Kran Kippstabilität berechnen: Leitfaden für Portalkran & Turmkran

Kurzfassung: Die Kippstabilität eines Krans ist der zentrale Sicherheitskennwert, der verhindert, dass das Gerät unter Windlast, Lastversatz und Neigung kippt. Dieser Artikel liefert die vollständigen Berechnungsformeln und praxisnahe Beispiele für Portalkrane (Kippsicherheitsbeiwert K≥1,5), Turmkrane (K≥1,5~2,0) und Raupenkrane (K≥1,35~1,67) – inklusive Windlastzonen, Stützbein-Reaktionskräften, Gegengewichtsauslegung und Bodenpressungsnachweis, ergänzt durch drei durchgerechnete Praxisbeispiele.

Berechnungshandbuch zur Kippstabilität von Kranen

Portalkran | Turmkran | Raupenkran

Statisches Modell der Kippstabilität eines Portalkrans – Kippkante, Stabilisierungsarm, Windlast, Hublast

Kippstabilität von Kranen: Grundlagen und Normvorgaben

Die Kippstabilität beschreibt die Fähigkeit eines Krans, unter verschiedenen Betriebsbedingungen dem Kippmoment standzuhalten und das Gleichgewicht zu halten. Gemäß Abschnitt 5.3 der Norm DIN 15018 und der Norm ISO 4302 (Krane – Windlastannahmen) ist der Kippsicherheitsbeiwert K wie folgt definiert:

K = MStabilisierung / MKippen ≥ [K]

Dabei gilt: MStabilisierung – Stabilisierungsmoment (Moment aus Eigengewicht + Gegengewicht um die Kippkante); MKippen – Kippmoment (Moment aus Windlast + Hublast + Trägheitskräften um die Kippkante); [K] – zulässiger Kippsicherheitsbeiwert

Der zulässige Sicherheitsbeiwert [K] variiert je nach Krantyp und Einsatzbedingung. Die folgende Tabelle fasst die verbindlichen Anforderungen aus DIN 15018 und DIN 15018-2 zusammen:

Maschinentyp Einsatzbedingungen [K]Minimum Wert Grundlage Norm
Portalkran Arbeitszustand(Maximale Windlast) 1.5 Norm DIN 15018 §5.3.2
Portalkran Ruhezustand(Sturm) 1.5 Norm DIN 15018 §5.3.2
Turmkran Arbeitszustand(Windstille) 1.5 GB/T 13752 §4.3
Turmkran Arbeitszustand(Maximale Windlast) 1.5 GB/T 13752 §4.3
Turmkran Ruhezustand(Sturm/Montage) 2.0 GB/T 13752 §4.3
Raupenkran Arbeitszustand(Stützbein Abstützung) 1.35 ISO 4305
Raupenkran Arbeitszustand(Raupenkette Erdung) 1.67 ISO 4305

Kippsicherheitsnachweis für Portalkrane – Berechnungsbeispiel MH-Typ 20t

Der Kippsicherheitsnachweis für Portalkrane erfolgt anhand der Kippkante, die durch ein Stützbein oder die Verbindungslinie der Räder einer Seite gebildet wird. Dabei wird die Standsicherheit unter kombinierter Einwirkung von Windlast (im Betrieb und außer Betrieb) sowie der Nennlast geprüft. Als Berechnungsbeispiel dient ein MH-Typ 20t Portalkran mit folgenden Parametern: Spannweite L=22m, Kragarm l=5m, Eigengewicht Hauptträger G1=12t, Eigengewicht Stützbein G2=3t×2, Gesamthöhe H=12m, Betriebswinddruck q=250Pa, nicht betrieblicher Winddruck q₀=800Pa:

[Berechnungsbeispiel 1]MH20t Portalkran – Kippsicherheitsnachweis im Betriebszustand

Schritt 1: Ermittlung des Kippmoments MKipp

Windlast Fw = C × q × A = 1,6 × 250 × 28 = 11.200 N

Windinduziertes Kippmoment Mw = Fw × H/2 = 11.200 × 6 = 67.200 N·m

Lastmoment am Kragarm (volle Last) ML = 200.000 N × 5m = 1.000.000 N·m

Gesamtes MKipp = 67.200 + 1.000.000 = 1.067.200 N·m

Schritt 2: Ermittlung des Stabilisierungsmoments MStab (Kippkante am entfernten Stützbein)

