Turmkran Arbeiten in der Höhe & Klettereinrichtung Schulung

Die Norm DIN 15018 – Krane – Grundsätze für die Berechnung der Tragwerke ist die zentrale Regelung für die Ausbildung von Kranführern an Turmdrehkranen. Sie legt die theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten fest, die Kranführer beherrschen müssen – darunter Arbeiten in der Höhe, das Lesen von Traglastdiagrammen, die Überwachung der Windgeschwindigkeit sowie das Klettern und Einstellen der Turmsegmente.

Die Norm DIN 15018 ist der dritte Teil der Ausbildungsreihe für Kranführer und regelt speziell die Schulung von Turmdrehkranführern in den Bereichen Arbeiten in der Höhe sowie Kletter- und Einstellvorgänge.

DIN 15018 – Ausbildung von Turmdrehkranführern


Normative Einordnung und Besonderheiten der Turmkran-Ausbildung

Die Norm DIN 15018 entspricht der internationalen Norm ISO 9926-3:2004 (IDT) und ist die fachspezifische Regelung für die Ausbildung von Turmdrehkranführern. Der Kernunterschied zur Schulung an anderen Kranarten liegt in folgenden Aspekten: Das Bedienpersonal arbeitet in großer Höhe (das Führerhaus befindet sich in der Regel 20 bis 60 m über dem Boden), was eine hohe psychische Belastbarkeit und körperliche Fitness für das Klettern voraussetzt. Zudem müssen die Auszubildenden das Traglastdiagramm sicher interpretieren (statt einer einfachen Traglasttabelle), das Funktionsprinzip des Lastmomentbegrenzers sowie die Stabilitätskriterien des Turmkrans verstehen und die Grundlagen der Kletter- und Einstellvorgänge beherrschen.

Theoretische Schulungsinhalte

Der theoretische Teil der Ausbildung umfasst folgende Bereiche: Aufbau des Turmkrans – Turmmast (Turmmasthsegment, Klettersegment, Drehturm), Ausleger (Horizontalausleger/Wippausleger), Ausgleichsarm, Turmkopf, Führerhaus und Drehverbindung mit ihrem jeweiligen Funktionsprinzip. Kranmechanismen – Hubwerk (Zweigang-Getriebe), Drehwerk (Planetengetriebe mit Strömungskupplung/Frequenzumrichter), Wippwerk (Laufkatzenantrieb/Hydraulikzylinder am Wippausleger), Klettereinrichtung (Hydraulikzylinder mit Pumpenaggregat). Sicherheitseinrichtungen – Lastmomentbegrenzer (Überwachung von Tragfähigkeit × Ausladung), Hubbegrenzer (Doppelabsicherung mit Gewichts- und Drehflügelprinzip), Ausladungsbegrenzer, Windmesser (Alarmwert 17–20 m/s), Antikollisionssystem (bei Mehrkranbetrieb). Traglastdiagramm – Interpretation der Lastmomentbegrenzer-Kurve (Abhängigkeit der Nenntragfähigkeit von der Ausladung) und Auswahl der zulässigen Tragfähigkeit bei verschiedenen Auslegerlängen. Stabilität des Turmkrans – Prinzip des Momentengleichgewichts, Anforderungen an den Kippstabilitätsfaktor (≥ 1,15) sowie der Einfluss der Windlast auf die Standsicherheit.

Krankonstruktion
Turmmast/Ausleger/Ausgleichsarm Drehverbindung/Führerhaus
Traglastdiagramm
Lastmomentbegrenzer-Kurve Ausladung-Tragfähigkeit
Sicherheitseinrichtungen
Lastmomentbegrenzer + Endschalter Windmesser + Kollisionsschutz
Praktische Prüfung
Klettersimulation Präzises Lastpositionieren
Arbeiten in der Höhe
Klettertraining + Sicherheitsgurt Notausstieg-Übung
Klettervorgang
Fünf-Schritte-Verfahren Ausbalancieren + Bedienung

