Sonderkran-Konstruktion: Tieftemperatur-Korrosionsschutz

9 Praxisbeiträge zum Sonderkranbau: Tieftemperatur-Korrosionsschutz, Sonderschienenprofile, intelligente Steuerung und branchenspezifische Maschinen. Sonderanfertigungen zählen zu den Kernkompetenzen im Kranbau.

Sonderanfertigungen zählen zu den Kernkompetenzen im Kranbau. Für extreme Umgebungen, spezielle Strukturen, branchenspezifische Maschinen und ungewöhnliche Lasten, die von Standardtypen nicht abgedeckt werden, ist eine kundenspezifische Auslegung in vier Dimensionen erforderlich: Strukturdesign, Materialauswahl, elektrische Steuerung und Systemintegration. Auf Basis langjähriger Projekterfahrung mit Sonderkranen hat Kelude die neun repräsentativsten Konstruktionsrichtungen systematisch aufbereitet – von Tieftemperatur-Korrosionsschutz über exzentrische Lastaufhängungen, Profilschienen, Fernbedienungs-Umbauten, Kollisionsschutzsysteme, Ringkrane für Kernkraftwerke, Frequenzumrichter-Technik in Werften bis hin zu Anschlagmitteln für überlange Werkstücke. Jeder Beitrag umfasst technische Grundlagen, eine Parametertabelle und häufig gestellte Fragen – als vollständige Referenz für Auslegung, Auswahl und Abnahme von Sonderkranen. Insgesamt werden in dieser Reihe über 15 nationale und branchenspezifische Normen wie DIN 15018, FEM 1.001 und NB/T 20013 herangezogen, 32 Berechnungsparameter berücksichtigt, ein Temperaturbereich von −40 °C bis +60 °C abgedeckt sowie Korrosionsschutzklassen von C3 bis Marine und Tragfähigkeiten von 5 t bis 250 t – einschließlich Anwendungsfällen in Stahlbauwerkstätten, Kühlhäusern, Chemiewerken, Kernkraftwerken, Werften und Häfen.

Übersicht der 9 Lösungen für den Sonderkranbau

Überblick über die Beitragsreihe

Themenbereich Ausrichtung Kerninhalt
1Extremumgebung-Tieftemperatur-40℃KühlhausausführungKran,BaustahlTieftemperaturversprödung,Fett Typenauswahl,Schutz elektrischer Komponenten
2Extremumgebung-KorrosionsschutzC3/C5/Meeresstufe IIIKorrosionsschutzLösung,BeschichtungSystem,EdelstahlWerkstoffauswahl,AbdichtungKonstruktion
3Sonderkonstruktion-SeitenlastaufnahmeL Typ SeitenlastaufnahmePortalkranStützbeinKonstruktion,Langgut großlichte HöheKraftberechnung
4Sonderkonstruktion-RingbahnRingbahnKranRadnachstellung,BogenschieneFertigung,Kollisionsvermeidung Mehrfahrzeug
5Funktionsanpassung-FunkfernsteuerungAltbauKranFunkUmbau:Funknachrüstung,VideoÜberwachung,AutomatikPositionierungKombilösung 3-in-1
6Funktionsanpassung-KollisionsschutzMehrkran gleiche SpannweiteAntikollisionssystem,Laserscanner+PLCVerriegelung+ZonenbegrenzungDreistufiger Schutz
7branchenspezifische Maschine-KernkraftKernkraftRingbahnKranErdbebensicherheitKraftberechnung,strahlungssichere Abdichtung,AusfallsicherheitBremsung
8branchenspezifische Maschine-WerftPortalwippdrehkranFrequenzumrichterUmbau,Heben/Wippen/DrehenDreitriebwerkSynchronisationInbetriebnahme
9LastSonder-Langteil20mSonderausführung für ÜbertragungAnschlagmittel,TraverseKonstruktions- und Festigkeitsnachweis

