Kranauswahl für Druckfarbenhersteller

Die Kranausstattung für Druckfarben- und Verbrauchsmaterialwerke gliedert sich in vier Prozessbereiche: Harzmahlung, Pigmentdosierung, Fertigwarenabfüllung sowie Lager und Logistik. Im Harzmahlbereich kommt ein explosionsgeschützter LD-Typ mit 3–5 t Tragfähigkeit (Ex d IIB T3) zum Einsatz, um Pigmentstaubablagerungen zu vermeiden. Im Pigmentdosierbereich wird ein korrosionsbeständiger LD-Typ mit 3–5 t aus Edelstahl verwendet. Im Abfüllbereich arbeitet ein KBK-Arbeitsplatzkran mit 0,5–2 t, im Lager ein LD-Typ mit 3–5 t für Normaltemperatur und Feuchtigkeitsschutz. Die Gesamtinvestition der Anlage liegt bei ca. 100.000–400.000 €; im Farbpulverwerk ist eine Kopplung an die Entstaubungsanlage erforderlich.

Branchenlösung · Druckfarben-/Verbrauchsmaterialfertigung
Kranauswahl für Druckfarben- und Verbrauchsmaterialwerke

Harzmahlbereich: Explosionsgeschützte Kranlösung gegen Staubablagerung

Beim Mahlen von Harz für Druckfarben werden Harzpellets in Dreiwalzenwerken oder Perlmühlen auf eine Feinheit von ≤ 15 μm gebracht – ein Kernprozess. Das Gewicht der Mahlwerke liegt bei 1–5 t. Beim Mahlen kommen organische Lösemittel (Alkohole, Ester, Ketone) zum Einsatz, weshalb der Bereich als Ex-Bereich eingestuft ist. Empfohlen wird ein explosionsgeschützter Kran vom LD-Typ mit 3–5 t Tragfähigkeit (Ex d IIB T3). Die im Mahlbereich verwendeten Farbpigmente (Carbon Black, Farbpigmentpulver) haben eine Partikelgröße von 100 nm–10 μm und neigen stark zu Staubentwicklung und Ablagerung. Der Elektroschrank des Krans muss staubdicht abgedichtet sein (IP5X); der Motor benötigt eine vollständig geschlossene Bauweise, um das Eindringen von Pigmentstaub und daraus resultierende Kurzschlüsse zu verhindern. Kelude stattet Krane für den Harzmahlbereich standardmäßig mit einer Schutzhaube gegen Pigmentstaub und einem abgedichteten Schaltkasten aus. Der Mahlbereich muss mit der Entstaubungs- und Rückgewinnungsanlage der Werkstatt gekoppelt sein – beim Kranbetrieb öffnet sich die Absaughaube im Mahlbereich automatisch.

Die Walzengruppe (Vorder-, Mittel- und Hinterwalze) des Dreiwalzenwerks bildet die Kernkomponente im Mahlbereich. Das Gewicht der Walzen liegt bei 300–1.500 kg pro Stück; der Kran muss den Walzenwechselbereich abdecken. Die Austauschhäufigkeit der Walzen beträgt in der Regel 3–6 Monate. Kelude empfiehlt für den Kran im Mahlbereich eine Zweigang-Hubgeschwindigkeit von 6/1,5 m/min. Die Hydraulikzylinder der Mahlwerks-Hydraulik wiegen bei Wartungsarbeiten 200–500 kg und benötigen Kranunterstützung. Die Investition für den Kran im Mahlbereich liegt bei ca. 120.000–300.000 €. Für Mahlwerkstätten, die wasserbasierte Farben (ohne Lösemittel) verarbeiten, kann ein nicht-explosionsgeschützter LD-Typ eingesetzt werden, wodurch sich die Investition um 30 % reduziert.

Pigmentdosierung: Korrosionsbeständige Edelstahl-Ausrüstung für den Anschlagbetrieb

Bei der Farbdosierung werden Pigmente mit Bindemittelöl bzw. Harzöl im Farbmischkessel vermischt. Der Kessel besteht aus Edelstahl 304/316L, hat ein Fassungsvermögen von 500–3.000 l und wiegt 0,5–3 t. Die Reinheit im Dosierbereich ist höher als im Mahlbereich (weniger Pigmentstaub-Exposition), dennoch sind Staubschutzmaßnahmen erforderlich. Empfohlen wird ein LD-Typ mit 3–5 t Tragfähigkeit und Edelstahl-Anschlagmitteln. Die Rohstoffe für die Farbdosierung (Bindemittel, Lösemittel, Additive) werden in Fässern angeliefert; der Umschlag von 200-l-Normfässern erfolgt häufig. Für den Dosierbereich empfiehlt sich ein KBK-Arbeitsplatzkran mit 0,5–1 t zur Unterstützung bei Big-Bag- und Fassbeschickung. Kelude setzt im Dosierbereich auf eine Kombination aus LD-Typ und KBK-System. Die Wartung des Rührwerks am Mischkessel ist relativ selten erforderlich (1–2 Mal pro Jahr); der Kran muss lediglich den Wartungsraum über dem Kessel abdecken. Die Investition für den Kran im Dosierbereich liegt bei ca. 100.000–250.000 €.

