Elektroseilzug CD1 MD1 10t Verdrahtung mit Handsteuerung
Verdrahtung des Elektroseilzugs – Das komplette Handbuch – Von der allgemeinen Verdrahtungsmethode über die Unterschiede zwischen dem CD1-Einseilzug und dem MD1-Zweigang-Hubwerk, der Verdrahtung der sechsadrigen Handsteuerung, der △-YY-Zweigang-Verdrahtung für Motoren ab 10 t, der Verdrahtung des 433-MHz-Empfängers der Fernsteuerung, der doppelten Schutzkette aus Stromabschalt-Endschalter und Endschalter bis hin zur Lesart des Stromlaufplans. Alles entspricht den Normen EN 60204-32, DIN 15018 und GB/T 6995-2008. Kurzfassung: Die Stromversorgung führt über den Hauptschalter QF, die Sicherung FU, das Schütz KM (mit Verriegelung), das Thermorelais FR zum Motor M; der Steuerstromkreis führt über Not-Halt, Stromabschalt-Endschalter, Taster der Handsteuerung und die KM-Spule, wobei die Endschalter in Reihe im Hauptkreis oder in den jeweiligen Richtungs-Steuerstromkreisen liegen.
Die Verdrahtung des Elektroseilzugs gehört zu den häufigsten technischen Anforderungen bei Montage & Inbetriebnahme sowie bei der täglichen Wartung. Ob Elektriker in der Betriebstechnik, Monteur im Anlagenbau oder Kranwartungstechniker – wenn der Hebezeug nicht anspricht, sich nur in eine Richtung bewegt, sich nach Not-Halt nicht zurücksetzen lässt oder die Fernsteuerung nicht koppelt, muss der Zusammenhang zwischen Stromlaufplan und tatsächlicher Verdrahtung klar sein. Dieser Beitrag beantwortet in praxisnaher F:/A:-Form neun der meistgesuchten Fragen zur Elektroseilzug-Verdrahtung – von der allgemeinen Methode über die jeweiligen Typen, von der Handsteuerung bis zum Motor, vom Endschalter bis zur Fernsteuerung – und hilft Ihnen, die passende Verdrahtungslösung schnell zu finden.
CD1- und MD1-Elektroseilzug: Verdrahtung im Vergleich
| Vergleichspunkt | CD1 Typ(eine Geschwindigkeit) | MD1 Typ(Zweigang) |
|---|---|---|
| MotorTyp | Konischer Rotoreine GeschwindigkeitAsynchronElektromotor | Konischer RotorZweigangAsynchronElektromotor |
| Schaltungsart | Y Typ(≤7.5kW)oderΔ(≥5.5kW) | △Langsamgang(4extrem)+ YYSchnellgang(2extrem)Doppel-Wicklung |
| AnschlussdoseAnschlussleitung | 6Adern(U1/V1/W1 + W2/U2/V2) | 12Adern(△:U1/V1/W1+U2/V2/W2 + YY:2U1/2V1/2W1+2U2/2V2/2W2) |
| Hubgeschwindigkeit | eine Geschwindigkeit 8m/min(10tund mehr7m/min) | Schnell8m/min + Langsam0.8m/min(Schnell-/Langsamverhältnis10:1) |
| Handsteuerung Leitungsvariante | 6-Leiter-Ausführung(Heben/Senken/Links/Rechts/gemeinsam/Not-Halt) | 8-Leiter-Ausführung(6-Leiter+Schnellstufe+Langsamstufe) |
| SchützAnzahl | KM1Heben + KM2Senken + KM3Linksfahrt + KM4Rechtsfahrt | KM1~KM4 + KM5Schnell + KM6Langsam = 6Stück |
| BremsungGleichrichtungModul | ZX-1 Typ,AC380VDC 99V | ZX-1 Typ(gleichCD1) |
