Brückenkran nach GB/T 14405: 5 Abnahmekriterien im Überblick

Norm-Überblick: Die Norm GB/T 14405-2011 „Allgemeine Brückenkrane" legt das vollständige Abnahmesystem für Brückenkrane der Baureihe 1t bis 320t fest – einschließlich Typenparametern, technischen Anforderungen, Prüfverfahren, Inspektionsregeln, Kennzeichnung, Verpackung, Transport und Lagerung. Sie gilt für allgemeine Brückenkrane mit Haken, Greifer, Lasthebemagnet sowie für kombinierte Ausführungen (Zwei- und Dreifachnutzung). Die Krane werden entsprechend der Triebwerksgruppe in acht Stufen von A1 bis A8 eingeteilt – von leichter Wartung bis zu schwerem Dauerbetrieb. Die fünf zentralen Abnahmekriterien umfassen: strukturelle Festigkeit und Steifigkeit, Leistungsfähigkeit des Hubwerks, Fahrgenauigkeit von Kran- und Katzfahrwerk, Zuverlässigkeit des elektrischen Steuerungssystems sowie Wirksamkeit der Sicherheitsschutzeinrichtungen.

Die sechs zentralen Abnahmekriterien für allgemeine Brückenkrane nach GB/T 14405-2011

Allgemeine Brückenkrane sind die am häufigsten eingesetzten Materialtransportgeräte in Industriehallen und finden sich in Maschinenbau, Gießereien, Lager- und Logistikzentren sowie der Energiewirtschaft. Als maßgebliche Norm für die Produktabnahme von Brückenkranen in China bildet die GB/T 14405-2011 „Allgemeine Brückenkrane" seit ihrer Einführung die zentrale Grundlage für Technische Vereinbarungen zwischen Herstellern und Betreibern sowie für die Werksabnahme. Die von Kelude Schwerindustrie gefertigten Brückenkrane der Typen QD, QDZ und QDY werden konsequent nach dieser Norm konstruiert und werksgeprüft.

Die Norm deckt sämtliche relevanten Aspekte ab: Typenbezeichnungssystematik, Parameterreihen, technische Anforderungen an die Gesamtmaschine, Ausstattung mit Sicherheitsschutzeinrichtungen, Korrosionsschutz- und Beschichtungsvorgaben sowie Anforderungen an Typenschild und Begleitdokumentation. Insbesondere die technischen Anforderungen in Kapitel 4 und die Prüfverfahren in Kapitel 5 bilden einen vollständigen Regelkreis für die Werksabnahme von Brückenkranen.

Arbeitsklassen und Lastkollektiv: Acht Stufen für jeden Einsatzbereich

Die Arbeitsklasse eines Brückenkrans wird anhand von Nutzungsklasse (U0–U9) und Lastkollektiv (Q1–Q4) in zwei Dimensionen bestimmt und in insgesamt acht Stufen von A1 bis A8 eingeteilt. Dies ist der wichtigste Parameter in der Auslegungsphase, da er direkt den Sicherheitsfaktor der Stahlkonstruktion und die Ausstattungsstufe der Triebwerke beeinflusst.

Die Stufen A1 bis A2 eignen sich für leichte Einsätze wie Wartungsbühnen und Geräteinstallation mit seltenen Hubvorgängen; die Hubgeschwindigkeit liegt hier üblicherweise unter 2 m/min.

Die Stufen A3 bis A5 entsprechen mittleren Einsätzen in mechanischen Fertigungswerkstätten und Montagelinien – dies ist das am häufigsten gelieferte Konfigurationssegment von Kelude Schwerindustrie. Das Hubwerk wird hier mit Schleifringläufermotoren der Baureihe YZR oder YZP Frequenzumrichtermotoren angetrieben.

Die Stufen A6 bis A7 sind für schwere Einsätze in Metallurgie, Gießereien und Schrotthandling vorgesehen. Hier sind ein Doppelbremssystem sowie ein Hubwerk mit einer Triebwerksgruppe von mindestens M6 erforderlich.