Das Farbdosiersystem verwendet automatische Farbmessgeräte und Dosierpumpen – präzise, aber leichte Geräte (100–300 kg), die bei Wartungsarbeiten mit einem KBK-System unterstützt werden können. Kelude empfiehlt, den Boden im Dosierbereich einer Korrosionsschutzbehandlung zu unterziehen (Epoxidharz-Beschichtung). Für den Lagerbereich der Rohstofffässer im Dosierbereich wird ein Auslegerkran mit 125–250 kg Tragfähigkeit zum Be- und Entladen der Fässer empfohlen. Prozesse mit flüchtigen Lösemitteln im Dosierbereich müssen weiterhin als Ex-Schutzzone behandelt werden. Für die Dosierung wasserbasierter Farben ist kein Explosionsschutz erforderlich – Kelude bietet hierfür eine Reinraumausführung des Krans an.

Abfüllbereich: KBK-Arbeitsplatzlösung für die Farbverpackung

Die Abfüllgebinde für Fertigfarben umfassen 1-kg-Dosen, 5-kg-Eimer, 20-kg-Eimer und 200-l-Fässer. Das Gesamtgewicht der Abfülllinie (Abfüllmaschine, Verschließer, Etikettiermaschine, Waage) liegt bei 500–2.000 kg. Empfohlen wird ein KBK-Arbeitsplatzkransystem mit 0,5–2 t Tragfähigkeit. Die Abfülldüsen müssen häufig gereinigt werden (nach jedem Farbwechsel), der KBK-Arbeitsplatzkran überdeckt die gesamte Länge der Abfülllinie, sodass die Düsenbaugruppen (10–30 kg) schnell zur Reinigungsstation transportiert werden können. Kelude verwendet für die KBK-Schiene im Abfüllbereich Edelstahl. Die Effizienz beim Farbwechsel ist entscheidend – auf der KBK-Schiene sind mehrere feste Anschlagpunkte vorgesehen, an denen Wechselwerkzeuge vorab eingehängt und bei Bedarf direkt zum Zielarbeitsplatz gezogen werden können. Zur Ex-Bewertung im Abfüllbereich: Der Bereich unmittelbar an der Abfüllöffnung lösemittelhaltiger Farben ist Zone 1 und benötigt Explosionsschutz.

Die Palettierung der abgefüllten Gebinde erfolgt üblicherweise manuell mit hydraulischem Hubwagen. Für 200-l-Fässer (Einzelgewicht 200–300 kg) empfiehlt sich am Ende der Abfülllinie ein Säulenschwenkkran mit 250–500 kg Tragfähigkeit zur Palettierung. Die Investition für die Lösung im Abfüllbereich liegt bei ca. 50.000–150.000 €. Die Verpackungslinie für Druckfarben erfordert hohe Flexibilität – das KBK-System muss schnelle Umstellungen auf unterschiedliche Gebindegrößen ermöglichen. Bei Kelude sind sowohl die Hubgeschwindigkeit des Hebezeugs als auch die Schienenposition des KBK-Systems einstellbar. Für Abfülllinien mit großen Mengen einer einzigen Farbe kann eine automatische Abfüll- und Palettierlinie in Kombination mit einem KBK-System für Wartungsarbeiten eingesetzt werden.

Lager und Logistik: Materialflusssystem mit Farbton-Klassifizierung

Die Kernanforderungen an die Lagerhaltung von Fertigfarben sind Farbton-Klassifizierung und Chargen-Rückverfolgbarkeit. Das Farbstofflager verwendet Hochregale (Höhe 6–12 m) mit Einlagerung nach Farbserien. Empfohlen wird ein LD-Typ mit 3–5 t Tragfähigkeit zur Abdeckung von Lager und Versandbereich. Die Hubhöhe des Lagerkrans muss mindestens der Regaloberkante plus 2 m entsprechen (Länge des Lastaufnahmemittels plus Sicherheitsmarge). Die Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle im Farbstofflager (Temperatur 15–30 °C, relative Feuchte ≤ 70 %) beeinflusst Viskosität und Haltbarkeit der Farben, eine Kühlung ist jedoch nicht erforderlich. Kelude bietet für den Lagerkran optional eine WMS-gestützte Ausgangs-Scanbestätigung an – vor jedem Hub wird der Palettenbarcode gescannt, das System gleicht automatisch mit dem Auslieferungsauftrag ab; bei Nichtübereinstimmung wird die Kranbewegung blockiert. Die Investition für den Kran im Lagerbereich liegt bei ca. 80.000–200.000 €.

