ISO 22986:2018 Kran Sicherheitszeichen Normeninterpretation
ISO 22986:2018 „Krane – Sicherheitszeichen“ ist die maßgebliche Norm für Sicherheitszeichen an Kranen. Sie legt Klassifizierung, Konstruktionsprinzipien, Farbcodes und Anbringungsanforderungen fest und gilt für die Anbringung und Verwaltung von Sicherheitszeichen auf allen Kranoberflächen. Die Norm steht im Einklang mit DIN EN ISO 7010 bzw. den Grundsätzen von ISO 3864 (Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen).
Klassifizierung und Sicherheitsfarben von Sicherheitszeichen
ISO 22986:2018 klassifiziert Sicherheitszeichen an Kranen nach Funktion und Farbe in vier Kategorien. Verbotszeichen – weißer Grund, roter Ring und roter Schrägbalken mit schwarzem graphischem Symbol – kennzeichnen untersagte Handlungen (z. B. Überlast verboten, Aufenthalt unter schwebenden Lasten verboten, Bedienung durch unbefugtes Personal verboten). Warnzeichen – gelber Grund, schwarzer Rahmen und schwarzes Symbol – weisen auf potenzielle Gefahren hin (z. B. Warnung vor Hochspannung, Warnung vor schwingender Last, Warnung vor rotierenden Teilen). Gebotszeichen – blauer Grund mit weißem Symbol – schreiben verbindliche Maßnahmen vor (z. B. Schutzhelm tragen, Schutzschuhe tragen, Sicherheitsgurt anlegen). Rettungszeichen – grüner Grund mit weißem Symbol – kennzeichnen Sicherheitszustände oder Fluchtwege (z. B. Not-Aus-Position, Sicherheitsgang, Verbandskasten).
Die Norm spezifiziert die Farbkoordinaten jeder Sicherheitsfarbe – Rot (RAL 3020), Gelb (RAL 1003), Blau (RAL 5017), Grün (RAL 6018) – um eine konsistente visuelle Erkennung zu gewährleisten.
Inhalte und Konstruktionsprinzipien für Sicherheitszeichen
Die Norm stellt klare Anforderungen an Inhalt und Konstruktion von Sicherheitszeichen – jedes Zeichen besteht aus graphischem Symbol, Textangabe und Rahmen. Das graphische Symbol muss einfach, eindeutig und leicht erkennbar sein (Verwendung des standardisierten Symbolsatzes für Kran-Sicherheitszeichen). Die Textangabe sollte in vereinfachtem Chinesisch und Englisch zweisprachig ausgeführt sein (bei Exportgeräten ist die lokale Sprachversion zu ergänzen). Die Texthöhe muss mindestens 10 mm betragen (bei einer Betrachtungsdistanz ≤ 5 m), um eine gute Lesbarkeit vom Bedienstand aus zu gewährleisten. Die Rahmenfarbe korrespondiert mit dem Zeichentyp – roter Rahmen für Verbotszeichen, gelber Rahmen für Warnzeichen, blauer Rahmen für Gebotszeichen, grüner Rahmen für Rettungszeichen.
Die Konstruktionsprinzipien umfassen – bevorzugte Verwendung graphischer Symbole (Reduzierung der Textabhängigkeit), Verwendung der standardisierten Stile aus der Symbolbibliothek, Bestimmung der Zeichengröße basierend auf der Betrachtungsdistanz (Mindestgröße 50 mm × 50 mm bei einer Distanz ≤ 5 m) sowie die Materialwahl: witterungs- und korrosionsbeständige Materialien (im Außenbereich folienbeschichtetes Aluminium oder technische Reflexfolie, im Innenbereich selbstklebendes Polyester). Alle Sicherheitszeichen müssen einer Typprüfung unterzogen werden – Wetterbeständigkeitstest ≥ 1000 h, Korrosionsbeständigkeitstest ≥ 72 h (Salzsprühtest) und Haftfestigkeitstest ≥ 5 N/cm.
| Zeichenkategorie | Grundfarbe | Rahmen | Symbolfarbe | Verwendungsort |
|---|---|---|---|---|
| Verbotszeichen | Weiß | Rot | Schwarz | Fahrerkabine/Elektroschrank |
| Warnzeichen | Gelb | Gelb | Schwarz | Ausleger/DrehenBereich |
| Gebotszeichen | Blau | Blau | Weiß | Eingang/Zugangssystem |
| Hinweiszeichen | Grün | Grün | Weiß | FluchtwegZugangssystem/Erste-Hilfe-Station |
| Brandschutzzeichen | Rot | Weiß | Weiß | Feuerlöscher/Hydrant |
Einbauposition und Montageanforderungen
Die Norm legt die Einbauposition der Sicherheitszeichen eindeutig fest: Im Bedienerstand sind das Überlastverbotszeichen und das Zeichen für die Sicherheitsbetriebsanweisung anzubringen. Im Drehbereich sind Warnzeichen vor rotierenden Teilen sowie ein Verbotsschild für das Betreten des Bereichs zu montieren. In der Nähe des Hubwerks sind ein Zeichen mit dem Verbot, sich unter schwebenden Lasten aufzuhalten, und ein Warnzeichen vor herabfallenden Gegenständen erforderlich. Am Elektroschrank sind ein Warnzeichen vor Hochspannung und ein Hinweis auf das Verbot unbefugter Bedienung anzubringen. Ausleger und Gegengewicht sind mit einem Warnzeichen vor Absturzgefahr zu kennzeichnen.
