CE- und ISO-3834-Zertifizierung für Krane
Die Kelude Schwerindustrie hat im Juli 2026 erfolgreich das jährliche CE-Überwachungsaudit des TÜV Rheinland sowie die Erstzertifizierung des Schweißqualitätsmanagementsystems nach ISO 3834-2 durch SGS bestanden. Die Zertifizierung umfasst die beiden Produktlinien Zweiträger-Brückenkrane und Portalkrane nach europäischer Norm im Bereich von 50 t bis 300 t. Die CE-Kennzeichnung basiert auf der Maschinenrichtlinie MD 2006/42/EG, das Schweißsystem erreicht die Ausführungsstufe EXC3 nach EN 1090-2. Mit dem Doppelzertifikat sind die Qualifikationshürden für den Export in die EU, den Nahen Osten und nach Zentralasien vollständig überwunden.
Im Juli 2026 hat die Kelude Schwerindustrie zwei entscheidende Exportzertifikate erfolgreich abgeschlossen: das jährliche Überwachungsaudit der CE-Kennzeichnung (MD 2006/42/EG) sowie die Erstzertifizierung des Schweißqualitätsmanagementsystems nach ISO 3834-2. Die Bedeutung dieser beiden Zertifikate liegt auf der Hand: Der Schritt vom „Herstellen von Kranen nach europäischer Norm“ hin zum „durch international anerkannte Institutionen nachgewiesenen Herstellen von Kranen nach europäischer Norm“ markiert den Wendepunkt vom gelegentlichen Exportgeschäft zur skalierbaren Serienproduktion.
Die CE-Kennzeichnung umfasst Zweiträger-Brückenkrane und Portalkrane nach europäischer Norm in sieben Tragfähigkeitsklassen: 50 t, 80 t, 100 t, 160 t, 200 t, 250 t und 300 t. Sämtliche Konstruktionsberechnungen und die EG-Baumusterprüfung erfolgten nach der Normenreihe EN 13001. Die ISO-3834-2-Zertifizierung deckt den gesamten Prozess der Stahlbaufertigung ab – von der Wareneingangsprüfung der Werkstoffe über die Schweißverfahrensprüfung (EN ISO 15614) und die Schweißerprüfung (EN ISO 9606) bis hin zur zerstörungsfreien Prüfung (NDT) und der Endmaßkontrolle.
CE-Kennzeichnung: Vom Pflichtnachweis zum Wettbewerbsvorteil
Die CE-Kennzeichnung ist die gesetzliche Zugangsvoraussetzung für den EU-Markt. Gemäß Anhang IV der Maschinenrichtlinie MD 2006/42/EG gelten Brückenkrane und Portalkrane mit einer Tragfähigkeit über 3 t als Maschinen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial und müssen von einer notifizierten Stelle einer EG-Baumusterprüfung unterzogen werden. Die Kelude Schwerindustrie beauftragte den TÜV Rheinland (NB 0035) als notifizierte Stelle, die den gesamten Prüfprozess von der Designprüfung bis zur Prototypenprüfung durchführte.
Die Zertifizierungsprüfung umfasst fünf Prüfmodule:
① EN 13001-1/2 – Konstruktionsprinzipien und Lastkombinationen – Prüfung der Konformität der allgemeinen Konstruktionsprinzipien und Lastkombinationen;
② EN 13001-3-1 – Grenzzustandsberechnung der Stahlkonstruktion – Nachweis der drei Versagensmodi Festigkeit, Ermüdung und Stabilität;
③ EN 13001-3-2 – Drahtseil-Antriebssystem – Auswahl des Drahtseils, Verhältnis Trommeldurchmesser zu Seildurchmesser, Nachweis des Sicherheitsfaktors;
④ EN 13001-3-3 – Kontaktspannung Rad-Schiene – Analyse der Kontaktspannung zwischen Rad und Schiene sowie Bewertung der Ermüdungslebensdauer;
⑤ EN 60204-32 – Elektrische Sicherheit und funktionale Sicherheit – Bewertung der elektrischen Ausrüstung und der Sicherheitsintegrität.