Die Stufe A8 deckt extrem schwere Dauerlast-Einsätze in Hafenterminals und Stahlwerken ab; die rechnerische Lebensdauer der Gesamtmaschine beträgt hier mindestens 32.000 Stunden.

Gemäß den Vorgaben der Norm GB/T 3811-2008 „Kran-Konstruktionsvorschriften" muss die Ermittlung der Arbeitsklasse anhand der tatsächlichen jährlichen Betriebsstunden, des Lastkollektivfaktors und der Gesamtzahl der Arbeitsspiele kalibriert werden – eine rein erfahrungsbasierte Schätzung ist nicht zulässig. Bei der Erstellung von Auslegungsvorschlägen erfasst Kelude Schwerindustrie systematisch Parameter wie tägliche Hubvorgänge, durchschnittliches Lastverhältnis und jährliche Arbeitstage des Kunden und ermittelt daraus über eine Lastkollektiv-Analysesoftware die empfohlene Arbeitsklasse.

Strukturelle Festigkeit und Steifigkeit: Vorbiegung und statische Steifigkeit als Doppelkriterium

Die statische Steifigkeit des Hauptträgers ist der anschaulichste Indikator für die Tragfähigkeit eines Brückenkrans. GB/T 14405-2011 fordert, dass die vertikale statische Durchbiegung in Trägermitte bei Einwirkung der Nennlast in der Spannweitenmitte nicht mehr als 1/800 der Spannweite (für die Stufen A1 bis A3) bzw. 1/1000 (für die Stufen A4 bis A8) betragen darf. Dieser Wert wird bei der statischen Belastungsprüfung der Gesamtmaschine messtechnisch per Theodolit oder Laser-Entfernungsmesser verifiziert.

Die Vorbiegung des Hauptträgers muss zwischen 0,9/1000 und 1,4/1000 der Spannweite liegen. Diese Auslegung kompensiert die Durchbiegung des Hauptträgers unter Eigengewicht und Nutzlast, sodass die Katzbahn unter Volllast weitgehend horizontal bleibt. Die lokale Stabilität des Stegblechs des Hauptträgers ist nach dem Verfahren im Anhang der Norm GB/T 3811-2008 nachzuweisen; bei Überschreitung der zulässigen Stegblechschlankheit sind horizontale bzw. vertikale Steifen anzuordnen.

Die Hauptträger der Brückenkrane von Kelude Schwerindustrie werden aus Q355B (≈S355JR) Baustahl gefertigt. Im Kastenträger sind im Abstand von maximal 1.500 mm große Schotte angeordnet; am Stegblech werden zusätzlich Quersteifen und Längswinkel angebracht. Dadurch wird die strukturelle Steifigkeit der Gesamtmaschine unter Volllast sichergestellt. Jeder Kran durchläuft vor Auslieferung eine statische Belastungsprüfung mit dem 1,25-fachen der Nennlast; die bleibende Verformung des Hauptträgers darf hierbei 1/2000 der Spannweite nicht überschreiten.

Hubwerk: Redundante Sicherheit durch Doppelbremse und Überlastschutz

GB/T 14405-2011 stellt eine Reihe verbindlicher Sicherheitsanforderungen an das Hubwerk.

Erstens, der Sicherheitsfaktor des Drahtseils: Für Hubwerke der Stufen A1 bis A5 muss der minimale Sicherheitsfaktor des Drahtseils mindestens 5,0 betragen; für die Stufen A6 bis A8 gilt ein Mindestwert von 6,0. Bevorzugt sind linien- oder flächenberührende Seilkonstruktionen einzusetzen, um die Ermüdungsbeständigkeit zu erhöhen.

