Brückenkran-Puffer: Auswahl & Montageabstand

Pufferauswahl und Einbauabstände bei Brückenkranen

Die Kernfunktion der Puffer am Brückenkran besteht darin, die beim Anfahren an die Endanschläge entstehende kinetische Energie der Kranbrücke oder Laufkatze aufzunehmen und so die Metallstruktur sowie das Antriebssystem vor Stoßschäden zu schützen. Die Auswahl der Puffergröße und der Einbauabstände erfolgt gemäß der Norm GB/T 18440 „Kranpuffer“ und der Norm DIN 15018 „Kranbauvorschriften“. Je nach Einsatzbedingungen bieten sich Polyurethan-, Feder- oder Hydraulikpuffer mit unterschiedlichen Eigenschaften an.

Die Puffer werden an beiden Enden der Endwagen der Kranbrücke sowie an beiden Enden des Katzfahrwerks montiert. Sie zählen zu den grundlegendsten, aber auch am häufigsten vernachlässigten Sicherheitsschutzeinrichtungen. Statistiken zeigen, dass etwa 35 % der Risse an Endwagen und 20 % der vorzeitigen Getriebeschäden an der Kranbrücke auf defekte oder falsch dimensionierte Puffer zurückzuführen sind. Die korrekte Auswahl und der richtige Einbauabstand der Puffer sind entscheidend für die Lebensdauer der Anlage und die Arbeitssicherheit – wird die kinetische Energie nicht effektiv absorbiert, wird sie über die Räder auf Hauptträger, Endwagen und den Kranbahnträger übertragen.

Pufferauswahl und Einbauabstände bei Brückenkranen Vergleich der technischen Parameter und praktischen Anwendung von Polyurethan-, Feder- und Hydraulikpuffern Polyurethan-Puffer Pufferkapazität 100~5000 Nm Anwendbare Tragfähigkeit ≤5t ~ ≤160t (A1~A7) Pufferhub 50~140 mm Zulässige Geschwindigkeit ≤0,67~1,33 m/s Einbauabstand Symmetrisch an beiden Enden, ≥200mm vom Schienenende Zentrumshöhe Anschlag Abweichung zur Radmitte ≤±10mm Lebensdauer/Austauschintervall 24~36 Monate (Polyurethan-Alterung) Wartungsfrequenz Monatlich Sichtprüfung / Vierteljährlich Messung / Jährlich Austausch Federpuffer Pufferkapazität 100~5000 Nm Anwendbare Tragfähigkeit 5~100t (A4~A8, geeignet für hohe Temperaturen) Pufferhub 50~120 mm Zulässige Geschwindigkeit</t Vergleich der Puffer-Typen für Brückenkrane Technische Daten und Wartungsintervalle für Polyurethan-, Feder- und Hydraulikpuffer Polyurethan-Puffer Pufferkapazität 280~2500 Nm Anwendbare Tragfähigkeit 1~16 t (KLD_GRADE_1__~A4) Pufferhub 40~150 mm Fahrgeschwindigkeit ≤0.67 m/s Montageabstand Vorspannung = 10% Hub, ≥250 mm vom Schienenende Stoßzentrum-Höhe Horizontale Wellenausrichtung ≤±5 mm Lebensdauer / Austauschintervall ≥10 Jahre (bei Rissbildung im Endwicklungsbereich ersetzen) Wartungshäufigkeit Monatlich auf Risse prüfen / Vierteljährlich freie Höhe messen Federpuffer Pufferkapazität 400~6300 Nm Anwendbare Tragfähigkeit 5~50 t (KLD_GRADE_3__) Pufferhub 60~200 mm Fahrgeschwindigkeit ≤0.67 m/s Montageabstand Vorspannung = 10% Hub, ≥250 mm vom Schienenende Stoßzentrum-Höhe Horizontale Wellenausrichtung ≤±5 mm Lebensdauer / Austauschintervall ≥10 Jahre (bei Ermüdungsbruch der Endwicklungen ersetzen) Wartungshäufigkeit Monatlich auf Risse prüfen / Vierteljährlich freie Höhe messen Hydraulischer Puffer Pufferkapazität 1600~3200 Nm Anwendbare Tragfähigkeit 16~80 t (KLD_GRADE_4__~A8) Pufferhub 80~120 mm Fahrgeschwindigkeit ≤1,0~1,67 m/s Montageabstand Horizontal montieren, Kolbenstange auf Stoßzentrum ausrichten Stoßzentrum-Höhe Abweichung vom Stoßzentrum ≤±3 mm Lebensdauer / Austauschintervall Dichtungen und Hydrauliköl jährlich wechseln Wartungshäufigkeit Monatlich auf Leckagen prüfen / Vierteljährlich Rückstellfunktion testen Auslegung nach DIN 15018 · JB/T 7017-2015 · DIN 15018 | Berechnung des Montageabstands und Sicherheitsanforderungen für Puffer

