Mobilkran-Stützbein-Nivellierung & Lastmomentbegrenzer Schulung

Die Norm DIN EN 13000 bildet die Grundlage für die Ausbildung von Kranführern mobiler Krane. Sie definiert die besonderen Anforderungen an die Bediener-Schulung – von der Abstützung und dem Lesen der Traglasttabellen über die Auslegersteuerung bis hin zum Umgang mit dem Lastmomentbegrenzer.

Die Norm GB/T 23720.2-2009 ist der zweite Teil der Normenreihe zur Kranfahrerausbildung und regelt speziell die Schulungsanforderungen für Fahrer von Mobilkranen, insbesondere im Hinblick auf das Abstützen und die Bedienung des Lastmomentbegrenzers. Die korrekte Handhabung der Stützbeine und der Einsatz des Lastmomentbegrenzers sind entscheidend für den sicheren Betrieb von Mobilkranen. Dieser Beitrag erläutert die Kerninhalte der Norm.

Ausbildung zum Kranführer für Mobilkrane nach GB/T 23720.2-2009


Normative Einordnung und Besonderheiten der Schulung

Die Norm GB/T 23720.2-2009 entspricht inhaltlich der ISO 9926-2:2004 (IDT) und gilt speziell für die Ausbildung von Bedienpersonal für Mobilkrane. Im Vergleich zu Brücken- und Portalkranen weist die Schulung für Mobilkrane besondere Inhalte auf: Lesen und Anwenden der Traglasttabelle – Die Nenntragfähigkeit eines Mobilkrans variiert je nach Abstützungszustand, Auslegerlänge, Ausladung und Schwenkwinkel in hohem Maße. Das Bedienpersonal muss die Ermittlung der zulässigen Tragfähigkeit sicher beherrschen. Abstützvorgang – Die Traglastbegrenzung bei voll ausgefahrenen, teilweise ausgefahrenen und nicht ausgefahrenen Stützbeinen sowie die Verfahren zur Nivellierung des Krans. Teleskopieren und Wippen des Auslegers – Die Steuerung der Teleskopierreihenfolge (Reihenfolge der einzelnen Auslegerabschnitte und Synchronisation) sowie die Laständerung beim Wippen. Verständnis des Lastmomentbegrenzers (LMI) – Funktionsprinzip, Bedeutung der angezeigten Messwerte und korrektes Verhalten nach einem Alarm.

Inhalte der theoretischen Schulung

Der theoretische Teil der Ausbildung zum Mobilkranführer umfasst: Kranaufbau – Konstruktionsmerkmale von Autokranen, Raupenkranen und All-Terrain-Kranen, Funktionsprinzip der einzelnen Antriebssysteme (Heben, Drehen, Wippen, Teleskopieren, Fahren) sowie Grundlagen des hydraulischen Antriebssystems. Traglasttabellen – Zusammenhang zwischen Abstützungszustand und Tragfähigkeit, Einfluss der Ausladung und der Auslegerlänge auf die Nenntragfähigkeit sowie Bedeutung des Sicherheitsfaktors in der Traglasttabelle. Technische Mechanik – Drehmomentkonzept (Drehmoment = Kraft × Hebelarm), Einfluss der Schwerpunktlage auf die Stabilität, Auswahl der Anschlagpunkte und Auswirkung des Anschlagwinkels auf die Seilkraft (Prinzip der Kraftzunahme bei Vergrößerung des Winkels um jeweils 10°). Sicherheitsvorschriften – Sicherheitsbetriebsanweisung nach GB/T 23723.2, die Zehn-Hebel-Regeln, Sicherheitsregeln für den Abstützvorgang sowie Sicherheitsabstände zu Hochspannungsleitungen. Analyse von Unfallfällen – Typische Ursachen und Lehren aus Unfällen wie Überlast und Umkippen, Absinken der Stützbeine, Knicken des Auslegers sowie Stromschlag durch Hochspannungsleitungen.

