Mobilkran Terminologie nach Norm ISO 4306

Die Norm GB/T 6974.2-2010 „Krane – Terminologie – Teil 2: Mobilkrane“ ist die maßgebliche Terminologienorm für Mobilkrane. Sie legt die allgemeinen Begriffe, Definitionen und bildlichen Darstellungen für Mobilkrane (einschließlich Autokrane und Raupenkrane) fest und entspricht inhaltlich der ISO 4306-2:1994 (MOD). Sie bildet die sprachliche Grundlage für den technischen Austausch und die Erstellung normgerechter technischer Unterlagen im Bereich Mobilkrane.

GB/T 6974.2-2010 ist der zweite Teil der Normenreihe GB/T 6974 „Krane – Terminologie“ und definiert speziell die Fachbegriffe für Mobilkrane. Angesichts der großen Vielfalt an Mobilkrantypen ist eine einheitliche Terminologie für den branchenweiten Austausch und die technische Spezifikation von entscheidender Bedeutung. Im Folgenden werden die Kernbegriffe der Norm systematisch erläutert.

GB/T 6974.2-2010 Terminologie für Mobilkrane


Standardpositionierung und Terminologiesystem

GB/T 6974.2-2010 ist der zweite Teil der Reihe GB/T 6974 „Krane – Terminologie“ und standardisiert die Fachbegriffe speziell für Mobilkrane auf der Grundlage der allgemeinen Terminologie aus Teil 1 (Allgemeine Grundsätze). Die Norm umfasst mehr als 200 Fachbegriffe für Mobilkrane, die in der logischen Reihenfolge „Maschine – Bauteil – Mechanismus – Parameter – Sicherheitseinrichtung – Betrieb“ gegliedert sind. Eine einheitliche Terminologie ist für den Konstruktionsaustausch, die Abnahme nach Fertigung, die Bediener-Schulung und die sichere Verwendung von Mobilkranen von großer Bedeutung – Techniker aus verschiedenen Regionen und Herstellern kommunizieren mit denselben Begriffen und vermeiden so Verständigungsprobleme und Sicherheitsrisiken durch uneinheitliche Bezeichnungen.

Begriffe für Kranbauarten

Die Norm definiert die Begriffe für die verschiedenen Mobilkrantypen: Autokran – ein Kran, der auf einem LKW-Fahrgestell montiert ist, den Fahrzeugmotor für den Straßenantrieb nutzt und die Hubarbeiten über einen Aufbaumotor (oder ein hydraulisches System) ausführt. All-Terrain-Kran – ein Kran mit speziell entwickeltem All-Terrain-Fahrgestell (mehrere angetriebene und gelenkte Achsen, hydropneumatische Federung), der sowohl die Straßenfahreigenschaften eines Autokrans als auch die Geländegängigkeit eines Geländekrans vereint. Raupenkran – ein Kran mit Raupenfahrwerk anstelle von Rädern, der sich durch geringe Bodenpressung, die Möglichkeit zum Fahren mit hängender Last und den Verzicht auf Stützbeine auszeichnet. Geländegängiger Mobilkran (Einzelkabine, Allradantrieb, Pick-and-Carry) – ein Kran mit Spezialreifen-Fahrgestell, der auf anspruchsvollem Gelände fahren und arbeiten kann. Ladekran – ein Kran, der vor dem Laderaum eines LKW montiert ist und zum Be- und Entladen des eigenen Fahrzeugs dient.

Begriffe für Struktur und Mechanismus

Die Norm definiert die Begriffe für Struktur und Mechanismus von Mobilkranen im Detail: Teleskopausleger – ein Auslegersystem aus mehreren ineinander verschachtelten Kastenquerschnitten, das über Hydraulikzylinder oder Drahtseilmechanismen teleskopiert wird. Grundausleger – das dickste Segment des Teleskopauslegers (auf der Drehbühne befestigt), in dem die übrigen Segmente eingefahren werden. Teleskopiermechanismus des Auslegers – Vorrichtung zum Aus- und Einfahren der Auslegersegmente über Hydraulikzylinder (synchrones oder sequenzielles Teleskopieren) oder Seilteleskopiersysteme. Drehbühne – das drehbare Strukturbauteil, das Ausleger, Gegengewicht und Aufbaumotor trägt und über die Drehverbindung mit dem Fahrgestellrahmen verbunden ist. Stützbein – hydraulisch oder manuell betätigte Abstützvorrichtung, die seitlich aus dem Fahrgestellrahmen oder Raupenträger ausgefahren und auf dem Boden abgestützt wird; Ausführungen umfassen H-Stützbein, X-Stützbein und Frosch-Stützbein.

