Erster Serienexport intelligenter Brückenkrane nach Südostasien
Erstmals intelligente Brückenkrane in Serie nach Südostasien exportiert – Die ersten zehn QD-Brückenkrane wurden an ein Werk in Vietnam geliefert und sind dort in Betrieb. Die Anlagen verfügen über eine frequenzgesteuerte Drehzahlregelung und eine SPS-gesteuerte Gruppensteuerung. Damit markiert Kelude den offiziellen Markteintritt seiner intelligenten Brückenkrane in Südostasien.
Erstmals wurde eine Serie intelligenter Brückenkrane nach Südostasien exportiert. Die ersten zehn Anlagen wurden an einen Industriepark in Vietnam übergeben. Zu der Lieferung gehören QD-Brückenkrane sowie ein intelligentes Steuerungssystem. Sie werden in der Elektronikfertigung des Parks für den Materialtransport und die Anbindung an die Produktionslinien eingesetzt. Mit dieser Lieferung hat der Export intelligenter Brückenkrane einen ersten konkreten Schritt auf dem Überseemarkt vollzogen und zugleich die Grundlage für die weitere Erschließung Südostasiens und des asiatisch-pazifischen Raums gelegt – sowohl bei der Lieferung als auch bei Wartung und Betrieb.
Dem Auftrag gingen eine Marktanalyse, ein Vor-Ort-Besuch des Kunden, die Abstimmung der technischen Lösung sowie intensive Verhandlungen voraus. Der vietnamesische Kunde stellte klare Anforderungen an Tragfähigkeit, Laufgenauigkeit und Sicherheit der Krane. Das technische Team nahm auf Basis der Hallenstruktur und der Fertigungsabläufe mehrere kundenspezifische Anpassungen am Standardmodell QD vor: Die Kopfträgerlänge wurde an die Hallenspannweite angepasst, die Hubgeschwindigkeit an den Arbeitstakt der Stationen optimiert und die Fahrwegbegrenzer des Kranfahrens je nach Bereich zonengerecht eingestellt.
Gelieferte Produkte und technische Ausstattung
Der hier exportierte QD-Brückenkran ist der am weitesten verbreitete Allround-Kran für den Materialtransport in Werkshallen, Lagern und anderen Innenbereichen.
Die erste Exportcharge umfasst sechs QD-Brückenkrane mit 20 t Tragfähigkeit und vier QD-Brückenkrane mit 10 t Tragfähigkeit, alle ausgestattet mit dem selbst entwickelten intelligenten Steuerungssystem. Jeder Kran verfügt über einen Frequenzumrichter-Antrieb, eine Überlastsicherung am Hubwerk, Fahrwegbegrenzer für das Kranfahren sowie eine Kollisionsschutz-Warneinrichtung und erfüllt damit die lokalen industriellen Sicherheitsnormen Vietnams. Das Steuerungssystem unterstützt den Betrieb wahlweise vor Ort oder per Fernbedienung und lässt sich ohne zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen schnell in die bestehenden Produktionsabläufe des Werks integrieren.
Für die besonderen klimatischen Bedingungen Südostasiens – hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit – wurde die Anlage gezielt angepasst: Die Schutzart des elektrischen Systems wurde auf IP54 erhöht, die Motoren mit Isolationsklasse F und Feuchtigkeitsschutz ausgeführt, die Stahlkonstruktion mit einer Korrosionsschutzbeschichtung der Klasse C3 versehen. Die elektrischen Komponenten sind für einen weiten Temperaturbereich ausgelegt und gewährleisten einen Dauerbetrieb bei Umgebungstemperaturen von 35 °C bis 45 °C. Vor Auslieferung wurde jeder Kran einem 72-stündigen Dauertest unter Volllast unterzogen; alle Betriebsparameter entsprachen den Auslegungswerten.