Puffer-Typen für Brückenkrane: Polyurethan, Feder & Hydraulik im Vergleich

Puffer für Brückenkrane werden nach ihrem Funktionsprinzip in drei Kategorien eingeteilt: Polyurethan (elastomerer Hochpolymer), Feder (zylindrische Schraubenfeder) und Hydraulik (Öl-Drosselung). Polyurethan-Puffer absorbieren Energie durch elastische Verformung, haben den einfachsten Aufbau und eignen sich für mittlere und leichte Lasten bei normalen Temperaturen. Federpuffer nutzen die Kompression einer Schraubenfeder zur Energiespeicherung und können in heißen Werkstätten (bis 250°C) dauerhaft eingesetzt werden. Hydraulische Puffer dissipieren Energie durch Öl, das durch Drosselöffnungen strömt, und bieten den höchsten Pufferwirkungsgrad (bis zu 90%) – ideal für den Einsatz bei hohen Geschwindigkeiten und großen Massen.

Die internationale Norm ISO 24818:2019 „Krane – Technische Anforderungen an Puffer" legt die Berechnungsmethoden für die Pufferkapazität, die Materialklassen und das dynamische Antwortverhalten fest. Die nationale Norm GB/T 18440 „Kran-Puffer" ergänzt diese Anforderungen um detailliertere Prüf- und Abnahmeverfahren, die auf der Fertigungspraxis in China basieren.

Berechnung der Pufferkapazität: Kinetische Energie & Auswahl

Der Kern der Pufferauslegung ist die Berechnung der kinetischen Energie beim Aufprall: E = 0,5 × m × v² × K. Dabei ist m die Gesamtmasse des Brückenkrans (inklusive Anschlagmittel und Nenntragfähigkeit), v die Aufprallgeschwindigkeit (Kranfahrgeschwindigkeit, üblicherweise 0,33~1,33 m/s) und K der Energiekoeffizient (zur Berücksichtigung von konzentrierten Massen, elastischem Stoß etc., typischerweise 1,25~1,5). Der berechnete E-Wert muss kleiner sein als die Nennpufferkapazität eines einzelnen Puffers (bei Parallelschaltung mehrerer Puffer die Summe).

Beispiel für einen 32t-Brückenkran: Das Eigengewicht der Kranbrücke beträgt ca. 30t, die Nenntragfähigkeit 32t, die Laufkatze wiegt ca. 2t und das Anschlagmittel ca. 1t. Die Kranfahrgeschwindigkeit bei Volllast beträgt 40 m/min (ca. 0,67 m/s). Die Gesamtmasse m = 30 + 32 + 2 + 1 = 65t = 65000 kg. Die Aufprallenergie E = 0,5 × 65000 × 0,67² × 1,25 ≈ 18231 Nm. Ein Polyurethan-Puffer JHQ-A5 mit einer Nennkapazität von 1600 Nm wäre bei 2 Stück parallel (3200 Nm) deutlich unterdimensioniert. Empfohlen werden 2 Stück Hydraulikpuffer HYGC-25 (je 2500 Nm, gesamt 5000 Nm), die die Anforderungen erfüllen.

Technische Daten im Vergleich: Puffer-Typen und Parameter

Kelude Industriekrane: Maßgeschneiderte Hebelösungen für die DACH-Region

Die Kelude Heavy Industry hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Industriekranen spezialisiert, die exakt auf die Anforderungen moderner Produktions- und Logistikprozesse abgestimmt sind. Unser Anspruch ist es, nicht nur Standardlösungen zu liefern, sondern für jede Anwendung die technisch und wirtschaftlich optimale Kranlösung zu realisieren – von der Einzelanfertigung bis zur Serienproduktion.