| EndschalterKonfiguration | Stromabschalt-Endschalter(Standardausführung,ohneVorlauf-Begrenzungsschalter) | Stromabschalt-Endschalter + EndschalterSQ1/SQ2(Doppelschutz) |
| Einsatzbereiche | StandardHebenTransport,ohne Präzisionspositionierung | Montage & Inbetriebnahme,WerkzeugMontagemit Langsam-PräzisionsanforderungPositionierungder/die/dasBetriebsbedingungen |
| Preisdifferenz | Basispreis | gegenüber gleicher TragfähigkeitCD1ca. teurer30~50% |
Vergleich der Steuerkabelvarianten
| Vergleichspunkt | 6-Leiter-Ausführung | 8-Leiter-Ausführung | 12-Leiter-Ausführung |
|---|---|---|---|
| geeignet fürHebezeug | CD1 Typeine Geschwindigkeit(NormKonfiguration) | MD1 TypZweigang | 10talle oben genannten FunktionenHebezeug |
| Leiteranzahl | 6Adern | 8Adern | 12Adern |
| Steuerungsfunktionen | Heben/Senken/Linksfahrt/Rechtsfahrt/Not-Halt | 6-Leiter+Schnellstufe+Langsamstufe | 8-Leiter+Hupe+Beleuchtung+Reserve |
| KabelSpezifikation | 6×0.75mm² TRVV | 8×0.75mm² TRVV | 12×0.75mm² TRVV |
| FarbkennzeichnungZuordnung | grün/rot/gelb/blau/violettCOM/schwarzNot-Halt | 6-Leiter+weiß = Schnellgang+grau = Langsamgang | 8-Leiter+braun = Hupe+orange = Beleuchtung+rosaReserve |
| SchützAnzahl | 4Stück(KM1~KM4) | 6Stück(KM1~KM6) | 8~10Stück |
| SchaltschrankAbmessung | 400×300×200mm | 500×400×250mm | 600×500×300mm |
3. Häufige Fragen zur Verdrahtung von Elektroseilzügen
Elektroseilzug anschließen – die universelle Methode
Allgemeine Verdrahtungsreihenfolge: Netzschütz – Motorschutzschalter – Thermorelais – Motor; Steuerstromkreis über Handsteuerkabel parallel zur Steuerspule. Die dreiphasige 380-V-Stromversorgung wird über den Hauptleistungsschalter QF zugeführt, durch die Sicherung FU abgesichert und gelangt dann zum Hauptschütz KM1 (Heben) und KM2 (Senken). Zwischen KM1 und KM2 müssen sowohl eine elektrische Verriegelung (Öffnerkontakte in Reihe zur jeweiligen Gegenspule) als auch eine mechanische Verriegelung (Verriegelungshebel) als doppelter Schutz vorhanden sein, um ein gleichzeitiges Anziehen beider Schütze und damit einen Kurzschluss zu verhindern. Im Hauptstromkreis ist das Thermorelais FR als Überlastschutz für den Motor in Reihe geschaltet. Steuerstromkreis: Die 380 V werden über den Steuertransformator TC auf 220 V oder 36 V Schutzkleinspannung heruntertransformiert. In Reihe geschaltet sind der Not-Aus-Taster (Öffner) und der Stromabschalt-Endschalter (Öffner). Danach verzweigt der Stromkreis in zwei Pfade zu den Tastern SB1 (Heben) und SB2 (Senken), jeweils mit Selbsthaltekontakt, um die Spulen von KM1 und KM2 zu steuern. Die Drehrichtungsumkehr des Motors erfolgt durch Vertauschen zweier Phasen über KM1 und KM2. Das Gleichrichtermodul für die Bremse des Kegelrotor-Bremsmotors wird an den Motoranschlussklemmen angeschlossen; es wandelt AC 380 V in DC 99 V um und versorgt die elektromagnetische Bremse.
