Kranführerhaus für Auslegerkrane nach DIN-Norm

DIN EN 13000 – Teil 4:2006 „Krane – Führerhäuser – Teil 4: Auslegerkrane“ ist die maßgebliche Norm für Führerhäuser und Bedienstände von Auslegerkranen. Sie regelt spezifisch Bauart, Sichtanforderungen, Zugangssysteme und Fluchtwege für Führerhäuser an Portalwippdrehkranen, Mastkranen, Schwimmkranen und Deckskranen.

DIN EN 13000 – Teil 4:2006 ist der vierte Teil der Normenreihe für Kranführerhäuser und definiert die besonderen Anforderungen an Führerhäuser und Bedienstände von Auslegerkranen.

DIN EN 13000 – Teil 4:2006 – Führerhäuser für Auslegerkrane


Normative Einordnung und Besonderheiten der Führerhäuser

DIN EN 13000 – Teil 4:2006 entspricht ISO 8566-4:1998 (IDT) und bildet den vierten Teil der Normenreihe. Führerhäuser von Auslegerkranen weisen folgende Besonderheiten auf: Das Führerhaus eines Portalwippdrehkrans ist in der Regel auf der Drehbühne oder im oberen Bereich des Portalrahmens montiert, in einer Höhe von 20–30 m über dem Boden, mit 360°-Rundsicht, jedoch mit einem hohen Kletteraufwand verbunden. Die Bedienposition des Mastkrans befindet sich auf Bodenebene (angrenzend an den Mastfuß); in der Regel ist kein geschlossenes Führerhaus vorgesehen, sondern ein offener Bedienstand. Das Führerhaus eines Schwimmkrans ist auf dem Schiffsaufbau installiert und muss wasserdicht sowie korrosionsgeschützt ausgeführt sein. Das Führerhaus eines Deckskrans ist üblicherweise als eigenständige, geschlossene Kabine auf der Drehbühne an Deck ausgeführt. Die Norm definiert für jede Kranart spezifische Maßanforderungen, Sichtanforderungen, Zugangswege und Fluchtwege.

Maß- und Sichtanforderungen

Führerhaus des Portalwippdrehkrans – Innenbreite ≥ 800 mm (Einzelplatz), Innenhöhe ≥ 1900 mm, Bodenfläche ≥ 1,2 m². Die Unterkante der Frontscheibe darf höchstens 750 mm über dem Boden liegen, um bei sitzender Bedienung eine uneingeschränkte Sicht auf die Last im Hafenbereich zu gewährleisten. Die Frontscheibenfläche muss mindestens 45 % der Stirnwandfläche betragen, die Seitenfensterfläche mindestens 30 % der Seitenwandfläche. Vom Führerhaus auf der Drehbühne muss der gesamte Bewegungsablauf des Auslegers von der minimalen bis zur maximalen Ausladung sowie ein Sichtfeld von mindestens 60° zu beiden Seiten der Drehbühne gewährleistet sein. Bedienstand des Mastkrans – offene Ausführung, Fläche ≥ 1,5 m², Höhe über Boden ≤ 1,5 m. Rundum mit Geländer (Höhe ≥ 1100 mm) und Fußleiste versehen. Vom Bedienstand muss die Mastspitze sowie der gesamte Bewegungsablauf der Last klar einsehbar sein. Führerhaus des Schwimmkrans – zusätzlich zu den Anforderungen des Portalwippdrehkrans ist die Bedienbarkeit bei einer Schiffsneigung von 5° quer und 2° längs zu berücksichtigen (der Sitz muss in der Neigung verstellbar sein, um den Schiffsbewegungen entgegenzuwirken).