Spezialthema 1: Tiefkühlkran – Sonderlösung für -40 °C

Zum vollständigen Artikel: Sonderanfertigung Tiefkühlkran für -40 °C

Die Umgebung in Kühlhäusern stellt extreme Anforderungen an die Stahlkonstruktion und die elektrische Ausrüstung von Kranen. Bei -40 °C liegt die Sprödbruchübergangstemperatur von normalem Q235B-Kohlenstoffstahl (ca. -20 °C) weit über der Betriebstemperatur. Die Kerbschlagarbeit fällt von ≥ 27 J bei Raumtemperatur auf ≤ 5 J, was ein Sprödbruchrisiko darstellt. Dieses Spezialthema erläutert systematisch die drei wichtigsten Konstruktionspunkte: Auswahl kältebeständiger Stähle (Q355D/E, Kerbschlagarbeit ≥ 27 J bei -40 °C, im Test 34 J), kältebeständige Schmierfette (synthetisch auf Kohlenwasserstoffbasis, Stockpunkt ≤ -55 °C, Drehmoment bei Kälte ≤ 0,3 N·m) sowie Schutz der elektrischen Komponenten (Heizband mit einer Leistungsdichte von 0,3 W/cm² + Dichtschrank mit Schutzart IP55). Zusätzlich wird der Erfahrungswert genannt, dass die Motorleistung des Hubwerks für -40 °C um den Faktor 1,2 gegenüber der Auslegung für Raumtemperatur erhöht werden muss. Ebenso wird eine Lösung zur Eisbildung an den Schienenstößen im Bereich des Kühlhaustors vorgestellt (Begleitheizung mit 15 W/m + Schleppleitung aus Edelstahl), um eine jährliche Ausfallrate von ≤ 0,5 Störungen pro Kran zu gewährleisten.

Spezialthema 2: Drei Korrosionsschutzstufen für Krane

Zum vollständigen Artikel: Sonderanfertigung Korrosionsschutzkran – Drei Stufen

Korrosive Umgebungen wie Meeresatmosphäre (Salzsprührate ≥ 300 mg/m²·d), Säure-/Laugenbetriebe (pH-Wert 2–5) und Verzinkereien (400 °C, Chlorammonium-Atmosphäre) stellen unterschiedliche Anforderungen an Beschichtung und Materialauswahl von Kranen. Dieses Spezialthema bietet einen systematischen Überblick über die drei Korrosionsschutzstufen: C3 (mittlere Korrosion, für trockene Innenräume, Gesamtschichtdicke ≥ 160 μm), C4 (hohe Korrosion, für Chemiewerke, Gesamtschichtdicke ≥ 200 μm) und C5-I/CS (extreme Korrosion in Meeres-/Industrieumgebung, Gesamtschichtdicke ≥ 280 μm). Das Beschichtungssystem besteht aus einer dreischichtigen Struktur: Epoxid-Zinkgrundierung (Zinkgehalt ≥ 80 %) + Epoxid-Eisenglimmer-Zwischenbeschichtung + Polyurethan-Decklack. Die Edelstahlbefestigungen werden nach Festigkeitsklasse A4-80 ausgewählt; die Wahl zwischen 304/316 Edelstahl richtet sich nach der Chloridkonzentration (≤ 1000 ppm: 304, > 1000 ppm: 316). Die Schutzart der Elektroschränke wird nach Einbauort unterschieden: IP55 im Innenbereich, IP65 im Außenbereich, IP66 in Waschbereichen. Die Salzsprühtestdauer beträgt ≥ 480 h für Stufe C3 und ≥ 720 h für Stufe C5; die erwartete Schutzdauer liegt bei 5–15 Jahren.

Spezialthema 3: Konstruktion von L-Portalkranen mit seitlicher Lastaufnahmeme

Zum vollständigen Artikel: Sonderkonstruktion L-Portalkran mit seitlicher Lastaufnahme

Der Portalkran mit seitlicher Lastaufnahme verwendet eine gebogene L-förmige Stützbeinkonstruktion, die eine große seitliche lichte Weite zwischen den Stützbeinen schafft (lichter Abstand kann 40 %–60 % der Spannweite erreichen). Er ist speziell für den Transport von überlangen Materialien wie Stahlrohren, Bewehrungsstahl, H-Trägern und Blechen ausgelegt. Dieses Spezialthema analysiert die drei wichtigsten Krafteinwirkungen auf das L-Stützbein: Erhöhung des Hauptträger-Drehmoments um 30 %–50 % bei außermittiger Last, Spannungskonzentrationsfaktor von 1,8–2,2 am Stützbeinfuß sowie ungleichmäßige Radlasten auf einer Schienenseite, die zu einer maximalen Radlast vom 1,5-fachen des Durchschnittswerts führen. Es werden Methoden zur Optimierung des Stützbein-Querschnitts (Kastenprofil mit Seitenverhältnis 1,5–2,0, Flanschblechdicke ≥ 16 mm), ein Versteifungsrippenabstand von ≤ 800 mm sowie der Berechnungsprozess für die Auswahl der Ankerbolzen (M36–M48) vorgestellt. Das Durchbiegungsziel für den Hauptträger des seitlich belasteten Portalkrans ist ≤ L/750, der Sicherheitsfaktor wird mit 1,48 angenommen und der Kippsicherheitsbeiwert der gesamten Maschine muss ≥ 1,3 betragen.

