Mobilkran Inspektion und Wartung nach GB/T 31052.6-2020

GB/T 31052.6-2020 „Krane – Inspektion und Wartung – Teil 6: Mobilkrane“ ist die spezifische Norm für Inspektion und Wartung von Mobilkranen. Die Norm legt Anforderungen an die tägliche Prüfung, wiederkehrende Prüfung und Wartung von Mobilkranen wie Autokranen, Raupenkranen und All-Terrain-Kranen fest.

GB/T 31052.6-2020 ist Teil 6 der Normenreihe für Inspektion und Wartung von Kranen und regelt speziell die Inspektion, Wartung sowie die Prüfung des hydraulischen Systems von Mobilkranen.

GB/T 31052.6-2020 Inspektion und Wartung von Mobilkranen


Normenbezug und Prüfsystematik

GB/T 31052.6-2020 ist der sechste Teil der Reihe GB/T 31052. Der wesentliche Unterschied zwischen Mobilkranen und ortsfesten Kranen hinsichtlich Inspektion und Wartung besteht darin, dass Mobilkrane über Motor, Fahrgestell und ein hydraulisches System verfügen (bei ortsfesten Kranen nicht vorhanden). Zudem zählen das Abstützsystem und der Teleskopiermechanismus des Auslegers zu den häufigsten Störungsquellen. Die Norm gliedert Inspektion und Wartung in vier Stufen: tägliche Prüfung (vor jeder Schicht durch das Bedienpersonal), Wartungsstufe 1 (monatlich durch Fachpersonal), Wartungsstufe 2 (vierteljährlich) sowie die jährliche umfassende Inspektion (durch eine zugelassene Prüfstelle). Für Mobilkrane ist eine vollständige Geräteakte anzulegen, in der Datum, Umfang, festgestellte Mängel und ergriffene Maßnahmen jeder Inspektion dokumentiert werden.

Tägliche Prüfung (je Schicht)

Vor jeder Arbeitsschicht sind durch das Bedienpersonal folgende Punkte zu prüfen: Hydraulisches System – Hydraulikölstand zwischen den Markierungen des Ölstandsanzeigers, keine Leckagen an Leitungen, kein ungewöhnlicher Geruch und keine Emulsionsbildung des Hydrauliköls. Abstützsystem – Stützbeine teleskopieren leichtgängig ohne Verklemmen, Hydrauliksperrventile funktionsfähig (nach dem Ausfahren der Stützbeine Motor abstellen und Absinken über 24 h prüfen, ≤ 10 mm). Auslegersystem – Ausleger teleskopiert ruhig ohne ungewöhnliche Geräusche, Verschleißbetrag der Gleitplatten (Verschleißleisten) nicht mehr als 50 % der ursprünglichen Dicke. Hubwerk – Bremse funktionsfähig (Haken 100 mm über Boden anheben und auf Lastrutschen prüfen), Drahtseil sauber aufgewickelt, mindestens 3 Sicherheitswindungen auf der Trommel. Sicherheitseinrichtungen – Selbsttest des Lastmomentbegrenzers erfolgreich, Funktionstest des Hubbegrenzers, Hupe und Beleuchtung funktionsfähig. Reifen (beim Autokran) – Reifendruck korrekt, Schrauben fest und ohne Spiel. Raupen (beim Raupenkran) – Kettenspannung korrekt, keine Risse in den Kettengliedern.

Hydraulisches System
Ölstand normal + keine Leckagen Absinken über 24 h ≤ 10 mm
Auslegersystem
Teleskopieren ruhig + Gleitplatten Verschleiß ≤ 50 %
Bremsweg
≤ 100 mm Test bei 100 mm Hakenhöhe
Lastmomentbegrenzer
Monatliche Kalibrierung Abweichung ≤ ±5 %
Motorwartung
Motoröl + Filterelement Wechsel alle 250 h
Hydraulikölanalyse
Säurezahl + Wasser + Viskosität Alle 750 h oder vierteljährlich