Traglasttabelle
Ermittlung je Einsatzfall Abstützung/Ausleger/Ausladung
Abstützvorgang
Voll-/Teilabstützung Nivellierverfahren
LMI-Bedienung
Anzeigewerte Verhalten nach Alarm
Drehmomentprinzip
Drehmoment = Kraft × Hebelarm Stabilitätsberechnung
Anschlagwinkel
Seilwinkel und Zugkraft ≤90°-Prinzip
Hochspannungssicherheit
Sicherheitsabstände Überwachungsmaßnahmen

Inhalte der praktischen Schulung

Die praktische Ausbildung zum Mobilkranführer umfasst folgende Fertigkeiten: Abstützvorgang – Ausfahren und Nivellieren der Stützbeine sowohl auf festem, ebenem Untergrund als auch auf nachgiebigem Boden. Die Ebenheit des Krans ist mit einer Wasserwaage (Libelle oder elektronische Wasserwaage) zu prüfen und darf 0,5° nicht überschreiten. Leerlaufbetrieb – Grundübungen ohne Last: Heben und Senken (Positioniergenauigkeit des Hakens ≤100 mm), Drehen (gleichmäßiges Anfahren und Stoppen, Positionierung bei 90° und 180° Schwenkwinkel), Teleskopieren (sequenzielles und synchrones Aus- und Einfahren der Auslegerabschnitte). Betrieb mit Last – Übungen mit 50 %, 75 % und 100 % der Nennlast bei unterschiedlichen Auslegerlängen und Ausladungen: Erfassen der Stabilitätsveränderung des Krans unter verschiedenen Lastbedingungen sowie Üben des gleichmäßigen Hebens bei maximaler Ausladung. Komplexe Einsatzbedingungen – Hubevorgänge in beengten Räumen mit Hindernissen, simulierte Anschlag- und Positionierungsszenarien (z. B. Ausrichten von Bauteilen) sowie simuliertes Not-Aus und Störungsbehandlung während des Hubevorgangs.

Prüfungskriterien

Die Prüfung von Mobilkranführern gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Theoretische Prüfung: Schriftliche Prüfung (oder computergestützt) mit Inhalten zu Aufbau und Funktionsprinzip von Mobilkranen, Traglasttabellen, Sicherheitsvorschriften und Analyse von Unfallfällen. Die Prüfung wird mit 100 Punkten bewertet, zum Bestehen sind 80 Punkte erforderlich. Praktische Prüfung: Durchführung auf einem realen Mobilkran mit folgenden Prüfungsaufgaben – Nivellieren der Stützbeine (Abschluss innerhalb von 5 Minuten, Ebenheit ≤0,5°), Hindernisparcours mit Last (ein mit Wasser gefüllter Eimer wird entlang einer vorgegebenen Strecke um Hindernisse geführt, ohne diese zu berühren oder Wasser zu verschütten), präzises Platzieren der Last (Positionierung an einem vorgegebenen Punkt mit einer Abweichung von ≤100 mm), Notbetrieb (korrektes Verhalten bei ausgelöstem Endschalter oder LMI-Alarm). Die praktische Prüfung wird von mindestens zwei Prüfern bewertet. Nach bestandener Prüfung wird der Befähigungsnachweis für Spezialausrüstung (Q2 – Kranführer für Mobilkrane) ausgestellt.


Vergleichstabelle zur Mobilkran-Ausbildung

Die folgende Vergleichstabelle zeigt die zentralen Parameter der Ausbildung zum Mobilkranführer als Orientierung für die Auswahl und den praktischen Einsatz.

Kelude Industrieausrüstung: Maßgeschneiderte Lösungen für moderne Fertigungsanforderungen

In der heutigen schnelllebigen Industrielandschaft sind Effizienz, Präzision und Zuverlässigkeit nicht verhandelbar. Kelude Industrieausrüstung hat sich als führender Anbieter von High-End-Hebetechnik etabliert und bietet innovative Lösungen, die speziell für die anspruchsvollen Umgebungen moderner Fertigungsanlagen entwickelt wurden. Unser Engagement für technologische Exzellenz und kundenspezifische Anpassung stellt sicher, dass jedes Produkt nicht nur die Erwartungen übertrifft, sondern auch den strengen Anforderungen der DACH-Region gerecht wird.

Präzisionsgefertigte Kransysteme für höchste Produktivität

Das Herzstück unseres Portfolios bilden maßgeschneiderte Kransysteme, die für eine Vielzahl von Anwendungen ausgelegt sind – von der Montagelinie bis zum Schwerlastbetrieb. Jedes System wird nach den neuesten DIN-Normen konstruiert und bietet eine außergewöhnliche Betriebssicherheit. Unsere Brückenkrane und Portalkrane zeichnen sich durch eine robuste Bauweise, eine hohe Tragfähigkeit und eine präzise Steuerung aus, die eine reibungslose Materialhandhabung bei minimalem Wartungsaufwand gewährleistet.