Hinsichtlich der Montagehöhe gilt: Die Sicherheitszeichen sind in einer Höhe von 1,5 bis 1,8 m über dem Boden anzubringen (entsprechend der Augenhöhe). Die Montage muss eben und fest erfolgen; ein Verziehen oder eine Abdeckung der Zeichen ist unzulässig. Im Außenbereich montierte Zeichen sind vor Witterungseinflüssen zu schützen, etwa durch eine geschützte Anbringung oder eine wasserdichte Abdeckung. Mehrere Zeichen im selben Bereich sind in der Reihenfolge Verbot, Warnung, Gebot, Hinweis von oben nach unten anzuordnen. Die Norm schreibt außerdem vor, dass vor der Auslieferung des Krans sämtliche Sicherheitszeichen vollständig montiert sein müssen; die Werksabnahme umfasst die Prüfung der Vollständigkeit der Sicherheitszeichen.
Wartung und Austauschintervalle
Die Norm definiert die Anforderungen an die tägliche Wartung der Sicherheitszeichen: Im Rahmen der monatlichen Inspektion sind die Unversehrtheit und die Lesbarkeit der Zeichen zu prüfen. Bei Feststellung von Ausbleichung, Beschädigung, Ablösung oder Verschmutzung sind die Zeichen umgehend auszutauschen. Das Austauschintervall beträgt in der Regel 2 bis 3 Jahre im Außenbereich und 3 bis 5 Jahre im Innenbereich. Nach einer Generalüberholung oder einem Umbau des Krans sind die Sicherheitszeichen erneut zu überprüfen; bei konstruktiven oder funktionalen Änderungen sind die betreffenden Sicherheitszeichen entsprechend zu aktualisieren.
Kelude stattet jeden Kran ab Werk mit einer Liste der Sicherheitszeichen und einem Einbauplan aus, sodass der Kunde die Zeichen vor Ort abgleichen und warten kann. Ersatzzeichen werden aus demselben Material und mit demselben Fertigungsverfahren hergestellt wie die Originalzeichen, um eine identische Lebensdauer und Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten. Die Norm betont, dass Sicherheitszeichen nicht ohne Weiteres abgedeckt oder entfernt werden dürfen. Die Bediener-Schulung ist um die Erkennung der Sicherheitszeichen zu ergänzen.
| Wartungspunkt | Inspektionsintervall | Beurteilungskriterien | Behandlungsmethode |
|---|---|---|---|
| Sichtprüfung | monatlich | keine Verblassung/Beschädigung/Ablösung | Reinigung oder Austausch |
| vollständige Überprüfung | vierteljährlich | positionsweise Abgleich mit der Checkliste | Ergänzung fehlender Elemente |
| witterungsbeständigErkennung | jährlich | FarbgebungAbweichung≤ΔE3 | kompletter Austausch |
| GeneralüberholungNachkontrolle | jedes MalGeneralüberholung | nach StrukturänderungSynchronisationAktualisierung | Neubewertung der Anbringung |
Häufige Fragen
F: Welche Sicherheitszeichen sind nach ISO 22986:2018 zwingend vorgeschrieben?
A: Im Führerhaus sind das Verbot von Überlast, im Drehbereich die Warnung vor rotierenden Teilen, am Hubwerk der Hinweis auf herabfallende Lasten sowie am Elektroschrank die Warnung vor Hochspannung und das Verbot unbefugter Bedienung vorgeschrieben. Die Zeichen müssen standardisierte graphische Symbole enthalten und zweisprachig (Chinesisch/Englisch) beschriftet sein.
F: Wie sind die verschiedenen Kategorien von Sicherheitszeichen anzuordnen?
A: Die Anordnung erfolgt von oben nach unten in der Reihenfolge Verbot, Warnung, Gebot, Hinweis. Innerhalb derselben Kategorie werden die Zeichen nach Wichtigkeit von links nach rechts angeordnet. Der Abstand zwischen den Zeichen muss ≥20 mm betragen. Die Montage erfolgt in Augenhöhe von 1,5 bis 1,8 m.
F: Welche Materialien sind für Sicherheitszeichen geeignet?
A: Für den Außenbereich werden folienbeschichtete Aluminiumplatten (Dicke ≥1 mm) oder technische Reflexfolien verwendet – mit einer Wetterbeständigkeit von mindestens 1000 h UV-Alterungstest. Für den Innenbereich kommen selbstklebende Polyesterfolien zum Einsatz. Die Oberfläche der Zeichen ist entspiegelt. Die Sicherheitszeichen von Kelude bestehen aus Materialien für den Außenbereich und haben eine Lebensdauer von mindestens 3 Jahren.
F: In welchen Intervallen sind Sicherheitszeichen auszutauschen?
A: Zeichen im Außenbereich sind alle 2 bis 3 Jahre zu ersetzen, im Innenbereich alle 3 bis 5 Jahre. Bei sichtbarer Abweichung von der Normfarbe (ΔE≥3), Beschädigung oder Ablösung sind sie jedoch sofort zu ersetzen. Kelude bietet Ersatzzeichen sowie eine Montageanleitung an.