Zweitens, die redundante Auslegung des Bremssystems: Bei Brückenkranen, die für den Transport von geschmolzenem Metall oder Gefahrgütern eingesetzt werden, muss das Hubwerk mit zwei unabhängig voneinander arbeitenden Bremsen ausgestattet sein. Jede Bremse muss für sich allein das sichere Abbremsen unter 1,25-facher Nenntragfähigkeit gewährleisten.

Drittens, Hubbegrenzer und Überlastschutz: Das Hubwerk muss mit einem Hubhöhenbegrenzer (als Pendel- oder Drehbegrenzer) sowie einem Lastabsenkungshöhen-Begrenzer ausgestattet sein, die die Bewegung vor Erreichen der oberen bzw. unteren Endlage automatisch abschalten und abbremsen. Die Überlastsicherung muss eine Gesamtabweichung von nicht mehr als ±5 % aufweisen; bei Erreichen von 90 % der Nenntragfähigkeit wird ein Warnsignal ausgegeben, bei 105 % wird der Hubkreis abgeschaltet.

Die Standardausführung von Kelude Schwerindustrie verwendet SPS-Steuerungen von Schneider oder Siemens in Verbindung mit Wägezellen und Encodern zur Realisierung eines Regelkreises. Sämtliche Sicherheitsschutzeinrichtungen werden vor Auslieferung an jedem einzelnen Kran einer simulierten Funktionsprüfung unterzogen, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Fahrwerke und Schienensystem: Toleranzkontrolle für ruhigen Betrieb

Das Kranfahrwerk bewegt den Kran entlang der Kranbahnschiene in Längsrichtung, während das Katzfahrwerk die Querbewegung auf der Katzbahn des Hauptträgers übernimmt. Die Laufgenauigkeit beider Fahrwerke bestimmt direkt die Stabilität des Lasttransports und die Positioniergenauigkeit. GB/T 14405-2011 fordert für die Kranbahnschiene eine Spannweitenabweichung von nicht mehr als ±5 mm; die Höhendifferenz der Schienenoberkanten darf auf einer Messlänge von 2 m höchstens 1 mm betragen.

Die Spurweitenabweichung der Katzbahn darf ±3 mm nicht überschreiten; die relative Höhendifferenz der beiden Schienenoberkanten darf über die gesamte Hauptträgerlänge höchstens 5 mm betragen. Die Fahrwerke werden entweder als Zentral- oder Einzelantrieb ausgeführt. Moderne Brückenkrane verwenden überwiegend Einzelantriebe mit Kompakt-Getriebemotoren, die über Frequenzumrichter sanft anfahren und stufenlos regeln. Die Anfahrbeschleunigung ist auf maximal 0,2 m/s² begrenzt, um ein spürbares Pendeln der Last zu vermeiden.

Die Fahrwerke der Brückenkrane von Kelude Schwerindustrie sind serienmäßig mit Kompakt-Getriebemotoren von SEW-Eurodrive oder FLENDER ausgestattet. Die Steuerung kann wahlweise über Nockenschalter, Steuerhebel am Fahrständerschrank oder Funkfernsteuerung erfolgen. Die Positioniergenauigkeit erreicht ±10 mm und erfüllt damit die Anforderungen präziser Montagearbeitsplätze.

Elektrisches System und Sicherheitsschutz: Fünf Schutzstufen von der Stromversorgung bis zur Steuerung

Das elektrische System eines Brückenkrans muss rauen Industriebedingungen mit Hitze, Staub und Vibrationen standhalten. GB/T 14405-2011 fordert eine Schutzart von mindestens IP54 für den Elektroschrank; sämtliche Klemmenleisten sind in Kupfer auszuführen und gegen Lösen zu sichern. Im Hauptstromkreis sind ein Hauptleistungsschalter sowie Abgangsleistungsschalter vorzusehen, die ein abgestuftes Schutzsystem bilden.

Das Sicherheitsschutzkonzept ist in fünf Ebenen aufgebaut.