Besonderen Wert legen wir auf die Integration modernster Antriebs- und Steuerungstechnik. Dies ermöglicht eine feinfühlige Lastpositionierung und eine optimierte Energieeffizienz. Ob als Einzelanfertigung oder als Teil einer komplexen Logistikkette – unsere Systeme sind so konzipiert, dass sie sich nahtlos in Ihre bestehende Infrastruktur einfügen und Ihre Prozesse nachhaltig verbessern.

Innovative Hebezeuge für flexible Fertigungsabläufe

Neben kompletten Krananlagen bieten wir ein breites Spektrum an innovativen Hebezeugen, die Flexibilität und Leistungsfähigkeit in Ihrem Betrieb erhöhen. Unsere Elektroseilzüge und Kettingzüge sind für den Dauereinsatz ausgelegt und überzeugen durch hohe Hubgeschwindigkeiten sowie eine zuverlässige Bremstechnologie. Die kompakte Bauweise vieler Modelle – wie unsere Niedrigbauweise-Seilzüge – optimiert die Raumausnutzung in Hallen mit begrenzter Höhe.

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Robuste Krankomponenten und Zubehör für den Dauerbetrieb

Die Langlebigkeit und Funktionalität eines Kransystems hängt maßgeblich von der Qualität seiner Komponenten ab. Wir liefern daher ein umfassendes Sortiment an Hochleistungskomponenten, darunter Laufkatzen, Krankonsolen und spezielle Greifer. Unsere Komponenten sind so konstruiert, dass sie extremen Belastungen standhalten und eine lange Lebensdauer gewährleisten – selbst unter rauen Umgebungsbedingungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der intelligenten Steuerungstechnik. Unsere Frequenzumrichter und Sanftanlaufgeräte ermöglichen einen verschleißarmen Betrieb und schützen die Mechanik vor Überlastung. Durch die Integration von Diagnosesystemen können Wartungsintervalle präzise geplant und Ausfallzeiten signifikant reduziert werden. So stellen wir sicher, dass Ihre Anlagen jederzeit verfügbar und wirtschaftlich betreibbar sind.

Umfassender Service und technische Unterstützung aus einer Hand

Unser Engagement endet nicht mit der Lieferung der Produkte. Wir bieten einen umfassenden After-Sales-Service, der von der fachgerechten Montage über die Inbetriebnahme bis hin zur regelmäßigen Wartung reicht. Unser qualifiziertes Serviceteam unterstützt Sie bei der Optimierung Ihrer Anlagen und sorgt für eine maximale Betriebszeit. Darüber hinaus beraten wir Sie gerne bei der Auswahl der passenden Hebelösung für Ihre spezifische Anwendung.

Vertrauen Sie auf unsere langjährige Erfahrung und unser technisches Know-how. Wir sind Ihr zuverlässiger Partner für innovative und wirtschaftliche Hebe- und Fördertechnik in der DACH-Region. Kontaktieren Sie uns noch heute, um mehr über unsere maßgeschneiderten Lösungen zu erfahren und ein unverbindliches Angebot zu erhalten.

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SchulungsmodulSchulungsinhalteFähigkeitenAnforderungenPrüfungsmethode
StützbeinBedienungBodeneinschätzung/StützbeinAusfahren/NivellierungEbenheit≤0.5Gradpraktische Prüfung
LastmomentbegrenzerPrinzip/Sollwert/StörungsbehandlungKorrekte AnzeigeninterpretationTheoretische Prüfung+Praktische Prüfung
LastkennlinientabelleTragfähigkeit/Ausladung/AuslegerlängeZusammenhangSicheres TabellenrechnenTheoretische PrüfungPrüfung
sicherer BetriebVerbotÜberlast/Windgeschwindigkeitsbegrenzung/Kippsicherungsicherer BetriebBewusstseinGesamtbewertung