Führerhaus Portalwippdrehkran

Breite ≥ 800 mm Höhe ≥ 1900 mm
Unterkante Frontscheibe

≤ 750 mm Sicht auf Last
Bedienstand Mastkran

Offen ≥ 1,5 m² Geländer 1100 mm
Führerhaus Schwimmkran

Neigungsausgleich 5° Wasserdicht, Korrosionsschutz
Zugangsweg

Breite ≥ 400 mm Geländer + Fußleiste
Fluchtweg

Dachluke/Hintertür/Abseilgerät Pflicht bei Höhe > 10 m

Zugangswege und Fluchtmöglichkeiten

Anforderungen an Zugang und Fluchtwege für Führerhäuser von Auslegerkranen: Der Zugangsweg zum Führerhaus des Portalwippdrehkrans muss eine Breite von mindestens 400 mm aufweisen und beidseitig mit Geländern (≥ 1100 mm) ausgestattet sein. Die Leiter vom Boden zum Führerhaus ist alle 6–10 m mit einem Ruhepodest zu unterbrechen. Die Decke des Führerhauses ist mit einer Fluchtluke von mindestens 500 mm × 500 mm auszuführen. Zwischen dem Bedienstand des Mastkrans und dem Boden ist eine fest installierte Schrägleiter (Neigung ≤ 60°) oder eine senkrechte Leiter vorzusehen. Der Fluchtweg des Schwimmkran-Führerhauses muss die Schiffsneigung berücksichtigen: Die Fluchttür muss bei jeder Schräglage des Schiffs (Querneigung ≤ 15°) einwandfrei zu öffnen sein. Im Führerhaus sind Rettungswesten und ein tragbarer Feuerlöscher vorzuhalten.


Vergleichstabelle der Anforderungen an Auslegerkran-Führerhäuser

Die folgende Vergleichstabelle fasst die zentralen Parameter und Konfigurationen der Anforderungen an Führerhäuser von Auslegerkranen zusammen und dient als Referenz für Auswahl und Betrieb.

Kelude Schwerindustrie:Industriekrane und Materialtransportsysteme

Kelude Schwerindustrie ist auf Industriekrane spezialisiert,Entwicklung und Fertigung von Materialtransportsystemen und Logistiklösungen.Mit jahrzehntelanger Branchenerfahrung,bieten wir Kunden weltweit effiziente,sichere und nachhaltige kundenspezifische Hebe- und Transportgeräte,Eingesetzt in Maschinenbau,Automobilindustrie,Energie sowie Logistik und Lagerwesen.

Produktpalette und Kernanwendungen

Unsere Produktlinie deckt Krananlagen von leicht bis schwer ab,darunter Brückenkrane,Portalkran,Auslegerkrane und Elektrohebezeuge.Alle Anlagen sind nach internationalen Normen konstruiert,erfüllen hohe Anforderungen unter verschiedenen Betriebsbedingungen.

ProduktkategorienTypische Anwendungen
BrückenkranMaterialtransport in der Werkstatt,Montagelinienbetrieb
PortalkranFreilager,Containerumschlag,Fertigteilwerk
AuslegerkranLokales Heben am Arbeitsplatz,Be- und Entladung von Werkzeugmaschinen
ElektrohebezeugIn Kombination mit Einträgerkran oder eigenständig

Technische Vorteile und Sicherheitsstandards

Kelude Schwerindustrie legt Wert auf technologische Innovation und Qualitätskontrolle.Wir setzen moderne Finite-Elemente-Analyse zur Strukturoptimierung ein,gewährleisten Stabilität und Langlebigkeit unter Volllast.Alle elektrischen Systeme entsprechenEN 60204-32Norm,und sind mit mehrfachen Schutzeinrichtungen ausgestattet,wie Antischwingregelung,Überlastsicherung und Not-Aus-Funktion,Gewährleistung der Sicherheit von Bedienpersonal und Anlage.

Darüber hinaus,bieten wir umfassende Wartungs- und Ferndiagnose-Services,Echtzeit-Rückmeldung des Anlagenzustands über intelligentes Überwachungssystem,Reduzierung von Stillstandszeiten,Steigerung der Gesamteffizienz.

Kundenspezifische Lösungen und Projekterfahrung

Für spezielle Anforderungen verschiedener Branchen,bietet Kelude Schwerindustrie von der Lösungsplanung,über Fertigung und Montage bis hin zum After-Sales-Service schlüsselfertige kundenspezifische Lösungen.Unser Ingenieurteam kann basierend auf der Werkshallenstruktur vor Ort,Prozessfluss und Lasteigenschaften,optimale Kranlösungen entwickeln.

In den letzten Jahren,haben wir erfolgreich mehrere Großprojekte geliefert,wie automatisierte Transportsysteme für europäische Automobilhersteller,sowie Hochgeschwindigkeits-Regalbediengeräte für Logistikzentren.Diese Projekte bestätigen nicht nur unsere technische Kompetenz,sondern auch umfangreiche branchenübergreifende Anwendungserfahrung.

häufige Fragen (FAQ)

F: Wie lange ist die übliche Lieferzeit für Krane??