Verdrahtung des Elektroseilzugs Typ CD1
Der Typ CD1 ist ein Elektroseilzug mit einer Geschwindigkeit und verwendet einen Kegelrotor-Bremsmotor als Asynchronmotor mit sechs Anschlussklemmen (U1/V1/W1 + W2/U2/V2). Bei einer Motorleistung von 1,5–7,5 kW wird die Sternschaltung (Y) verwendet (220 V pro Strang), bei 5,5–15 kW die Dreieckschaltung (Δ) (380 V pro Strang). Im Anschlusskasten befinden sich 6 Klemmen: U1, V1, W1 sind die Anfänge, W2, U2, V2 die Enden. Sternschaltung: W2/U2/V2 werden kurzgeschlossen, U1/V1/W1 werden an das Drehstromnetz angeschlossen. Dreieckschaltung: U1-W2, V1-U2, W1-V2 werden jeweils verbunden und dann an das Drehstromnetz angeschlossen. Das Gleichrichtermodul Typ ZX-1 wird an die abgehenden Leitungen der Motorklemmen angeschlossen; es wandelt AC 380 V in DC 99 V um und versorgt die Konusbremse. Der Steuerkasten verfügt über eine 6-adrige Handsteuerkabel-Schnittstelle: 1 grün (Heben KM1), 2 rot (Senken KM2), 3 gelb (Fahren links KM3), 4 blau (Fahren rechts KM4), 5 violett (gemeinsamer COM), 6 schwarz (Not-Halt). Hinweis: Der Typ CD1 ist standardmäßig mit einem Stromabschalt-Endschalter ausgestattet (Öffner, in Reihe im Hauptstromkreis), jedoch ohne Vorlauf-Begrenzungsschalter.
Verdrahtung des Elektroseilzugs Typ MD1
Der Typ MD1 ist ein Zweigang-Elektroseilzug mit einem Δ-YY-Zweigangmotor, zwölf Anschlussleitungen und einer zusätzlichen Schützgruppe für die Schnell-/Langsam-Umschaltung im Steuerkasten. Der Hauptunterschied zwischen MD1 und CD1 liegt im Hubmotor: Der Motor des MD1 hat eine Δ-YY-Doppelwicklung. In der langsamen Stufe wird er im Δ geschaltet (4-polig, synchrone Drehzahl 1.500 min⁻¹, entsprechend langsam ca. 0,8 m/min), in der schnellen Stufe als YY (2-polig, 3.000 min⁻¹, entsprechend schnell ca. 8 m/min). Im Anschlusskasten befinden sich 12 abgehende Leitungen: U1/V1/W1, U2/V2/W2 (für Δ-Schaltung) sowie 2U1/2V1/2W1, 2U2/2V2/2W2 (für YY-Schaltung). Der Steuerkasten enthält im Vergleich zum CD1 eine zusätzliche Schützgruppe KM5/KM6 für die Schnell-/Langsam-Umschaltung; das Handsteuerkabel ist 8-adrig (mit zwei zusätzlichen Steuerleitungen für Schnell/Langsam). Bei Betätigung der Schnellstufe am Handsteuergerät ziehen KM1 (Heben) und KM5 (YY-schnell) gleichzeitig an; bei der Langsamstufe ziehen KM1 (Heben) und KM6 (Δ-langsam) gleichzeitig an. Das Gleichrichtermodul für die Bremse ist identisch mit dem des Typs CD1. Abgesehen vom zweistufigen Hubmotor ist die Verdrahtung des Fahrmotors (Links-/Rechtsfahrt) beim MD1 identisch mit der des CD1.