Das Frequenzumrichter-Antriebssystem verwendet Frequenzumrichter der Baureihe Siemens G120 und unterstützt sowohl die V/f-Steuerung als auch die Vektorregelung. Die Betriebskennlinie wird automatisch an die Lastcharakteristik angepasst. Das Hubwerk ist mit einer redundanten Doppelbremse ausgestattet – einer Betriebsbremse und einer Sicherheitsbremse – und erfüllt damit die Anforderungen der Norm DIN 15018 für Sicherheitseinrichtungen an Kranen. Das Kranfahrwerk wird von einem Kompakt-Getriebemotor angetrieben, der sich durch eine kompakte Bauweise und einfache Wartung auszeichnet. Der Gesamtschallpegel im Betrieb liegt unter 75 dB(A). Das Steuerungssystem kommuniziert über industrielles Ethernet in Echtzeit zwischen der SPS und den einzelnen Antriebseinheiten. Fehlermeldungen lassen sich so schnell einem bestimmten Modul zuordnen, was die Fehlerdiagnose erheblich verkürzt.
Exportablauf und Liefertermine
Vom Vertragsabschluss bis zur Lieferung vergingen sechs Monate. Der Prozess umfasste die Sonderanfertigung, die Typprüfung, die Fremdprüfung, die Exportabfertigung, den Seetransport sowie Montage & Inbetriebnahme in Vietnam. Die Anlagen trafen Mitte Juni im Hafen von Haiphong ein; das technische Team führte anschließend Montage, Inbetriebnahme und Bediener-Schulung durch. Inzwischen haben alle zehn Krane die örtliche Sicherheitsprüfung für Spezialausrüstung in Vietnam bestanden und sind regulär in Betrieb. Der Kunde meldet einen ruhigen Lauf und ein direktes Ansprechverhalten der Steuerung.
Die Inbetriebnahmephase dauerte drei Wochen. Das technische Team arbeitete in vier Abschnitten: Schienenmontage, Montage des Hauptträgers, elektrische Verdrahtung und Leerlauf-Koppeltest. Die Schienenmontage erfolgte nach Norm DIN 15018; die Ausrichtung der Mittellinie und die Messung der Spannweite wurden mit einem Laser-Alignment-System durchgeführt, um ein ruhiges Kranfahren ohne Spurkranzreiben zu gewährleisten. Nach Abschluss der Verdrahtung wurden eine Isolationsprüfung und ein Funktionstest des gesamten elektrischen Systems durchgeführt; alle Sicherheitsverriegelungen wurden einzeln geprüft und freigegeben. Die Bediener-Schulung richtete sich an die Kranführer und das Wartungspersonal des vietnamesischen Werks. Inhalte waren die Betriebsanweisungen, die tägliche Inspektion und das Erkennen häufiger Störungen. Alle Teilnehmer bestanden die anschließende praktische Prüfung.
Bereits zuvor hatte das Unternehmen die CE-Zertifizierung für den MH-Typ-Portalkran erhalten. Mit diesem Export wurde die Anpassungsfähigkeit der Produkte an die Anforderungen des Überseemarktes erneut bestätigt.
Die für diesen Export erforderlichen Zertifizierungen wurden federführend vom Technologiezentrum des Unternehmens durchgeführt. Das Produkt bestand die Re-Zertifizierung der Schweißtechnik nach ISO 3834-2 sowie die CE-Konformitätserklärung. Die Schweißnähte der kritischen Strukturbauteile wurden zu 100 % einer zerstörungsfreien Prüfung nach Norm DIN 15018 unterzogen. Die vietnamesische Prüfstelle für Spezialausrüstung führte an den kompletten Kranen eine Lastprüfung sowie die Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen durch; alle Kennwerte entsprachen den örtlichen Normanforderungen. Mit diesem Zertifizierungsprozess steht ein wiederverwendbarer Weg für weitere Exporte bereit.
Strategie und Ausbau des Überseemarktes
Der südostasiatische Markt ist ein Schwerpunkt für den Export von Hebezeugen aus chinesischer Produktion. Vietnam, Indonesien und Thailand befinden sich in einer Phase expandierender Industrialisierung; in den Bereichen Elektronikmontage, Automobilteile und Lagerlogistik wächst die Nachfrage nach intelligenten Brückenkranen kontinuierlich. Gegenüber europäischen Marken bieten die intelligenten Brückenkrane aus chinesischer Fertigung klare Vorteile bei Preis-Leistung, Lieferzeit und Flexibilität bei Sonderanfertigungen. Am Beispiel des hier gelieferten QD-Brückenkrans zeigt sich: Bei gleicher Tragfähigkeit und Spannweite liegt die Lieferzeit etwa 40 % unter der europäischer Hersteller, der Kostenvorteil beträgt mehr als 30 %, und der technische Support reagiert schneller.