Wiederkehrende Prüfung und Wartung

Wartungsstufe 1 (monatlich / alle 250 h) – Motoröl und Filterelement wechseln, Rücklauffilter des Hydrauliköls ersetzen, Schraubendrehmoment der Drehverbindung nachziehen (20 % Stichprobe, Drehmoment ≥ 90 % des Sollwerts), Kalibrierung der Genauigkeit des Lastmomentbegrenzers (Verifizierung mit Standardgewicht, Abweichung ≤ ±5 %), Abschmieren aller Mechanismen gemäß Schmierplan. Wartungsstufe 2 (vierteljährlich / alle 750 h) – Hydraulikölprobe zur Analyse entnehmen (Säurezahl, Wassergehalt, Viskosität, Partikelzählung NAS ≤ Klasse 9), Getriebeschmierung mit Ölwechsel, vollständige Prüfung des Teleskopdrahtseils des Auslegers (bei mehr als 5 % Drahtbrüchen innerhalb einer Schlaglänge ist das Seil zu verschrotten), Messung des Laufbahnspiels der Drehverbindung (Messung mit Messuhr, radiales Spiel ≤ 0,5 mm). Jährliche Inspektion – Druckprüfung des hydraulischen Systems (Verifizierung der Einstellwerte des Sicherheitsventils), MT-Stichprobenprüfung der Schweißnähte an Strukturbauteilen (Auslegerfuß, Schweißverbindungen der Stützbeine, Drehbühne), Lastprüfung (statische Last 1,25-fach + dynamische Last 1,1-fach).

Prüfung des Teleskopiermechanismus

Der Teleskopiermechanismus des Auslegers zählt zu den Baugruppen mit der höchsten Störungsrate bei Mobilkranen. Die Norm fordert eine schwerpunktmäßige Prüfung folgender Punkte: Verschleiß der Gleitplatten (Verschleißleisten) – Die Führungsgleitplatten und Verschleißleisten zwischen den Auslegersegmenten sind monatlich zu prüfen; bei einem Verschleiß von mehr als 50 % der ursprünglichen Dicke sind sie sofort zu ersetzen. Teleskopdrahtseil des Auslegers – Dieses Bauteil wird am häufigsten übersehen, hat jedoch bei Ausfall die schwerwiegendsten Folgen: Ein Bruch des Teleskopdrahtseils führt dazu, dass der Ausleger nicht mehr eingefahren werden kann oder plötzlich zurückschießt. Inspektionsmethoden: Bei vollständig eingefahrenem Ausleger den freiliegenden Seilabschnitt auf Drahtbruch und Korrosion prüfen; während des Teleskopiervorgangs die Seilabschnitte prüfen, die nacheinander durch die Auslegeröffnung laufen. Teleskopier-Hydraulikzylinder – Bei Riefen an der Zylinderaußenwand mit einer Tiefe > 0,2 mm ist der Zylinder zu ersetzen; Wellendichtring-Leckagen sind umgehend zu beheben. Bei jeglichem Drahtbruch am Teleskopdrahtseil ist das Seil sofort zu ersetzen; eine weitere Verwendung ist nicht zulässig.


Vergleichstabelle für Inspektion und Wartung von Mobilkranen

Die folgende Vergleichstabelle zeigt die zentralen Parameter und Konfigurationen für Inspektion und Wartung von Mobilkranen und dient als Referenz für Betreiber und Wartungspersonal.

Kelude Portalkran – Technische Analyse und Anwendung

Kelude ist ein auf den Bau von Industriekränen spezialisierter Hersteller. Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Hebezeuglösungen für unterschiedliche Branchen an. Das Sortiment umfasst Brückenkrane, Portalkrane, Halbportalkrane sowie Elektroseilzüge und Elektrokettenzüge. Die Produkte werden in Fertigungsstraßen, Lagerhallen, Werften und im Logistikbereich eingesetzt. Der vorliegende Beitrag fasst die technischen Merkmale, Einsatzbereiche und Planungshinweise für Portalkrane von Kelude zusammen.

Technische Merkmale der Kelude-Portalkrane

Die Portalkrane von Kelude sind als Zweiträger- oder Einträgerkonstruktion verfügbar. Die Tragfähigkeit reicht je nach Modell von 5 t bis 300 t. Die Spannweiten betragen standardmäßig zwischen 10 m und 40 m. Je nach Anforderung sind Sonderausführungen mit größeren Abmessungen möglich. Die Krane werden nach DIN 15018 ausgelegt und entsprechen den Anforderungen der EN 13000 für mobile Krane. Die Steuerung erfolgt wahlweise über ein Funkhandbediengerät, eine Kabinensteuerung oder eine halbautomatische Steuerung.

Ein wesentliches Konstruktionsmerkmal ist der niedrige Kopffreiraum. Diese Bauweise ermöglicht eine optimale Raumausnutzung in niedrigen Hallen. Die Hauptträger sind als Vollwand- oder Fachwerkträger ausgeführt. Die Fahrwerke sind mit robusten Laufrädern und einer präzisen Spurführung ausgestattet. Die Hubwerke verwenden Elektroseilzüge mit zweistufiger Getriebeübersetzung. Die Senk- und Hubgeschwindigkeiten sind stufenlos einstellbar. Alle relevanten Komponenten sind nach EN 60204-32 elektrisch abgesichert.