Handsteuergerät des Elektroseilzugs anschließen
Nach Farbkennzeichnung anschließen: grüne Ader an Heben KM1, rote Ader an Senken KM2, gelbe Ader an Fahren links KM3, blaue Ader an Fahren rechts KM4, violette Ader an gemeinsamen COM, schwarze Ader an den Not-Halt-Stromkreis. Das 6-adrige Handsteuerkabel enthält 6 Leiter; empfohlen wird eine flexible Kupferlitze mit 0,75 mm². Die Adern sind mit Aderendhülsen zu versehen und anschließend an der Reihenklemme im Schaltschrank anzuschließen. Vor dem Anschließen ist mit dem Multimeter im Durchgangsmodus jede Ader einzeln auf Durchgang zu prüfen – der häufigste Fehler im Handsteuerkabel ist ein interner Drahtbruch (Ermüdungsbruch an Biegestellen). Das Gehäuse des Handsteuergeräts ist zu öffnen, um die Kontakte auf Oxidation zu prüfen (silberne Kontakte, die schwarz oxidiert sind, müssen ersetzt werden) und ob die Druckfeder verformt ist und der Taster nicht mehr zurückfedert. Das 8-adrige Handsteuerkabel hat gegenüber der 6-adrigen Version zwei zusätzliche Steuerleitungen für die Schnell- und Langsamstufe, die bei MD1-Zweigang-Hubwerken für die Umschaltung benötigt werden. Das 12-adrige Handsteuerkabel hat gegenüber der 8-adrigen Version zusätzliche Leitungen für Hupe, Beleuchtung und weitere Hilfsfunktionen; es wird bei voll ausgestatteten Elektrohebezeugen ab 10 t eingesetzt. Nach der Verdrahtung muss der Isolationswiderstand jeder Ader gegen Erde mit einem 500-V-Isolationsmessgerät gemessen werden; er muss ≥ 1 MΩ betragen.
Motorverdrahtung bei 10-t-Elektroseilzügen
Die Motorleistung des Hubmotors eines 10-t-Elektroseilzugs beträgt in der Regel 13 kW; die Verdrahtung erfolgt in Dreieckschaltung (380 V); das Gleichrichtermodul für die Bremse wird mit AC 380 V / DC 99 V versorgt. Die Motorverdrahtung bei Elektroseilzügen mit großer Tragfähigkeit ab 10 t weist folgende Besonderheiten auf: ① Es muss die Dreieckschaltung (Δ) verwendet werden (bei Sternschaltung würde an 380 V nur 220 V pro Strang anliegen, und der 13-kW-Motor könnte seine Nennleistung nicht abgeben); ② Im Anschlusskasten befinden sich 6 Klemmen U1/V1/W1 (Anfänge) und W2/U2/V2 (Enden); bei Δ-Schaltung werden U1-W2, V1-U2, W1-V2 verbunden; ③ 10-t-Hebezeuge sind häufig als Zweigang-Hubwerk (Typ MD1) ausgeführt; der Motor hat eine Δ-YY-Doppelwicklung mit 12 abgehenden Leitungen im Anschlusskasten; es sind separate Schütze für Schnell- und Langsamstufe erforderlich; ④ Das Gleichrichtermodul für die Bremse muss in der leistungsstärkeren Ausführung (Typ ZX-2, Nennstrom ≥ 3 A) gewählt werden, da die Bremsleistung bei 10-t-Hebezeugen (ca. 200 W) höher ist als bei kleineren Tragfähigkeiten (ca. 80 W); ⑤ Bei Hebezeugen ab 10 t wird empfohlen, einen Stromwandler für den Überlastschutz zu installieren; der Einstellwert des Thermorelais FR wird auf Motor-Nennstrom × 1,05 gesetzt – bei einem 13-kW/380-V-Motor mit einem Nennstrom von ca. 26 A wird FR auf 27 A eingestellt.
