Kran für Klebstoff- und Dichtstoffproduktionslinien

Die Kranausstattung für Klebstoff- und Dichtstoffwerke gliedert sich in vier Prozessstufen: Harzsynthese, Mischen/Dispergieren, Abfüllen/Verschließen sowie Aushärtung/Nachbehandlung. Für die Harzsynthese kommt ein explosionsgeschützter Kran vom LD-Typ 3–5 t mit Ex d IIB T3 zum Einsatz, für Mischen/Dispergieren ein korrosionsgeschützter LD-Typ 3–5 t, für die Abfüllung ein KBK-Arbeitsplatzkran 0,5–2 t und für die Aushärtung ein LD-Typ 3–5 t mit Temperaturbeständigkeit bis 80 °C. Die Gesamtinvestition der Anlage liegt bei ca. 100.000–400.000 EUR. Im Produktionsbereich für lösemittelhaltige Klebstoffe sind explosionsgeschützte Ausführung und statische Erdung zwingend erforderlich.

Branchenlösung · Klebstoff-/Dichtstoffherstellung
Krankonfiguration für Klebstoff- und Dichtstoff-Fertigungslinien

Harzsynthese: Explosionsgeschützter Kran für lösemittelhaltige Bereiche

Bei der Harzsynthese von Klebstoffen (Acryl, Polyurethan, Epoxid, Silikon usw.) kommen große Mengen organischer Lösemittel (Toluol, Xylol, Ethylacetat, Aceton) zum Einsatz. Diese Lösemittel verdampfen während der Reaktion und bilden mit der Luft eine explosionsfähige Gasatmosphäre. Der Synthesebereich wird gemäß DIN EN 60079-10-1 als explosionsgefährdeter Bereich der Zone 1 oder 2 eingestuft. Empfohlen wird ein explosionsgeschützter Kran vom LD-Typ 3–5 t mit Explosionsschutzklasse Ex d IIB T3 (geeignet für T3-Gase wie Toluol/Xylol). Das Gewicht der Reaktionsbehälter liegt bei 2–5 t, die Bauhöhe bei 4–8 m. Die explosionsgeschützten Krane von Kelude für den Harzsynthesebereich sind mit einem vollständig explosionsgeschützten elektrischen System ausgestattet, einschließlich Ex-Motor, Ex-Steuerkasten, explosionsgeschütztem Endschalter und explosionsgeschützter Funkfernsteuerung. Die statische Erdung im Synthesebereich ist unverzichtbar – Kranschiene, Hebezeug und Lastaufnahmemittel müssen zuverlässig geerdet sein (Erdungswiderstand ≤ 4 Ω).

Während der Harzsynthese müssen Rohstoffe zugegeben werden – Monomere, Initiatoren und Lösemittel werden über Dosierpumpen in den Reaktionsbehälter gefördert. Für die Zugabe von Feststoffen (z. B. Füllstoffe, Pigmente) unterstützt der Kran das Anschlagen von Big Bags oder Gebinden. Empfohlen wird die Installation eines KBK-Arbeitsplatzkrans 0,5–1 t an der Beschickungsplattform in Kombination mit einer Big-Bag-Entleerstation. Kelude setzt im Synthesebereich auf eine Kombination aus explosionsgeschütztem LD-Kran und explosionsgeschütztem KBK-Arbeitsplatzkran. Der Reinigungszyklus der Reaktionsbehälter beträgt in der Regel eine Charge (8–24 Stunden). Bei der Reinigung muss der Behälterdeckel geöffnet werden; das Deckelgewicht liegt je nach Behälterdurchmesser bei 100–500 kg und erfordert Kranunterstützung. Die Investition für den Kran im Synthesebereich beträgt ca. 120.000–300.000 EUR. Der explosionsgefährdete Bereich im Synthesebereich erstreckt sich radial 3–5 m um die Entlüftungsöffnung des Reaktionsbehälters; die gesamte Kranabdeckung muss mit explosionsgeschützter Ausrüstung ausgestattet sein.

Mischen/Dispergieren: Anschlagen von Rührwerken für hochviskose Medien

Beim Mischen und Dispergieren von Klebstoffen werden Harz, Füllstoffe, Weichmacher und Stabilisatoren in einem Dissolver oder Dreiwalzwerk gleichmäßig vermischt. Das Gewicht von Mischbehälter/Dissolver liegt bei 1–5 t. Im Dispergierbereich werden keine Lösemittel direkt eingesetzt (diese wurden bereits bei der Harzsynthese zugegeben), jedoch ist für Prozesse mit lösemittelhaltigen Klebstoffen weiterhin Explosionsschutz erforderlich. Empfohlen wird der LD-Typ 3–5 t (Standard oder explosionsgeschützt). Die Wartung der Ausrüstung im Dispergierbereich ist vergleichsweise häufig – Dispergierwelle und -scheibe müssen je nach Verschleiß alle 3–6 Monate ausgetauscht werden; das Gewicht liegt bei 200–800 kg. Die Krane von Kelude im Dispergierbereich sind serienmäßig mit Fernbedienung ausgestattet, sodass der Bediener am Dispergierplatz den Austausch der Dispergierscheibe direkt per Funkfernsteuerung durchführen kann. Die Walzen eines Dreiwalzwerks wiegen 500–2.000 kg pro Stück; beim Walzenwechsel müssen die Walzen aus dem Gestell gezogen werden – präzise Positionierung und Schleichgang beim Senken sind hier entscheidend.