Die erste Ebene ist der Hauptstromschutz: Dazu gehören der Haupttrennschalter, der Hauptleistungsschalter und der Unterspannungsschutz, der ein automatisches Wiederanlaufen nach Spannungswiederkehr verhindert.

Die zweite Ebene ist der Kurzschluss- und Überlastschutz: Jeder Motorstromkreis ist separat mit einem Thermorelais oder elektronischem Motorschutz ausgestattet; der Überlastschutz ist auf 105 % bis 125 % des Nennstroms eingestellt.

Die dritte Ebene ist der Fahrwegbegrenzerschutz: Kran- und Katzfahrwerk verfügen über zweistufige Fahrwegendschalter – die erste Stufe reduziert die Geschwindigkeit, die zweite Stufe bewirkt den Stillstand. An den Enden der Fahrbahn absorbieren Puffer die Restenergie.

Die vierte Ebene ist der Not-Aus: Im Führerhaus, an der Bodenbedienstation und an der Funkfernsteuerung sind rote Not-Aus-Taster angebracht, die bei Betätigung die Antriebsenergie aller Triebwerke abschalten.

Die fünfte Ebene ist die Sicherheitsüberwachung: Gemäß den aktuellen Anforderungen der Vorschrift TSG 51-2023 – Sicherheitstechnische Sondervorschrift für Sonderausrüstung – müssen Brückenkrane mit einer Tragfähigkeit über 50 t oder einer Arbeitsklasse ab A6 mit einem Sicherheitsüberwachungs- und Managementsystem ausgestattet sein, das Traglast, Moment, Fahrwege, Bremsenzustand und weitere Parameter in Echtzeit erfasst und die Daten mindestens 30 Tage speichert.

Bei der Montage & Inbetriebnahme vor Ort prüft Kelude Schwerindustrie die Reaktionszeit und Funktionssicherheit aller fünf Schutzstufen systematisch und übergibt dem Betreiber einen elektrischen Sicherheitsprüfbericht zur Archivierung.

Weiterführende Informationen:

GB/T 3811-2008 „Kran-Konstruktionsvorschriften"

GB/T 28757 „Begriffsdefinitionen für Brücken- und Portalkrane" – Normerläuterung

AS 2550.5 „Sichere Verwendung von Brücken- und Portalkranen" – Normerläuterung

AS 1418.5 „Spezifische Anforderungen an Brücken- und Portalkrane" – Normerläuterung

Vergleichstabelle: Brückenkran-Parameter nach Arbeitsklasse

Kelude Portalkran: Effiziente Materiallogistik für Industrie und Gewerbe

Der Portalkran von Kelude ist eine robuste Hebelösung für den täglichen Industrieeinsatz. Er wurde für anspruchsvolle Aufgaben in Werkstätten, Lagerhallen und Produktionsstätten konzipiert und überzeugt durch hohe Tragfähigkeit, präzise Steuerung und langlebige Konstruktion. Das modulare Design ermöglicht eine flexible Anpassung an verschiedene Arbeitsbereiche und sorgt für eine deutliche Steigerung der Umschlagseffizienz.

Robuste Portalkran-Lösungen für schwere Lasten

Unsere Portalkrane sind für den Dauerbetrieb ausgelegt und meistern zuverlässig das Handling schwerer Güter. Die stabile Stahlkonstruktion gewährleistet eine hohe Standsicherheit und Laufruhe. Je nach Einsatzszenario stehen verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Spannweiten und Hubhöhen zur Verfügung, die eine optimale Anpassung an Ihre räumlichen Gegebenheiten ermöglichen.