Spezialthema 4: Konstruktion von Kranen auf Ringschiene

Zum vollständigen Artikel: Sonderlösung Ringbahnkran

Krane auf Ringschiene werden in Reaktorgebäuden von Kernkraftwerken (Gebäudedurchmesser φ37–φ45 m), in runden Tanklagern von Chemiewerken (Durchmesser φ20–φ60 m) und ähnlichen Bereichen eingesetzt. Sie bewegen sich auf einer Bogenschiene mit typischen Krümmungsradien von 10–30 m. Dieses Spezialthema erläutert drei Kerntechnologien: Fertigungstoleranzen für die Bogenschiene (Spurweitenabweichung ≤ ±3 mm, Höhenunterschied der Schienen ≤ 2 mm/2 m, Rundheit ≤ 2 mm pro 2 m Sehne), das Design der automatischen Radzentrierung (konische Lauffläche mit Konizität 1:20 + Spiel der horizontalen Führungsrollen 5–8 mm) sowie das Mehrkran-Ausweichkontrollsystem (Zonenverriegelung + PLC-Multi-Master-Ringkommunikation über Glasfaser, Reaktionszeit ≤ 100 ms). Die Stumpfnähte der Ringschiene müssen zu 100 % einer UT-Fehlerprüfung und zu 20 % einer RT-Stichprobenprüfung gemäß NB/T 47013.3-2015 unterzogen werden. Die Wärmebehandlung zur Spannungsarmglühung nach dem Schweißen erfolgt bei 580–620 °C. Die Positioniergenauigkeit des Drehwerks der gesamten Maschine beträgt ≤ ±5 mm.

Spezialthema 5: Nachrüstung alter Krane mit Funkfernsteuerung

Zum vollständigen Artikel: Sonderumbau älterer Krane

Viele ältere, noch in Betrieb befindliche Krane werden über ein Kranführerhaus oder ein Drucktastergehäuse am Boden bedient. Dies erfordert häufiges Klettern des Bedieners und birgt Gefahren durch tote Winkel. Branchenstatistiken zeigen, dass etwa 30 % der Kranunfälle direkt auf eingeschränkte Sicht während des Betriebs zurückzuführen sind. Dieses Spezialthema bietet ein umfassendes Paket für die Nachrüstung mit Funkfernsteuerung: Die Fernsteuerung arbeitet mit industrieller 2,4-GHz-Frequenzsprungtechnologie (Sendeleistung ≤ 10 mW, Reichweite ≥ 100 m im Freifeld, ≥ 50 Störfeste Frequenzsprünge). Das Videoüberwachungssystem umfasst eine drahtlose Kamera und einen Monitor im Führerhaus (1080p-Auflösung, Infrarot-Nachtsicht, Schutzart IP65). Die automatische Positionierung verwendet einen Inkrementalgeber und einen Laser-Entfernungsmesser (Messgenauigkeit ±2 mm/30 m). Die integrierte Drei-in-Eins-Lösung kann in 3–7 Tagen installiert werden, ohne den bestehenden elektrischen Hauptstromkreis zu verändern oder die vorhandenen Sicherheitsverriegelungen zu beeinträchtigen. Eine ergänzende Umrüstung mit Frequenzumrichtern ermöglicht eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung für Hubwerk, Kranbrücke und Laufkatze und erzielt eine Energieeinsparung von ca. 25 %–35 %.