A: A: Die Lieferzeit für Standardtypen beträgt ca.8bis12Wochen,abhängig von Konfiguration und Komplexität der Anlage.Für kundenspezifische Projekte wird die Lieferzeit nach Bestätigung der technischen Lösung separat bewertet.

F: Bieten Sie Montage-Service an??

A: A: Ja,Wir bieten umfassende Montage- und Inbetriebnahme-Services.Unser technisches Team übernimmt die Vor-Ort-Einweisung,gewährleistet korrekte Installation und erfolgreiche Abnahme.

F: Wie wird die Einhaltung lokaler Vorschriften sichergestellt??

A: A: Unser Design folgt striktDINundENNorm,und kann auf Kundenwunsch bereitgestellt werdenCEKonformitätserklärung.Vor der Lieferung,durchlaufen alle Anlagen strenge Qualitätsprüfungen und Sicherheitstests.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen

Wenn Sie einen zuverlässigen Partner für Materialtransport suchen,oder Fragen zu unseren Produkten haben,kontaktieren Sie uns jederzeit.Unsere Vertriebsingenieure bieten Ihnen professionelle Beratung und Angebotserstellung.


Telefon:+49 (0) 123 456789
E-Mail:info@kelude-industrie.de Adresse:Beispielstraße 12, 12345 Berlin, Deutschland

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Anforderungenhaben wir erfolgreich mehrere Großprojekte geliefertNennwertAnwendungsbereichNormengrundlage
Führerhauslichte Höhe≥1700mmverschiedeneAuslegerkranGB/T 20303.4
SichtanforderungenHaken+Kragarmende+DrehenBereichPortalunterbau/MastGB/T 20303.4
BedienstandWippen/Drehen/Heben / AnhebenBereichverschiedeneAuslegerKelude Schwerindustrie ist auf Industriekrane spezialisiertGB/T 20303.4
Schutzart (IP)InnenbereichIP43/AußenbereichIP54AußenanlageGB/T 20303.4

Umgebungskontrolle und Schutzeinrichtungen

Die Anforderungen an die Umgebungskontrolle im Führerhaus eines Auslegerkrans variieren je nach Krantyp. Das Führerhaus eines Portalwippdrehkrans befindet sich in großer Höhe; bei direkter Sommersonneneinstrahlung können die Temperaturen über 45 °C steigen, weshalb eine Klimaanlage mit einer Kühlleistung von mindestens 2 kW erforderlich ist. Das Führerhaus eines Schwimmkrans ist der Meeresumgebung ausgesetzt und benötigt eine Schiffsklimaanlage, die gegen Salzkorrosion beständig ist. Die Bedienplattform eines Mastkrans ist zwar im Freien, sollte jedoch mit einem Sonnenschutzdach ausgestattet sein, das die Plattform an allen Seiten um mindestens 300 mm überragt. In allen geschlossenen Führerhäusern müssen die Innenmaterialien aus schwer entflammbaren Stoffen bestehen (Sauerstoffindex ≥ 28 %), und der Boden ist mit rutschfesten Gummimatten auszulegen. Im Führerhaus ist ein Feuerlöscher (2-kg-Pulverlöscher) an gut erreichbarer Stelle in der Nähe des Ausgangs zu installieren.

Steuerpult und Bedienelemente

Die Anordnung des Steuerpults eines Auslegerkrans ist entsprechend der Anzahl der Bedienfunktionen und der Bedienfrequenz zu planen. Ein Portalwippdrehkran erfordert in der Regel die Steuerung von vier Hauptfunktionen: Heben (Haupthaken und Hilfshaken), Drehen, Wippen und Kranfahren. Das Steuerpult sollte daher mit mindestens 4 bis 6 Steuerhebeln ausgestattet sein. Die am häufigsten bedienten Steuerhebel für Heben und Drehen sind in der natürlichen Griffposition des Bedienpersonals vor den Armlehnen des Sitzes anzuordnen, während die Hebel für Wippen und Kranfahren außen positioniert werden. Der Abstand zwischen den Steuerhebeln muss mindestens 80 mm betragen. Die einzelnen Steuerhebel sollten sich in Form oder Farbe deutlich unterscheiden (z. B. roter Griff für den Hubhebel, schwarzer Griff für den Drehwerk-Steuerhebel). Die Instrumente auf der Pultfläche (Traglasttabelle, Ausladungsanzeige, Windmesser) sind im horizontalen Sichtfeld des Bedienpersonals von ±30° anzuordnen.