Die Viskosität der Klebstoffe im Misch- und Dispergierbereich ist hoch (bis zu 100.000 mPa·s), was die Reinigung der Ausrüstung erschwert. Empfohlen werden spezielle Reinigungsgebinde und -werkzeuge – ein KBK-Arbeitsplatzkran kann sowohl den Reinigungs- als auch den Dispergierplatz abdecken. Kelude empfiehlt für den Dispergierbereich die Ausstattung des Elektrohebezeugs mit Frequenzumrichter-Feinfahrt (0,5–3 m/min), um ein Pendeln der Gebinde beim Heben und Transportieren hochviskoser Klebstoffe zu vermeiden. Die Investition für den Kran im Dispergierbereich beträgt ca. 100.000–250.000 EUR. Für Dispergierbereiche mit wässrigen Klebstoffen (lösemittelfrei) kann ein Standardkran vom LD-Typ eingesetzt werden; die Investition reduziert sich dadurch um ca. 30 %.

Abfüllung und Verschließung: KBK-Arbeitsplatzkran für die Klebstoffverpackung

Die Abfüllmethode für Klebstoffe hängt von Viskosität und Gebindeart ab. Niedrigviskose Klebstoffe werden mit automatischen Abfüllmaschinen (Fass/Flaschen) abgefüllt, hochviskose Dichtstoffe über Druckplatten-Abfüllanlagen oder in Schlauchbeutel. Das Gewicht der Abfüllanlagen liegt bei 500–2.000 kg. Empfohlen wird ein KBK-Arbeitsplatzkransystem 0,5–2 t. Die KBK-Kranschiene im Abfüllbereich überdeckt Abfüllmaschine, Siegelmaschine und Kontrollwaage und ermöglicht so einen schnellen Zugang für Wartung und Austausch der Anlagen. Das KBK-System von Kelude im Abfüllbereich kann mit einem pneumatischen Balancer kombiniert werden – der pneumatische Balancer (125–300 kg) eignet sich für das Stapeln von Fertiggebinden (20–200 l) auf Paletten. Zur Explosionsschutzklasse im Abfüllbereich: Der Bereich unmittelbar am Abfüllkopf für lösemittelhaltige Klebstoffe ist als Zone 1 eingestuft und erfordert ein explosionsgeschütztes KBK-Hebezeug. Für wässrige Klebstoffe genügt im Abfüllbereich eine Standardausführung ohne Explosionsschutz.

Die Endverpackung der Klebstoffprodukte – Deckel aufpressen, Etikettieren und Palettieren – erfordert unterstützende Anschlagmittel. Empfohlen wird die Installation eines Säulenschwenkkrans 250–500 kg am Ende der Verpackungslinie für das Stapeln der Fertiggebinde auf Paletten. Die Investition für das Abfüllbereichskonzept von Kelude beträgt ca. 50.000–150.000 EUR. Die Reinigungs- und Umrüstintervalle der Klebstoff-Abfülllinie sind hoch (Farbton-/Rezepturwechsel); das KBK-System muss einen schnellen Linienwechsel unterstützen. Die modulare Konstruktion des KBK-Systems von Kelude ermöglicht die Verlängerung der Schiene und die Einstellung der Hebezeugposition, um sich an Layoutänderungen der Abfülllinie anzupassen.

Aushärtung: Kranlösung für temperierte Trocknungsstrecken

Einige Klebstoffe (z. B. Epoxid- und Silikonklebstoffe) müssen aushärten. Die Aushärtung erfolgt entweder bei Raumtemperatur oder durch Wärmezufuhr (Trocknungskanal/Trockenschrank). Die Temperatur im Trocknungskanal liegt bei 80–150 °C, die Länge bei 10–30 m. Empfohlen wird ein Kran vom LD-Typ 3–5 t, der den Trocknungskanalbereich abdeckt und für die Wartung der internen Förderkette sowie die Montage der Kanalmodule eingesetzt wird. Die Nutzungshäufigkeit des Krans im Aushärtungsbereich ist gering (1–2 Mal pro Monat), die Anforderungen an die Zuverlässigkeit sind jedoch hoch – bei hohen Temperaturen und geringer Luftzirkulation im Kanal muss der Elektroschrank außerhalb des Kanals installiert werden. Die Krane von Kelude im Aushärtungsbereich verwenden temperaturbeständige Kabel (Silikon-Isolation) und einen entfernt montierten elektrischen Steuerkasten (im Außenbereich des Kanals bei Normaltemperatur).