Spezialthema 6: Antikollisionssystem für mehrere Krane

Zum vollständigen Artikel: Sonderlösung Kollisionsschutz für mehrere Krane auf einer Kranbahn

Das Kollisionsrisiko für mehrere Krane auf derselben Kranbahn steigt quadratisch mit der Anzahl der Geräte: Bei 3 Kranen gibt es C(3,2)=3 potenzielle Kollisionspaare, bei 5 Kranen sind es bereits 10 Paare. Dieses Spezialthema entwirft ein dreistufiges Schutzsystem: Die erste Stufe ist eine Laserscanner-Bereichsüberwachung (Erkennungsbereich 0,5–20 m einstellbar, Scanwinkel 270°, Schutzart IP67, Reaktionszeit ≤ 50 ms). Die zweite Stufe ist eine PLC-basierte Verriegelungslogik (automatische Reduzierung auf 30 % der Nenngeschwindigkeit bei Unterschreiten der dritten Sicherheitsdistanz, automatischer Stopp bei Unterschreiten der zweiten Distanz, automatische Wiederaufnahme des Betriebs bei ausreichendem Abstand). Die dritte Stufe besteht aus mechanischen Endanschlägen (kombinierte Gummipuffer und hydraulische Puffer, die mindestens das 1,5-fache der kinetischen Energie bei voller Aufprallgeschwindigkeit absorbieren). Die gesamte Auslöseverzögerung der drei Stufen beträgt ≤ 100 ms und gewährleistet so den sicheren Betrieb mehrerer Krane auf einer Kranbahn. Die Datenübertragung zwischen den Steuerungen erfolgt über PROFIsafe- oder CIP-Safety-Sicherheitsbusse und erfüllt die Anforderungen der Sicherheits-Integritätsstufe SIL2.

Spezialthema 7: Konstruktion von Polarkranen für Kernkraftwerke

Zum vollständigen Artikel: Sonderkonstruktion Polarkran für Kernkraftwerke

Der Polarkran (auch Ringkran) ist auf der Ringschiene im Reaktorgebäude installiert und für die Montage und den Brennelementwechsel schwerer Komponenten wie Reaktordruckbehälter, Dampferzeuger und Reaktoreinbauten verantwortlich (das schwerste Teil kann 250 t wiegen). Dieses Spezialthema erläutert die drei zentralen Konstruktionsanforderungen: Die Erdbebenberechnung erfolgt als Zeitverlaufsanalyse mit dem SL-2-Erdbebeneingang (Spitzenbeschleunigung 0,3 g–0,5 g) unter Verwendung von Finite-Elemente-Modellen (z. B. ANSYS oder ABAQUS), um sicherzustellen, dass die Spannungen unter Erdbebenbelastung 80 % der Streckgrenze des Materials nicht überschreiten. Die strahlungssichere Abdichtung wird durch Elektroschränke mit Schutzart IP66 und gasdichte Anschlussdosen (Leckrate ≤ 10⁻⁴ Pa·m³/s) erreicht; die Kabel sind halogenfrei und flammwidrig. Das fail-safe Bremssystem verwendet eine redundante Doppelbremse (jede Bremse mit einem Bremsmoment ≥ 1,5-fachem Nennmoment) und einer Selbstverriegelung bei Stromausfall mit einer Reaktionszeit von ≤ 0,2 s. Elektrische Komponenten der nuklearen Sicherheitsklasse (1E) werden streng nach den Standards RCC-E oder IEEE 323 qualifiziert; die Auslegungslebensdauer beträgt ≥ 40 Jahre.

Spezialthema 8: Umrüstung von Portalwippdrehkranen in Werften auf Frequenzumrichter

Zum vollständigen Artikel: Sonderumbau Portalwippdrehkran in Werft auf Frequenzumrichter

