Kran-Getriebe auswählen: Zahnrad, Planeten & Zykloiden im Vergleich

📋 Kurzüberblick: Bei der Auswahl eines Krangetriebes sind nacheinander die Triebwerksgruppe (M3~M8), das äquivalente Drehmoment und Übersetzungsverhältnis sowie die Einbauart (horizontal/vertikal/Flansch) zu bestimmen. Anschließend ist die thermische Leistung Pt≥Pn×f zu prüfen und zuletzt die Kupplungsanschlussmaße abzugleichen. Dieser Artikel vergleicht vier Getriebetypen – Zahnradgetriebe, Planetengetriebe, Zykloidengetriebe und Kompaktgetriebe – und deckt Kernparameter wie Wirkungsgrad (90%~98%), Übersetzungsbereich (1,25~10000), Nenndrehmoment (≤1200kN·m), Einsatzbedingungen und Wartungskosten ab. Ergänzend werden die Abnahme- und Prüfbestimmungen der Normen GB/T 23201 und JB/T 6391 gegenübergestellt, um die Auswahlentscheidung in einem Schritt zu erleichtern.

Krangetriebe auswählen: Die 5 entscheidenden Parameter für Drehmoment, Übersetzung und Einbau

Bei der Auswahl eines Krangetriebes geht es im Kern darum, das hohe Drehmoment bei niedriger Drehzahl der Antriebswelle aus der hohen Drehzahl und dem geringen Drehmoment des Elektromotors zu erzeugen. Das technische Team von Kelude Schwerindustrie hat aus langjähriger Projekterfahrung fünf Kernparameter identifiziert, die bei der Auswahl zwingend zu prüfen sind:

① Triebwerksgruppe (M3~M8): Gemäß der Konstruktionsnorm DIN 15018 für Krane wird die Triebwerksgruppe des Hubwerks anhand des Lastkollektivfaktors Kp und der Gesamtnutzungsdauer bestimmt. M3~M4 gelten für leichte Krane (z. B. Wartungshubzüge), M5~M6 für mittlere Beanspruchung (z. B. Hubwerk eines allgemeinen Brückenkrans) und M7~M8 für schwere bzw. extrem schwere Beanspruchung (z. B. Metallurgiekran, Gießkran). Die Triebwerksgruppe des Getriebes muss mindestens der Triebwerksgruppe der Mechanik entsprechen – dies ist die erste harte Randbedingung bei der Auswahl.

② Äquivalentes Drehmoment (Meq): Aus dem tatsächlichen Lastkollektiv wird das äquivalente Drehmoment Meq=km×Mn berechnet, wobei km der Lastkoeffizient ist (M5: 0,8; M6: 0,9; M7: 1,0). Bei der Auswahl muss das Nenndrehmoment des Getriebes MB≥Meq sein; der Sicherheitsfaktor liegt üblicherweise bei 1,2~2,0.

③ Übersetzungsverhältnis (i): Übersetzung = Nenndrehzahl des Motors ÷ Arbeitsdrehzahl. Für Hubwerke liegt das Übersetzungsverhältnis typischerweise bei 50~200, für Fahrwerke bei 10~80. Zu beachten ist die Stufenaufteilung bei mehrstufigen Getrieben – zweistufige Zahnradgetriebe erreichen Übersetzungen von 6,3~22,4, dreistufige 22,4~100 und vierstufige 100~500.

④ Prüfung der thermischen Leistung: Bei Dauerbetrieb muss die thermische Leistung Pt des Getriebes geprüft werden. Es gilt Pt≥Pn×f1×f2, wobei f1 der Umgebungstemperaturkoeffizient (40°C: 1,0; 50°C: 1,4) und f2 der Arbeitsweisekoeffizient (S1-Dauerbetrieb: 1,0; S3-Aussetzbetrieb: 0,7~0,9) ist. Unzureichende thermische Leistung führt zu überhöhter Öltemperatur, Versagen der Abdichtung und Zahnflankenverschweißung.