EigenschaftDetail
TragfähigkeitBis zu 32 t (je nach Modell)
SpannweiteIndividuell planbar, Standard bis 30 m
HubhöheBis zu 12 m (kundenspezifisch erweiterbar)
SteuerungFunkfernsteuerung oder hängendes Bedienpult

Die Konstruktion folgt den Anforderungen der DIN 15018 und gewährleistet so eine hohe Betriebssicherheit. Die verwendeten Komponenten wie Elektroseilzüge und Zweiträger-Fahrwerke sind wartungsfreundlich gestaltet und erhöhen die Verfügbarkeit Ihrer Anlage.

Sicherer und präziser Kranbetrieb mit moderner Steuerungstechnik

Die Steuerungstechnik unserer Portalkrane ermöglicht ein feinfühliges Positionieren der Last. Sanfte Anfahr- und Bremsvorgänge reduzieren Lastpendelungen und erhöhen die Sicherheit für Bediener und Material. Optional ist die Ausstattung mit einem Lastpendel-Dämpfungssystem (Anti-Sway) möglich, das die Positionierzeit deutlich verkürzt.

Die Elektrik entspricht der EN 60204-32 und garantiert einen normgerechten und sicheren Betrieb. Alle relevanten Sicherheitsfunktionen wie Überlastschutz, Not-Halt und Endabschaltung sind serienmäßig integriert. Die Anlage ist für den Einsatz in Industriehallen sowie im Freien geeignet, wobei die Schutzart entsprechend gewählt werden kann.

Flexible Einsatzmöglichkeiten und kundenspezifische Anpassung

Ob für die Wartung von Maschinen, den Materialumschlag am Lager oder die Verladung von Gütern – der Kelude Portalkran fügt sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe ein. Durch die optionale Ausführung als low-headroom-Variante eignet er sich besonders für Hallen mit begrenzter Bauhöhe. Auch Sonderlösungen wie explosion-proof-Ausführungen für ATEX-Zonen sind auf Anfrage realisierbar.

Die Investition in einen Portalkran von Kelude amortisiert sich schnell durch eine gesteigerte Produktivität und geringere Ausfallzeiten. Wir beraten Sie gerne, um die optimale Konfiguration für Ihre spezifische Anwendung zu finden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Tragfähigkeiten sind bei den Portalkranen verfügbar?
A: Die Standardmodelle decken einen Bereich von 1 t bis 32 t ab. Für spezielle Anforderungen sind auch kundenspezifische Lösungen mit höheren Tragfähigkeiten möglich.

F: Kann der Kran an unterschiedliche Hallenhöhen angepasst werden?
A: Ja, die Hubhöhe und die Stützenlänge werden individuell auf Ihre baulichen Gegebenheiten abgestimmt. Auch eine nachträgliche Anpassung ist in vielen Fällen realisierbar.

F: Welche Steuerungsoptionen werden angeboten?
A: Zur Auswahl stehen eine praktische Funkfernsteuerung für maximale Bewegungsfreiheit sowie ein hängendes Bedienpult für die direkte Steuerung am Kran. Beide Varianten gewährleisten eine präzise Lastensteuerung.

F: Ist der Kran für den Außeneinsatz geeignet?
A: Ja, mit entsprechenden Optionen wie einer erhöhten Schutzart und Korrosionsschutz ist der Portalkran auch für den Einsatz im Freien konzipiert.

Triebwerksgruppe Einsatzbereiche Hubgeschwindigkeit(m/min)
A1~A2 Leichte Betriebsart Wartungsbühne,Anlagenmontage 0.8~2.0
A3~A5 Mittlere Betriebsart Bearbeitungswerkstatt,Montagelinie 3.0~8.0
A6~A7 Schwere Betriebsart MetallurgieGießen,Schrotthandhabung 6.0~12.0
A8 Schwerste Betriebsart HafenDauerbetrieb 10.0~20.0
QDYMetallurgieausführung(A7) Schmelzguttransport 4.0~10.0(Doppelbremse)
QDZGreifer-Typ(A6) Schüttguthandhabung mit Greifer 8.0~16.0

Werksprüfung und Abnahme nach GB/T 14405-2011: Die wichtigsten Regelungen im Überblick