Moment aus Eigengewicht Hauptträger = 120.000 × 11 = 1.320.000 N·m

Moment aus Eigengewicht Stützbeine = 30.000 × 11 + 30.000 × 0,5 = 345.000 N·m

Gesamtes MStab = 1.320.000 + 345.000 = 1.665.000 N·m

Ergebnis: K = 1.665.000 / 1.067.200 = 1,56 ≥ 1,5 – Anforderung erfüllt

In der Praxis ist zusätzlich der Sturmfall im nicht betrieblichen Zustand (q₀=800Pa) nachzuweisen. Die Windlast beträgt hierbei etwa das 3,2-fache des Betriebszustands, während die Last gleich null ist. Im vorliegenden Beispiel ergibt sich für den nicht betrieblichen Zustand K=1,52, womit die Anforderung ebenfalls erfüllt ist. Falls K<1,5, sind Maßnahmen wie zusätzliche Gegengewichte, Vergrößerung des Stützbeinabstands oder die Installation einer Verankerungseinrichtung erforderlich.

Kippsicherheit Turmdrehkran – Standsicherheitsnachweis QTZ80 Fundament

Der Kippsicherheitsnachweis für Turmdrehkrane erfolgt bezogen auf die Turmachse. Geprüft werden die resultierende Lastausmitte e unter kombinierter Einwirkung von Last, Wind und Fundament-Eigengewicht sowie die Bodenpressung. Gemäß DIN 15018 Abschnitt 4.3 müssen für die Kippsicherheit drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein: e≤b/3 (b = Fundamentbreite), Pmax≤1,2fa (zulässige Bodenpressung) sowie K≥2,0 (nicht betrieblicher Zustand). Als Berechnungsbeispiel dient ein QTZ80 (Lastmoment 800kN·m):

[Berechnungsbeispiel 2]QTZ80 Turmdrehkran – Kippsicherheit im nicht betrieblichen Zustand (Sturm q₀=700Pa)

Parameter: Turmhöhe H=40m, Fundament 5×5×1,5m (GFund=900kN), Turmeigengewicht GTurm=320kN, Gegengewicht GGeg=100kN, Auslegerlänge 55m, Turmquerschnitt 1,6×1,6m

Windlast: Turm Fw1=1,3×700×64=58.240N (Windangriffsfläche Turmprojektion 64m²); Ausleger Fw2=1,2×700×33=27.720N

Gesamtes Windmoment Mw=58.240×20+27.720×35=2.135.800 N·m

Stabilisierungsmoment (bezogen auf Fundamentkante): MStab=(900+320+100)×2,5=3.300.000 N·m

K=3.300.000/2.135.800=1,55 – der zulässige Winddruck für K=2,0 beträgt hierbei ca. 450Pa

K=1,55 < 2,0 – Fundament auf 5,5×5,5×1,5m vergrößern oder Verankerung vorsehen

Wird K≥2,0 nicht erreicht, stehen in der Praxis drei Lösungsansätze zur Verfügung: ① Vergrößerung der Fundamentabmessungen (Gewichtszunahme 15%–25%), ② Anbringen von Wandverankerungen oder Abstützungen (alle 20–25m), ③ Reduzierung der freien Turmhöhe oder Verwendung von Zusatzballast. Im vorliegenden Beispiel erhöht sich das Gesamtgewicht durch die Fundamentvergrößerung von 5×5m auf 5,5×5,5m um 180kN, wodurch K auf 2,05 ansteigt und die Anforderung erfüllt wird.

Kippsicherheitsnachweis Raupenkran – 50t Raupenkran alle Betriebszustände

Der Kippsicherheitsnachweis für Raupenkrane unterscheidet zwei Betriebszustände: Abstützung auf Stützbeinen (K≥1,35) und Abstützung auf Raupen (K≥1,67). Die Berechnung erfolgt bezogen auf die Kippkante (äußerstes Stützbein bzw. Raupenaußenkante) unter Berücksichtigung des Eigengewichts des Auslegers, der Last und der Windeinwirkung. Als Berechnungsbeispiel dient ein 50t Raupenkran (Auslegerlänge 25m, Arbeitsradius 8m, Nennlast 50t):

[Berechnungsbeispiel 3]50t Raupenkran – Kippsicherheit bei Abstützung auf Stützbeinen (Auslegerlänge 25m, Neigungswinkel 60°)

Berechnungsparameter: Stützbeinabstand a=5,8m × b=5,2m; Abstand Drehzentrum Oberwagen zur Kippkante L=2,9m