⑤ Einbauart und Anschlussmaße: Horizontale Fußmontage (über 80% der Anwendungen), vertikale Flanschmontage oder Aufsteckausführung (Hohlwelle direkt auf der Radachse). Zu prüfen sind Eingangs-/Abtriebswellendurchmesser, Passfedernuten, Flanschzentrierdurchmesser und Ankerlochabstände, um die Kompatibilität mit Motor und Kupplung sicherzustellen.

Zahnradgetriebe vs. Planetengetriebe: Struktur, Prinzip und Einsatzgrenzen im Vergleich

Zahnradgetriebe (Stirnrad-/Kegelrad) sind der am häufigsten eingesetzte Getriebetyp in der Kranindustrie. Das Funktionsprinzip beruht auf der Drehmomentverstärkung durch mehrstufige Verzahnungseingriffe. Die standardmäßig von Kelude Schwerindustrie konfigurierten QJ-Getriebe für Krane verwenden einsatzgehärtete Zahnflanken (HRC58~62) mit geschliffenen Zähnen (Genauigkeit ≥ Stufe 6), wodurch die Tragfähigkeit im Vergleich zu mittelgehärteten Zahnflanken um das 2- bis 3-fache gesteigert wird. Stirnradgetriebe erreichen einen Wirkungsgrad von 94%~98%, übertragbare Drehmomente bis 580kN·m und decken die gesamte Triebwerksgruppe M3~M8 ab.

Planetengetriebe nutzen die Struktur aus Sonnenrad, Planetenrädern und Hohlrad, wobei mehrere Planetenräder die Last gleichmäßig verteilen. Die Leistungsdichte ist 3- bis 5-mal höher als bei vergleichbaren Zahnradgetrieben. Volumen und Gewicht reduzieren sich um etwa 60%, die Herstellungskosten liegen jedoch 40%~80% höher. Planetengetriebe bieten einen extrem weiten Übersetzungsbereich (einstufig 3~10, mehrstufig bis 10000) und Nenndrehmomente über 1200kN·m. Sie eignen sich besonders für das Drehwerk von Turmkranen und das Hubwerk von Schiffbau-Portalkranen – Anwendungen mit hoher Last und kritischen Volumen-/Gewichtsanforderungen.

Die Auswahlgrenze zwischen beiden Typen: Am Beispiel eines 50t-Brückenkran-Hubwerks von Kelude Schwerindustrie – wenn der Bauraum nicht begrenzt ist und das Budget sensibel reagiert, wird das QJ-Stirnradgetriebe bevorzugt (30% geringere Kosten). Für das Drehwerk eines Turmkrans mit hoher Kompaktheitsanforderung ist dagegen das Planetengetriebe zwingend erforderlich – seine Radialabmessung beträgt nur 1/3 eines Zahnradgetriebes mit gleichem Drehmoment.

Zykloidengetriebe oder Kompaktgetriebe: Welche Lösung passt besser zum Heben?

Das Zykloidengetriebe arbeitet mit Zykloidenscheiben und Bolzenzähnen als zentralen Eingriffselementen und gehört zur Klasse der Umlaufrädergetriebe mit kleiner Zähnezahldifferenz. Seine herausragenden Vorteile sind das hohe einstufige Übersetzungsverhältnis (6~87), die hohe Überlastfähigkeit bei Stoßbelastung (kurzzeitig bis zum 2,5-fachen Nenndrehmoment) sowie der ruhige, geräuscharme Lauf (≤75dB(A)). Die von Kelude Schwerindustrie standardmäßig in Elektrokettenzügen verbauten CD/MD-Typ-Getriebe sind Zykloidengetriebe. Ihr Nenndrehmoment ist jedoch auf ≤30kN·m und die Triebwerksgruppe auf ≤M5 begrenzt – für mittlere und große Hubwerke sind sie daher nicht geeignet.