Harzmahlung

LDexplosionsgeschützt3-5t Ex d IIB T3+Staubschutz

Pigmentdosierung

LD-Typ3-5t Edelstahl+KBKBeschickung

Abfüllung

KBK 0.5-2t Edelstahlschiene

Lagerung

LD-Typ3-5t WMS+Barcode-Scan

Farbpulver Staubschutz

abgedichteter Schaltkasten+Entstaubungskopplung

Gesamtinvestition der Anlage

10-40Komplettprozess

Konfigurationsvergleich für Krane in der Druckfarbenfertigung

← Tabelle seitlich wischen →
KomplettprozessMaschinentypTragfähigkeitexplosionsgeschütztSonder-KonfigurationInvestition
HarzmahlungLDexplosionsgeschützt3-5tEx d IIB T3Farbpulver Schutzeinrichtungen+Entstaubungskopplung12-30Universal
PigmentdosierungLD+KBK3-5tBedarfsgerechtEdelstahl+Fassbeschickung10-25Universal
AbfüllungKBK0.5-2tBedarfsgerechtEdelstahlschiene+Schwenkarm-Palettierung5-15Universal
LagerLD-Typ3-5tStandardWMS+Scan-Bestätigung8-20Universal
GesamtanlageKombination0.5-5tZonenbildungVoll-Abdeckung10-40Universal

Kelude Schwerindustrie deckt die gesamte Prozesskette der Kranauswahl in der Farb- und Druckhilfsmittelindustrie ab – vom explosionsgeschützten Betrieb in der Mahlanlage über korrosionsgeschützte Lösungen in der Dispergierung bis hin zu KBK-Systemen für die Abfüllung und intelligenter Lagerhaltung. Ob die Gefahr von Staubablagerungen bei Pigmenten, die Kurzschlüsse auslösen können, sicherheitsrelevante Aspekte des Explosionsschutzes bei Lösungsmitteln oder die unterschiedlichen Auswahlkriterien für Krane bei Wasser- und Lösungsmittelbasierenden Farben – Kelude Schwerindustrie bietet für jede Anforderung die passende Lösung.

explosionsgeschützt Staubschutz Doppelte Absicherung

Ex d IIB T3explosionsgeschützt+Farbpulver Schutzhaube+Abdichtung IP5X, Druckfarben-Mahlbereichelektrische Sicherheit Totwinkelfrei

Flexibles Abfüllkonzept

KBKEdelstahlschiene+Pneumatik Auswuchten Schwenkarm-Palettierung+Schneller Farbwechsel Anschlagpunkt, Abfülllinie Effizienzsteigerung30%

Intelligente Lagerhaltung Kopplung

WMSBarcode-Scan Verriegelung+Charge Rückverfolgbarkeit+Hochregallager Abdeckung, Lager Fehlerrate bei Ein-/Auslagerung gegen Null

Häufige Fragen zur Kranlösung in der Druckfarbenproduktion

F: Warum müssen im Farbmahlbereich sowohl Explosionsschutz als auch Staubschutz gewährleistet sein?

A: Die beim Mahlen eingesetzten organischen Lösungsmittel (Alkohole/Ester) bilden eine explosionsfähige Atmosphäre und erfordern daher explosionsgeschützte Ausrüstung. Farbpigmente (Carbon Black/Farbmittel), die in den Elektroschrank eindringen, können Kurzschlüsse und Auslösungen verursachen. Die Krane von Kelude Schwerindustrie für den Farbmahlbereich erfüllen beide Schutzeinrichtungen gleichzeitig.

F: Ist die Kran-Konfiguration in der Werkstatt für Wasserlacke und in der für Lösungsmittellacke identisch?

A: Nein. In der Wasserlack-Werkstatt (lösungsmittelfrei) ist kein Explosionsschutz erforderlich; hier steht Staubschutz und Sauberkeit im Vordergrund. Für lösungsmittelhaltige Lacke (mit flüchtigen organischen Verbindungen) ist zwingend Explosionsschutz Ex d IIB T3 vorgeschrieben. Kelude Schwerindustrie bietet je nach Lacktyp die passende Konfigurationslösung an.

F: Wie unterstützt das KBK-System den Farbwechsel an der Abfülllinie?

A: Beim Farbwechsel müssen Abfüllmundstücke, Leitungen und Pumpenkörper ausgetauscht werden. An der KBK-Schiene sind mehrere Anschlagpunkte vorkonfiguriert, an denen die Wechselwerkzeuge vorab bereitgehängt werden. Der Bediener zieht das KBK-Hebezeug zur jeweiligen Station und anschlagen das Wechselwerkzeug an die Abfüllmaschine. Die Wechselzeit reduziert sich dadurch von 30 auf 15 Minuten.

F: Ist die WMS-Scan-Verriegelung im Druckfarbenlager wirklich notwendig?

A: Aufgrund der hohen Anzahl an Farbtönen (mehrere hundert) sind diese optisch kaum zu unterscheiden; die manuelle Fehlerquote liegt bei ca. 2–5 %. Die WMS-Scan-Verriegelung ermöglicht eine fehlerfreie Zuordnung. Die Investition pro Scan-System beträgt etwa 12.700–25.400 EUR und amortisiert sich durch reduzierte Retouren und Umtausch innerhalb von 6–12 Monaten.

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