte an unser Engineering-Team.