Vergleichstabelle zur Komponentenauswahl für Elektroseilzüge
| Komponente | Funktion | Auswahlkriterium |
|---|---|---|
| Hauptleistungsschalter QF | Netztrennung und Kurzschlussschutz | Nennstrom ≥ Motor-Nennstrom |
| Sicherung FU | Kurzschlussschutz der Steuerleitung | Bemessungsstrom entsprechend Steuerstromkreis |
| Hauptschütz KM1/KM2 | Schalten von Heben und Senken | Nennstrom ≥ Motor-Nennstrom; AC-3-Betriebsart |
| Thermorelais FR | Überlastschutz des Motors | Einstellbereich umfasst Motor-Nennstrom |
| Steuertransformator TC | Bereitstellung der Steuerspannung | Bemessungsleistung entsprechend Steuerstromkreis |
| Gleichrichtermodul ZX | Gleichrichtung für die elektromagnetische Bremse | Ausgangsgleichspannung DC 99 V; Nennstrom ≥ Bremsenstrom |
| Stromabschalt-Endschalter | Abschaltung bei Erreichen der Endlagen | Schaltvermögen entsprechend Hauptstromkreis |
| Not-Aus-Taster | Schnellabschaltung im Notfall | Öffnerkontakt, zwangsöffnend |
| Hebezeuggegenüber gleicher Tragfähigkeit | Motorleistung | HauptstromkreisLeiterquerschnitt | LeistungsschalterQF | SchützKM | ThermorelaisFR | TransformatorTC |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0.5t | 1.5kW | 1.5mm² | DZ47-63/3P 10A | CJX2-0910 | JR36-20 3.5A | 100VA |
| 1t | 3.0kW | 1.5mm² | DZ47-63/3P 16A | CJX2-1210 | JR36-20 6.8A | 100VA |
| 2t | 4.5kW | 2.5mm² | DZ47-63/3P 20A | CJX2-1810 | JR36-20 10A | 150VA |
| 3t | 7.5kW | 2.5mm² | DZ47-63/3P 25A | CJX2-2510 | JR36-20 16A | 150VA |
| 5t | 13kW | 4mm² | DZ47-63/3P 40A | CJX2-3210 | JR36-63 27A | 200VA |
| 10t | 18.5kW | 6mm² | DZ47-100/3P 63A | CJX2-5011 | JR36-63 40A | 300VA |
| 16t | 26kW | 10mm² | DZ47-100/3P 80A | CJX2-6511 | JR36-160 55A | 400VA |
| 20t | 30kW | 10mm² | DZ47-125/3P 100A | CJX2-8011 | JR36-160 65A | 500VA |
Hinweis: ① Die Spulenspannung der Schütze wird gemäß der Steuerstromkreis-Spannung gewählt (220 V oder 36 V); ② Der Einstellwert des Thermorelais FR = Motornennstrom × 1,05; ③ Die Leistung des Steuertransformators TC muss die Summe der Haltestrom-Aufnahmen aller Schützspulen × 1,5 Sicherheitsfaktor abdecken; ④ Die oben genannten Werte gelten für die Baureihe CD1. Bei MD1-Zweigang-Hubwerken erhöht sich die benötigte TC-Leistung aufgrund der zwei zusätzlichen Schütze um 50 VA.
Verdrahtung der Funkfernbedienung des Elektrokettenzugs
Die Kontakte der Relais K1–K5 im Funkempfänger werden parallel zu den entsprechenden Tastern der Handsteuerung im Steuerstromkreis geschaltet. Das Not-Halt-Relais K5 verwendet einen stromlos geöffneten (Ruhestromprinzip) Öffnerkontakt. Industrielle Fernsteuerungen (häufig Baureihen F21 oder Yuding) arbeiten im 433-MHz-ISM-Band und nutzen GFSK-Modulation mit FHSS-Frequenzsprungverfahren. Die Reichweite beträgt 50–150 m. Der Empfänger wird im Schaltschrank auf einer DIN-Hutschiene montiert und verfügt über 5 Relaisausgänge: K1 für Heben, K2 für Senken, K3 für Kranfahren links, K4 für Kranfahren rechts, K5 für Not-Halt. Verdrahtungsmethode: Der Schließer von K1 wird parallel zum Hub-Taster SB1 der Handsteuerung geschaltet (oder über einen Umschalter zwischen Handsteuerung und Fernsteuerung gewählt). K2 wird parallel zu SB2 geschaltet, K3/K4 parallel zu SB3/SB4. Der Öffner des Not-Halt-Relais K5 wird in die Hauptleitung des Steuerstromkreises eingefügt und ersetzt den bisherigen Not-Aus-Taster. Die Empfangsantenne muss senkrecht aus dem Schaltschrank herausgeführt werden; sie darf nicht geknickt oder in der Nähe von Metallteilen verlegt werden. Kopplungsablauf: Am Empfänger die Koppeltaste 3 Sekunden lang drücken, bis die LED schnell blinkt (Koppelmodus). Innerhalb von 30 Sekunden die Koppeltaste am Sender 5 Sekunden lang drücken. Die LED leuchtet dauerhaft, sobald die Kopplung erfolgreich ist. Fernbedienung und Empfänger einer Anlage sind über eine eindeutige Sicherheitscodierung fest zugeordnet, sodass sich mehrere Anlagen gleichzeitig betreiben lassen, ohne sich gegenseitig zu stören.