Einsatzbereiche und Branchenlösungen

Dank ihrer robusten Bauweise eignen sich die Krane für den Dauereinsatz in der Schwerindustrie. Typische Anwendungen finden sich in Stahlwerken, im Behälterbau, in der Betonfertigteilproduktion sowie in Umschlaganlagen für Schüttgüter. Auch in der Automobilfertigung und im Maschinenbau werden die Krane für den Materialfluss eingesetzt. Die Möglichkeit, den Kran an spezifische Lastaufnahmemittel anzupassen, erhöht die Flexibilität in der Produktion.

Für den Außeneinsatz sind die Krane mit einer Korrosionsschutzbeschichtung und Wetterschutzhauben für die Antriebe erhältlich. Die Steuerungen sind für den Betrieb bei Temperaturen von −20 °C bis +40 °C ausgelegt. Auf Wunsch werden die Krane mit einer Windgeschwindigkeitsüberwachung und Verriegelungseinrichtungen für den Sturmfall ausgestattet. Diese Optionen sind besonders für Hafenanlagen und Freilager relevant.

Planung und Auswahlkriterien für Portalkrane

Bei der Auslegung eines Portalkrans sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Zunächst muss die maximale Last inklusive aller Anschlagmittel bestimmt werden. Daraus ergibt sich die erforderliche Tragfähigkeit. Die Spannweite wird durch die Hallenbreite oder das Lagerlayout vorgegeben. Die Hubhöhe richtet sich nach der Stapelhöhe oder der Einbautiefe der zu bewegenden Güter. Auch die Anzahl der Hubspiele pro Stunde beeinflusst die Antriebsauslegung.

Die Wahl zwischen Einträger- und Zweiträgerbauweise hängt von der geforderten Tragfähigkeit und der Spannweite ab. Einträgerkrane sind wirtschaftlicher bei kleineren Lasten und Spannweiten. Zweiträgerkrane bieten eine höhere Stabilität und ermöglichen größere Hubhöhen. Zudem ist die seitliche Neigung der Last bei Zweiträgerkranen geringer. Die Entscheidung sollte immer auf Basis einer Lastenheftanalyse und einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung getroffen werden.

Sicherheits- und Wartungsaspekte

Die Krane sind mit mehreren Sicherheitseinrichtungen ausgestattet. Dazu gehören Lastbegrenzer, die eine Überlastung verhindern, sowie Endschalter für die Hub- und Fahrbewegungen. Zusätzlich sind Not-Aus-Schalter und Warneinrichtungen integriert. Die Steuerungen überwachen permanent die Motortemperaturen und den Isolationszustand. Bei Abweichungen wird der Kran automatisch abgeschaltet.

Für die Wartung sind alle relevanten Komponenten gut zugänglich angeordnet. Die Laufräder, Getriebe und Bremsen sind über Wartungsöffnungen erreichbar. Die zentrale Schmierung reduziert den Wartungsaufwand. Ein optionales Fernwartungssystem ermöglicht die Diagnose über das Internet. Die regelmäßige Prüfung nach EN 13000 und DIN 15018 ist Voraussetzung für den sicheren Betrieb.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wie lange ist die Lieferzeit für einen Portalkran von Kelude?

A: Die Lieferzeit hängt von der Konfiguration ab. Standardmodelle werden in 8 bis 12 Wochen geliefert. Sonderanfertigungen können 16 Wochen oder länger dauern.

F: Bietet Kelude auch Wartungsverträge an?

A: Ja, Kelude bietet maßgeschneiderte Wartungsverträge an. Diese umfassen regelmäßige Inspektionen, Verschleißteile und Notfallservice.

F: Können die Krane nachträglich mit einer Funkfernsteuerung ausgestattet werden?

A: Ja, eine Nachrüstung ist bei den meisten Modellen möglich. Die Umrüstung erfolgt durch zertifizierte Techniker und wird nach EN 60204-32 abgenommen.

F: Welche Garantie bietet Kelude auf seine Krane?

A: Kelude gewährt eine Garantie von 24 Monaten auf alle mechanischen und elektrischen Komponenten. Die Garantie umfasst keine Verschleißteile.

Technische Daten im Überblick

Tragfähigkeit5 t – 300 t
Spannweite10 m – 40 m
Hubgeschwindigkeit0,5 – 8 m/min
Fahrgeschwindigkeit10 – 40 m/min
SteuerungFunk, Kabine, halbautomatisch
NormenDIN 15018, EN 13000, EN 60204-32

Die angegebenen Werte sind Richtwerte. Die endgültige Auslegung erfolgt projektspezifisch. Für eine verbindliche Angebotserstellung kontaktieren Sie bitte unsere Projektabteilung.