Anzahl der Begriffe
Über 200 Begriffe in 6 Hauptkategorien
Autokran
Standardfahrgestell + hydraulisches Heben, Straßenfahrt
All-Terrain-Kran
Mehrere Antriebs-/Lenkachsen, Straße + Gelände
Raupenkran
Raupenfahrwerk, Fahren mit hängender Last
Teleskopausleger
Kastenquerschnitt, Teleskopieren über Hydraulikzylinder
Stützbein-Typen
H-/X-/Frosch-Typ, hydraulisch oder manuell

Begriffe für Leistungsparameter

Die Norm definiert die Leistungsparameter von Mobilkranen präzise: Nenntragfähigkeit – die maximale Tragfähigkeit, die der Kran bei bestimmter Auslegerlänge, bestimmter Ausladung und bestimmter Stützbein-Konfiguration heben darf (einschließlich Hakengeschirr und Lastaufnahmemittel). Ausladung – der horizontale Abstand zwischen der Drehachse des Krans und der vertikalen Hakenlinie. Auslegerlänge – die Länge des Auslegers vom Gelenkpunkt (bzw. Bolzen am Fuß) bis zur Mittellinie der Auslegerspitzenrolle. Lastmoment – das Produkt aus Nenntragfähigkeit und zugehöriger Ausladung; der wichtigste Parameter zur Bewertung der Tragfähigkeit eines Mobilkrans. Hubhöhe – der vertikale Abstand vom Boden (bzw. der Stützbein-Unterkante) bis zur höchsten Hakenstellung. Bodenpressung – der mittlere Druck der Raupen auf den Boden bei maximaler Tragfähigkeit. Maximale Stützbeinkraft – der maximale Druck, den ein einzelnes Stützbein bei ungünstigster Position auf den Boden ausübt (maßgebend für die Bodenverstärkung).

Begriffe für Sicherheitseinrichtungen

Die Norm vereinheitlicht die Begriffe für Sicherheitseinrichtungen an Mobilkranen: Lastmomentbegrenzer (LMI) – eine Sicherheitseinrichtung, die Tragfähigkeit, Ausladung und Auslegerwinkel in Echtzeit erfasst, bei Annäherung an die Nennlast eine Frühwarnung ausgibt und bei Überlast die Gefahrenrichtung automatisch abschaltet. Hubbegrenzer – eine Einrichtung, die das Heben automatisch abschaltet, wenn der Haken die höchste zulässige Position erreicht. Ausladungsbegrenzer – eine Einrichtung, die beim Wippen des Auslegers bis zur maximalen oder minimalen zulässigen Ausladung alarmiert und die Gefahrenrichtung abschaltet. Rückkippsicherung – eine mechanische oder hydraulische Vorrichtung, die verhindert, dass der Ausleger bei Leerlauf oder leichter Last über die konstruktive Grenze nach hinten kippt. Hydrauliksperrventil – ein Rückschlagventil an Stützbein- und Wippzylindern, das ein Einfahren der Zylinder bei einem unerwarteten Bruch der Hydraulikleitung verhindert. Die Techniker von Kelude verwenden bei der Erstellung technischer Unterlagen und in der Kundenkommunikation durchgängig die normgerechten Begriffe gemäß GB/T 6974.2, um eine reibungslose Verständigung sicherzustellen.


Vergleichstabelle der Mobilkran-Terminologie

Die folgende Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Begriffskategorien für Mobilkrane als Orientierung für Auswahl und Betrieb.

Kelude Portalkran – Technische Analyse und Anwendungsvorteile

Kelude Portalkrane sind für anspruchsvolle Industrieanwendungen konzipiert und bieten eine Kombination aus hoher Tragfähigkeit, betrieblicher Zuverlässigkeit und wirtschaftlicher Effizienz. Die nachfolgende technische Betrachtung erläutert die wesentlichen Konstruktionsmerkmale sowie die Einsatzschwerpunkte dieser Kransysteme im industriellen Umfeld.

