Werftportalkran nach CB/T 8527-2012: Technische Anforderungen
CB/T 8527-2012 „Werftportalkran“ ist die Branchennorm für spezielle Werftportalkrane. Die Norm legt Begriffe, technische Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln für Werftportalkrane (umgangssprachlich „Werft-Portalkran“) fest und gilt für Portalkrane, die im Schiffbau zum Anschlagen von Sektionen und für die Dockmontage eingesetzt werden.
CB/T 8527-2012 ist die spezifische Produktnorm für Werftportalkrane und definiert die technischen Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln für diese Kranbauart.
Normeinordnung und Besonderheiten von Werftportalkranen
CB/T 8527-2012 ist eine spezielle Kranorm für die Schiffbauindustrie. Werftportalkrane (Werft-Portalkrane) zählen zu den größten Hebegeräten in Werften und unterscheiden sich von anderen Portalkranen durch folgende Merkmale: extrem hohe Tragfähigkeit (üblicherweise 100–1.200 t, maximal über 3.000 t), extrem große Spannweiten (üblicherweise 50–200 m). Die Konstruktion besteht aus einem massiven Rahmentragwerk (Hauptträger als Riesenkastenträger oder Fachwerkträger, mit starrem und flexiblem Stützbein). Doppellaufkatzen- oder Mehrkatzenkonfiguration (Haupthaken + Hilfshaken + Drehhaken). Mehrere Fahrschienen für das Kranfahren (doppelseitige Doppelschiene oder Dreischiene). Konstruktion, Fertigung und Inspektion von Werftportalkranen müssen neben den allgemeinen Normen wie DIN 15018 und GB/T 14406 auch die spezifischen Anforderungen der CB/T 8527 erfüllen.
Technische Anforderungen
Die wesentlichen technischen Anforderungen an Werftportalkrane: Konstruktion – die Vorbiegung des Hauptträgers beträgt L/1000 (Mitte der Spannweite), wobei die Vorbiegung auf der Seite des starren Stützbeins höher und auf der Seite des flexiblen Stützbeins niedriger ausgeführt ist (um die Auslenkung des flexiblen Stützbeins bei Temperaturänderungen zu ermöglichen). Hubwerk – das Haupthubwerk wird über eine Doppeltrommel mit Doppelmotor angetrieben (Leistung ≥ 2 × 200 kW) und verfügt über eine Überdrehzahlschutzfunktion. Kranfahren – der Antrieb erfolgt beidseitig getrennt; die Synchronisationsgenauigkeit beim Fahren muss ≤ 0,5 % betragen (um Spurkranzreiben durch Schräglauf der Kranbrücke zu verhindern). Flexibles Stützbein – das flexible Ende ist gelenkig mit dem Hauptträger verbunden und ermöglicht eine horizontale Verschiebung des Hauptträgers von ±200 mm bei Temperaturänderungen. Sturmsicherheit – Schienenklemmen, Verankerungseinrichtung und Windmesser sind zwingend erforderlich (Arbeitswindgeschwindigkeit ≤ 13,8 m/s, entspricht Windstärke 6; Sturmwindgeschwindigkeit nach dem 50-Jahres-Ereignis des Standorts).
Prüfung und Inspektion
Die Prüfungen für Werftportalkrane umfassen Leerlaufprüfung, Nennlastprüfung (100 % SWL), statische Belastungsprüfung, dynamische Belastungsprüfung und Fahrprüfung. Statische Belastungsprüfung – mit dem 1,25-fachen der Nennlast in der Mitte der Spannweite und am Auslegerende (falls vorhanden), jeweils mit einer Haltedauer von ≥ 10 min. Hinweis: Die Prüflast bei der statischen Belastungsprüfung von Werftportalkranen ist extrem hoch (ein Kran der 1.000-t-Klasse benötigt einen Prüfblock von 1.250 t). Üblicherweise wird dies durch Befüllen eines Wassertanks realisiert (ein großer Wassertank wird am Haken eingehängt und stufenweise bis zum 1,25-fachen der Nennlast befüllt). Dynamische Belastungsprüfung – mit 1,1-facher Nennlast, 30 min kombinierter Betrieb von Heben, Kranfahren und Laufkatzenfahren. Fahrprüfung – die Kranbrücke fährt über die gesamte Fahrschiene hin und zurück; die FahrAbweichung (Differenz der Fahrstrecken beider Seiten) darf 1/2000 der Spannweite nicht überschreiten. Schweißnahtprüfung – alle tragenden Schweißnähte (Hauptträgerstöße, Verbindungen Stützbein–Hauptträger, Anschlagösen-Schweißnähte) müssen zu 100 % einer UT-Fehlerprüfung und zu 20 % einer RT-Nachprüfung unterzogen werden.
Vergleichstabelle für Werftportalkran-Parameter
Die folgende Vergleichstabelle zeigt die wesentlichen Parameterkonfigurationen für Werftportalkrane und dient als Referenz für Auswahl und Betrieb.
