JB/T 7334 Handkettenzug Normen und Anforderungen
Die Norm JB/T 7334-2016 „Handkettenzüge“ ist das maßgebliche technische Dokument der Maschinenbaunormen für Handkettenzüge. Sie legt Bauformen, Grundparameter, technische Anforderungen, Prüfverfahren, Prüfregeln sowie Kennzeichnung, Verpackung, Transport und Lagerung fest. Die Norm gilt für Handkettenzüge mit einer Nenntragfähigkeit von 0,5 t bis 40 t und bildet die zentrale Grundlage für Konstruktion & Fertigung, Werksabnahme und Produktauswahl.
Der Handkettenzug – auch als „Kettenflaschenzug“ oder „Ratschenflaschenzug“ bekannt – zählt zu den am weitesten verbreiteten leichten, manuellen Hebegeräten. Der Bediener zieht die Handkette, wodurch sich das Handkettenrad dreht; über ein Getriebe mit mehreren Zahnradstufen wird das Drehmoment übersetzt und treibt das Lastkettenrad zum Heben der Last an. Die Norm JB/T 7334-2016 ist die aktuell gültige Branchennorm für dieses Produkt und regelt umfassend mechanische Eigenschaften, Sicherheitskennwerte und Prüfregeln. Aufgrund ihres einfachen Aufbaus, des Betriebs ohne Stromversorgung und des geringen Wartungsaufwands werden Handkettenzüge in Werkstätten, Lager- und Logistikbereichen, auf Baustellen sowie bei der Geräteinstallation äußerst vielseitig eingesetzt.
Im Vergleich zu Elektrohebezeugen ist der Handkettenzug unabhängig von der Stromversorgung und eignet sich daher für den Einsatz in stromlosen Bereichen sowie in explosionsgeschützten Umgebungen. Die Hubgeschwindigkeit ist zwar gering (üblicherweise 0,02–0,05 m/s), dafür arbeitet das Gerät äußerst präzise und ruhig. Die von Kelude Schwerindustrie gefertigten Handkettenzüge decken die gesamte Baureihe von 0,5 t bis 20 t ab. Die Kernkomponenten werden aus legiertem Stahl geschmiedet und wärmebehandelt; vor der Auslieferung wird jedes Gerät einzeln einer dynamischen Belastungsprüfung mit dem 1,25-fachen der Nennlast unterzogen.
Funktionsprinzip und Aufbau der Kernkomponenten
Das Antriebssystem des Handkettenzugs besteht aus fünf Baugruppen: Handkette, Handkettenrad, Zahnrad-Getriebe, Lastkettenrad und Lastkette. Beim Ziehen der Handkette wird das Handkettenrad in Drehung versetzt; über die mehrstufige Zahnradübersetzung wird das Drehmoment verstärkt und auf das Lastkettenrad übertragen, das über die Lastkette und den Haken das Heben und Senken der Last bewirkt. Die Norm schreibt vor, dass das Übersetzungsverhältnis des Getriebes entsprechend der Nenntragfähigkeit ausgelegt sein muss, sodass die Handzugkraft 360 N (ca. 36 kg) nicht überschreitet und auch die größte Tragfähigkeit von einer einzelnen Person bedient werden kann.
Die Lastkette ist eines der kritischsten tragenden Bauteile des Handkettenzugs. Die Norm verlangt den Einsatz hochfester, kalibrierter Ketten gemäß GB/T 5802; übliche Nenndurchmesser sind φ6 mm bis φ10 mm. Das Kettenmaterial muss aus 20Mn2 oder einem gleichwertigen legierten Stahl bestehen; nach dem Abschrecken und Anlassen muss die Oberflächenhärte HRC 42–50 erreichen. Die Norm legt außerdem fest, dass die minimale Bruchkraft der Kette das Vierfache der Nenntragfähigkeit nicht unterschreiten darf und dass die Kette bei 1,5-facher Nennlast keine bleibende Verformung aufweisen darf.