Industriekrane mit hoher Funktionsdichte und Zuverlässigkeit

Unsere Krananlagen überzeugen durch eine kompakte Bauweise und ein durchdachtes Design, das eine einfache Integration in bestehende Hallenstrukturen ermöglicht. Die Konstruktion gewährleistet eine hohe Stabilität und Langlebigkeit, selbst bei anspruchsvollen Einsätzen. Jede Anlage wird vor Auslieferung strengen Qualitätsprüfungen unterzogen, um einen sicheren und wartungsarmen Betrieb über viele Jahre zu gewährleisten.

Robuste Brückenkrane für schwere Lasten bis 32 t

Die Brückenkrane der Baureihe QD sind für anspruchsvolle Hebeaufgaben konzipiert. Mit einer Tragfähigkeit von bis zu 32 Tonnen und einer Spannweite von maximal 31,5 Metern eignen sie sich ideal für den Einsatz in Maschinenbau, Metallurgie und Fertigungshallen. Die Krane sind als Einzel- oder Doppelträgerausführung verfügbar und bieten eine hohe Betriebsfestigkeit gemäß den gängigen Normen.

Technische Kennwerte (Beispiel QD32/5t)Wert
Tragfähigkeit32 t / 5 t
Spannweitebis 31,5 m
Hubgeschwindigkeit0,5 – 5 m/min (lastabhängig)
Kranfahrgeschwindigkeit20 – 50 m/min
BauartEin- oder Zweiträger
Auslegung nachDIN 15018, EN 13000

Die Steuerung erfolgt über eine moderne Funkfernsteuerung, die eine präzise Positionierung der Last ermöglicht. Optional sind weitere Ausstattungsvarianten wie Wiegeeinrichtungen oder spezielle Greifer lieferbar. Die Krane werden kundenspezifisch projektiert und passen sich optimal an die räumlichen Gegebenheiten an.

Wartungsfreundliche Elektroseilzüge für den Dauerbetrieb

Die von uns verbauten Elektroseilzüge zeichnen sich durch eine hohe Einschaltdauer und geringen Verschleiß aus. Sie sind das Herzstück vieler Krananlagen und gewährleisten eine zuverlässige Hub- und Senkbewegung. Die Konstruktion ermöglicht einen schnellen Zugang zu allen relevanten Komponenten, was die Wartungszeiten erheblich reduziert und die Verfügbarkeit der Anlage erhöht.

Anpassungsfähige Krankomponenten für spezifische Anwendungen

Über die Standardausführungen hinaus bieten wir umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten. Ob spezielle Hublängen, veränderte Fahrgeschwindigkeiten oder die Integration in übergeordnete Steuerungssysteme – wir entwickeln die passende Lösung. Auch nachträgliche Modernisierungen bestehender Anlagen gehören zu unserem Leistungsspektrum, um die Effizienz und Sicherheit Ihrer Prozesse kontinuierlich zu verbessern.

Häufig gestellte Fragen zu Industriekranen

F: Welche Tragfähigkeiten sind bei den Brückenkranen möglich?

A: Standardmäßig bieten wir Krane von 5 t bis 32 t an. Für spezielle Anforderungen sind Sonderausführungen mit abweichenden Traglasten auf Anfrage realisierbar.

F: Wie lange ist die Lieferzeit für einen maßgeschneiderten Kran?

A: Die Lieferzeit richtet sich nach dem Komplexitätsgrad der Anlage. In der Regel beträgt sie zwischen 8 und 16 Wochen nach Auftragsbestätigung und technischer Klärung.

F: Bieten Sie auch Wartungsverträge für Krananlagen an?

A: Ja, wir bieten umfassende Wartungs- und Inspektionsverträge an, die auf die individuellen Betriebsbedingungen zugeschnitten sind. Diese umfassen regelmäßige Checks gemäß den einschlägigen Vorschriften und tragen zur Minimierung von Ausfallzeiten bei.

F: Ist eine Nachrüstung älterer Krane mit neuer Steuerungstechnik möglich?

A: Ja, die Nachrüstung mit moderner Steuerungstechnik, wie z.B. Funkfernsteuerungen oder Sanftanlauf, ist bei den meisten Kranmodellen möglich. Wir analysieren die bestehende Anlage und erstellen ein individuelles Modernisierungskonzept.

F: Welche Normen liegen der Konstruktion der Krane zugrunde?