Das Kompaktgetriebe (integrierte Einheit aus Elektromotor, Getriebe und Bremse) ist die Standardlösung für Fahrwerke und wird nach Norm JB/T 9003 konstruiert und gefertigt. Der entscheidende Vorteil liegt im Wegfall der Kupplung als Zwischenelement, der einfachen Montage & Inbetriebnahme und der kompakten axialen Bauweise. Gängige Baureihen sind DLR (nach DIN-Norm) und die inländische QS-Serie mit Übersetzungen von 5~200, Drehmomenten bis 200kN·m und der Triebwerksgruppe M3~M7. Kelude Schwerindustrie stattet alle Fahrwerke standardmäßig mit Kompaktgetrieben aus, was die Montageeffizienz um über 50% steigert.

Die Arbeitsteilung beider Typen im Heben ist klar definiert: Zykloidengetriebe dominieren beim Hubwerk von Elektrokettenzügen (≤16t), Kompaktgetriebe bei Kranbrücken- und Katzfahrwerken (≤300t). Bei Einträgerkranen unter 16t setzt Kelude Schwerindustrie auf die Kombination aus CD-Elektrokettenzug (Zykloiden-Hubwerk) und Kompaktgetriebe-Fahrwerk – für zuverlässiges Heben und einfache Verfahrbarkeit gleichermaßen.

GB/T 23201 und JB/T 6391: Prüf- und Abnahmevorschriften für Krangetriebe im Vergleich

Konstruktion, Fertigung und Abnahme von Krangetrieben unterliegen mehreren Normen, wobei GB/T 23201 „Technische Bedingungen für Brückenkran-Getriebe" und JB/T 6391 „Getriebe für Krane" die beiden zentralen Regelwerke sind. Nachfolgend werden die Prüfbestimmungen beider Normen Punkt für Punkt gegenübergestellt:

GB/T 23201-2008 legt die technischen Anforderungen für Sondergetriebe von Brückenkranen fest, einschließlich der vier Kernprüfungen: Werkstoff und Wärmebehandlung (Ritzelwelle aus 42CrMo vergütet HB240~280, einsatzgehärtete Zahnflanke mit wirksamer Einsatzhärtungstiefe 0,3~0,5mm), geometrische Genauigkeit (Zylindrizität der Lagerbohrungen IT6, Grenzabweichungen der Achsabstände nach GB/T 10095), Leerlaufprüfung (je ≥1h in beide Drehrichtungen, Lagererwärmung ≤40K) sowie Lastprüfung (Betrieb unter Nennlast ≥2h, Öltemperatur ≤85°C).

JB/T 6391 hat einen breiteren Anwendungsbereich und deckt Getriebe für Brücken-, Verlade- und Wippkrane ab. Ergänzend werden folgende Prüfungen gefordert: Geräuschmessung (≤85dB(A) in 1m Abstand vom Gehäuse), Dichtheitsprüfung (keine Leckage an Gehäusefugen und Wellendurchtritten nach 2h Betrieb) sowie Prüfung des Tragbilds (≥50% über die Zahnhöhe, ≥70% über die Zahnlänge). Kelude Schwerindustrie wendet bei der Werksabnahme die strengeren Werte beider Normen an – Geräusch nach der strengeren Grenze von 85dB(A) und Öltemperatur nach der Obergrenze von 85°C aus GB/T 23201.

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Vergleichsmerkmal GB/T 23201-2008 JB/T 6391
Anwendungsbereich BrückenkranGetriebe Brücke/Portal/PortalwippdrehkranGetriebe
Zahnflankenhärte HRC58~62(Einsatzhärten) HRC56~62(gehärtete Zahnflanke)
LeerlaufprüfungZeit jeweils für Rechts- und Linkslauf≥1h ≥2hDauerbetrieb
Öltemperaturgrenze ≤85°C ≤85°C(Mineralöl)
Lärmgrenzwert nicht gesondert festgelegt ≤85dB(A)(1mStelle)
AbdichtungInspektion keine sichtbare Leckage Betrieb2hkeine Leckage an Trennfugen

5 häufige Probleme bei Montage & Inbetriebnahme von Kran-Getrieben und deren Lösungen

Die Qualität von Montage & Inbetriebnahme eines Getriebes entscheidet maßgeblich über dessen Lebensdauer und Betriebszuverlässigkeit. Das Serviceteam von Kelude hat die fünf häufigsten Probleme bei der Vor-Ort-Installation statistisch erfasst:

① Wellenausrichtung der Kupplung außerhalb der Toleranz: Die radiale Abweichung der beiden Kupplungshälften sollte ≤ 0,05 mm betragen (bei Drehzahl ≤ 1.500 rpm), die Winkelabweichung ≤ 0,1° pro 100 mm. Eine unzureichende Wellenausrichtung führt zu zusätzlichen Radialkräften auf die Getriebeeingangswelle. Erste Anzeichen sind Ölleckagen an der Wellenabdichtung; in schweren Fällen kann die Antriebswelle durch Ermüdung brechen. Bei der Montage ist die Ausrichtung mit einer Messuhr zu prüfen – mindestens in vier Richtungen (oben/unten/links/rechts).

② Ungleichmäßige Auflagefläche des Fundaments: Die Ebenheit des Fundaments sollte ≤ 0,1 mm/m betragen. Eine unebene Auflagefläche erzwingt eine Verformung des Getriebegehäuses, was zu einer einseitigen Belastung der Zahnräder und damit zu Grübchenbildung an den Zahnflanken führen kann. Abhilfe schaffen Ausgleichs-Unterlegscheiben (max. 3 Scheiben pro Gruppe) oder das Nachschaben der Auflagefläche vor Ort.

③ Unzureichende Schmierung: Neue Getriebe werden ab Werk lediglich mit Korrosionsschutzöl ausgeliefert. Nach Anlieferung muss unbedingt das vorgeschriebene Schmieröl bis zur Ölfenstermitte nachgefüllt werden. Für Hubwerks-Getriebe wird L-CKC220~320 mittelschweres Industriegetriebeöl empfohlen, für Fahrwerks-Getriebe L-CKC150~220. Zu wenig Öl führt zu Trockenlauf und Überhitzung von Zahnrädern und Lagern; zu viel Öl verursacht Ölschaumbildung mit Temperaturanstieg und kann die Wellenabdichtung aufblähen und zum Platzen bringen.

④ Entlüfter nicht montiert: Der Transportsicherungs-Stopfen muss vor Inbetriebnahme zwingend durch einen Entlüfter ersetzt werden. Wird dies versäumt, steigt der Innendruck im Gehäuse mit zunehmender Betriebstemperatur an – die Wellenabdichtung kann herausgedrückt oder Öl über die Dichtfugen herausgepresst werden. Typischer Fall aus der Praxis: Nach 2 Stunden Probebetrieb bildet sich eine Öllache unter dem Getriebe – Ursache: Der Entlüfter-Stopfen wurde nicht getauscht.

⑤ Erster Ölwechsel wird nicht durchgeführt: Nach der Einlaufphase (erste 200 Betriebsstunden oder 1 Monat, maßgeblich ist der zuerst eintretende Zeitpunkt) muss das Getriebeöl gewechselt werden, um die beim Einlauf entstehenden Metallabriebpartikel zu entfernen. Die Gewährleistungsbedingungen von Kelude sehen ausdrücklich vor: Schäden an Zahnrädern oder Lagern, die auf einen nicht fristgerecht durchgeführten ersten Ölwechsel zurückzuführen sind, sind von der Gewährleistung ausgeschlossen. Der reguläre Ölwechselintervall beträgt danach alle 2.000 Betriebsstunden oder 6 Monate.

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Häufige Probleme Grundursache Normanforderungen und Lösungen
KupplungWellenausrichtungMaßabweichung Ausrichtung ohne Messuhr bei Montage radial≤0.05mm,Winkel≤0.1°/100mm
unebene Montagefläche des Fundaments Fundament nicht nivelliert Ebenheit≤0.1mm/m
Schmierölunzureichende Befüllung Werkskorrosionsschutzöl nicht gewechselt L-CKC220~320bis zur Mitte des Ölschauglases
EntlüfterWerkskorrosionsschutzöl nicht gewechselt Transportschraube nicht ersetzt vor Inbetriebnahme zwingend zu montierenEntlüfter
verzögerter erster Ölwechsel WartungVerfahrennicht durchgeführt 200hoder1Monate Ölwechsel obligatorisch
BefestigungSchraubeDrehmomentunzureichend Anziehen ohne Drehmomentvorgabe M16:210N·m M20:410N·m