Stromlaufplan des Elektroseilzugs richtig lesen
Im Hauptstromkreis folgt man den dicken Leitungen (QF, KM, FR, M), im Steuerstromkreis den dünnen Leitungen (TC, SB, KA, KM-Spulen) und verfolgt die Schaltungen anhand der Nummerierung. Um den Stromlaufplan eines Elektroseilzugs zu verstehen, geht man in drei Schritten vor: Erstens, Hauptstromkreis (links/dicke Linien) und Steuerstromkreis (rechts/dünne Linien) unterscheiden. Der Hauptstromkreis umfasst die direkte 380-V-Versorgung: Der Strom fließt von L1/L2/L3 zum Hauptschalter QF, über die Sicherungen FU zu den Hauptkontakten der Hauptschütze KM1/KM2, dann durch die Heizelemente des Thermorelais FR zum Motor M. Zweitens, den Steuerstromkreis anhand der Schaltplan-Nummern verfolgen – beginnend an der Sekundärseite des Steuertransformators TC (gekennzeichnet als 380 V/220 V oder 380 V/36 V), folgt man den Kreisen (Nummern 1, 2, 3...) schrittweise: Klemme 1 führt zum Öffner des Not-Aus-Tasters SB0, Klemme 2 zum Öffner des Stromabschalt-Endschalters, Klemme 3 zum Schließer des Hub-Tasters SB1 (parallel zum Selbsthaltekontakt von KM1), Klemme 4 zum Öffner des Senk-Schützes KM2 (Verriegelung), Klemme 5 zur Spule von KM1 und zurück zu TC. Drittens, den Abgleich mit der Praxis: QF im Schaltplan entspricht dem Leistungsschalter QF1 im Verteilerkasten, KM1 entspricht dem Schütz CJX2-1810, FR entspricht dem Thermorelais JR36-20. Wenn man diese Zuordnung versteht, lässt sich der Schaltplan direkt auf die tatsächliche Verdrahtung übertragen. Besonders zu beachten ist, dass die gestrichelt umrandeten Bereiche im Stromlaufplan Komponenten in der Handsteuerung oder Fernbedienung kennzeichnen, während die durchgezogen umrandeten Bereiche im Schaltschrank angeordnet sind.