Häufige Fragen

F: Warum ist das Kranführerhaus eines Portalwippdrehkrans höher als das eines Brückenkrans?
A: Die Bauhöhe des Führerhauses beim Portalwippdrehkran muss mindestens 1900 mm betragen (beim Brückenkran ≥ 2000 mm). Der Grund: Das Führerhaus des Portalwippdrehkrans ist in der Regel auf der Drehbühne montiert und unterliegt den Beschränkungen der Portalstruktur sowie des Drehraums. Eine geringere Bauhöhe senkt den Gesamtschwerpunkt des Krans und reduziert die Windlast. Die reduzierte Höhe darf jedoch das aufrechte Stehen und Drehen des Bedienpersonals nicht beeinträchtigen – die minimale lichte Höhe muss auch mit Schutzhelm gewährleistet sein. In der praktischen Konstruktion werden 1950–2000 mm empfohlen.
F: Welche besonderen Anforderungen gelten für den Wasser- und Korrosionsschutz des Führerhauses eines Schwimmkrans?
A: Das Führerhaus eines Schwimmkrans ist ganzjährig einer marinen Umgebung mit hoher Salznebel- und Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt. Die Normen schreiben Folgendes vor: 1) Das Gehäuse besteht aus wetterfestem Stahl oder Edelstahl; 2) Alle Fugen werden mit einer Kombination aus Dichtungsprofil und Dichtungsmasse wasserdicht abgedichtet; 3) Der Elektroschrank muss die Schutzart IP56 erfüllen; 4) Alle Strukturbauteile aus Metall sind feuerverzinkt oder mit Epoxid-Zinkgrundierung und Polyurethan-Decklack beschichtet; 5) Die Verglasung besteht aus Verbund-Sicherheitsglas (stoß- und winddruckfest); 6) Das Außengerät der Klimaanlage wird auf der Luvseite des Führerhauses montiert und einer Korrosionsschutzbehandlung unterzogen.
F: Warum verfügt ein Mastkran über kein geschlossenes Führerhaus?
A: Bei Mastkranen – insbesondere bei kleinen und mittleren Ausführungen – befindet sich der Arbeitsplatz des Bedienpersonals in der Regel auf Bodenebene. Da die Bedienvorgänge eines Mastkrans vergleichsweise einfach sind (nur zwei Bewegungen: Heben und Wippen), kann das Bedienpersonal vom Boden aus gleichzeitig den Zustand des Mastes, die Spannung der Abspannseile und die Position der Last beobachten. Darüber hinaus werden Mastkrane auf Baustellen häufig umgesetzt und neu aufgebaut; ein geschlossenes Führerhaus würde das Eigengewicht erhöhen und den Montage- und Demontageaufwand vergrößern. Die Norm schreibt jedoch vor, dass offene Bedienstände mit einem Sonnenschutzdach und bei kalten Einsatzgebieten mit einem Windschutz-Bord ausgestattet sein müssen. Der Arbeitsplatz des Bedienpersonals ist gegen Sonneneinstrahlung und Regen zu schützen.
F: Welche Anforderungen stellt die Norm an die Klimaanlage im Kranführerhaus eines Auslegerkrans?
A: Die Norm schreibt vor, dass das Kranführerhaus eines Auslegerkrans mit einer Heiz- und Kühleinrichtung ausgestattet sein muss, um eine Raumtemperatur von 18–28 °C sicherzustellen. Das Außengerät ist an einer Stelle zu montieren, die vor herabfallenden Lasten geschützt ist, und die Kältemittelleitungen sind wärmegedämmt auszuführen. Für Auslegerkrane in Hochtemperaturumgebungen, wie sie in der Metallurgie eingesetzt werden, ist eine hochtemperaturbeständige Klimaanlage erforderlich, ergänzt durch eine Reservebelüftung.

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