Häufige Fragen

F: Welche konkreten Maschinentypen darf man mit dem Bedienungszertifikat für Mobilkrane (Q2) bedienen?
A: Das Q2-Zertifikat (ehemals Q8) ist die Sammelbezeichnung für „Kranführer von Mobilkranen“. Auf dem Zertifikat sind die konkret zulässigen Maschinentypen vermerkt: Autokran, Raupenkran, All-Terrain-Kran, geländegängiger Mobilkran (Einzelkabine, Allradantrieb, Pick-and-Carry) usw. Grundsätzlich berechtigt das Q2-Zertifikat nach bestandener Schulungsbewertung zur Bedienung aller Mobilkrane derselben Kategorie. Da sich jedoch die Steuerungslayouts und Traglasttabellen je nach Hersteller und Typ zum Teil erheblich unterscheiden, wird dem Bedienpersonal empfohlen, vor Arbeitsantritt eine herstellerspezifische Geräteeinweisung (mindestens 4 Stunden) zu absolvieren. Die Gültigkeitsdauer des Bedienungszertifikats beträgt 4 Jahre; die Verlängerung ist spätestens 3 Monate vor Ablauf zu beantragen.
F: Welche Fertigkeit ist in der Bediener-Schulung für Mobilkrane am schwierigsten zu erlernen?
A: Nach unserer Schulungserfahrung ist das korrekte Verhalten nach einem Alarm des Lastmomentbegrenzers die anspruchsvollste Fertigkeit. Wenn der Lastmomentbegrenzer auslöst (Lastrate erreicht 100 %), werden die gefährlichen Bewegungsrichtungen des Krans (Heben, Vergrößern der Ausladung durch Wippen, Drehen usw.) automatisch abgeschaltet. Das Bedienpersonal muss dann: 1) sofort alle Bewegungen in gefährliche Richtungen stoppen; 2) die aktuellen Betriebsbedingungen beurteilen (Ausladung, Auslegerlänge, Lastrate); 3) eine sichere Bewegungsrichtung wählen, um die Last zu reduzieren – in der Regel zunächst die hängende Last langsam senken oder den Wippwinkel vergrößern, um die Ausladung zu verringern; 4) die Lastrate auf dem LMI-Anzeigebildschirm überwachen, bis sie unter 95 % fällt. In Stresssituationen neigt das Bedienpersonal instinktiv dazu, „in die falsche Richtung zu reagieren“ (z. B. den Haken anzuheben, um den Endschalter zu überwinden), was die Gefahr weiter erhöht. Das richtige Vorgehen erfordert wiederholtes Training, bis es zur Muskelgedächtnisroutine wird.
F: Warum wird „Eimer-Slalom“ als praktische Prüfungsaufgabe eingesetzt?
A: Der „Eimer-Slalom“ ist ein standardisiertes Prüfverfahren für die Bedienung von Mobilkranen und international als praktische Prüfung zur Bewertung der Bedienkompetenz anerkannt. Dabei wird ein zu etwa 80 % mit Wasser gefüllter Eimer angehoben und entlang einer S-förmigen Bahn um mehrere Hindernispfähle geführt, bevor er zum Ausgangspunkt zurückgebracht und abgesetzt wird. Diese Aufgabe prüft gezielt drei Kernkompetenzen: 1) Präzises Heben und Senken – der Eimer muss etwa 0,5 m über dem Boden gehalten werden, ohne den Boden zu berühren oder die sichere Höhe zu überschreiten; 2) Ruhiges Drehen – beim Umsetzen der Pfähle müssen Drehen und Wippen koordiniert werden, sodass das Wasser im Eimer nicht durch starkes Schwanken verschüttet wird; 3) Kombinierte Steuerung mehrerer Funktionen – während des Drehens müssen Heben und Wippen gleichzeitig feinfühlig geregelt werden, um Höhe und Position des Eimers konstant zu halten. Die Menge des verschütteten Wassers gibt dabei direkt Aufschluss über die Laufruhe der Bedienung – wer zu viel Wasser verliert, gilt als nicht bestanden.
F: Warum ist das Ausrichten der Stützbeine im Mobilkrantraining so wichtig?
A: Das Ausrichten der Stützbeine ist die Grundvoraussetzung für den sicheren Betrieb eines Mobilkrans. Ist der Kran nicht waagerecht ausgerichtet (Ebenheit über 0,5°), neigt sich die gesamte Maschine seitlich, wenn der Ausleger senkrecht zur Neigungsrichtung gedreht wird – die Stabilität nimmt dabei spürbar ab (die Kippsicherheit reduziert sich um ca. 15 % bis 30 %). Im Extremfall kann eine unausgeglichene Schwerpunktverlagerung dazu führen, dass der Kran beim Drehen von selbst umkippt. Die Norm verlangt, dass das Bedienpersonal die Stützbeine nach jeder Kranbewegung und vor jedem Anschlagen neu ausrichtet. Vorgehensweise: Zuerst werden alle vier Stützbeine ausgefahren, bis sie Bodenkontakt haben. Anschließend beobachtet man im Führerhaus die Wasserwaage (Libelle oder Digitalwaage) und justiert die Höhe der jeweils tiefer liegenden Stützbeine, bis der Kran exakt waagerecht steht. Geübtes Bedienpersonal schafft die Einstellung in 2 bis 3 Minuten.

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