Anschluss des Stromabschalt-Endschalters
Der Stromabschalt-Endschalter (Öffnerkontakte) wird in die Hauptversorgungsleitung der KM-Spulen im Steuerstromkreis eingefügt – bei Auslösung wird die gesamte Spannungsversorgung unterbrochen, das Heben und Senken stoppt. Der Stromabschalt-Endschalter ist die letzte Sicherheitsstufe des Elektrohebezeugs. Sein Inneres besteht aus zwei Öffnerkontakten, die in die Hauptleitung des Steuerstromkreises geschaltet sind (Reihenfolge: TC → Not-Aus-Taster SB0 → Stromabschalt-Endschalter → Handsteuerungstaster → KM-Spule). Erreicht der Haken seine obere Endlage, betätigt die Hakenmutter oder der Gegengewichtsblock den Betätigungshebel des Stromabschalt-Endschalters. Die internen Öffnerkontakte öffnen und unterbrechen die gemeinsame Versorgung der Spulen KM1 und KM2 – unabhängig davon, ob an der Handsteuerung Heben oder Senken gedrückt wird, fallen alle Schütze ab und der Motor stoppt. Zum Wiedereinschalten muss der Haken zuerst über die Handsteuerung abgesenkt werden (wobei sich der Stromabschalt-Endschalter zurückstellen sollte). Bei der Baureihe CD1 muss der Stromabschalt-Endschalter nach der Auslösung jedoch manuell über den Rückstellhebel zurückgesetzt werden (vorher unbedingt sicherstellen, dass sich der Haken nicht mehr in der Endlage befindet). Bei der Verdrahtung ist zu beachten: Der Stromabschalt-Endschalter hat in der Regel drei Anschlussleitungen (rot, gelb, blau oder gemäß Werkskennzeichnung). Rot ist der gemeinsame Anschluss, Gelb und Blau sind die Endschalter-Kontakte für die Auf- und Abwärtsrichtung. Nach der Identifizierung wird die Durchgängigkeit der Öffnerkontakte mit einem Multimeter geprüft. Empfohlen werden die Typen LG-1 oder YBLX-3/11H.
Verdrahtung der Endschalter am Elektrohebezeug
Die Endschalter-Verdrahtung ist zweistufig aufgebaut: Die Endschalter (SQ1/SQ2) sind in den jeweiligen Richtungs-Steuerstromkreis geschaltet und unterbrechen nur die entsprechende Richtung. Der Stromabschalt-Endschalter ist im Hauptkreis geschaltet und unterbricht die gesamte Spannungsversorgung – die beiden Stufen sind redundant. Der Endschalterschutz des Elektrohebezeugs ist doppelt ausgeführt: Die erste Stufe sind die Endschalter (SQ1 für obere Grenze, SQ2 für untere Grenze), die in den Steuerstromkreis der jeweiligen Richtung geschaltet sind: Der Öffner von SQ1 wird in den Stromkreis des Hub-Tasters SB1 eingefügt. Bei Auslösung der oberen Grenze wird nur die Aufwärtsrichtung unterbrochen, die Abwärtsbewegung bleibt möglich – dies ist ein wichtiges Sicherheitsdesign, um zu verhindern, dass der Haken nach dem Auslösen der oberen Grenze nur noch weiter aufwärts fahren kann. Die zweite Stufe ist der Stromabschalt-Endschalter (wie zuvor beschrieben), der in den Hauptkreis geschaltet ist. Die COM- und NC-Anschlüsse von SQ1 werden mit den entsprechenden Klemmen im Schaltschrank verbunden: Der NC-Kontakt von SQ1 wird in den Aufwärtskreis (in Reihe mit dem Hub-Taster SB1) geschaltet, der NC-Kontakt von SQ2 in den Abwärtskreis. Einstellrichtwerte: Bei ausgelöster oberer Grenze muss der Abstand zwischen Hakenoberkante und Trommel ≥ 200 mm betragen (gemäß Norm DIN 15018). Bei ausgelöster unterer Grenze müssen mindestens 3 Windungen Drahtseil auf der Trommel verbleiben (um ein Lösen des Seils von der Seilbefestigung zu verhindern). Hinweis: Die Baureihe CD1 ist standardmäßig nur mit dem Stromabschalt-Endschalter ausgestattet. Die Baureihe MD1 sowie Hebezeuge über 10 t sind standardmäßig mit dem doppelten Schutz aus Endschalter und Stromabschalt-Endschalter ausgestattet.
Häufige Fragen
F: Welcher Leitungsquerschnitt ist für die Verdrahtung des Elektrohebezeugs erforderlich?