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InspektionTypZyklusInspektionsumfangAusführender
Tägliche Prüfungpro SchichtHydraulikölPosition/Rohrleitung/BremseBedienpersonal
monatlichInspektionpro MonatHydraulikölAnalyse/Filterelement/DichtungWartungPersonal
quartalsweiseInspektionpro QuartalAuslegerSchweißnaht/Bolzen/DrahtseilFacharbeiter
jährlichInspektionpro JahrStrukturumfassende Inspektion+LastprüfungPrüfstelle

Häufige Fragen

F: Warum muss die Kalibrierung der Genauigkeit des Lastmomentbegrenzers bei Mobilkranen monatlich durchgeführt werden?
A: Der Lastmomentbegrenzer (LMI) ist die wichtigste Sicherheitseinrichtung eines Mobilkrans. Seine Genauigkeit entscheidet direkt darüber, ob der Kran unerkannt überlastet werden kann. Nullpunktdrift oder Verstärkungsänderungen der LMI-Sensoren – verursacht durch Vibration, Temperaturschwankungen und langfristigen Betrieb – können dazu führen, dass die tatsächliche Lastauslastung niedriger angezeigt wird, ohne dass das Bedienpersonal es bemerkt. Zeigt das LMI beispielsweise nur 95 % an, obwohl die tatsächliche Lastauslastung bereits 110 % beträgt, kann das Weiterarbeiten zum Umkippen des Krans führen. Die monatliche Kalibrierung stellt den optimalen Kompromiss zwischen „verlässlicher Genauigkeit“ und „Kalibrierungsaufwand“ dar. Kalibrierungsverfahren: Bei fester Ausladung wird ein Prüfgewicht mit bekanntem Gewicht angehoben (üblicherweise 50 % bis 75 % der Nenntragfähigkeit). Anschließend werden Nullpunkt und Verstärkung des LMI so eingestellt, dass der Anzeigewert mit dem Gewicht des Prüfgewichts übereinstimmt. Die zulässige Abweichung beträgt ≤ ±5 %.
F: Was bedeutet die NAS-Klasse bei der Hydrauliköl-Analyse eines Mobilkrans?
A: Die NAS-Klasse (National Aerospace Standards) ist eine international anerkannte Klassifizierung für den Partikelverschmutzungsgrad von Hydrauliköl. Sie wird durch die Zählung der Partikel in verschiedenen Größenklassen (≥5 μm und ≥15 μm) bestimmt. NAS 9 bedeutet, dass in 100 ml Öl zwischen 64.000 und 128.000 Partikel ≥5 μm sowie zwischen 8.000 und 16.000 Partikel ≥15 μm enthalten sind. Je höher die NAS-Klasse, desto stärker ist das Öl verschmutzt. Für das hydraulische System eines Krans wird ein NAS-Wert von ≤9 empfohlen. Ab NAS 10 nimmt die Verschleißgeschwindigkeit der Hydraulikkomponenten deutlich zu – Servoventile können klemmen, die Hydraulikpumpe verschleißt schneller. Öl mit NAS 12 sollte nicht mehr verwendet und umgehend gewechselt werden. Hauptursachen für die Verschmutzung sind eindringender Staub von außen sowie interner Abrieb von Verschleißpartikeln.
F: Warum müssen die Ausleger-Gleitplatten (Verschleißleisten) bei einem Verschleiß von über 50 % zwingend getauscht werden?
A: Die Gleitplatten des Auslegers dienen als Führungs- und Tragelemente zwischen den einzelnen Teleskopsegmenten. Überschreitet der Verschleiß 50 % der ursprünglichen Materialstärke, vergrößert sich das Spiel zwischen den Segmenten übermäßig (Konstruktionsspiel ca. 0,5–2 mm, nach Verschleiß bis zu 3–5 mm). Dies führt zu: 1) seitlichem Verlauf der Segmente beim Teleskopieren (außermittige Ausrichtung), wodurch der Teleskopierwiderstand steigt; 2) zusätzlicher Biegeverformung und seitlicher Durchbiegung des Auslegers unter Last, was die Stabilität beim Anschlagen beeinträchtigt; 3) Metallabrieb, der in das Auslegerinnere gelangt und den Verschleiß weiterer Gleitflächen beschleunigt. Beim Tausch der Gleitplatten ist das Spiel zwischen den Segmenten zu messen, um die Einhaltung der technischen Anforderungen des Herstellers sicherzustellen. Die Wartung des Auslegersystems der Mobilkrane von Kelude Schwerindustrie erfolgt streng nach dieser Norm.

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