JB/T 7014 Kranpuffer Normen und Auswahlhilfe

Die Norm JB/T 7017-2015 „Puffer für Krane“ definiert die technischen Bedingungen für Kranpuffer. Sie legt Klassifizierung, technische Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln fest.


Typen und Auswahlkriterien

Kelude Schwerindustrie bietet normgerechte Auswahlberechnung und Beratung für Kranpuffer an. Die Norm unterscheidet drei Puffertypen: Polyurethan-Puffer (hohe Elastizität und Wetterbeständigkeit, geeignet für mittlere Tragfähigkeiten bis 50 t und Fahrgeschwindigkeiten bis 0,5 m/s), Federpuffer (einfacher, zuverlässiger Aufbau, geeignet bis 100 t und 0,8 m/s) sowie hydraulische Puffer (hohe Energieabsorption, sanftes Abbremsen, geeignet für große Tragfähigkeiten bis 500 t und Geschwindigkeiten bis 2 m/s). Die Puffer werden am Ende der Kranbahn oder an der Laufkatze montiert und absorbieren die beim Aufprall entstehende kinetische Energie, um Struktur und Ausrüstung zu schützen.

Die Auswahl der Puffer erfolgt anhand der Fahrgeschwindigkeit, der Masse und der Triebwerksgruppe des Krans. Die maximale Energieaufnahme des Puffers muss die maximale kinetische Energie beim Aufprall überschreiten; empfohlen wird ein Sicherheitsfaktor von 1,5 bis 2,0. Alle Puffer an einem Kran müssen vom gleichen Typ sein. Beim Kontakt mit dem Anschlag muss der Puffer zentriert sein; der zulässige Versatz beträgt ≤ ±5 mm.


Vergleich der Puffertypen


Die Norm legt die Auswahlberechnung verbindlich fest – die maximale Energieaufnahme E des Puffers muss folgender Bedingung genügen: E ≥ 1/2 × m × v² × k, wobei m die Masse des Krans bzw. der Laufkatze in kg, v die Aufprallgeschwindigkeit in m/s und k den Sicherheitsfaktor (üblicherweise 1,5 bis 2,0) darstellt. Für Kranpuffer wird die Aufprallgeschwindigkeit mit 70 % bis 85 % der Nennfahrgeschwindigkeit angesetzt, für Katzenpuffer mit 100 %. Die Auswahl des Puffertyps richtet sich außerdem nach Triebwerksgruppe und Umgebungstemperatur: Polyurethan-Puffer sind für −20 °C bis +60 °C geeignet, Federpuffer für −30 °C bis +80 °C und hydraulische Puffer für −10 °C bis +70 °C.

Montageanforderungen: Der Puffer ist auf dem Pufferträger am Ende der Kranbahn zu montieren und muss gegenüber dem gegenüberliegenden Puffer bzw. Anschlag zentriert sein; der Versatz darf ≤ ±5 mm betragen. Die Befestigungsschrauben sind mit selbstsichernden Muttern oder Federringen zu sichern. Bei hydraulischen Puffern ist nach der Montage der Ölstand zu prüfen; er muss zwischen der unteren und oberen Markierung des Ölstandsanzeigers liegen. Polyurethan-Puffer dürfen nach der Montage nicht mit Fetten oder Ölen in Kontakt kommen, da dies zu Quellung und Alterung des Materials führt. Die Kontaktfläche zwischen Puffer und Anschlag muss eben sein; die tatsächliche Kontaktfläche muss mindestens 80 % des Bemessungswerts betragen.

Montage und Wartung

Die Puffer sind an den Endanschlägen der Kranbrücke und der Laufkatze senkrecht zur Führungsschiene zu montieren. Die Befestigungsschrauben sind mit dem in der Betriebsanleitung vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen. Eine monatliche Prüfung umfasst die Sichtkontrolle auf Risse, Verformung und Ablösung. Polyurethan-Puffer sind auszutauschen, wenn sie durch Alterung verhärtet sind oder Oberflächenrisse aufweisen. Federpuffer müssen bei Bruch oder bleibender Verformung der Feder ersetzt werden. Hydraulische Puffer sind bei Ölleckage oder Störungen der Rückstellung auszutauschen.