Harzsynthese

LDexplosionsgeschützt3-5t Ex d IIB T3

Mischung und Dispergierung

LD-Typ3-5t Frequenzumrichter-Feinfahrt

Abfüllung und Verschließung

KBK 0.5-2t Gas Auswuchten

Aushärtung und Nachbehandlung

LD-Typ3-5t Temperaturbeständigkeit80℃

Statische Elektrizität Erdung

Komplette Linie Erdung≤4Ω explosionsgeschützt Unverzichtbar

Gesamtinvestition der Anlage

10-40Allumfassender Prozess

Konfigurationsvergleich für Krananlagen in der Dichtungsmittelfertigung

← Tabelle seitlich wischen →
Allumfassender ProzessMaschinentypTragfähigkeitExplosionsschutzanforderungenSonder-KonfigurationInvestition
HarzsyntheseLDexplosionsgeschützt3-5tEx d IIB T3vollständig explosionsgeschützt+Statische Elektrizität Erdung12-30Universal
Mischung und DispergierungLD-Typ3-5tNach BedarfexplosionsgeschütztFrequenzumrichter-Feinfahrt+Funkfernsteuerung10-25Universal
Abfüllung und VerschließungKBK0.5-2tNach Bedarfexplosionsgeschütztpneumatischer Balancer+Säulenschwenkkran5-15Universal
Aushärtung und NachbehandlungLD-Typ3-5tStandardTemperaturbeständigkeit Kabel+Fernbedienungselektrik10-20Universal
GesamtanlageKombination0.5-5tZonenweiseVoll-Abdeckung10-40Universal

Kelude Schwerindustrie deckt mit seinen Kranlösungen für die Kleb- und Dichtstoffindustrie sämtliche Prozessstufen ab – von der Harzsynthese über Mischen und Dispergieren bis hin zu Abfüllung, Verschließung und Aushärtung. Der explosionsgeschützte Aufbau und die statische Erdung in lösungsmittelhaltiger Umgebung zählen zu den wichtigsten Sicherheitsanforderungen an Krane in dieser Branche. In den Kleb- und Dichtstoff-Clustern im Perlflussdelta und im Jangtse-Delta hat Kelude Schwerindustrie bereits mehrere explosionsgeschützte Krane erfolgreich installiert.

explosionsgeschützt Kernkompetenz

vollständig explosionsgeschützt Ex d IIB T3(T4)+Statische Elektrizität Erdungssystem, Sicherheitsfundament für Lösemittelklebstoff-Produktionsbereiche

Mischung und Dispergierung Schleichgang Steuerung

Frequenzumrichter-Feinfahrt0.5-3m/min+Fernbedienung, Präzise Handhabung von Hochviskositäts-Gebinde Positionierung

Flexible Abfülllösung

KBKmodular Konstruktion+pneumatischer Balancer, Abfülllinie Schneller Farb- und Rezepturwechsel Einstellung

Häufige Fragen (FAQ)

F: Welche Explosionsschutzklasse ist für die Klebstoffwerkstatt erforderlich?

A: Bei Verwendung von Toluol (Flammpunkt 4 °C) ist Ex d IIB T3 erforderlich. Bei Verwendung von Ethylacetat (Flammpunkt −4 °C) ist Ex d IIB T4 erforderlich. Entscheidend ist die Bestimmung des verwendeten Lösungsmittels und seines Flammpunkts. Kelude bietet Beratung zur Auswahl der Explosionsschutzklasse sowie zur Zoneneinteilung an.

F: Muss der Misch- und Dispergierbereich explosionsgeschützt ausgeführt werden?

A: Wenn der Mischvorgang in geschlossenen Anlagen ohne Lösungsmittelverdampfung stattfindet, kann auf eine explosionsgeschützte Ausführung verzichtet werden. Enthält die Mischung jedoch Lösungsmittel und können während des Dispergierens explosionsfähige Gase freigesetzt werden, ist eine explosionsgeschützte Ausführung zwingend erforderlich. Als Entscheidungsgrundlage empfehlen wir die Messwerte der Gaswarneinrichtung heranzuziehen.

F: KBK oder ortsfester Kran für die Klebstoff-Abfülllinie?

A: Bei leichten Anlagenkomponenten (500–2.000 kg) mit häufigen Linienumstellungen und Anpassungen ist das KBK-System eindeutig die bessere Wahl. Die KBK-Schiene überdeckt die gesamte Linie, und das Hebezeug lässt sich entlang der Schiene über jede beliebige Position fahren. Ein ortsfester Brückenkran ist in seinem Abdeckungsbereich eingeschränkt.

F: Ist ein Kran im Aushärtungskanal erforderlich?

A: Von einem fest installierten Kran im Kanal ist abzuraten – die Hochtemperaturumgebung (80–150 °C) beeinträchtigt die Lebensdauer des Krans erheblich. Empfohlen wird ein herausziehbarer Wartungs-Anschlagpunkt (Ringöse + Hand-Hebezug) an der Kanaldecke: Bei Wartungsarbeiten wird das Kanalmodul herausgefahren und das Anschlagen im Normaltemperaturbereich durchgeführt. Kelude bietet entsprechende Hebepläne für die Kanalwartung an.

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