Kelude nimmt an ISO/TC 96 KI-Workshop zur Kranprüfung teil
Teilnahme am ISO/TC-96-Workshop zu KI-basierten Sichtprüfnormen für Krane – chinesische Technische Lösungen auf dem Weg in die internationale Normung. Die internationale Normenentwicklung für KI-basierte Sichtprüfung im Kranbereich befindet sich derzeit noch in der Forschungs- und Diskussionsphase.
Die internationale Normenentwicklung für KI-basierte Sichtprüfung im Kranbereich befindet sich derzeit noch in der Forschungs- und Diskussionsphase. Kelude Schwerindustrie hat kürzlich erstmals als Beobachter an der Arbeitssitzung der ISO/TC-96-Arbeitsgruppe TC 10/SC 2 zur Anwendung von KI-Visionstechnologie in der Sicherheitsüberwachung von Kranen teilgenommen. Im Rahmen des Workshops wurden die Technische Lösung und Anwendungsdaten des KI-basierten visuellen Sicherheitsüberwachungssystems für Brückenkrane vorgestellt. Der eingereichte Anwendungsfall aus der chinesischen Stahl- und Metallurgieindustrie wurde von den Workshop-Teilnehmern als repräsentatives industrielles Anwendungsbeispiel in das Sitzungsprotokoll aufgenommen.
ISO/TC 96 und die Normungsarbeit für KI-basierte Sichtprüfung
Das Technische Komitee ISO/TC 96 ist innerhalb der Internationalen Organisation für Normung für die Normenentwicklung im Bereich Krane zuständig und umfasst zehn Unterkomitees (SC1 bis SC10). Die Normungsarbeit für KI-Visionstechnologie im Kranbereich wird derzeit vom Unterkomitee TC 10/SC 2 für Kranksicherheit vorangetrieben.
Der auf dem Workshop vorgestellte chinesische Lösungsansatz
Die vollständige Technische Lösung umfasst drei Abschnitte: die Systemarchitektur, die zentralen technischen Kennwerte sowie Daten aus dem Feldeinsatz. Die im Anwendungsfall präsentierten Zahlen – 87 flächendeckend installierte Brückenkrane mit KI-Visualüberwachung und eine kontinuierliche Betriebsstatistik über 18 Monate – stießen bei den anwesenden Fachleuten auf besonderes Interesse. Vergleichbare Anwendungen internationaler Hersteller befinden sich demgegenüber noch in der Pilotphase mit einzelnen oder wenigen Kranen; eine skalierte Installation im dreistelligen Bereich wurde bislang nicht dokumentiert.
Fahrplan für die internationale Normenentwicklung
Die Delegierten waren sich auf dem Workshop einig, dass die technischen Voraussetzungen für den Start der internationalen Normungsarbeit zur KI-Visionstechnologie in der Sicherheitsüberwachung von Kranen gegeben sind. Geplant ist, innerhalb der nächsten 3 bis 5 Jahre einen technischen Bericht zur Anwendung von KI-Visionstechnologie in der Sicherheitsüberwachung von Kranen zu erstellen, der als Grundlage für eine spätere internationale Norm dienen soll.
Häufige Fragen (FAQ)
F: Welche Voraussetzungen und Verfahren gelten für chinesische Unternehmen, die sich an der ISO-Normenentwicklung beteiligen möchten?
A: Chinesische Unternehmen haben im Wesentlichen zwei Wege, sich an der ISO-Normenentwicklung zu beteiligen: über die Nominierung von technischen Experten durch das nationale Normungsgremium für Hebezeuge in die chinesische Delegation bei ISO/TC 96 oder durch die Beantragung eines Beobachterstatus für die Arbeitsgruppensitzungen von ISO/TC 96. Als Beobachter kann ein Unternehmen an den Sitzungen teilnehmen, technische Unterlagen einreichen und Stellungnahmen abgeben, ist jedoch nicht stimmberechtigt. Das technische Team für KI-basierte Brückenkran-Überwachung hat über das nationale Normungsgremium für Hebezeuge die Aufnahme in die Expertenliste der chinesischen Delegation bei ISO/TC 96 beantragt; bei Genehmigung vor 2027 wäre eine formelle Stimmteilnahme möglich.
F: Wie verhalten sich internationale Normen für KI-basierte Sichtprüfung zu nationalen Normen? Müssen inländische Produkte nach Verabschiedung der Norm neu zertifiziert werden?
A: Internationale Normen werden in der Regel in nationale Normen überführt, entweder im Wege der identischen Übernahme (IDT) oder der modifizierten Übernahme (MOD). Inländische Hersteller von KI-basierten optischen Inspektionssystemen erfüllen die äquivalenten Anforderungen der internationalen Norm, sofern ihre Produkte der überführten nationalen Norm entsprechen. Bereits nach nationalen Vorgaben zertifizierte oder geprüfte Produkte müssen während des Übergangszeitraums der Normenumstellung in der Regel nicht erneut zertifiziert werden.
F: Wie ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit Chinas im Bereich KI-Visionstechnologie für Krane einzuschätzen?
A: China ist bei der skalierbaren Bereitstellung und der technischen Anwendung von KI-basierter Sichtprüfung für Krane international führend. Bei der grundlegenden Algorithmusforschung für KI-Visionstechnologie besteht jedoch weiterhin ein Rückstand gegenüber Europa und den USA; bei den zentralen technischen Kennwerten bewegt sich China auf international vergleichbarem Niveau. Beide Seiten haben ihre jeweiligen Stärken – ein kontinuierlicher Austausch und eine kooperative Zusammenarbeit bei der Normenentwicklung stellen den besten Weg zur technischen Standardisierung dar.
F: Welchen konkreten Nutzen hat die Teilnahme an internationalen Normungsworkshops für das Exportgeschäft eines Unternehmens?
A: Durch die Teilnahme an internationalen Normungsworkshops erhält das Unternehmen frühzeitig Einblick in die technischen Schwerpunkte und künftigen Anforderungen der internationalen Normung und kann seine technische Vorbereitung für den Markteintritt gezielter ausrichten. Die direkte Mitwirkung an internationalen Normungsdiskussionen stärkt zudem die internationale Branchenpräsenz des Unternehmens, dessen Kernmärkte vor allem in Europa und Südostasien liegen. Die Beteiligung chinesischer Unternehmen an den ISO/TC-96-Workshops wird durch die chinesische Normungsbehörde (SAC) koordiniert und erfolgt gemäß den Verwaltungsanforderungen für internationale Normungsaktivitäten nach der Normenreihe GB/T 20000.