Das Bremssystem ist als Sperrrad-Reibbelag-Bremse ausgeführt und besteht aus Sperrrad, Sperrklinke und Bremsgehäuse. Das Funktionsprinzip: Beim Heben greift die Sperrklinke unter Federkraft in das Sperrrad ein und verhindert ein unkontrolliertes Absinken der Last; beim Senken wird durch Ziehen der Handkette in umgekehrter Richtung die Sperrklinke ausgerückt, sodass die Last kontrolliert durch ihr Eigengewicht abgesenkt wird. Die Norm schreibt vor, dass der Bremsweg bei 1,25-facher Nennlast einen Kettenabschnitt pro Minute nicht überschreiten darf.
| ZahnradStufenzahl | ÜbersetzungBereich | anwendbare Tragfähigkeit | Handzugkraft(N) | Merkmale |
|---|---|---|---|---|
| einstufigZahnrad | 1:5~1:8 | 0.5t~2t | ≤280 | einfache Konstruktion,kompakte Bauweise |
| zweistufigZahnrad | 1:20~1:40 | 1t~5t | ≤320 | Drehmomentausreichende Übersetzung,gute Gesamtleistung |
| dreistufigZahnrad | 1:60~1:100 | 5t~20t | ≤360 | großÜbersetzung,leichte Bedienunggroße Tragfähigkeit |
| Planetengetriebe | 1:30~1:80 | 10t~40t | ≤360 | kompakte Bauform,hohe Tragfähigkeit |
Typen und Tragfähigkeitsklassen im Überblick
Die Norm JB/T 7334-2016 definiert die Nenntragfähigkeit von Handkettenzügen in dreizehn Stufen: 0,5t, 1t, 1,6t, 2t, 2,5t, 3,2t, 5t, 8t, 10t, 16t, 20t, 32t und 40t. Die Klassen 0,5t bis 5t gelten als Leichtlastausführung und eignen sich vor allem für Wartungsarbeiten und allgemeine Anschlagaufgaben. Die mittleren Klassen von 10t bis 20t werden typischerweise bei der Maschineninstallation und in der Fertigungslinie eingesetzt. Die schweren Ausführungen mit 32t und 40t sind für das Heben und den Transport großer Ausrüstungsteile ausgelegt. Bei Tragfähigkeiten über 10t kommen häufig Zwei- oder Vierstrangketten zum Einsatz, um durch die erhöhte Anzahl tragender Kettenstränge die Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
Die Standard-Hubhöhe ist nach Tragfähigkeit gestaffelt: 0,5t bis 2t mit 2,5m oder 3m, 3,2t bis 5t mit 3m, 8t bis 20t mit 3m sowie 32t bis 40t mit 3m. Für spezielle Anwendungen sind abweichende Hubhöhen auf Anfrage verfügbar. Bei verlängerter Kette ist jedoch zu beachten, dass das höhere Eigengewicht der Kette die Handzugkraft erhöht. Bei der Auswahl empfiehlt es sich, die Nenntragfähigkeit mit dem 1,25- bis 1,5-fachen des tatsächlichen Lastgewichts anzusetzen, um eine ausreichende Lastreserve vorzusehen.
Für anspruchsvolle, häufige Einsätze sollte ein Produkt mit einer Triebwerksgruppe von mindestens M4 gewählt werden. Die Einstufung der Triebwerksgruppe erfolgt gemäß dem in Anhang JB/T 7334 beschriebenen Verfahren, das die tägliche durchschnittliche Nutzungsdauer und den Lastkollektivfaktor berücksichtigt. Hochwertigere Triebwerksgruppen stellen höhere Anforderungen an Zahnradwerkstoffe, Lagerauswahl und Wärmebehandlungsverfahren und bieten eine deutlich längere Lebensdauer.
Materialanforderungen und Wärmebehandlung der Kernkomponenten
Der Haken ist das am stärksten beanspruchte Bauteil eines Handkettenzugs. Die Norm schreibt einen geschmiedeten Haken aus 20er-Stahl oder 20Cr-Stahl vor. Nach dem Schmieden wird der Haken normalgeglüht, die Hakenöffnung anschließend oberflächengehärtet (HRC38~45). Jeder fertige Haken wird zu 100 % einer Magnetpulverprüfung oder Ultraschallprüfung (UT) unterzogen. Risse, Falten, Nähte oder andere Fehler sind nicht zulässig. Überschreitet die Verformung der Hakenöffnung im Betrieb 10 % des ursprünglichen Maßes, muss der Haken sofort verschrottet und ersetzt werden.