Normklausel PrüfungPosition AbnahmeKennwert
5.2 Leerlaufprüfung alle Antriebe im Gesamtfahrbereich ohne Klemmen/Ungewöhnliches Geräusch/Kriechen
5.3 Statische Belastungsprüfung 1.25Vielfaches der NennlastSchweben10min dauerhaftVerformung≤L/2000
5.4 Dynamische Belastungsprüfung 1.1Vielfaches der NennlastReversierbetrieb alle Antriebsfunktionen normal
5.5 GeräuschTesten Führerhausund Boden1.5mStelle ≤85dB(A)
4.8 Sicherheitseinrichtungen Endschalter/Überlast/Not-Halt einzeln auslösen zugehörigen Stromkreis abschalten≤0.1s
4.10 BeschichtungPrüfung SchichtdickeundHaftfestigkeit Gesamtschichtdicke≥120μm

Brückenkran-Abnahmewerte: Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

Tragfähigkeitsbereich

1t~320t

Haken, Greifer und Elektromagnet

Spannweitenbereich

7,5m~31,5m

Abstufung in 3-m-Schritten

Triebwerksgruppe

A1~A8

8 Stufen für alle Einsatzbereiche

Prüflast bei statischer Belastungsprüfung

1,25×Gn

Mindestens 10 Minuten gehalten

Sicherheitsfaktor des Drahtseils

5,0~6,0

Steigend mit der Triebwerksgruppe

Statische Steifigkeit des Hauptträgers

≤L/800~1000

Durchbiegungsgrenzwert bei Volllast

Häufige Fragen zur Abnahme und zum Betrieb von Brückenkranen

F: Welche praktischen Unterschiede bestehen zwischen den Triebwerksgruppen A3 und A5 bei Brückenkranen?

A: Die Gruppen A3 und A5 liegen beide im mittleren Lastkollektiv, unterscheiden sich jedoch deutlich in Nutzungshäufigkeit und Lastfaktor. Die Gesamtzahl der rechnerischen Arbeitsspiele für die Gruppe A3 beträgt etwa 63.000 – geeignet für Instandhaltungswerkstätten oder Ersatzteillager mit maximal 2 Stunden Kranbetrieb pro Tag und einer mittleren Lastaufnahme unter 50 %. Die Gruppe A5 ist für etwa 250.000 Arbeitsspiele ausgelegt und eignet sich für den Zweischichtbetrieb in mechanischen Fertigungs- und Montagelinien bei einer mittleren Lastaufnahme von rund 63 %. Bei der Auswahl ist zu beachten, dass die Motorleistung des Hubwerks in Gruppe A5 in der Regel 1–2 Leistungsstufen über der vergleichbarer Krane der Gruppe A3 liegt; auch das Getriebe wird entsprechend größer dimensioniert, um die thermische Stabilität im Dauerbetrieb zu gewährleisten. Kelude empfiehlt bei unsicherer Einsatzcharakteristik die Wahl der Gruppe A5, da die Mehrinvestition von etwa 8 %–12 % geringer ausfällt als spätere Kosten für Strukturverstärkung und Austausch der Triebwerkskomponenten bei einer Aufrüstung.

F: Welche konkreten Anforderungen stellt ISO 4306 an die statische Belastungsprüfung von Brückenkranen?