Portalwippdrehkrane in Werften müssen für Aufgaben wie das Anschlagen von Schiffssektionen und die Montage von Ausrüstungsteilen häufig die drei Bewegungen Heben, Wippen und Drehen kombiniert ausführen. Die Betriebsfrequenz liegt bei 30–50 Zyklen pro Schicht. Die herkömmliche Technik mit Schleifringläufer-Asynchronmotor und Widerstands-Drehzahlregelung hat drei wesentliche Nachteile: ein Drehzahlverhältnis von nur 1:3, schlechte Leistung bei niedrigen Drehzahlen (instabil unter 5 Hz) und starke Wärmeentwicklung im Anlasserwiderstand, was die Ausfallrate im Sommer um 35 % erhöht. Dieses Spezialthema präsentiert eine Komplettumrüstung auf Frequenzumrichter: Das Hubwerk erhält eine Vektorregelung mit geschlossenem Regelkreis (mit Inkrementalgeber-Rückmeldung, Drehzahlgenauigkeit 0,1 %). Wipp- und Drehwerk verwenden eine offene V/f-Regelung (Drehmomentanhebung 3 %–5 %). Die drei Antriebe werden über ein PROFINET-Industrie-Ethernet-Bussystem (Übertragungsrate 100 Mbit/s, minimale Zykluszeit 1 ms) für eine koordinierte Bewegung gekoppelt. Nach der Umrüstung sinkt der Energieverbrauch um 30 %–50 %. Die Hubgeschwindigkeit erhöht sich von ursprünglich 6 m/min auf eine stufenlos einstellbare Geschwindigkeit von 0–12 m/min; die Wippgeschwindigkeit ist ebenfalls stufenlos von 0–0,3 m/min einstellbar. Der Umrichterschrank ist nach Schutzart IP54 ausgelegt und verfügt über eine Zwangskühlung mit Lüftern.

Spezialthema 9: Konstruktion spezieller Anschlagmittel für überlange Werkstücke

Zum vollständigen Artikel: Sonderanfertigung Anschlagmittel für überlange Werkstücke

Das Anschlagen von übergroßen Werkstücken wie Stahlblechen über 20 m Länge (übliche Längen 12–24 m), Spannbeton-Rohrpfählen (Längen 15–30 m) und Stahlträgern (Längen 18–45 m) stellt höchste Anforderungen an die Konstruktion der Anschlagmittel. Bei einer Zweipunktaufhängung kann die Biegespannung in der Werkstückmitte 60 % bis 80 % der Streckgrenze des Materials erreichen – weit außerhalb des zulässigen Sicherheitsbereichs. Eine Mehrpunktaufhängung erfordert hingegen den Einsatz einer Traverse, um eine gleichmäßige Lastverteilung auf alle Anschlagpunkte zu gewährleisten. Dieser Beitrag erläutert systematisch die drei zentralen Auslegungsparameter von Traversen: das Durchbiegungsziel von ≤ L/1000 (L = Spannweite der Traverse), den Sicherheitsfaktor von ≥ 3,0 gemäß Norm DIN 15018 sowie die Verwendung von Q345B (≈S355J2) und darüber für das Anschlagösenmaterial (Blechdicke ≥ 25 mm). Die Positionierung der Anschlagpunkte wird nach dem Prinzip der Momentenminimierung optimiert – bei gleichmäßig verteilter Last reduziert die Dreipunktaufhängung das Biegemoment in der Trägermitte gegenüber der Zweipunktaufhängung um ca. 89 %. Spezialanschlagmittel müssen halbjährlich einer 100 %-Sichtprüfung sowie einer Ultraschall-Fehlerprüfung der Schweißnähte unterzogen werden; zusätzlich ist jährlich eine statische Prüfung mit 125 % Nennlast durchzuführen. Die Prüfprotokolle sind mindestens 5 Jahre aufzubewahren.

Einsatzbereiche der neun Hebepläne im Vergleich

Lösung Typische Einsatzfälle Umgebungstemperatur KernpunktParameter Konstruktionsaufwand KostenKoeffizient
TieftemperaturKorrosionsschutzKühlhaus/Kühlkette-40℃~0℃Q355D/EStahl,Tieftemperaturfett1.3~1.5
KorrosionsschutzLösungChemiewerk/Offshore-Plattform-20℃~+60℃C3/C5/Offshore-KlasseBeschichtung1.2~1.8
Seitenlast-PortalkranStahlMarkt/Fertigteile-10℃~+45℃L-förmiges Stützbein,Torsionsberechnung1.4~1.8
RingschieneNuklearinsel/Rundtanklager-10℃~+55℃Kreisbogengenauigkeit≤2mm/2m1.6~2.2
FunkfernsteuerungUmbauAltbestandWerkstatt/MehrfeldrigWerkshalleUnbegrenzt2.4GHzFrequenzsprung/≥100m0.3~0.5
KollisionsschutzsystemMehrkran gleiche SpannweiteWerkstattUnbegrenztSIL2Sicherheitsstufe0.4~0.7
KernkraftRingkranKernkraftReaktorWerkshalle15℃~45℃SL-2Erdbebensicherheit,1EMeeresstufe III2.5~4.0
PortalFrequenzumrichterWerft/Hafen-10℃~+50℃Geschlossener Vektor,0~12m/min0.6~1.0
ÜberlangAnschlagmittelStahlkonstruktionBearbeitung/Rohrpfahlwerk-10℃~+45℃Durchbiegung≤L/1000,Ausfallsicherheit≥3.00.8~1.2