Typ

Polyurethan/Feder Hydraulisch
Anwendbare Tragfähigkeit

Polyurethan ≤ 50 t Hydraulisch ≤ 500 t
Anwendbare Geschwindigkeit

Feder ≤ 0,8 m/s Hydraulisch ≤ 2 m/s
Sicherheitsfaktor

1,5–2-fach Aufprallenergie
Montageanforderungen

Senkrecht zur Schiene Versatz ≤ ±5 mm
Inspektionsintervall

Monatliche Sichtprüfung Feder/Hydraulik
PufferTypEnergieaufnahme(kJ)max.Geschwindigkeitanwendbare TragfähigkeitMerkmale
Polyurethan-Typ≤10≤0.5m/s≤50tElastizitätgute Witterungsbeständigkeit
Feder≤30≤0.8m/s≤100teinfache Konstruktion
Hydrauliktyp≤100≤2.0m/s≤500thohe Energieaufnahme

Prüfung und Inspektion

Die normgerechten Prüfungen umfassen die Sichtprüfung (Maßgenauigkeit, Oberflächenqualität), den Druckversuch (Messung der Pufferkraft bei Nennhube; die Pufferkraft muss innerhalb von ±10 % des Bemessungswerts liegen) sowie die Dauerprüfung (1.000 kontinuierliche Hub- und Rückstellzyklen ohne bleibende Verformung). Hydraulische Puffer sind zusätzlich einer Dichtheitsprüfung zu unterziehen (5 Minuten bei 1,25-fachem Nenndruck ohne Leckage).

Prüfpositionentechnische AnforderungenZyklusBeurteilung
Sichtprüfungkeine RissbildungVerformungmonatlichkonform
DruckPrüfungKraft bei±10%innerhalbWerksabnahmekonform
Dauerhaftigkeit1000Zyklen ohneVerformungTypprüfungkonform
AbdichtungDauerhaftigkeit(Hydraulisch)1.25fach×5minWerksabnahmeleckagefrei

Wartungsanforderungen für hydraulische Puffer gemäß Norm – Hydraulische Puffer müssen sich nach dem Einsatz automatisch zurückstellen; die Rückstellzeit darf 30 s nicht überschreiten. Lässt sich der Puffer nicht ordnungsgemäß zurückstellen, sind die Abdichtung des hydraulischen Systems und die Beweglichkeit der Kolbenstange zu prüfen. Das Hydrauliköl des hydraulischen Puffers ist alle 2 Jahre zu wechseln. Die Montagebasis des Puffers muss über ausreichende Festigkeit und Steifigkeit verfügen und darf während des Puffervorgangs keine bleibende Verformung aufweisen.


Häufige Fragen zu Kranpuffern

F: Welche Funktionen und Typen von Kranpuffern gibt es?

A: Puffer werden an den Enden der Schiene oder der Laufkatze montiert und absorbieren die kinetische Energie des Krans am Ende des Hubs. Gängige Typen sind Polyurethan-Puffer (gute Elastizität und Witterungsbeständigkeit, geeignet für kleine und mittlere Tragfähigkeiten), Federpuffer (einfache und zuverlässige Konstruktion) sowie hydraulische Puffer (hohe Energieabsorption, sanftes Abbremsen, ideal für große Tragfähigkeiten und hohe Geschwindigkeiten).

F: Wie erfolgt die Auswahl des passenden Puffers?

A: Die Auswahl richtet sich nach Fahrgeschwindigkeit, Masse und Triebwerksgruppe des Krans. Die maximale Energieaufnahme muss größer sein als die maximale kinetische Energie beim Aufprall; empfohlen wird ein Sicherheitsfaktor von 1,5 bis 2. Die anwendbare Geschwindigkeit beträgt bei Polyurethan-Puffern ≤ 0,5 m/s, bei Federpuffern ≤ 0,8 m/s und bei hydraulischen Puffern ≤ 2 m/s.

F: Welche Montageanforderungen gelten für Puffer?

A: Die Montage erfolgt an den Endpositionen des Hubs von Kranbrücke und Laufkatze, senkrecht zur Führungsschiene. Alle Puffer an einem Kran müssen vom gleichen Typ sein. Der Kontakt mit dem Bord muss mit einer Wellenausrichtung eingehalten werden, der zulässige Versatz beträgt ≤ ±5 mm. Die Schrauben sind mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen.

F: Was ist bei Inspektion und Wartung zu beachten?

A: Eine monatliche Prüfung umfasst die Sichtprüfung auf Risse, Verformung oder Ablösung. Polyurethan-Puffer sind bei Alterung, Verhärtung oder Rissbildung zu ersetzen. Federpuffer sind bei Bruch oder bleibender Verformung zu tauschen. Hydraulische Puffer sind bei Ölleckagen oder Störungen der Rückstellung auszutauschen.

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