A: Abschnitt 5.3 der Norm legt die Prüflast auf das 1,25-fache der Nenntragfähigkeit fest. Die Laufkatze wird in Feldmitte positioniert, die Last auf 100 mm–200 mm angehoben und mindestens 10 Minuten in dieser Position gehalten. Nach dem Entlasten wird die bleibende Verformung des Hauptträgers in Feldmitte gemessen; sie darf 1/2000 der Spannweite L nicht überschreiten. Bei einem Brückenkran mit 22,5 m Spannweite bedeutet das eine maximal zulässige bleibende Verformung von 11,25 mm. Nach dreimaliger Wiederholung der Prüfung dürfen keine sichtbaren Risse, Schweißnahtaufbrüche, gelockerte Verbindungsschrauben oder bleibende Strukturverformungen auftreten. Abschließend ist zu prüfen, ob die Überhöhung des Hauptträgers weiterhin im konstruktiv vorgegebenen Bereich von 0,9L/1000 bis 1,4L/1000 liegt. Kelude führt an jedem Kran werkseitig die 1,25-fache statische Belastungsprüfung durch und dokumentiert die Ergebnisse in einem vollständigen Prüfbericht; die Messdaten werden langfristig archiviert.

F: Was ist bei Spurkranzreiben und ungewöhnlichen Geräuschen während des Kranfahrens zu tun?

A: Spurkranzreiben gehört zu den häufigsten Betriebsstörungen bei Brückenkranen. Typische Anzeichen sind starker Verschleiß am Spurkranz und an der Schienenflanke, ein scharfes, quietschendes Geräusch sowie metallischer Abrieb auf der Schienenoberfläche. Die Fehlersuche erfolgt systematisch: Zuerst wird die Spannweitenabweichung der Schienen mit einem Theodolit nachgemessen. Nach ISO 4306 darf die Abweichung ±5 mm nicht überschreiten; bei Überschreitung sind die Schienenklemmen nachzujustieren oder die Schienen neu zu befestigen. Anschließend ist die Drehzahl-Synchronisation der beiden Antriebsmotoren der Kranbrücke zu prüfen. Unterschiedliche Parameter am Frequenzumrichter führen zu einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen beiden Seiten – die Frequenz-Sollwerte müssen neu kalibriert werden. Zudem ist die Raddurchmesser-Differenz zu messen: Überschreitet die Differenz an einer Kranbahnseite 0,5 mm, entsteht ein Geschwindigkeitsversatz, der Spurkranzreiben verursacht. In diesem Fall müssen die Räder nachgedreht oder ersetzt werden. Der Kundendienst von Kelude empfiehlt die Installation einer automatischen Schmieranlage für die Schienen, die alle 8 Stunden eine minimale Menge Graphitschmiermittel auf den Spurkranz aufträgt – das reduziert den Verschleiß um über 50 %.

F: Was kostet ein Brückenkran mit 10 t Tragfähigkeit und 22,5 m Spannweite?

A: Der marktübliche Richtpreis für einen QD-Typ Brückenkran mit Haken der Güteklasse A5, 10t × 22,5m, liegt zwischen 85.000 und 135.000 EUR (ohne Schienen und Montage). Die Preisunterschiede ergeben sich hauptsächlich aus der gewählten Ausstattung: Marke des Hubmotors (inländische YZR-Serie ca. 12% des Gesamtpreises, Importmotor von SEW-Eurodrive oder ABB ca. 20.000–30.000 EUR Aufpreis), Steuerungsart (Hängetastersteuerung serienmäßig, Funkfernsteuerung +4.000–6.000 EUR, Führerhaussteuerung +15.000–25.000 EUR) sowie Drehzahlregelung (nur Hubwerk mit Frequenzumrichter ca. +8.000 EUR, kompletter Frequenzumrichterantrieb für Kranbrücke und Laufkatze ca. +20.000 EUR). Zusätzlich werden die Kosten für das Schienensystem (P24–P43-Schiene, Klemmplatten und Schleifleitung) sowie Montage & Inbetriebnahme separat berechnet; für eine Spannweite von 22,5m belaufen sich diese auf ca. 25.000–40.000 EUR. Kelude Schwerindustrie bietet eine kostenlose Vor-Ort-Besichtigung und Auslegung an. Das Angebot ist inklusive 17% MwSt. und eines Satzes beigefügter Ersatzteile. Die Standard-Lieferzeit beträgt 25–35 Werktage nach Vertragsunterzeichnung.

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