A: Die Konstruktion und Fertigung erfolgt nach den einschlägigen DIN- und EN-Normen, insbesondere DIN 15018 für Krantragwerke und EN 13000 für mobile Krane. Dadurch wird ein hohes Maß an Sicherheit und Betriebsfestigkeit gewährleistet.

Für eine unverbindliche Beratung und ein konkretes Angebot stehen Ihnen unsere Fachingenieure gerne zur Verfügung. Wir analysieren Ihre Anforderungen und erstellen eine maßgeschneiderte Lösung, die Ihre Prozesse effizienter macht.

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Typ/Typ Pufferkapazität(Nm) Pufferhub(mm) zulässigGeschwindigkeit(m/s) anwendbare Tragfähigkeit
Polyurethan JHQ-A1 100 50 ≤0.33 ≤5t
Polyurethan JHQ-A3 400 70 ≤0.50 10~16t
Polyurethan JHQ-A5 1600 100 ≤0.83 32~50t
Feder SZHT-3 800 80 ≤0.67 16~32t
Hydraulisch HYGC-16 1600 80 ≤1.00 16~32t
Hydraulisch HYGC-32 3200 120 ≤1.67 50~80t

Montageabstände und technische Anforderungen für Kranpuffer

Der Montageabstand der Puffer ist ein entscheidendes Maß für eine wirksame Dämpfung. Gemäß den technischen Bedingungen der Norm JB/T 7017-2015 „Puffer für Krane“ müssen die Kranpuffer an beiden Enden des Endwagens der Kranbrücke symmetrisch angeordnet sein. Die Höhenabweichung der Pufferstirnfläche sollte ±10 mm (bei Polyurethan- und Federpuffern) bzw. ±3 mm (bei hydraulischen Puffern) nicht überschreiten, sodass beide Seiten gleichzeitig den Prellbock an der Schiene kontaktieren. Werden auf einer Seite mehrere Puffer montiert, müssen deren Einbauhöhen exakt übereinstimmen; die maximale Abweichung darf 2 mm nicht überschreiten, da andernfalls eine einseitige Belastung beim Aufprall entsteht, die zu einem vorzeitigen Versagen einzelner Puffer führen kann.

  • Abstand zwischen Pufferstirnfläche und Prellbock (Maß S) – Gemäß DIN 15018 (ersetzt DIN 15018) sollte der Montagespalt zwischen der Pufferstirnfläche und dem Prellbock 30–50 % des Pufferhubs betragen. Dies gewährleistet, dass im Normalbetrieb kein Kontakt erfolgt und bei einem Aufprall genügend Hub für die Energieabsorption zur Verfügung steht. Am Beispiel des JHQ-A5: Bei einem Pufferhub von 100 mm sollte der Montagespalt 30–50 mm betragen.
  • Kontrolle des Überstands des Puffers – Nach der Montage sollte der Abstand zwischen der Vorderkante des Puffers und der Außenseite des Endwagens nicht zu groß sein, in der Regel 150–250 mm, um eine Verlängerung der Kranbrücke und eine dadurch reduzierte Effizienz zu vermeiden.
  • Symmetrie der Puffer an beiden Enden der Kranbrücke – Die Kranpuffer an beiden Enden der Kranbrücke müssen symmetrisch zur Mittellinie der Kranschiene angeordnet sein; die Asymmetrie darf 5 mm nicht überschreiten. Ebenso müssen die Katzenpuffer an beiden Enden der Laufkatze symmetrisch zur Mittellinie der Katzbahn montiert sein, um eine gleichmäßige Krafteinleitung in die Radblöcke zu gewährleisten.
  • Festigkeitsanforderungen an den Prellbock (Schienenendanschlag) – Der Prellbock muss für die Aufnahme der Kollisionslast ausgelegt sein und einer Stoßbelastung standhalten, die dem 1,5-fachen der maximalen Nennpufferkraft entspricht. Die Befestigung des Prellbocks an der Schiene erfolgt durch Schweißen oder hochfeste Schrauben. Die Schweißnaht ist gemäß DIN 15018 (ersetzt DIN 15018) „Berechnungsgrundlagen für Kranken“ auf Festigkeit zu prüfen. Ein häufiger Verstoß ist die Befestigung des Prellbocks mit nur zwei M16-Schrauben; nach einem Aufprall verbiegen sich die Schrauben, was zu einer Fehlausrichtung des Puffers beim Stoß führt.