Praktische Schulungsinhalte

Die praktische Ausbildung erfolgt an einem realen Turmkran oder an einem zertifizierten Turmkran-Simulator: Grundbedienung – Üben des Hebens (Tippbetrieb und kontinuierliches Heben) im Leerlauf, Drehen (Positionierung bei 180° und 360°) sowie Wippen der Laufkatze (präzise Positionierung in verschiedenen Ausladungsbereichen). Die Bewegungen müssen ruhig und stoßfrei ausgeführt werden; die Pendelabweichung des Hakens (bzw. der Last) darf ±300 mm nicht überschreiten. Bedienung unter Last – Heben und Transportieren von Lasten zwischen 50 % und 100 % der Nennlast über den gesamten Ausladungsbereich: Erfassen der Stabilitätsveränderungen bei unterschiedlichen Ausladungen sowie sicheres Heben und Senken bei maximaler Ausladung. Präzises Positionieren – Absetzen der Last in einer markierten Zone mit einem Durchmesser von höchstens 300 mm; bei Überschreitung der Abweichung gilt die Übung als nicht bestanden (die Hubgenauigkeit ist bei Turmkranen aufgrund der anspruchsvolleren Bedingungen in der Höhe niedriger angesetzt als bei Brücken- oder Portalkranen).

Prüfungskriterien

Die theoretische Prüfung wird mit maximal 100 Punkten bewertet; ab 80 Punkten gilt sie als bestanden. Praktische Prüfung: Kombinierte Bedienung von Heben, Drehen und Wippen – der Lastkübel ist entlang eines vorgegebenen Pfads zum Zielpunkt zu transportieren, ohne die Begrenzungspfähle zu berühren und ohne dass mehr als die zulässige Wassermenge überschwappt. Notfallmaßnahmen – Simulieren des korrekten Verhaltens nach einem Alarm des Lastmomentbegrenzers (sofortiges Stoppen der gefährlichen Bewegung, zunächst Senken oder Verringern der Ausladung, um den Lastfaktor zu reduzieren). Klettersimulation – Durchführen des Klettervorgangs am Schulungskran oder Simulator (Fünf-Schritte-Verfahren: Ausbalancieren, Einführen des Turmmasthsegments, Positionieren und Verriegeln), um die Vertrautheit des Auszubildenden mit dem Ablauf zu prüfen. Nach bestandener Prüfung wird das Bedienungszertifikat Q3 (Turmdrehkranführer) ausgestellt.


Vergleichstabelle für die Turmkran-Ausbildung in der Höhe

Die folgende Vergleichstabelle zeigt die zentralen Parameter und Konfigurationen der Ausbildung für Arbeiten in der Höhe am Turmdrehkran – als Orientierung für die Auswahl und für das Bedienpersonal.

Kelude Industrieausrüstung GmbH

Kelude Industrieausrüstung ist ein führender Hersteller von Industriekränen und Hebezeugen mit Sitz in China. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Branche entwickeln und fertigen wir zuverlässige und leistungsstarke Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen in der Industrie. Unser Sortiment umfasst eine breite Palette an Produkten, die auf die spezifischen Anforderungen unserer Kunden zugeschnitten sind – von Einzelkomponenten bis hin zu kompletten Kransystemen.

Umfassendes Produktsortiment für den industriellen Einsatz

Unser Portfolio ist in zwei Hauptkategorien unterteilt, um unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden: Standardausrüstung und kundenspezifische Lösungen. Die Standardausrüstung umfasst bewährte Serienprodukte, die sich durch hohe Verfügbarkeit und wirtschaftliche Effizienz auszeichnen. Für spezielle Anforderungen entwickeln wir maßgeschneiderte Krananlagen, die exakt auf Ihre Prozesse und Lasten abgestimmt sind.

KategorieBeschreibung
StandardausrüstungBewährte Serienprodukte für den allgemeinen Industriebedarf, sofort verfügbar und wirtschaftlich.
Kundenspezifische LösungenIndividuell geplante und gefertigte Krananlagen für spezielle Lasten und Prozessanforderungen.

Technische Exzellenz und Qualitätssicherung nach DIN-Normen

Die Qualität unserer Produkte wird durch die Einhaltung internationaler und nationaler Normen gewährleistet. Unsere Konstruktionen entsprechen unter anderem den Anforderungen der DIN 15018 für Krane sowie der EN 13000 für mobile Krane. Darüber hinaus orientieren wir uns an den Richtlinien der ISO 4306 für die Klassifizierung von Kranen und der EN 60204-32 für die elektrische Ausrüstung von Hebezeugen. Dies gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im täglichen Betrieb.

