EN 12077-2:2008 Tragfähigkeitsanzeige Sicherheitsanforderungen
Die Norm EN 12077-2:2008 „Sicherheitsanforderungen an Tragfähigkeitsanzeigen“ legt eine Genauigkeit von +/-5 %, eine Frühwarnung bei 90 %, einen Alarm bei 100 %, einen automatischen Stopp bei 105 % sowie Selbstprüfungsanforderungen fest. Sie ist die europäische Norm für Überlastsicherungen.

Technische Anforderungen und Normenkonformität
Die EN 12077-2 stimmt mit der ISO 10245-2 überein. Die Anzeige umfasst den Traglastbegrenzer, den Lastmomentbegrenzer und die Anzeigeeinheit. Die Genauigkeit beträgt +/-5 %. Bei 90 % der Nenntragfähigkeit ertönt eine akustische und optische Frühwarnung. Bei 100 % wird ein Alarm ausgelöst (Summer und rotes Licht). Bei 105 % wird die Stromversorgung für das Heben unterbrochen (Senken und Senken mit verringerter Geschwindigkeit bleiben möglich). Beim Start wird eine Selbstprüfung der Sensoren und des Anzeigesystems durchgeführt. Die Sensoren sind gemäß IP65 für den Außeneinsatz geeignet. Kelude Schwerindustrie rüstet seine Krane standardmäßig mit Tragfähigkeitsanzeigen aus, die alle sechs Monate kalibriert werden, um sicherzustellen, dass die Genauigkeit stets im Bereich von +/-5 % liegt.
Parameter und Schwellenwerte
Die Tragfähigkeitsanzeige ist eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen an einem Kran. Das dreistufige Alarmkonzept gewährleistet, dass der Bediener vor einer Überlast ausreichend gewarnt wird. Die Frühwarnung bei 90 % macht den Bediener darauf aufmerksam, dass die Nenntragfähigkeit nahezu erreicht ist. Bei 100 % wird ein Alarm ausgelöst, der ein sofortiges Stoppen des Lastvorgangs erfordert. Bei 105 % wird die Antriebsenergie zwangsweise abgeschaltet, um Überlastunfälle zuverlässig zu verhindern.
| Sollwert | Aktion |
|---|---|
| Frühwarnung | 90%–Signalgeber |
| Alarm | 100%–Summer und Leuchte |
| Stopp | 105%–AbschaltungHeben / AnhebenVerstärkungStromversorgung |
| Selbsttest | Automatisch beim Start |
Inspektion und Prüfung
Die Kalibrierung ist halbjährlich durchzuführen. Bei einer Abweichung von mehr als +/-5 % ist eine Einstellung erforderlich. Die Sensorleitungen und deren Schutzvorrichtungen sind monatlich zu kontrollieren. Die jährliche Prüfung der Anzeigeeinheit umfasst die Funktionskontrolle des akustischen und optischen Alarms.
| Inspektion | Inhalt |
|---|---|
| Sensor | Monatliche Prüfung |
| AnzeigeEinheit | proJährliche PrüfungMonatliche Prüfung |
| Kalibrierung | Halbjährlich |
Häufige Fragen zur Tragfähigkeitsanzeige
F: Welche Genauigkeits- und Einstellwerte verlangt EN 12077-2 für die Tragfähigkeitsanzeige?
A: Die Genauigkeit beträgt ±5 %. Bei 90 % der Last erfolgt eine Frühwarnung mit akustischem und optischem Alarm. Bei 100 % ertönt ein Dauerton und eine rote Leuchte signalisiert den Grenzzustand. Bei 105 % wird die Stromversorgung für das Heben unterbrochen (Senken bleibt zulässig). Beim Einschalten führt das System einen automatischen Selbsttest durch.
F: Welches Kalibrierintervall und welche Wartungsanforderungen sind vorgesehen?
A: Die Kalibrierung ist mindestens halbjährlich durchzuführen. Bei einer Abweichung von mehr als ±5 % muss neu eingestellt werden. Der Lastsensor ist monatlich auf Kabelverbindungen und Schutzzustand zu prüfen. Die Anzeigeeinheit wird jährlich auf Textdarstellung sowie akustische und optische Alarmfunktion kontrolliert.
F: Wie ist die Tragfähigkeitsanzeige von Kelude Schwerindustrie ausgestattet?
A: Kelude Schwerindustrie liefert die Tragfähigkeitsanzeige gemäß EN 12077-2 mit einer Genauigkeit von ±5 %, dreistufiger Alarmfunktion (90 % / 100 % / 105 %) und halbjährlicher Kalibrierung. Der Sensor ist nach IP65 geschützt und für den Außeneinsatz geeignet. Die Ausrüstung ist Standard bei Kranen für den Export nach Europa.
F: Welche Schutzart wird für den Lastsensor gefordert?
A: Der Lastsensor besitzt die Schutzart IP65 und ist damit wirksam gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Dies gewährleistet die zuverlässige Funktion bei Regen und Staubbelastung in der Außenarbeitsumgebung von Kranen. Das Signalkabel des Sensors ist als geschirmtes Twisted-Pair-Kabel ausgeführt, um elektromagnetische Störungen zu reduzieren und eine stabile Signalübertragung sicherzustellen.