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Welche Sicherheitsfaktoren werden bei der Auslegung von Sonderkranen gemäß DIN 15018 berücksichtigt? A: Die Auslegung erfolgt nach DIN 15018 mit definierten Sicherheitsfaktoren für verschiedene Lastgruppen. Dabei werden sowohl statische als auch dynamische Lasten sowie Lastkombinationen aus Eigengewicht, Nennlast und Windlast berücksichtigt. Die Sicherheitsfaktoren variieren je nach Lastgruppe und Beanspruchungsklasse.
F: Wie wird die Typprüfung bei Sonderkranen durchgeführt? A: Die Typprüfung umfasst umfangreiche Prüfungen gemäß FEM 1.001. Dazu gehören Leerfahrten, Prüfungen mit Nennlast sowie statische Lastprüfungen mit 125 % und dynamische Prüfungen mit 110 % der Nennlast. Zusätzlich werden Funktions-, Sicherheits- und Stabilitätsprüfungen durchgeführt.
F: Welche Korrosionsschutzsysteme werden für Krananlagen im Außenbereich empfohlen? A: Die Beschichtungssysteme werden gemäß ISO 12944 ausgelegt. Je nach Korrosionsbelastung (C2 bis C5 sowie Im1 bis Im4) kommen unterschiedliche Beschichtungsaufbauten mit definierten Schichtdicken zum Einsatz. Für maritime Anwendungen oder Industrieatmosphären sind spezielle Systeme mit erhöhter Korrosionsbeständigkeit erforderlich.
F: Wie wird die Erdbebensicherheit von Kranen für Kernkraftwerke nachgewiesen? A: Die Erdbebensicherheit wird durch seismische Berechnungen mit definierten Erdbebenlasten (SL-2) nachgewiesen. Dabei werden die Stahlkonstruktion, die Steifigkeit sowie alle sicherheitsrelevanten Komponenten bewertet. Elektrische Betriebsmittel müssen die Anforderungen der Schutzklasse 1E erfüllen, und die Schweißqualität unterliegt besonderen kerntechnischen Anforderungen.

Normen und Referenzdokumente

  1. DIN 15018 – Krane; Grundsätze für Stahltragwerke: Grundnorm für die Berechnung der Festigkeit, Steifigkeit und Stabilität von Sonderkranen. Legt Sicherheitsfaktoren, Lastkombinationen und zulässige Spannungswerte fest.
  2. FEM 1.001 – Krane – Terminologie und Prüfverfahren: Grundlage für Werks- und Typprüfungen von Sonderkranen. Umfasst Prüfungen im Leerzustand, mit Nennlast sowie statische Prüfungen mit 125 % und dynamische Prüfungen mit 110 % der Nennlast.
  3. Spezifikation für Ringkrane in Kernkraftwerken: Sondernorm für Kernkraft-Ringkrane. Legt die Erdbebenberechnung (SL-2-Erdbebeneingang), die Qualifizierung elektrischer Komponenten der Klasse 1E sowie die Anforderungen an die Schweißqualität als kerntechnische Sicherheitskennwerte fest.
  4. ISO 12944:2018 – Beschichtungsstoffe – Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme: Internationale Grundnorm für die Auslegung von Beschichtungssystemen für Krane mit Korrosionsschutz. Definiert Beschichtungsaufbauten und Schichtdicken für die Korrosionsumgebungen C2 bis C5 sowie Im1 bis Im4.
  5. Salzsprühtest nach Norm: Grundlage für die Salzsprühtest-Prüfung von Korrosionsschutzsystemen. Legt die Prüfbedingungen und -dauern für den neutralen Salzsprühtest (NSS) und den Kupferacetat-Sprühtest (CASS) fest.

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