Robuste Bauweise für anspruchsvolle Industrieumgebungen

Unsere Krane sind für den Dauereinsatz unter schweren Bedingungen konzipiert. Die stabile Stahlbauweise, hochwertige Komponenten und eine präzise Fertigung gewährleisten eine außergewöhnliche Betriebsfestigkeit. Ob in der Metallurgie, im Maschinenbau oder in der Logistik – unsere Systeme meistern extreme Belastungen und bieten auch bei hohen Hubfrequenzen eine konstante Leistung. Die Konstruktion erfolgt nach dem neuesten Stand der Technik und wird strengen Qualitätskontrollen unterzogen.

Intelligente Steuerungssysteme für präzises Lastenmanagement

Für eine effiziente und sichere Handhabung von Lasten statten wir unsere Krane mit modernen Steuerungssystemen aus. Diese ermöglichen eine präzise Positionierung der Last und bieten Funktionen wie eine sanfte Anfahr- und Bremscharakteristik. Optionale Sicherheitsfunktionen wie eine aktive Lastschwingungsdämpfung (Anti-Sway-System) erhöhen die Prozesssicherheit und verkürzen die Arbeitszyklen. Die Steuerungen sind intuitiv bedienbar und können an die spezifischen Anforderungen Ihrer Anlage angepasst werden.

Umfassender Service und technischer Support

Unser Engagement endet nicht mit der Lieferung der Anlage. Wir bieten einen umfassenden Service, der von der Planung und Montage bis hin zur Wartung und Inspektion reicht. Unser technischer Support steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um eine hohe Verfügbarkeit und eine lange Lebensdauer Ihrer Krananlage zu sichern. Regelmäßige Wartungsarbeiten und die Verwendung von Original-Ersatzteilen gewährleisten einen reibungslosen Betrieb.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F:
Bieten Sie auch Sonderanfertigungen für Krane an?A: Ja, wir entwickeln und fertigen kundenspezifische Kranlösungen, die exakt auf Ihre Lasten, Abmessungen und betrieblichen Anforderungen zugeschnitten sind. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.

F:
Welchen Normen entsprechen Ihre Krane?A: Unsere Krane werden nach internationalen und nationalen Standards konstruiert, darunter DIN 15018, EN 13000, ISO 4306 und EN 60204-32. Dadurch erfüllen sie höchste Sicherheits- und Qualitätsanforderungen.

F:
Wie lange ist die Lieferzeit für einen Standardkran?A: Die Lieferzeit für Standardmodelle beträgt in der Regel zwischen 4 und 8 Wochen, abhängig von der Konfiguration und der aktuellen Auftragslage. Für kundenspezifische Lösungen besprechen wir den Zeitrahmen individuell mit Ihnen.

F:
Bieten Sie Wartungsdienste für Ihre Produkte an?A: Ja, wir bieten umfassende Wartungs- und Inspektionsdienste an, um die Sicherheit und Langlebigkeit Ihrer Krananlage zu gewährleisten. Unser qualifiziertes Servicepersonal unterstützt Sie vor Ort.

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SchulungModulTheoriestundenFertigkeitenAnforderungenPrüfungsmethode
Arbeiten in der Höhe≥20hSicherheitsgurtBedienung/Werkzeug-Sicherung gegen Absturzpraktische Prüfung
Turmklettern und Mastverlängerung≥40hKlettervorgang/HydraulischBetrieb/Sicherheitsüberwachungpraktische Prüfung
Wandbefestigung und Verankerung≥20hVerankerungsabstand/Wandbefestigung und Verankerung/Justierung und Ausrichtungpraktische Prüfung
DemontageMastabbau≥20hDemontageReihenfolge/Notfallmaßnahmenpraktische Prüfung

