GB/T 5973-2006 Keilklemmverbindung für Drahtseile


Aufbau und Funktionsprinzip der Keilklemmverbindung

Die in der Norm GB/T 5973-2006 definierte Keilklemmverbindung besteht aus Gehäuse, Keil und Splint. Sie nutzt das selbsthemmende Keilprinzip: Das Drahtseil wird um den Keil geführt und in das Gehäuse eingeführt. Unter Zugbelastung klemmt sich der Keil automatisch fest und presst das Drahtseil zwischen Gehäuse und Keil – die Verbindung ist damit fixiert. Die Keilklemmverbindung zeichnet sich durch einfache Montage und Demontage sowie Wiederverwendbarkeit aus.

Die Norm legt die Abmessungen der Keilklemmverbindungen für Drahtseildurchmesser von 6 mm bis 60 mm fest. Das Gehäuse besteht aus Stahlguss ZG270-500 oder Q345B (≈S355J2), der Keil aus 45er Stahl. Die Oberflächen sind verzinkt oder phosphatiert zur Rostschutzbehandlung.



Technische Kernanforderungen und Prüfung

Die Norm schreibt eine präzise Passungskegelung zwischen Keil und Gehäusekontaktfläche vor, um eine zuverlässige Selbsthemmung sicherzustellen. Die Keilklemmverbindung ist einer Klemmkraftprüfung zu unterziehen: Nach der Montage eines Drahtseils mit dem vorgeschriebenen Durchmesser wird die 1,25-fache Mindestbruchkraft aufgebracht und 5 Minuten gehalten. Das Drahtseil darf nicht rutschen, und es dürfen keine bleibenden Verformungen oder Risse an den Bauteilen auftreten.

Montageanforderungen: Das Drahtseil wird um den Keil geführt und zurückgefaltet – die Rückfaltungslänge muss mindestens dem 20-fachen Drahtseildurchmesser entsprechen. Das Seilende wird mit einer Seilklemme gegen Abrutschen gesichert. Die Keilrichtung muss mit der Zugrichtung des Drahtseils übereinstimmen. Nach der Montage wird der Keil mit einem Hammer leicht angeschlagen, um die Selbsthemmung zu aktivieren.

Die Prüfung der Klemmkraft erfolgt nach folgendem Verfahren: An der Keilklemmverbindung wird ein Drahtseil mit dem vorgeschriebenen Durchmesser montiert und mit der 1,25-fachen Mindestbruchkraft des Drahtseils belastet. Diese Last wird 5 Minuten gehalten. Das Drahtseil darf nicht rutschen, und es dürfen keine bleibenden Verformungen oder Risse an den Bauteilen auftreten. Nach der Prüfung werden die Keilposition im Gehäuse und der Abdruck des Drahtseils kontrolliert, um sicherzustellen, dass der Keil vollständig eingedrungen ist und der Seilabdruck gleichmäßig ausfällt.

Montageanforderungen im Detail: Die Rückfaltungslänge des Drahtseils nach dem Umlenken um den Keil muss mindestens das 20-fache des Drahtseildurchmessers betragen. Das Seilende ist mit einer Seilklemme zu fixieren, um ein Abrutschen zu verhindern. Vor der Montage ist zu prüfen, ob der Keiltyp zum Drahtseildurchmesser passt – jede Keilklemmverbindung gilt nur für einen bestimmten Durchmesserbereich und darf nicht mit anderen Durchmessern kombiniert werden. Die Keilrichtung muss der Zugrichtung des Drahtseils entsprechen. Nach der Montage wird der Keil mit einem Hammer leicht angeschlagen, um die Selbsthemmung zu aktivieren. Anschließend wird eine Vorspannkraft aufgebracht, um die Zuverlässigkeit der Befestigung zu prüfen.

Nach der Belastung ist die Keilposition erneut zu kontrollieren, um eine zuverlässige Selbsthemmung sicherzustellen.

Drahtseildurchmesser
Drahtseil Durchmesser(mm) Keil Typ Gehäusegröße(mm) Klemmkraft(k N)
8~11 XK-10 80×50×30 ≥15
12~16 XK-15 100×60×35 ≥35
18~24 XK-22 130×75×45 ≥80
26~32 XK-30 160×90×55 ≥150

Inspektion und Prüfung im Einsatz

Die normgerechte Prüfung umfasst die Sichtprüfung (Gussfehler am Gehäuse, Passungsspiel der Keile, Qualität der Oberflächenbehandlung) sowie den Klemmkrafttest (Stichprobe von 3 % pro Charge, mindestens 3 Stück). Im Betrieb erfolgt eine monatliche Prüfung auf Risse und Verformungen am Gehäuse, Verschleiß der Keile sowie die Klemmkraft. Bei Rissen oder Verformungen am Gehäuse ist dieses sofort zu verschrotten. Führt der Keilverschleiß zu unzureichender Klemmkraft, sind die Keile zu ersetzen. Nach der Demontage sind alle Bauteile zu prüfen; bei starker Verformung oder Verschleiß sind sie zu verschrotten und nicht wiederzuverwenden.

