Kelude erhält AAA-Zertifikat für Integrationsmanagement
Einstufung in Klasse AAA nach dem Integrationsmanagementsystem – staatliche Anerkennung für die digitale und industrielle Integration des Unternehmens. Das Bewertungssystem für die Integration von Informatisierung und Industrialisierung ist der nationale Maßstab für den Digitalisierungsreifegrad produzierender Unternehmen.
Das Bewertungssystem für die Integration von Informatisierung und Industrialisierung (tiefe Integration von Informationstechnologie und Fertigung) ist der nationale Standard zur Messung des digitalen Reifegrads produzierender Unternehmen. Kelude Schwerindustrie hat kürzlich die Einstufung in Klasse AAA nach diesem Integrationsmanagementsystem erreicht – die höchste Bewertungsstufe, die den gesamten Produktlebenszyklus von Brückenkranen abdeckt: von Forschung und Entwicklung über Fertigung und Lieferkettenmanagement bis hin zum Kundendienst. Damit zählt das Unternehmen in der Branche zu den Vorreitern bei der digitalen Transformation der Fertigung. Dieser Artikel beleuchtet das Thema aus vier Perspektiven: das Normensystem der Bewertung, die technischen Kernanforderungen der Klasse AAA, den Implementierungsprozess sowie den praktischen Nutzen.
Integrationsmanagementsystem und Bewertungskriterien der Klasse AAA
Das Integrationsmanagementsystem wurde vom Ministerium für Industrie und Informationstechnologie entwickelt und umfasst die Normen GB/T 23001-2017 „Anforderungen an das Integrationsmanagementsystem für Informatisierung und Industrialisierung" sowie GB/T 23006-2022 „Anforderungen an die Klassifizierung neuer Fähigkeiten im Integrationsmanagementsystem". Die Bewertungsstufen reichen von Klasse A (Einstiegsstufe) über Klasse AA (Einheitsstufe) bis Klasse AAA (Prozessstufe) – wobei AAA die höchste erreichbare Einstufung darstellt.
Die Kernanforderung der Klasse AAA ist, dass das Unternehmen im digitalen Umfeld eine „prozessreife" neue Fähigkeit nachweist – das heißt, kritische Geschäftsprozesse funktionieren abteilungs- und systemübergreifend koordiniert, und Daten fließen automatisiert zwischen den Prozessen.
Vier zentrale Fähigkeitsbereiche der Klasse-AAA-Bewertung
Die Bewertung umfasste vier Kernkompetenzbereiche des Brückenkranherstellers:
Digitale Produktentwicklung und Konstruktion: Auf Basis des PLM-Systems werden dreidimensionale parametrische Konstruktion und modulare Konfiguration von Brückenkranen realisiert. Die automatische Abbildungsrate der dreistufigen BOM-Überführung (Konstruktions-BOM → Fertigungs-BOM → Produktions-BOM) beträgt 97,3 %. Die Variantenkonstruktionszeit wurde von 3 Tagen auf 1 Tag verkürzt.
Digitale Fertigungssteuerung: Das MES-System deckt sechs Werkstattbereiche ab – Zuschnitt, Schweißen, Zerspanung, Montage, Beschichtung und Endmontage. Die Datenerfassungsabdeckung an Kernprozessen liegt bei 92 %. Elektronische Arbeitsaufträge werden direkt an die Terminals an den Arbeitsplätzen übertragen und ermöglichen eine papierlose Fertigung.
Digitale Lieferkettenkoordination: Das ERP-System ermöglicht die Online-Koordination von Bestellungen und Lieferterminen mit 30 Kernlieferanten. Lieferanten bestätigen Lieferzeiten und übermitteln Lieferscheine direkt im System. Die Termintreue der Beschaffungsplanung stieg von 75 % auf 93 %.
Digitalisierter Kundendienst: Die Fernwartungs- und Betriebsplattform bietet für ausgelieferte Brückenkrane eine kontinuierliche Betriebsüberwachung, KI-basierte Frühwarnung sowie intelligente Wartungsplanung. Aktuell sind mehr als 200 Anlagen angebunden.
Implementierungsprozess und Bewertungsergebnis
Die Implementierung des Integrationsmanagementsystems erstreckte sich über 14 Monate und gliederte sich in drei Phasen: Systemaufbau, Betrieb und Umsetzung sowie Bewertungsaudit.
Systemaufbau (4 Monate): Erstellung der Systemdokumentation gemäß GB/T 23001-2017 und GB/T 23006-2022 – darunter 1 Managementhandbuch, 12 Verfahrensanweisungen und 23 Arbeitsanweisungen.