Für Vietnam wurde inzwischen ein lokaler Servicekanal aufgebaut: ein Ersatzteillager und ein technisches Support-Team sind eingerichtet, um die Wartung über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen sicherzustellen. Vor Ort in Vietnam ist festes Fachpersonal stationiert, das technische Unterstützungsdienste mit einer Anfahrtszeit von 24 Stunden gewährleistet. Parallel laufen Gespräche mit Handelsvertretungen in Indonesien und Thailand; noch in diesem Jahr sollen in mindestens zwei weiteren südostasiatischen Ländern Vertriebsstrukturen aufgebaut sein.
Zur weiteren Unterstützung des Überseegeschäfts hat das Technologiezentrum die Entwicklung mehrsprachiger Bedienoberflächen gestartet. Die englische und die vietnamesische Benutzeroberfläche sind bereits fertiggestellt. Je nach Marktnachfrage sollen später auch thailändische und indonesische Versionen folgen. Bei den Produktzertifizierungen wird neben der bereits abgeschlossenen CE-Zertifizierung derzeit der Weg für die SNI-Zertifizierung in Indonesien und die TIS-Zertifizierung in Thailand geprüft, um den Marktzugang in Südostasien weiter zu verbreitern.
Häufige Fragen
F: Welche Produkttypen wurden bei diesem Export geliefert?
A: Die erste Exportcharge umfasst QD-Brückenkrane – sechs Anlagen mit 20 t und vier Anlagen mit 10 t Tragfähigkeit. Die Spannweite liegt zwischen 22,5 m und 28,5 m, die Hubhöhe zwischen 9 m und 14 m. Alle Krane sind serienmäßig mit Frequenzumrichter-Antrieb und intelligentem Steuerungssystem ausgestattet und wurden für das heiße, feuchte Klima in Vietnam hinsichtlich Elektrischem Schutz und Beschichtung angepasst.
F: Welche Anpassungen wurden an den exportierten Kranen vorgenommen?
A: Zu den wichtigsten Anpassungen gehören die Erhöhung der Schutzart auf IP54, die Isolationsklasse F mit Feuchtigkeitsschutz der Motoren, die Korrosionsschutzbeschichtung C3 der Stahlkonstruktion sowie die Auswahl elektrischer Komponenten für einen weiten Temperaturbereich. Vor Auslieferung wurde jeder Kran einem 72-stündigen Dauertest unter Volllast unterzogen; der Betrieb bei 35 °C bis 45 °C Umgebungstemperatur ist damit nachgewiesen.
F: Welche Zertifizierungen wurden für diesen Export erteilt?
A: Das Produkt hat die Verlängerung der Zertifizierung nach ISO 3834-2 – Qualitätsanforderungen für das Schmelzschweißen sowie die CE-Konformitätserklärung erhalten. Die kritischen Schweißnähte wurden gemäß GB/T 3323 zu 100 % zerstörungsfrei geprüft. Die örtliche Prüfstelle für Spezialausrüstung in Vietnam hat die vollständige Lastprüfung und die Verifizierung der Sicherheitseinrichtungen an der Maschine durchgeführt – alle Prüfungen wurden bestanden.
F: Wie lauten die nächsten Schritte für den südostasiatischen Markt?
A: Das lokale Ersatzteillager und das technische Team in Vietnam sind bereits eingerichtet. Derzeit laufen Verhandlungen mit Vertriebspartnern in Indonesien und Thailand. Ziel ist es, noch in diesem Jahr die Vertriebskanäle in mindestens zwei weiteren südostasiatischen Ländern zu etablieren und damit ein Verkaufs- und Servicenetz abzudecken, das die wichtigsten Fertigungsregionen Südostasiens erschließt.