Für die Zahnräder sind legierte Baustähle wie 40Cr oder 20CrMnTi vorgeschrieben. Nach dem Einsatzhärten muss die Oberflächenhärte HRC55~62 und die Kernhärte HRC30~45 betragen. Die Einsatzhärtungstiefe richtet sich nach dem Modul und liegt üblicherweise zwischen 0,8 und 1,2mm. Die Verzahnungsgenauigkeit darf die Stufe 8 gemäß GB/T 10095 nicht unterschreiten. Vor der Montage wird jedes Zahnrad einer Verzahnungsprüfung unterzogen; das Tragbild muss in Zahnrichtung mindestens 40 % und in Zahnbreitenrichtung mindestens 50 % betragen.
| InspektionPrüfpunkt | NormKennwert | PrüfungBedingung |
|---|---|---|
| Leerlaufprüfung | flexibler Betrieb,kein Klemmen,keineUngewöhnliches Geräusch | vollständiger Hubzyklus≥3Mal |
| Dynamische Belastungsprüfung | 1.1fache Nennlast,vollständiges Heben und Senken≥10Mal | alle Mechanismen funktionieren einwandfrei |
| Bremsweg | ≤1Kettenglieder/min | 1.25fache Nennlast,Heben / Anheben300mmdanach stillstehen |
| Statische Belastungsprüfung | 1.5fache Nennlast,dauerhaft10min | keine bleibendeVerformung,keineRiss |
| KetteGesamtdehnung | ≤ursprüngliche Länge3% | 1.25fache Nennlast,500Messung nach Zyklen |
| ZahnradVerzahnung | Tragbild≥40%(hoch)/50%(Gesamtdehnung) | Farbauftragsprüfung |
Häufige Fragen
F: Welche grundlegenden Parameter und Anwendungsbereiche legt die Norm JB/T 7334-2016 für Handkettenzüge fest?
A: Die Norm JB/T 7334-2016 definiert für Handkettenzüge eine Nenntragfähigkeit von 0,5 t bis 40 t in dreizehn Stufen sowie eine Standard-Hubhöhe von 2,5 m oder 3 m. Sie gilt für Handkettenzüge, die über eine Handkette angetrieben werden und die Last über ein Zahnradgetriebe und ein Lastkettenrad heben. Die Norm umfasst die gesamten technischen Anforderungen von Konstruktion & Fertigung bis zur Werksabnahme.
F: Wie wählt man den passenden Handkettenzug-Typ für die jeweiligen Betriebsbedingungen aus?
A: Der entscheidende Parameter für die Auswahl ist das tatsächliche Gewicht der zu hebenden Last; empfohlen wird, die Nenntragfähigkeit mit dem 1,25- bis 1,5-fachen der berechneten Last anzusetzen. Für häufige Einsätze in der Produktion sollte ein Gerät der Triebwerksgruppe M4 oder höher gewählt werden; dabei sind das Zahnradmaterial (40Cr/20CrMnTi) und das Wärmebehandlungsverfahren (Einsatzhärten, HRC 55–62) zu berücksichtigen. Bei großen Tragfähigkeiten über 10 t empfiehlt sich eine Konstruktion mit zwei oder vier Kettensträngen, um die Sicherheitsredundanz zu erhöhen; außerdem sollte geprüft werden, ob die Hubhöhe zum Arbeitsraum passt.
F: Welche Prüfintervalle und Prüfpunkte gelten für die regelmäßige Inspektion von Handkettenzügen?
A: Gemäß JB/T 7334 ist eine umfassende regelmäßige Inspektion einmal jährlich durchzuführen; vor jedem Einsatz ist eine Sichtprüfung erforderlich. Zu den wichtigsten Prüfpunkten gehören: Messung der Verformung der Hakenöffnung (≤ 10 %), Prüfung der Gesamtdehnung der Lastkette (≤ 3 %), Bremsenrutschtest (≤ 1 Kettenglied/min) sowie die Kontrolle des Tragbilds der Zahnräder. Nach längerer Stilllegung muss der Handkettenzug vor erneuter Inbetriebnahme vollständig geprüft und einer erneuten Dynamischen Belastungsprüfung mit 1,25-facher Last unterzogen werden.
F: Wie lässt sich der sichere Betrieb von Handkettenzügen auf Baustellen und bei der Geräteinstallation gewährleisten?
A: Für den sicheren Betrieb ist entscheidend: Vor dem Heben sind die Absturzsicherung des Hakens, die Kette auf Verknotungen oder Verdrehungen sowie die vertikale Lastaufnahme von oberem und unterem Haken zu prüfen. Schrägziehen und Überlast sind verboten. Beim gemeinsamen Ziehen an der Handkette muss auf einen gleichmäßigen Rhythmus geachtet werden. Während des Hebens darf sich niemand unter der Last aufhalten. Nach der Verwendung ist der Handkettenzug abzuhängen und sachgerecht zu lagern, damit die Kette nicht dauerhaft unter Spannung steht. Kelude-Produkte sind serienmäßig mit Überlastschutz und 360°-Wirbelhaken ausgestattet, was die Arbeitssicherheit erhöht.
Normengrundlage: JB/T 7334-2016 „Handkettenzug“ | Technische Abteilung