ISO 3834-2: Internationaler Nachweis für Schweißqualität
ISO 3834-2 ist die internationale Norm für Schweißqualitätsmanagementsysteme. Die Kennzeichnung „-2“ steht für „umfassende Qualitätsanforderungen“ (höchste Stufe, die alle Elemente abdeckt: Vertragsprüfung, Konstruktionsprüfung, Werkstoffmanagement, Schweißverfahrensprüfung, Schweißerprüfung, Schweißausführung, Prüfung und Versuche, Behandlung von Abweichungen, Qualitätsaufzeichnungen). Im Unterschied zum Qualitätsmanagementrahmen der ISO 9001 fokussiert ISO 3834-2 gezielt auf das Schweißen als den kritischsten Sonderprozess im Kranbau.
Die zentralen technischen Kennwerte der Zertifizierung: Die Schweißverfahrensprüfung deckt die gesamte Baustahlpalette von S235 bis S690 (Blechdicken 8–100 mm) ab, drei Schweißverfahren (Schutzgasschweißen GMAW / Unterpulverschweißen SAW / Fülldrahtschweißen FCAW) sowie Schweißerqualifikationen für alle Positionen (PA, PB, PC, PD, PE, PF, PG). Zwölf Schweißer bestanden die Qualifikationsprüfung nach EN ISO 9606-1 (Blech- und Rohrprüfung, jeweils für Kohlenstoffstahl und Edelstahl). Die NDT-Fähigkeiten umfassen drei Verfahren: UT (Ultraschall), MT (Magnetpulver) und PT (Eindringprüfung); die Prüfpersonal verfügt über Zertifikate der Stufe 2 nach EN ISO 9712.
Die Ausführungsstufe des Schweißens erreicht EXC3 nach EN 1090-2 – die höchste Ausführungsstufe für Krane und Stahlbrücken. Die Anforderungen von EXC3 an die Schweißnahtqualität: 100 % der kritischen Schweißnähte werden zerstörungsfrei geprüft (bei EXC2 sind es stichprobenartig 20 %), der Abnahmestandard für das äußere Erscheinungsbild der Schweißnähte entspricht der Bewertungsgruppe B nach EN ISO 5817 (höchste optische Klasse), und die zulässigen Toleranzen für Schweißspritzer und Einbrandkerben sind um eine Größenordnung strenger als bei EXC2.
| ZertifizierungProjekt | ZertifizierungInhalt | AusführungNorm | AbdeckungUmfang | Prüfstelle |
|---|---|---|---|---|
| CE-Zertifizierung | MD 2006/42/EC ECBauartInspektion | EN 13001 — Norm für KransicherheitGesamtbaureihe + EN 60204-32 | 50t~300tDoppelträger nach EU-Norm·Halbportal-/Portal- | TÜV Rheinland |
| ISO-Klasse 3834 — Qualitätsanforderungen für das Schmelzschweißen-2 | SchweißenQualitätsmanagementsystem | Norm EN 1090-2 EXC3 + EN ISO 15614 | StrukturbauteileSchweißenGesamtprozess | SGS |
| Schweißerprüfung | EN Norm ISO 9606-1 | Blechtstoß+Rohrstoß·Kohlenstoffstahl+Edelstahl | 12zertifiziertSchweißer | TÜV/SGSkombiniert |
| NDTzerstörungsfreie Prüfung | EN ISO 9712 Stufe 2 | UTUltraschallprüfung+MTMagnetpulverprüfung+PTEindringprüfung | 3zertifiziertErkennungPersonal | Ausbildungsstätte |
Exportgeschäft: Vom Einzelprojekt zur systematischen Kompetenz
Mit der CE- und ISO-3834-Zertifizierung verfügt Kelude Schwerindustrie über die vollständige Nachweiskette für internationale Ausschreibungen. Früher musste für jedes Exportprojekt eine separate Zertifizierung durchgeführt werden – ein langwieriger, kostspieliger und unsicherer Prozess. Heute können Standardkonfigurationen im Bereich von 50t bis 300t die CE-Anforderungen der Kunden schnell erfüllen. Die Zertifizierungsdauer verkürzt sich von der Projektlaufzeit auf den Zeitraum bis zum abgeschlossenen Design-Review.
Entscheidend ist, dass die Doppelzertifizierung die gegenseitige Anerkennung in drei wichtigen Exportregionen ermöglicht: Die CE-Kennzeichnung deckt die 27 EU-Mitgliedstaaten und den EWR ab. Im Nahen Osten akzeptiert die GSO (Gulf Standardization Organization) die CE-Bescheinigung als Grundlage der technischen Unterlagen. Für die EAC-Zertifizierung in Zentralasien genügen ergänzende lokale Anforderungen auf Basis der CE-Dokumente. Kelude exportiert mittlerweile stabile Volumina an Kränen nach europäischer Norm nach Südostasien, in den Nahen Osten und nach Zentralasien.