A: Der Leitungsquerschnitt richtet sich nach der Motorleistung und der Art des Stromkreises. Hauptstromkreis (Motorleitung): Bei Hebezeugen unter 5 t wird 1,5 mm² verwendet, bei 5 t (13 kW) 2,5 mm², bei 10 t (18,5 kW) 4 mm², bei 16–20 t 6 mm². Steuerstromkreis (Handsteuerkabel, Endschalterleitungen): Einheitlich 0,75 mm² flexible Kupferlitze. Erdungsleiter: Der Querschnitt muss mindestens 50 % des Leiters des Hauptstromkreises betragen, mindestens jedoch 2,5 mm². Es sind ausschließlich flexible Kupferleitungen des Typs RVV mit einer Nennspannung von mindestens 450/750 V zu verwenden. Für das Handsteuerkabel wird ein hochflexibles Schleppkettenkabel des Typs TRVV empfohlen.
F: Was passiert bei falscher Phasenfolge in der Verdrahtung des Elektrohebezeugs?
A: Eine falsche Phasenfolge des Drehstromnetzes führt dazu, dass der Motor in die falsche Richtung dreht – der Haken senkt sich, obwohl an der Handsteuerung „Heben“ gedrückt wird. Mögliche Folgen: ① Beim ersten Test kann der Haken direkt gegen die untere Grenze fahren; ② Wenn zusätzlich die Endschalter falsch angeschlossen sind, kann die Spannungszufuhr nach dem Auslösen des Endschalters nicht unterbrochen werden. Lösung: Beim ersten Einschalten muss zwingend ein Leerlauftest durchgeführt werden, um die Übereinstimmung der Hub-/Senkrichtung mit der Handsteuerung zu überprüfen. Ist die Richtung vertauscht, genügt es, zwei beliebige Phasen an den Motoranschlussklemmen zu tauschen. Es wird empfohlen, im Schaltschrank ein Phasenfolgeschutzrelais zu installieren.
F: Wie geht man vor, wenn das Elektrohebezeug nach der Verdrahtung nicht reagiert?
A: Systematisch in der Reihenfolge „Stromversorgung → Not-Halt → Endschalter → Handsteuerung → Schütz → Motor“ vorgehen: ① Mit dem Multimeter (AC 500 V) das Vorhandensein von 380 V an den Eingangsklemmen von QF prüfen; ② Die Durchgängigkeit der Not-Aus-Taster SB0 und des Stromabschalt-Endschalters prüfen; ③ Die Spannungen am Steuertransformator TC prüfen (Primärseite 380 V, Sekundärseite 220 V); ④ Den Hub-Taster betätigen und die Spannung an der Spule von KM1 prüfen; ⑤ Nach dem Anziehen von KM1 die Spannung an U1/V1/W1 prüfen. Wenn die Spannung korrekt ist, aber der Motor nicht dreht, die Gleichspannung (DC 99 V) am Bremsgleichrichtermodul prüfen. Mit dieser logischen Reihenfolge lassen sich 95 % der Verdrahtungsprobleme innerhalb von 10 Minuten lokalisieren.
F: Wie wird die Elektroseilzugbremse angeschlossen?
A: Standard-Elektrohebezeuge der Baureihen CD1/MD1 mit konischem Rotor benötigen keine externe Stromversorgung für die Bremse – sie sind selbsthemmend. Beim Einschalten des Motors verschiebt sich der konische Rotor axial und spannt die Druckfeder, wodurch die Bremse gelöst wird. Beim Ausschalten drückt die Feder den Bremsring wieder an und die Bremse wird geschlossen. Die Verdrahtung des Gleichrichtermoduls an der Motorrückseite erfolgt wie folgt: Beim Gleichrichter Typ ZX-1 werden AC1/AC2 an zwei beliebige Phasen der Motorverdrahtung angeschlossen (AC 380 V Eingang), DC+ wird mit der Spule der elektromagnetischen Bremse verbunden. Bei Elektrohebezeugen mit Gleichstrom-Scheibenbremse (z. B. Baureihe SH) wird die Bremse mit DC 170 V versorgt; hierfür ist ein separater Halbwellen-Gleichrichter erforderlich.