Kelude Industriekrane: Effiziente und sichere Lastenlösungen
Kelude Industriekrane sind speziell für anspruchsvolle industrielle Umgebungen konzipiert. Sie kombinieren hohe Tragfähigkeit mit präziser Steuerung und gewährleisten so einen zuverlässigen Betrieb in Produktionshallen, Lagerbereichen und Werkstätten. Die Konstruktion folgt den Anforderungen moderner Logistikprozesse und bietet eine optimale Anpassung an Ihre betrieblichen Abläufe.
Robuste Bauweise für den Dauereinsatz
Das Doppelträger-Design der Krananlagen sorgt für eine hohe Steifigkeit und Stabilität, selbst bei schweren Lasten. Die verwendeten Werkstoffe und Komponenten sind auf Langlebigkeit ausgelegt und reduzieren Wartungsintervalle. Ein wartungsarmer Elektroseilzug mit zuverlässiger Hubmechanik ermöglicht präzises Positionieren der Last – für einen reibungslosen Materialfluss.
Intelligente Steuerungstechnik für maximale Präzision
Die Steuerungssysteme ermöglichen ein feinfühliges Handling der Lasten. Optionale Frequenzumrichter sorgen für sanfte Beschleunigungs- und Bremsvorgänge, was die Positionsgenauigkeit erhöht und die Belastung der Kranstruktur reduziert. Eine optionale Lastanzeige unterstützt den Kranführer bei der sicheren Einhaltung der Nennlast.
Sicherheitsmerkmale nach DIN-Normen
Die Sicherheitsausstattung der Krane entspricht den Anforderungen der DIN 15018 sowie FEM 1.001. Dazu gehören Überlastschutz, Notendschalter und eine redundante Bremsanlage. Diese Maßnahmen minimieren Betriebsrisiken und erhöhen die Arbeitssicherheit im täglichen Einsatz.
Flexible Anpassung an Ihre Betriebsabläufe
Ob als Brückenkran, Einträger- oder Zweiträgerausführung – die Krane lassen sich hinsichtlich Spannweite, Hubhöhe und Steuerungsart individuell konfigurieren. Eine optionale Funkfernsteuerung ermöglicht eine flexible Bedienung aus sicherer Distanz. Auch Sonderlösungen wie niedrige Bauhöhen oder explosionsgeschützte Ausführungen sind verfügbar.
Einfache Montage und Inbetriebnahme
Die Lieferung erfolgt in vormontierten Modulen, die eine schnelle Montage vor Ort ermöglichen. Eine klare Dokumentation und ein unkompliziertes Anschlusskonzept reduzieren die Stillstandszeiten bei der Installation. Unser Serviceteam unterstützt Sie bei der Inbetriebnahme und Schulung Ihrer Mitarbeiter.
Technische Daten im Überblick
| Tragfähigkeit | 5 t bis 50 t |
| Spannweite | bis 30 m |
| Hubhöhe | bis 16 m |
| Steuerung | Funkfernsteuerung / Pendelsteuerung |
| Normen | DIN 15018, FEM 1.001 |
Häufig gestellte Fragen
F: Welche Wartungsintervalle sind für den Kran empfohlen?
A: Die Wartungsintervalle richten sich nach der Einsatzhäufigkeit. Eine erste Inspektion wird nach 500 Betriebsstunden empfohlen, danach alle 1.000 Stunden oder mindestens einmal jährlich.
F: Kann der Kran nachträglich mit einer Funkfernsteuerung ausgestattet werden?
A: Ja, die meisten Modelle lassen sich problemlos mit einer Funkfernsteuerung nachrüsten. Die Umrüstung kann vor Ort durch unser Serviceteam erfolgen.
F: Ist der Kran für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet?
A: Ja, wir bieten spezielle Ausführungen mit Explosionsschutz gemäß ATEX-Richtlinie an. Diese Varianten sind entsprechend zertifiziert und für Zone 1 und 2 geeignet.
Kontakt und Beratung
Unser Vertriebsteam berät Sie gerne bei der Auswahl des passenden Kransystems. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Angebotserstellung oder technische Beratung – wir finden die optimale Lösung für Ihre Anforderungen.
| Tragfähigkeit(t) | Spannweite(m) | Hubhöhe(m) | Triebwerksgruppe |
|---|---|---|---|
| 100-200 | 40-60 | oberhalb der Schiene30/unterhalb der Schiene10 | A5-A6 |
| 200-400 | 60-80 | oberhalb der Schiene40/unterhalb der Schiene15 | A5-A6 |
| 400-800 | 80-120 | oberhalb der Schiene50/unterhalb der Schiene20 | A6-A7 |
| 800-1600 | 100-160 | oberhalb der Schiene60/unterhalb der Schiene25 | A6-A7 |