Elektroseilzug JB/T 5316-2016 Normen und Anforderungen
Die Norm JB/T 5318-2016 „Elektroseilzug“ definiert die Produktanforderungen für Elektroseilzüge. Sie legt die Produktklassifizierung, technische Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln für die Typen CD1 und MD1 fest.
Produktklassifizierung und technische Parameter
Die Norm JB/T 5318-2016 spezifiziert den Typ CD1 (eine Geschwindigkeit, 8 m/min) und den Typ MD1 (Zweigang, 8/0,8 m/min). Die Nenntragfähigkeit reicht von 0,5 bis 100 t, die Hubhöhe von 6 bis 30 m. Die Befestigungsart ist entweder ortsfest oder verfahrbar. Als Elektromotor kommt ein Kegelläufermotor mit Isolationsklasse F und Schutzart IP54 zum Einsatz; die Bremse ist in den Motor integriert. Das Bremsspiel beträgt 0,3–0,6 mm. Das Getriebe ist als Planetengetriebe mit einem Übersetzungsverhältnis von 20:1 bis 80:1 ausgeführt; die Zahnräder aus 20CrMnTi sind einsatzgehärtet (HRC 58–62). Der Wirkungsgrad einer Getriebestufe beträgt ≥ 96 %.
Technische Anforderungen an Hauptbauteile
Die Trommel besteht aus Grauguss HT250 oder als Schweißkonstruktion aus Q345B (≈S355J2). Das Drahtseil ist ein verzinktes, kreuzgeschlagenes und nichtdrillendes Drahtseil mit einem Sicherheitsfaktor von ≥ 5. Der elektrische Steuerschrank ist mindestens mit Schutzart IP44 ausgeführt; die Steuerspannung ist als Schutzkleinspannung mit 36/48 V ausgelegt. Die Norm fordert, dass Außenmaße, Einbaumaße und Gewicht der einzelnen Typen den festgelegten Werten entsprechen. Die Stromzuführung erfolgt über Schleifleitungen vom Typ C oder H. Die Triebwerksgruppe des Elektrohebezeugs ist als M3 bis M6 klassifiziert; bei häufiger Nutzung ist mindestens die Stufe M5 zu wählen.
0,5–100 t Komplette Serie
8 m/min (eine Geschwindigkeit) 8/0,8 (Zweigang)
0,3–0,6 mm Integrierte Motor-Bremse
Einzelstufe ≥ 96 % Drei Stufen ≥ 88 %
Klasse F Schutzart IP54
M3–M6 Wahl nach Betriebsbedingungen
| Typ | Tragfähigkeit(t) | Geschwindigkeit(m/min) | Leistung(kW) | Triebwerksgruppe |
|---|---|---|---|---|
| CD1-05 | 0.5 | 8(0.8) | 0.8 | M3 |
| CD1-10 | 1 | 8(0.8) | 1.5 | M3 |
| CD1-20 | 2 | 8(0.8) | 3.0 | M4 |
| CD1-50 | 5 | 8(0.8) | 7.5 | M4 |
| CD1-100 | 10 | 7(0.7) | 13.0 | M5 |
Anforderungen an den Konusläufermotor gemäß Norm – Stator- und Rotorblechpaket sind konisch ausgeführt (Konizität 1:10 bis 1:15). Beim Einschalten erzeugt der magnetische Fluss eine axiale Magnetkraft, die der Federkraft entgegenwirkt, den Rotor axial verschiebt und gleichzeitig die Bremse lüftet. Beim Abschalten drückt die Federkraft den Rotor zurück und die Bremse schließt. Diese integrierte Bauweise von Motor und Bremse ermöglicht eine kompakte Konstruktion und stellt das Kernmerkmal des Elektrohebezeugs dar. Das Bremsspiel beträgt in der Regel 0,3 bis 0,6 mm – ein zu geringes Spiel führt zu unvollständigem Lüften der Bremse und damit zu Überhitzung und Durchbrennen des Motors; ein zu großes Spiel verlängert den Bremsweg und führt zu einer Überschreitung der zulässigen Lastabsenkung. Nach der Einstellung sind Leerlaufprüfung und Bremsprüfung unter Nennlast zur Verifizierung durchzuführen.
Das Getriebe ist als Planetengetriebe mit einem Übersetzungsverhältnis von 20:1 bis 80:1 ausgeführt. Die Zahnräder bestehen aus einsatzgehärtetem 20CrMnTi mit einer Zahnflankenhärte von HRC58–62 und einer Einsatzhärtungstiefe von 0,3–0,8 mm (abhängig vom Modul). Die Bearbeitungsgenauigkeit der Verzahnung entspricht mindestens Qualitätsstufe 8 (DIN 3962). Der Getriebewirkungsgrad beträgt ≥96 % für eine Stufe und ≥88 % für drei Stufen. Die Getriebeschmierung erfolgt als Ölbadschmierung mit empfohlenem Industriegetriebeöl L-CKD220. Das Geräusch des Getriebes liegt bei ≤75 dB(A), die Übertemperatur bei ≤60 K. Die Trommel ist als Grauguss-Konstruktion aus HT250 oder als Schweißkonstruktion aus Q345B (≈S355J2) ausgeführt. Die Bearbeitungsgenauigkeit der Trommelrillen beeinflusst direkt die Spulung des Drahtseils und dessen Lebensdauer.