Robuste Tragwerkskonstruktion nach DIN 15018

Die Hauptträgerkonstruktion der Kelude-Portalkrane wird nach den Grundsätzen der DIN 15018 bemessen. Diese Norm gewährleistet eine hohe statische Sicherheit und ermüdungsfeste Auslegung aller tragenden Bauteile. Die stabile Kastenprofilbauweise minimiert Verformungen und sichert eine präzise Lastführung auch bei dynamischen Hubvorgängen.

Die Fahrbahn- und Kranbahnträger sind für den Dauerbetrieb ausgelegt und erfüllen die Anforderungen der EN 13000 hinsichtlich Tragsicherheit und Standfestigkeit. Die Verschweißung der Kernkomponenten erfolgt nach strengen Qualitätsrichtlinien, was eine lange Lebensdauer der Krananlage sicherstellt.

Leistungsstarke Hub- und Fahrwerksysteme

Die Hubwerke der Portalkrane sind als kompakte Elektroseilzüge ausgeführt und ermöglichen präzises Positionieren von Lasten. Die Fahrwerke verfügen über eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung, die ein sanftes Anfahren und Abbremsen gewährleistet. Dies reduziert Lastpendelbewegungen und erhöht die Prozesssicherheit beim Handling empfindlicher Güter.

Die Katzfahrwerke sind wartungsarm konstruiert und laufen auf speziell profilierten Schienen. Die Antriebstechnik ist für hohe Einschaltdauer ausgelegt und bietet eine ausgezeichnete Energieeffizienz im Vergleich zu herkömmlichen Antriebskonzepten.

Anpassungsfähige Spannweiten und Hubhöhen

Das modulare Baukastensystem der Kelude-Portalkrane erlaubt eine flexible Anpassung an unterschiedliche Hallen- und Freigeländegeometrien. Die Spannweiten können je nach Kundenanforderung variiert werden, wobei die Standardausführungen für den industriellen Einsatz optimiert sind. Die Hubhöhen lassen sich ebenfalls an die jeweilige Logistik- oder Produktionsumgebung anpassen.

Durch die optionale Ausführung als Vollportal- oder Halbportalvariante können auch beengte räumliche Verhältnisse effizient genutzt werden. Die Konstruktion ermöglicht eine optimale Ausnutzung der verfügbaren Stellfläche bei gleichzeitiger Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Abstände.

Präzise Steuerungstechnik für anspruchsvolle Prozesse

Die Steuerungssysteme der Portalkrane sind nach EN 60204-32 ausgeführt und bieten umfangreiche Diagnosefunktionen. Die Bedienung erfolgt wahlweise über eine kabelgebundene Handsteuerung oder eine moderne Funkfernsteuerung. Die sanfte Anfahr- und Bremscharakteristik schont sowohl das Hubwerk als auch die aufgenommenen Lasten.

Die optionale Integration von Lastmomentbegrenzung und Überlastschutz erhöht die Betriebssicherheit zusätzlich. Diese Systeme überwachen kontinuierlich die aufgenommenen Lasten und verhindern zuverlässig kritische Betriebszustände.

Einsatzgebiete und Branchenlösungen

Kelude-Portalkrane finden in zahlreichen Industriezweigen Anwendung, darunter Maschinenbau, Logistik, Stahlbau und Fertigungstechnik. Sie eignen sich besonders für den Umschlag schwerer Werkstücke, den Materialtransport in Fertigungslinien sowie für Montagearbeiten an Großkomponenten.

Die Krane sind für den Einsatz in geschlossenen Hallen sowie im Freigelände konzipiert. Je nach Ausführung können sie mit speziellen Korrosionsschutzsystemen für den Außeneinsatz ausgestattet werden, was eine ganzjährige Nutzung unter verschiedensten Witterungsbedingungen ermöglicht.

Wirtschaftlichkeit und Lebenszykluskosten

Die Konstruktion der Kelude-Portalkrane zielt auf eine Minimierung der Gesamtbetriebskosten ab. Der modulare Aufbau erleichtert Wartungsarbeiten und reduziert Stillstandszeiten. Die Verwendung hochwertiger Komponenten und die Einhaltung internationaler Normen gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit der Anlagen.