Die normgerechte Prüfung gliedert sich in die Sichtprüfung (Gussfehler am Gehäuse, Passungsspiel der Keile, Qualität der Oberflächenbehandlung) und den Klemmkrafttest (Stichprobe von 3 % pro Charge, mindestens 3 Stück). Die Oberflächenbehandlung der Keilklemmverbindung ist durch einen Salzsprühtest auf Korrosionsschutz zu verifizieren – ≥48 h ohne Rotrost. Das Gehäusegussteil ist einem Normalglühen zur Beseitigung von Gießspannungen zu unterziehen; es dürfen keine die Gebrauchstauglichkeit beeinträchtigenden Gussfehler vorhanden sein.

Im Betrieb ist monatlich zu prüfen, ob das Gehäuse Risse oder Verformungen aufweist, wie stark der Keilverschleiß ist und ob die Klemmkraft ordnungsgemäß ist. Bei Rissen oder Verformungen am Gehäuse ist dieses sofort zu verschrotten. Führt der Keilverschleiß zu unzureichender Klemmkraft des Drahtseils, sind die Keile auszutauschen. Ist die Bogenfläche im Kontakt mit dem Drahtseil durch tiefe Rillen beeinträchtigt, ist ebenfalls ein Austausch erforderlich. Nach der Demontage der Keilklemmverbindung sind alle Bauteile zu prüfen; bei starker Verformung oder Verschleiß sind sie zu verschrotten und nicht wiederzuverwenden. Es wird empfohlen, halbjährlich eine erneute Klemmkraftprüfung durchzuführen.

Kelude bietet begleitende Dienstleistungen für Keilklemmverbindungen in allen Spezifikationen an.

Prüfpositionen technische Anforderungen Zyklus Beurteilung
Sichtprüfung ohne Riss/Verformung je Charge konform/nicht konform
Klemmkraft 1.25fach Bruch5min je Charge rutschfest
Keil Verschleiß Klemmkraft konstant monatlich Verschleiß Austausch bei Überschreitung
Gehäuse Inspektion ohne Riss monatlich Rissd.h.Verschrottung

Häufige Fragen

F: Montageverfahren der Keilklemmverbindung?

A: Das Drahtseil wird um den Keil geführt und zurückgeschlagen; die Rücklauflänge muss mindestens dem 20-fachen des Drahtseildurchmessers entsprechen. Das Seilende wird mit einer Drahtseilklemme gegen Abrutschen gesichert. Die Ausrichtung des Keils muss der Zugrichtung des Drahtseils entsprechen. Nach der Montage wird der Keil mit einem Hammer leicht angeschlagen, um die Selbsthemmung zu gewährleisten. Nach dem Belasten ist das Drahtseil auf Schlupf zu prüfen.

F: Unterschied zwischen Keilklemmverbindung und Drahtseilklemme?

A: Die Keilklemmverbindung bietet eine zuverlässige Befestigung, ist einfach zu demontieren und beschädigt das Drahtseil nicht. Sie gilt für Anwendungen mit häufigem Austausch des Drahtseils. Die Drahtseilklemme ist dagegen einfach zu montieren und kostengünstig – ideal für temporäre Befestigungen und Einstellungen vor Ort. Für das Hubwerk wird die Keilklemmverbindung empfohlen, für Hilfsbefestigungen die Seilklemmenbefestigung.

F: Aussonderkriterien für Keilklemmverbindungen?

A: Risse oder Verformung am Gehäuse, Verschleiß des Keils mit unzureichender Klemmkraft, Verschleiß der Kontaktfläche zwischen Gehäuse und Keil um mehr als 20 % der ursprünglichen Dicke sowie tiefe Rillen an der Kontaktfläche zum Drahtseil, die die Klemmwirkung beeinträchtigen – tritt einer dieser Fälle auf, ist die Verbindung zu verschrotten und zu ersetzen.

F: Geeigneter Drahtseildurchmesser für Keilklemmverbindungen?

A: Die Norm legt Spezifikationen für Keilklemmverbindungen für Drahtseildurchmesser von 6 mm bis 60 mm fest. Keilklemmverbindung und Keil sind aufeinander abgestimmt – Abmessungen und Konus müssen exakt zusammenpassen. Eine nicht passende Kombination führt zu unzuverlässiger Befestigung. Jede Keilklemmverbindung gilt nur für einen bestimmten Durchmesserbereich des Drahtseils; ein Mischen ist nicht zulässig.

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