Prüfung und Wartung
Die Stückprüfung umfasst die Leerlaufprüfung (mindestens 5 vollständige Hübe), die Nennlastprüfung (3 Hub- und Senkzyklen, Lastabsenkung ≤100 mm), die Statische Belastungsprüfung mit 1,25-facher Nennlast (10 Minuten) sowie die Isolationsprüfung (≥1 MΩ). Die Typprüfung wird alle 2 Jahre durchgeführt und umfasst zusätzlich Feuchte-, Vibrations- und Dauerprüfungen. Das Bremsspiel ist alle 100 Betriebsstunden zu prüfen. Das Drahtseil ist alle 500 Betriebsstunden zu inspizieren. Der Getriebeölwechsel erfolgt alle 1.000 Betriebsstunden. Der Haken ist alle 2.000 Betriebsstunden zu prüfen. Jährlich ist eine umfassende Sicherheitsprüfung durchzuführen.
| Prüfpositionen | technische Anforderungen | Verfahren | Zyklus |
|---|---|---|---|
| Leerlaufprüfung | Gesamthub≥5Mal | Sichtprüfung+Akustische Prüfung | Werksabnahme |
| Nennlast | Heben und Senken3Mal | Lastabsenkung≤100mm | Werksabnahme |
| Statische Belastungsprüfung | 1.25fach×10min | Ohnebleibende Verformung | Jährlich |
| Isolationsprüfung | ≥1MΩ | 500VIsolationsmessgerät | Halbjährlich |
Die Stückprüfung gemäß Norm wird für jedes Gerät einzeln durchgeführt: Leerlaufprüfung (mindestens 5 vollständige Hub- und Senkzyklen zur Kontrolle der Laufruhe und der Ansprechflexibilität der Bremse), Nennlastprüfung (100 % SWL) mit 3 Hub- und Senkzyklen, wobei der Bremsweg ≤ 100 mm betragen muss, statische Belastungsprüfung mit 1,25-facher Nennlast (10 Minuten Haltezeit, Prüfung auf bleibende Verformung) sowie elektrische Isolationsprüfung (Isolationswiderstand ≥ 1 MΩ). Die Typprüfung erfolgt alle 2 Jahre und umfasst alle Stückprüfungspositionen zusätzlich zu Feuchte-Wärme-Prüfung, Schwingungsprüfung und Dauerprüfung (Lebensdauer ≥ 5.000 h). Die Dauerprüfung ist ein wesentliches Mittel zur Beurteilung der Langzeitzuverlässigkeit von Elektrohebezeugen.
Die normgerechten Wartungsintervalle: Alle 100 Betriebsstunden sind das Bremsspiel und der Verschleißbetrag des Bremsrings sowie der Ölstand des Getriebes zu prüfen. Alle 500 Betriebsstunden sind das Drahtseil auf Drahtbruch und die Schmierung zu kontrollieren. Alle 1.000 Betriebsstunden ist das Schmieröl des Getriebes zu wechseln – nach der ersten Inbetriebnahme bereits nach 100 Stunden, um Metallabrieb aus der Einlaufphase zu entfernen. Alle 2.000 Betriebsstunden sind der Haken auf Verschleiß und Verformung zu prüfen. Einmal jährlich ist eine umfassende Sicherheitsprüfung durchzuführen.
Häufige Fragen
F: Was ist der Unterschied zwischen den Elektrohebezeugen CD1 und MD1?
A: Das Modell CD1 ist mit einer Geschwindigkeit ausgestattet (Hubgeschwindigkeit 8 m/min), das Modell MD1 mit Zweigang (8/0,8 m/min). Die Zweigang-Ausführung ermöglicht bei präzisen Anschlagarbeiten eine langsame Feinpositionierung. Der Preis des MD1 liegt etwa 20–30 % über dem des CD1. Die Auswahl richtet sich nach den Genauigkeitsanforderungen der Hubaufgabe.
F: Worauf ist bei der Auswahl eines Elektrohebezeugs zu achten?
A: Die Auswahl erfolgt anhand des maximalen Lastgewichts und der erforderlichen Hubhöhe. Die Standardreihe umfasst 0,5–100 t bei Hubhöhen von 6–30 m. Mit zunehmender Tragfähigkeit sinkt die Hubgeschwindigkeit – bei 5 t etwa 8 m/min, bei 16 t etwa 4,5 m/min, bei 32 t etwa 3 m/min. Die Triebwerksgruppe reicht von M3 bis M6; bei häufiger Nutzung ist mindestens M5 zu wählen.
F: Welche Prüfungen werden an Elektrohebezeugen durchgeführt?
A: Die Stückprüfung umfasst die Leerlaufprüfung mit mindestens 5 Zyklen, die Nennlastprüfung mit 3 Hub- und Senkzyklen (Bremsweg ≤ 100 mm) sowie die statische Belastungsprüfung mit 1,25-facher Nennlast über 10 Minuten. Die Typprüfung beinhaltet alle Stückprüfungspositionen zusätzlich zu Feuchte-Wärme-, Schwingungs- und Dauerprüfung (Lebensdauer ≥ 5.000 h). Einmal jährlich ist eine umfassende Sicherheitsprüfung vorgeschrieben.
F: Wie wird ein Elektrohebezeug gewartet?
A: Alle 100 Betriebsstunden sind Bremsspiel und Bremsringverschleiß zu prüfen. Alle 500 Stunden sind Drahtseil auf Drahtbruch und Schmierzustand zu kontrollieren. Alle 1.000 Stunden ist das Getriebeschmieröl zu wechseln. Alle 2.000 Stunden sind Hakenverschleiß und -verformung zu prüfen. Jährlich ist eine umfassende Sicherheitsprüfung durchzuführen. Kelude Schwerindustrie bietet Wartung für alle Elektrohebezeug-Typen an.