Durch die energieeffiziente Antriebstechnik und die optimierte Lastaufnahme lassen sich im Vergleich zu älteren Anlagen deutliche Einsparungen bei den Betriebskosten erzielen. Die Investition in einen Kelude-Portalkran amortisiert sich daher in der Regel über einen überschaubaren Zeitraum.

Technische Spezifikationen im Überblick

ParameterWert / Bereich
Tragfähigkeit5 t – 50 t
Spannweite10 m – 35 m
Hubhöhe6 m – 18 m
Hubsgeschwindigkeit0,8 – 5 m/min
Katzfahrgeschwindigkeit2 – 20 m/min
Kranfahrgeschwindigkeit3 – 30 m/min
SteuerungFunkfernsteuerung / Kabelsteuerung
NormenDIN 15018, EN 13000, EN 60204-32

Die angegebenen Werte können je nach projektspezifischer Auslegung variieren. Für individuelle Anforderungen stehen unsere Ingenieure für eine technische Beratung zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Wartungsintervalle sind für Kelude-Portalkrane empfohlen?

A: Die Wartungsintervalle richten sich nach der Einsatzintensität und den Betriebsbedingungen. Grundsätzlich wird eine jährliche Hauptinspektion sowie eine monatliche Sichtprüfung der wesentlichen Komponenten empfohlen. Detaillierte Angaben finden Sie im Wartungshandbuch der Anlage.

F: Können die Krane für den Außeneinsatz ausgerüstet werden?

A: Ja, für den Einsatz im Freigelände bieten wir spezielle Korrosionsschutzbeschichtungen und Wetterschutzgehäuse für die elektrischen Komponenten an. Die Krane sind dann für einen Temperaturbereich von -20 °C bis +40 °C ausgelegt.

F: Welche Sicherheitsfunktionen sind standardmäßig integriert?

A: Standardmäßig sind eine Lastmomentbegrenzung, ein Überlastschutz sowie Notendschalter für alle Bewegungsachsen integriert. Optional können zusätzliche Systeme wie Lasthakenüberwachung oder Kollisionsschutz nachgerüstet werden.

F: Wie lange beträgt die Lieferzeit für einen Standard-Portalkran?

A: Die Lieferzeit für Standardausführungen liegt in der Regel zwischen 8 und 12 Wochen nach Auftragsbestätigung. Projektspezifische Sonderanfertigungen können eine längere Fertigungszeit in Anspruch nehmen.

F: Bietet Kelude einen Montageservice vor Ort an?

A: Ja, unser Montageteam übernimmt die fachgerechte Installation und Inbetriebnahme der Krane direkt beim Kunden. Alternativ ist eine Montage durch geschultes Fachpersonal des Kunden nach ausführlicher Einweisung möglich.

Kontakt und individuelle Projektberatung

Für eine verbindliche Angebotserstellung oder technische Auslegung Ihres Portalkrans kontaktieren Sie uns bitte über das Kontaktformular oder telefonisch. Unsere Projektingenieure beraten Sie gerne zu den optimalen Spezifikationen für Ihre Anwendung.

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TerminologiekategorieKernbegriffDefinitionsbeschreibungEnglische Entsprechung
FahrwerkskonstruktionFahrgestell/Stützbein/DrehverbindungFundament undDrehenVorrichtungchassis
AuslegerHauptausleger/Hilfsausleger/TEFC-MotorRahmenTragfähigkeithängende Lastboom
SicherheitseinrichtungLastmomentbegrenzer/HöhenbegrenzungÜberlastschutzsafety device
BetriebParameterNenntragfähigkeit/ArbeitsradiusLeistungskennwerteworking parameter