Häufige Fragen

F: Welche Turmkrantypen darf man mit dem Bedienungszertifikat Q3 bedienen?
A: Das Q3-Zertifikat ist die Qualifikation zum „Kranführer für Turmdrehkrane“ und berechtigt zum Bedienen von Turmkranen mit Wippen der Laufkatze sowie von Turmkranen mit Wippen des Auslegers. Da sich die Steuerungsanordnung (Position und Richtung der Hebel) sowie die Tragfähigkeitsdiagramme je nach Krantyp unterscheiden, sollte das Bedienpersonal vor Arbeitsantritt eine Bediener-Schulung für den jeweiligen Krantyp absolvieren (vom Hersteller angeboten). Für besonders große Turmkrane (Lastmoment ≥ 5.000 kN·m) oder Krane mit Sonderkonstruktionen (z. B. Innenkletterkrane) wird eine zusätzliche, typspezifische Schulung empfohlen. Die Gültigkeitsdauer des Q3-Zertifikats beträgt 4 Jahre; die Verlängerung ist bis 3 Monate vor Ablauf zu beantragen.
F: Worin unterscheidet sich die Übung „Kübel um Hindernisse führen“ bei der praktischen Turmdrehkran-Prüfung von der beim Mobilkran?
A: Die Übung „Kübel um Hindernisse führen“ ist bei der praktischen Turmdrehkran-Prüfung prinzipiell mit der beim Mobilkran vergleichbar, jedoch ist sie beim Turmdrehkran anspruchsvoller – denn das Bedienpersonal des Turmdrehkrans beobachtet die Last aus großer Höhe durch das Kabinenfenster, was zu Sichtabweichungen und erschwerter Distanzeinschätzung führt. Zudem ist das Drehen des Turmdrehkrans aufgrund des langen Auslegers und der großen Masse träger als beim Mobilkran. Die Prüfungsanforderungen sind beim Turmdrehkran etwas großzügiger als beim Mobilkran (reduzierte Genauigkeitsanforderungen bei der Positionierung, etwas größere zulässige Wasserverlustmenge). Allerdings kommt beim Turmdrehkran die zusätzliche Anforderung der „Höhenkontrolle“ hinzu – der Kübel muss während der gesamten Führung um die Hindernisse in einem Höhenbereich von 0,8–1,2 m über dem Boden gehalten werden (bestätigt durch den Einweiser).
F: Muss das Bedienpersonal von Turmdrehkranen an Schulungen für Arbeiten in der Höhe und an einer Tauglichkeitsuntersuchung teilnehmen?
A: Ja. Die Norm verlangt ausdrücklich, dass das Bedienpersonal von Turmdrehkranen eine Tauglichkeitsuntersuchung für Arbeiten in der Höhe besteht. Dazu gehören: 1) keine Höhenangst (durch einen simulierten Höhentest nachgewiesen); 2) normale Blutdruckwerte (kein unkontrollierter Bluthochdruck); 3) keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen; 4) kein Schwindel- oder Gleichgewichtsstörungen. Darüber hinaus ist einmal jährlich eine spezielle Unterweisung für Arbeiten in der Höhe durchzuführen – einschließlich der Nutzung von Sicherheitsgurten, Klettertechniken und Notausstieg-Übungen. Das Bedienpersonal sollte seinen gesundheitlichen Zustand vor jedem Arbeitstag selbst einschätzen und bei Beschwerden den Vorgesetzten informieren und den Betrieb vorübergehend einstellen.
F: Wie wird die Schulung zum Thema „Klettern und Einstellen von Turmmasthsegmenten“ im Rahmen der Bediener-Schulung für Turmdrehkrane umgesetzt?
A: Das Klettern und Einstellen von Turmmasthsegmenten zählt zu den gefährlichsten Arbeitsschritten bei der Montage eines Turmdrehkrans. Die Norm verlangt, dass die Bediener-Schulung sowohl theoretische als auch praktische Schulungseinheiten zu diesem Thema umfasst. Da der reale Klettervorgang am Turmdrehkran mit hohen Risiken verbunden ist und viel Zeit in Anspruch nimmt, wird die Schulung in der Regel wie folgt durchgeführt: 1) Computer-Simulator – Der gesamte Kletterprozess (Ausbalancieren, Anheben mit dem Hydraulikzylinder, Einführen des Turmmasthsegments, Einrasten der Kletterklauen usw.) wird als 3D-Animation simuliert. Die Teilnehmer üben die Bedienung am Simulator. 2) 1:1-Lehrmodell – Auf dem Schulungsgelände wird eine vollständige Klettereinrichtung des Turmdrehkrans aufgebaut (bestehend aus Hydraulikpumpenstation, Kletter-Querträger und Turmmasthsegment). Die Teilnehmer üben den Kletterablauf wiederholt in sicherer Bodenumgebung, ohne dass der Kran in die Höhe gefahren wird. Die Prüfung zum Klettern und Einstellen von Turmmasthsegmenten erfolgt überwiegend durch mündliche Befragung (Abfragen der Bedienungspunkte und Sicherheitshinweise) sowie praktische Übungen am Simulator bzw. Lehrmodell.

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