Prüf- und Austauschkriterien für Kranpuffer

Puffer sind sicherheitsrelevante Verschleißteile. Daher ist ein regelmäßiger Prüf- und Austauschplan gemäß DIN 15018 (ersetzt GB/T 22416-2008) „Abnahme- und Leistungsprüfung von Kranpuffern“ einzuhalten.

  • Prüfung von Polyurethan-Puffern – Monatliche Sichtprüfung auf Risse, Verformung und Oberflächenalterung (Versprödung). Vierteljährliche Messung der Außenabmessungen; bei einer Druckverformung von mehr als 15 % der ursprünglichen Höhe ist der Puffer sofort auszutauschen. Die Alterungsdauer von Polyurethan beträgt ca. 24–36 Monate; ein jährlicher Austausch wird auch ohne sichtbare Mängel empfohlen.
  • Prüfung von Federpuffern – Monatliche Prüfung der Feder auf Risse, Korrosion und plastische Verformung. Vierteljährliche Messung der freien Höhe der Feder; bei einer Abnahme von mehr als 5 % der ursprünglichen Höhe ist die Feder auszutauschen. Die erste Windung am Federende ist besonders anfällig für Ermüdungsbrüche; bereits feine Risse erfordern einen Austausch.
  • Prüfung von hydraulischen Puffern – Monatliche Prüfung auf äußere Öllecks sowie auf Beschädigungen oder Korrosion der Kolbenstange. Vierteljährlicher Funktionstest der Rückstellung (der Puffer muss nach dem Zusammendrücken innerhalb von 10 s vollständig ausgefahren sein). Jährlicher Austausch der Dichtungen und des Hydrauliköls (empfohlen wird Hydrauliköl 10#). Wenn die Rückstellzeit 30 s überschreitet oder der Puffer nicht zurückfährt, müssen Rückstellfeder und Kolbenbaugruppe überprüft werden.

Praktische Auswahlhinweise für Kranpuffer

Bei der Auswahl von Puffern in der Praxis sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Standard-Werkstattanwendungen in Innenräumen (≤16 t / A3–A5) – Bevorzugt sind Polyurethan-Puffer des Typs JHQ-A1–A4. Diese sind leicht, wartungsfrei und kostengünstig. Achtung: In Gießereien mit Umgebungstemperaturen über 80 °C sind Polyurethan-Puffer ungeeignet, da das Material bei hohen Temperaturen schnell altert.
  • Mittelschwere Anwendungen in Innenräumen (16–50 t / A5–A7) – Empfohlen werden Polyurethan-Puffer JHQ-A5–A7 oder Federpuffer SZHT-2–4. Bei Kranfahrgeschwindigkeiten über 63 m/min wird der Einsatz von hydraulischen Puffern HYGC-16–25 empfohlen, um die höhere kinetische Energie beim Aufprall zu bewältigen.
  • Metallurgische / Hochtemperatur-Anwendungen (≥50 t / A6–A8) – Hier sind Federpuffer oder hydraulische Puffer zwingend erforderlich. Federpuffer sind bis zu einer Umgebungstemperatur von 250 °C einsetzbar. Hydraulische Puffer sind für hohe Lasten und Geschwindigkeiten (50–80 t, Geschwindigkeit 1,0–1,67 m/s) geeignet; empfohlen wird der Typ HYGC-32 mit zwei parallel geschalteten Puffern und redundanten Hydraulikkreisen.
  • Außenanwendungen oder chemische Umgebungen – Aufgrund der hohen Korrosionsbeständigkeitsanforderungen sind Polyurethan-Puffer ungeeignet, da sie nicht beständig gegen Säuren und Laugen sind (die Shore-A-Härte nimmt in saurer Umgebung schnell ab). Stattdessen sollten Federpuffer mit Edelstahlgehäuse oder vollständig abgedichtete hydraulische Puffer verwendet werden.

Häufig gestellte Fragen zu Kranpuffern

F: Für welche Einsatzbedingungen sind Polyurethan- und Federpuffer geeignet und wie wählt man sie aus?