Häufige Fragen

F: Wie verhält sich die Terminologienorm GB/T 6974.2 zu den Allgemeinen Grundsätzen in GB/T 6974.1?
A: GB/T 6974.1 „Krane – Terminologie – Teil 1: Allgemeine Terminologie“ definiert die grundlegenden Begriffe, die für alle Kranarten gelten (z. B. Tragfähigkeit, Spannweite, Ausladung, Triebwerksgruppe), und bildet damit die Basis der Terminologie-Normenreihe. Darauf aufbauend legt GB/T 6974.2 die Begriffe und Definitionen für die kranspezifischen Strukturen und Triebwerke von Mobilkranen fest (z. B. Teleskopieren, Stützbein, Lastmomentbegrenzer, Hydrauliksperrventil) und ergänzt bzw. präzisiert die allgemeine Terminologie. Bei der Anwendung ist zunächst GB/T 6974.1 für die allgemeinen Begriffe heranzuziehen, anschließend GB/T 6974.2 für die spezifischen Begriffe des Mobilkrans. Beide Normen werden in Verbindung verwendet und bilden zusammen ein vollständiges Terminologiesystem.
F: Worin unterscheiden sich „Nenntragfähigkeit“ und „Maximale Tragfähigkeit“?
A: Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt. Die Nenntragfähigkeit bezeichnet die maximale Last (einschließlich des Gewichts des Lastaufnahmemittels), die ein Kran unter einer bestimmten Kombination aus Auslegerlänge, Ausladung und Stützbein-Betriebsbedingungen heben darf. Die Maximale Tragfähigkeit ist der höchste Nenntragfähigkeitswert über alle Betriebsbedingungen hinweg – in der Regel bei minimaler Ausladung, kürzester Auslegerlänge und voll ausgefahrenen Stützbeinen. Am Beispiel eines 50-t-Autokrans: Die Maximale Tragfähigkeit beträgt 50 t (bei 3 m Ausladung, 10,6 m Auslegerlänge und voll ausgefahrenen Stützbeinen). Bei 8 m Ausladung, 25 m Auslegerlänge und halb ausgefahrenen Stützbeinen kann die Nenntragfähigkeit jedoch nur noch 10 t betragen. Wer ohne dieses Verständnis arbeitet, riskiert Überlast – die häufigste Ursache für Kranunfälle.
F: Sind „Lastmomentbegrenzer“ und „Traglastbegrenzer“ dasselbe Gerät?
A: Nein, es handelt sich um zwei verschiedene Geräte. Der Traglastbegrenzer überwacht ausschließlich den Parameter Tragfähigkeit und gilt für Brücken- und Portalkrane. Der Lastmomentbegrenzer (LMI) überwacht dagegen zwei Parameter gleichzeitig: Tragfähigkeit und Ausladung. Er berechnet das tatsächliche Lastmoment (Tragfähigkeit × Ausladung) und vergleicht es mit dem Nennlastmoment. Mobilkrane und Turmkrane müssen zwingend mit einem Lastmomentbegrenzer ausgestattet sein, da sich bei veränderter Ausladung des Auslegers das Lastmoment auch dann ändert, wenn die Tragfähigkeit konstant bleibt. Der Lastmomentbegrenzer bietet somit einen umfassenderen Schutz vor Überlastung durch zu hohes Drehmoment als der Traglastbegrenzer.
F: Was ist der Unterschied zwischen „Synchron-Teleskopieren“ und „Sequenz-Teleskopieren“ beim Teleskopausleger?
A: Synchron-Teleskopieren und Sequenz-Teleskopieren sind zwei verschiedene Steuerungsarten für den Teleskopausleger. Beim Synchron-Teleskopieren fahren alle Auslegersegmente über eine Synchronisationseinrichtung (Drahtseil oder hydraulisches Synchronventil) gleichzeitig mit gleicher Geschwindigkeit aus bzw. ein, wobei das Hubverhältnis der Segmente konstant bleibt. Vorteile: schnelle Teleskopiergeschwindigkeit und gleichmäßige Krafteinleitung auf alle Segmente – gilt für große All-Terrain-Krane. Beim Sequenz-Teleskopieren fahren die Segmente nacheinander aus (üblicherweise zuerst das zweite, dann das dritte Segment); beim Einfahren erfolgt die Bewegung in umgekehrter Reihenfolge. Vorteile: einfache und zuverlässige Steuerung – gilt für Krane mittlerer und kleinerer Tragfähigkeit (niedrigere Strukturkosten). Einige hochwertige Krane kombinieren beide Modi: Der Synchron-Modus dient dem schnellen Wippen, der „Feinbewegungs-Sequenzmodus“ der präzisen Einstellung der Ausfahrlänge eines einzelnen Segments.

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