Auswahlleitfaden für 4 Kran-Getriebetypen im Vergleich

6 Leistungsparameter im Vergleich: 4 Kran-Getriebetypen

Die folgenden 6 Datenkarten vergleichen die Kernparameter von 4 Kran-Getriebetypen anhand von Effizienz, Übersetzungsverhältnis, Nenndrehmoment, Triebwerksgruppe, Einsatzbereichen und Wartungskosten. So grenzen Sie die passende Getriebebauart schnell ein:

⚙ Wirkungsgrad im Vergleich

Zahnradgetriebe 94 %–98 % (am höchsten)
Planetengetriebe 92 %–96 %
Drei-in-eins-Getriebe 90 %–94 %
Zykloidengetriebe 90 %–95 %

📐 Übersetzungsverhältnis im Vergleich

Planetengetriebe 3–10000 (am breitesten)
Zahnradgetriebe 1,25–500
Drei-in-eins-Getriebe 5–200
Zykloidengetriebe 6–87 (am engsten)

💪 Nenndrehmoment im Vergleich

Planetengetriebe ≤ 1200 kN·m (am höchsten)
Zahnradgetriebe ≤ 580 kN·m
Drei-in-eins-Getriebe ≤ 200 kN·m
Zykloidengetriebe ≤ 30 kN·m (Minimum)

📊 Abgedeckte Triebwerksgruppen

Zahnradgetriebe M3–M8 (umfassendste Abdeckung)
Planetengetriebe M4–M8
Drei-in-eins-Getriebe M3–M7
Zykloidengetriebe M2–M5 (begrenzt)

🏗️ Einsatzbereiche im Vergleich

Zykloidengetriebe → Heben mit Elektrokettenzug
Zahnradgetriebe → Heben bei Brücken- und Portalkranen
Planetengetriebe → Schwerlast in Turmdreh- & Schiffbaukranen
Drei-in-eins-Getriebe → Katz- & Kranbrückenfahrten

💰 Wartungskosten im Vergleich

Zykloidengetriebe (am niedrigsten)
Zahnradgetriebe (mittel, hohe Ölwechsel-Frequenz)
Drei-in-eins-Getriebe (mittel, wartungsfreundlich durch Integration)
Planetengetriebe (am höchsten, viele Präzisionsteile)

📖 Weiterführende Literatur

8 häufige Fragen zur Auswahl & Nutzung von Kran-Getrieben

F: Wie groß sind die Unterschiede bei Lebensdauer und Preis zwischen Zahnradgetriebe und Planetengetriebe?

F: Wie hoch ist die Lebensdauer von Zahnrad- und Planetengetrieben im Vergleich?

A: Die Auslegungslebensdauer eines Zahnradgetriebes liegt üblicherweise bei 20.000 bis 30.000 Stunden. Ein Planetengetriebe erreicht unter vergleichbaren Bedingungen 30.000 bis 50.000 Stunden, da die Last durch mehrere Planetenräder aufgeteilt wird und die Zahnspannung entsprechend geringer ausfällt. Preislich betrachtet kostet ein Planetengetriebe bei gleichem Drehmoment etwa das 1,4- bis 1,8-Fache eines Zahnradgetriebes. Am Beispiel eines 50-t-Brückenkrans von Kelude: Das Zahnradgetriebe der QJ-Baureihe liegt bei ca. 25.000 bis 30.000 EUR, ein Planetengetriebe mit gleichem Drehmoment bei etwa 40.000 bis 50.000 EUR. Bei ausreichendem Budget und hoher Sensibilität für Gewicht und Bauraum – etwa bei Turmkranen – ist das Planetengetriebe die erste Wahl. Für konventionelle Brücken- und Portalkrane bietet die QJ-Baureihe das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

F: Welche Genauigkeitsanforderungen stellt die Norm GB/T 23201 an Getriebezahnräder?