Der Wert der Doppelzertifizierung zeigt sich nicht nur bei der Neukundenakquise, sondern auch in der gestärkten Kundenbindung. Drei europäische Händler haben nach der Zertifizierung ihre Bestellungen für das zweite Halbjahr 2026 aufgestockt: insgesamt 12 Doppelträger nach EU-Norm (50t–160t) mit einem Auftragswert von über 2 Mio. EUR.
Häufige Fragen zur CE-Zertifizierung
F: Was wird bei der jährlichen CE-Überwachung geprüft und wie unterscheidet sie sich von der Erstzertifizierung?
A: Die jährliche Überwachung konzentriert sich auf drei Bereiche: ① Produktkonformität – ob die Serienproduktion mit dem EG-Baumusterprüfprototyp übereinstimmt (Hauptträgerquerschnitt, Schweißnahtqualität, elektrische Ausstattung); ② Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems – Ausführungsnachweise des ISO-3834-Schweißsystems, Abschluss von Abweichungen, kontinuierliche Validierung der Schweißerprüfung; ③ Änderungsmanagement – ob Konstruktionsoptimierungen des letzten Jahres einer Auswirkungsanalyse unterzogen und der notifizierten Stelle gemeldet wurden. Im Gegensatz zur Erstzertifizierung ist keine erneute Prüfung des gesamten Berechnungsberichts erforderlich. Die Überwachung dauert in der Regel 2–3 Wochen.
F: Kann man mit einer ISO-3834-2-Zertifizierung direkt Schweißaufträge nach EN 1090-2 EXC3 annehmen?
A: Ja. Die ISO-3834-2-Zertifizierung deckt die für EN 1090-2 EXC3 geforderten Anforderungen an das Schweißqualitätsmanagement und die Ausführung ab. Für jedes einzelne Projekt müssen jedoch weiterhin projektspezifische Schweißverfahrensprüfungen (WPQR) erstellt und vor Arbeitsbeginn ein Schweißplan beim Kunden bzw. der Aufsicht eingereicht werden. Bei Exportprojekten mit Fremdprüfung wird die Gültigkeit der Zertifikate und Schweißerprüfungen in der Regel beim Kick-off-Meeting verifiziert.
F: Wie hoch sind die Investitionen für die CE- und ISO-3834-Doppelzertifizierung?
A: Die Investitionen umfassen im Wesentlichen: Klimatisierung der Schweißwerkstatt (ca. 500.000–800.000 CNY), Aufrüstung der Ausrüstung für Unterpulverschweißen und Schutzgasschweißen (ca. 1,2–1,5 Mio. CNY), Anschaffung von NDT-Geräten (Rissprüfgerät UT + MT-Magnetpulver + PT-Verbrauchsmaterial, ca. 150.000 CNY), Guss von Gegengewichten für Prüflasten (600t Lastblöcke, ca. 800.000 CNY), neuer Zweiträgerkran für den Prüfstand (50t, ca. 400.000 CNY). Die gesamten Hardware-Investitionen belaufen sich auf ca. 3–4 Mio. CNY. Hinzu kommen Beratungs- und Gebühren für die notifizierte Stelle von ca. 800.000–1,2 Mio. CNY. Die Gesamtinvestition liegt damit bei etwa 4–5 Mio. CNY.
F: Wie können Kunden die Echtheit der CE-Bescheinigung überprüfen?
A: Die CE-Bescheinigung enthält eine eindeutige Kennnummer der notifizierten Stelle (NB 0035 = TÜV Rheinland). Kunden können die Zulassung der Stelle in der EU-NANDO-Datenbank (https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/nando/) über die NB-Nummer prüfen. Die EG-Baumusterprüfbescheinigung und die Konformitätserklärung (DoC) von Kelude werden vertraglich bereitgestellt. Kunden oder von ihnen beauftragte Prüfstellen können damit den Status und die Abdeckung der Zertifizierung direkt bei TÜV Rheinland verifizieren.
Die CE- und ISO-3834-Zertifizierung ist kein Endpunkt, sondern der Ausgangspunkt für den skalierbaren Exportbetrieb. Mit der Qualifikation als Basis liegt der nächste Fokus auf der Sicherstellung der Produktionskapazität – um die Lieferzeit von 3–4 Monaten für Krane nach europäischer Norm zuverlässig einzuhalten.