Betrieb und Umsetzung (8 Monate): Unternehmensweite Einführung und kontinuierlicher Betrieb des Systems. Bewertungsaudit (2 Monate): Durchführung der Dokumentenprüfung und des Vor-Ort-Audits durch die akkreditierte Bewertungsstelle.
Das Bewertungsergebnis bestätigt, dass Kelude Schwerindustrie in allen drei Dimensionen – Betrieb des Integrationsmanagementsystems, Aufbau neuer Fähigkeiten und Wirksamkeit der digitalen Transformation – die Anforderungen der Klasse AAA (Prozessstufe) erfüllt. Zwei Aspekte wurden vom Audit-Team besonders hervorgehoben: Erstens die durchgängige Datenintegration zwischen PLM und ERP (die Konstruktions-BOM wird ohne manuelle Eingriffe automatisch ins ERP übergeben und generiert dort die Beschaffungspläne), die Branchenspitzenniveau erreicht; zweitens die Fernwartungs- und Betriebsplattform im Kundendienst, die als Referenzmodell für den Bereich Hebezeuge gilt.
Praktischer Nutzen der erfolgreichen Zertifizierung
Die Einstufung in Klasse AAA bringt dem Unternehmen konkrete betriebliche Vorteile: Die Lieferzeit für Aufträge verkürzte sich von 42 auf 28 Tage, die Fehlerquote sank von 3,2 % auf 1,8 %, der Energieverbrauch (bezogen auf den Produktionswert) ging um 12 % zurück, und die Entwicklungszeit für neue Produkte reduzierte sich von 45 auf 28 Tage. Darüber hinaus ist die AAA-Einstufung in mehreren Regionen eine Voraussetzung für Fördermittel und Steuervergünstigungen im Rahmen von Programmen zur intelligenten Fertigung. Bei Ausschreibungen großer Industrieprojekte dient das AAA-Zertifikat als anerkannte Drittbestätigung der digitalen Leistungsfähigkeit.
Häufige Fragen (FAQ)
F: Worin unterscheidet sich die AAA-Einstufung nach dem Integrationsmanagementsystem von der Anerkennung als „Demonstrationsunternehmen für intelligente Fertigung" auf Landesebene?
A: Die AAA-Einstufung ist eine Systembewertung auf Basis nationaler Normen, die den Aufbau neuer Fähigkeiten im digitalen Umfeld und die Standardisierung des Betriebsmechanismus bewertet. Die Auszeichnung als Demonstrationsunternehmen auf Landesebene ist dagegen eine Anerkennung durch die lokale Regierung, die den praktischen Einsatz intelligenter Fertigungstechnologien und die Vorbildfunktion für die Branche würdigt. Die beiden Bewertungen unterscheiden sich in ihren Kriterien und in der ausstellenden Instanz, ergänzen sich jedoch in der Gesamtbeurteilung des digitalen Reifegrads eines Unternehmens.
F: Gilt die AAA-Einstufung auch für andere Unternehmen der Kranbranche? Welchen Orientierungswert bietet sie für kleine und mittlere Unternehmen?
A: Das Integrationsmanagementsystem ist ein branchenübergreifender Standard, der für alle produzierenden Unternehmen gilt, einschließlich der Kranbranche. KMU können je nach Unternehmensgröße und Ressourcen eine passende Einstufung als Ausgangspunkt wählen – für Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 50 Mio. EUR ist die Klasse AA ein realistisches und sinnvolles Ziel. Wichtig ist: Entscheidend für die Einstufung ist nicht die Anzahl der IT-Systeme, sondern die tatsächliche Integration von Geschäftsprozessen und Digitalisierung. Ein gut funktionierendes ERP-MES-System, das Konstruktions-, Beschaffungs-, Fertigungs- und Lieferdaten vollständig durchgängig verknüpft, kann bereits die Anforderungen der Klasse AA oder sogar AAA erfüllen.
F: Wie lange beträgt die Gültigkeitsdauer des Zertifikats für das Integrierte Management-system für Industrialisierung und Informatisierung und in welchem Intervall findet das Überwachungsaudit statt?
A: Die Gültigkeitsdauer des Zertifikats für das Integrierte Managementsystem für Industrialisierung und Informatisierung beträgt 3 Jahre. Jährlich wird ein Überwachungsaudit durchgeführt, das schwerpunktmäßig den Erhalt der neuen Fähigkeiten und die Wirkung der kontinuierlichen Verbesserung prüft. Vor Ablauf der Gültigkeitsdauer ist eine Lizenzverlängerung erforderlich.