A: Die Norm GB/T 23201-2008 fordert für gehärtete Zahnflanken mindestens die Qualitätsstufe 6 nach GB/T 10095 (Schleifverfahren), für mittelgehärtete Zahnflanken Stufe 7. Konkret bedeutet dies: Gesamtabweichung der Teilung Fp ≤ 0,032 mm (bei Teilkreisdurchmesser ≤ 125 mm), Gesamtprofilabweichung Fα ≤ 0,010 mm und Gesamtabweichung der Flankenlinie Fβ ≤ 0,012 mm. Bei der Werksabnahme muss das Tragbild folgende Anforderungen erfüllen: Kontaktanteil in Zahnrichtung ≥ 50 %, in Zahnbreitenrichtung ≥ 70 % (unter Leerlauf- und Leichtbremsbedingungen). Kelude setzt beim Schleifen NILES-Maschinen ein und erreicht damit stabil die Genauigkeitsklasse DIN 5 (entspricht Stufe 5 nach GB/T 10095) – deutlich über der Mindestanforderung der Norm.

F: Was tun bei Getriebe-Öltemperatur über 85 °C am Kran?

A: Überschreitet die Öltemperatur im Getriebe 85 °C, gehen Sie systematisch vor: ① Ölstand prüfen – dieser sollte zwischen 1/2 und 2/3 des Schauglases liegen. Zu viel Öl verursacht Wärme durch Planschen, zu wenig Öl führt zu Reibungswärme durch unzureichende Schmierung. ② Schmieröl-Sorte prüfen – wurde ein Öl mit zu hoher oder zu niedriger Viskosität verwendet? Für Hubwerke ist L-CKC220 bis 320 vorgeschrieben. ③ Last prüfen – liegt eine Dauerüberlast vor? Messen Sie den Motorstrom mit einer Stromzange und vergleichen Sie ihn mit dem Nennwert. ④ Kühlung prüfen – ist die Gehäuseoberfläche durch Staub oder Ölverschmutzung in der Wärmeabfuhr beeinträchtigt? Liegt die Umgebungstemperatur über 40 °C? ⑤ Verschleiß an Zahnrädern und Lagern prüfen – nehmen Sie eine Ölprobe und lassen Sie diese ferrographisch auf abnorme Verschleißpartikel untersuchen. Bleibt die Temperatur trotz aller Maßnahmen zu hoch, muss ein Kühlgebläse oder eine Kühlschlange zur Zwangskühlung nachgerüstet werden. Kelude empfiehlt, die Öltemperatur im Dauerbetrieb idealerweise unter 70 °C zu halten.

F: Welcher Getriebetyp und welche Motorleistung für einen 16-t-Elektrokettenzug?

A: Für das Hubwerk eines 16-t-Elektrokettenzugs empfehlen sich folgende Getriebeparameter: Motorleistung 13 bis 18,5 kW (4- oder 6-polig), Übersetzungsverhältnis 120 bis 180 (abgeleitet aus einer Hubgeschwindigkeit von 3,5 bis 5 m/min), Ausgangsdrehmoment ≥ 8.000 N·m. Die erste Wahl ist ein Zykloidengetriebe, aus drei Gründen: ① Bereits eine einzige Getriebestufe genügt (ein Zahnradgetriebe benötigt 2 bis 3 Stufen und ist dadurch über 50 % größer). ② Die Überlastfähigkeit liegt beim 2,5-fachen Nenndrehmoment – ideal für den häufigen Start-Stopp-Betrieb von Elektrokettenzügen. ③ Die Kosten betragen nur 60 % bis 70 % eines vergleichbaren Zahnradgetriebes. Der 16-t-Elektrokettenzug vom CD-Typ von Kelude ist standardmäßig mit einem Zykloidengetriebe der Baureihe BWY ausgestattet (Übersetzung 121, Nenndrehmoment 12 kN·m), der Geräuschpegel liegt bei ≤ 72 dB(A). Ist eine Hubgeschwindigkeit über 7 m/min gefordert (hohes Übersetzungsverhältnis), kommt ein dreistufiges Zahnradgetriebe zum Einsatz.

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