A: Polyurethan-Puffer eignen sich für Brückenkrane in Standard-Werkstätten mit mittleren bis leichten Lasten (≤50 t), normalen Temperaturen (≤80 °C) und mittleren bis niedrigen Geschwindigkeiten (≤0,83 m/s). Sie sind leicht, wartungsfrei und preiswert. Federpuffer sind für Brückenkrane in metallurgischen Anlagen mit hohen Temperaturen (≤250 °C), mittleren bis schweren Lasten (16–100 t) und Dauerbetrieb (A6–A8) geeignet. Sie zeichnen sich durch hohe Temperaturbeständigkeit und eine Ermüdungslebensdauer von ≥10 Jahren aus. Die Auswahl erfolgt durch Berechnung der Aufprallenergie nach der Formel E = 0,5mv²K und anschließendem Abgleich mit der Pufferkapazität.

F: Wie werden der Montageabstand und die Position der Pufferstirnfläche bei Brückenkranen bestimmt?

A: Gemäß DIN 15018 (ersetzt DIN 15018) sollte der Spalt zwischen Pufferstirnfläche und Prellbock 30–50 % des Pufferhubs betragen (z. B. 30–50 mm bei einem Hub von 100 mm). Der Überstand der Puffervorderkante über die Außenseite des Endwagens sollte 150–250 mm betragen. Die Höhenabweichung der Pufferstirnfläche: ≤±10 mm bei Polyurethan- und Federpuffern, ≤±3 mm bei hydraulischen Puffern. Die Höhendifferenz mehrerer Puffer auf derselben Seite darf ≤2 mm betragen, die Symmetrieabweichung zwischen beiden Enden ≤5 mm. Der Prellbock muss einer Stoßbelastung des 1,5-fachen der Nennpufferkraft standhalten.

F: Was sind typische Anzeichen für einen Pufferdefekt, und wie oft sollten Prüfungen und Austausch erfolgen?

A: Ein Defekt bei Polyurethan-Puffern äußert sich durch fehlende Rückstellung nach dem Zusammendrücken (Materialalterung, Shore A > 95) oder Druckverformung > 15 % der ursprünglichen Höhe. Bei Federpuffern sind Ermüdungsbrüche der ersten Windung oder eine freie Höhe 30 s. Die tägliche Prüfung umfasst eine Sichtprüfung, vierteljährliche Messungen. Polyurethan-Puffer sollten jährlich ausgetauscht werden, Federpuffer bei Bruch der Endwindung, und bei hydraulischen Puffern werden jährlich Dichtungen und Hydrauliköl (10#) gewechselt.

F: Worin unterscheiden sich Katzenpuffer und Kranpuffer bei der Auswahl und Montage?

A: Der grundlegende Unterschied liegt in den Belastungs- und Einbaubedingungen. Katzenpuffer sind kleiner und für geringere Massen und Geschwindigkeiten der Laufkatze ausgelegt. Kranpuffer müssen die deutlich größere Masse der gesamten Kranbrücke inklusive Last aufnehmen. Bei der Montage gelten für Katzenpuffer engere Toleranzen bezüglich der Symmetrie zur Katzbahn, während bei Kranpuffern die Ausrichtung zur Kranschiene und die Abstimmung mit dem Prellbock entscheidend sind. Die Auswahl erfolgt jeweils anhand der spezifischen Aufprallenergie und der Montagehöhe.

A: Die Katzfahrgeschwindigkeit ist in der Regel deutlich niedriger als die der Kranbrücke (10–20 m/min gegenüber 40–80 m/min). Aufgrund der geringeren kinetischen Energie beim Aufprall sind für die Katzenpuffer in der Regel Polyurethan-Puffer der Klasse JHQ-A1~A3 ausreichend. Die Montage erfolgt symmetrisch zur Katzbahn-Mittellinie, jeweils ein Puffer an beiden Enden der Laufkatze (insgesamt 4 Stück). Gemäß den Anforderungen der Norm GB/T 22416-2008 zur Abnahmeprüfung der Pufferleistung ist nach der Montage ein Leerfahr-Collisionstest zur Verifizierung durchzuführen.

Kelude Schwerindustrie hält bei der Auswahl und Montage von Puffern für Brückenkrane strikt die Anforderungen der Normen GB/T 18440 „Puffer für Krane“, JB/T 7017-2015 sowie DIN 15018 (ersetzt DIN 15018) ein. Abhängig von den spezifischen Bedingungen in der Werkstatt des Kunden bieten wir maßgeschneiderte Lösungen mit Polyurethan-, Feder- oder hydraulischen Puffern an. Dadurch wird eine präzise Abstimmung der Pufferkapazität, die Einhaltung der Montageabstände und die Implementierung eines umfassenden Wartungsplans sichergestellt.

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