Last/Anschlagmittel-Gewicht Q=500kN, Ausleger-Eigengewicht GAus=80kN

Lastmoment MQ=500×(8-2,9)=2.550 kN·m

Horizontalkomponente Ausleger MAus=80×sin30°×(25×cos60°+2,9)=1.340 kN·m

Windmoment (q=250Pa, Windangriffsfläche A=32m²) Mw=1.200×12,5=15 kN·m

Gesamtes MKipp=2.550+1.340+15=3.905 kN·m

Stabilisierungsmoment: Eigengewicht Oberwagen G0=430kN (ohne Gegengewicht), Gegengewicht GGeg=150kN

MStab=430×2,9+150×(2,9-1,2)=1.472 kN·m

K=1,472/3,905=0,38 liegt deutlich unter 1,35 – Gegengewicht muss erhöht werden

Einstellung des Gegengewichts: Erforderliches Gegengewicht Gc≥(3.905×1,35-430×2,9)/1,7≈1.630 kN, zusätzlich etwa 1.480 kN Gegengewicht erforderlich

In der Praxis wird ein 50-t-Raupenkran bei 8 m Arbeitsradius und 50 t Last üblicherweise mit 2–3 Gegengewichten (je 3–6 t) ausgestattet; das Gesamtgeggewicht der Maschine liegt bei etwa 15–20 t. Dieses Berechnungsbeispiel zeigt, dass die Lastkennlinientabelle des Raupenkrans den Kippsicherheitsfaktor bereits integriert. Bediener können durch Einhaltung der Lastkennlinientabelle (z. B. bei 50 t Last Arbeitsradius ≤6,5 m) sicherstellen, dass K≥1,35 gewährleistet ist.

Kippstabilität von Kranen: Einflussfaktoren und Lösungen

Basierend auf den Berechnungen der drei oben genannten Krantypen lassen sich die Kernfaktoren der Kippstabilität in sechs Punkten zusammenfassen:

Windlast
Betriebswinddruck 250–500 Pa, bei Sturm außer Betrieb 800–1500 Pa (Küstenregionen höher). Die Windlast ist proportional zur Windangriffsfläche und Höhe des Krans – der dominierende Kippfaktor bei hohen Maschinen (Turmdrehkran/Portalkran).
Fundament/Gegengewicht
Die Fundamentbreite b bestimmt direkt den Stabilisierungshebelarm: Eine Verbreiterung um 10 % erhöht das Stabilisierungsmoment um ca. 20 %. Position und Gewicht des Gegengewichts sind das direkteste Mittel zur Einstellung von K, jedoch begrenzt durch die Drehstabilität der Gesamtmaschine.
Arbeitsradius/Ausladung
Der Kipphebelarm der Last (Arbeitsradius) ist der größte Einzelfaktor für das Kippmoment MKipp. Die Lastkennlinientabellen von Turmdrehkran und Raupenkran sind im Kern eine umgekehrte Kippsicherheitsberechnung für verschiedene Radien.
Tragfähigkeit des Bodens
Ungleichmäßige Setzung des Fundaments führt zur Neigung des Krans und verändert Lage und Hebelarm der Kippkante. Turmdrehkran-Fundamente erfordern fa≥200 kPa; vor der Montage ist eine statische Belastungsprüfung erforderlich, während des Betriebs ist die Setzungsdifferenz regelmäßig zu erfassen (≤L/500).
Dynamische Last/Trägheitskraft
Trägheitskräfte beim Anfahren/Bremsen, Drehzentrifugalkräfte und Pendellasten addieren einen dynamischen Lastfaktor von 15 %–30 % zur statischen Nennlast. DIN 15018 fordert für das Heben einen dynamischen Lastfaktor φ₂=1,0–1,15.
Windschutz- und Rutschsicherung
Schienenklemme, Verankerungseinrichtung und Schienenkeil sind die letzte Verteidigungslinie für Portal- und Turmkrane im Nichtbetriebszustand. Bei Überschreitung der Windlastgrenzen bieten diese Einrichtungen zusätzliche Rutsch-/Kippsicherheit und sind eine zwingende Ergänzung bei unzureichendem K-Wert.

Kippsicherheitsberechnung: Typische Fehler und Prüfpunkte

Nach jahrelanger Erfahrung von Kelude Schwerindustrie bei der Konstruktion von Sonderkranen und der Analyse von Unfällen treten in der Kippsicherheitsberechnung fünf Fehler am häufigsten auf:

  • Fehler 1: Sturm außer Betrieb wird ignoriert. Wer nur den Betriebszustand prüft, übersieht, dass die Windlast bei Sturm (allgemein 800 Pa, Küste 1500 Pa) um das 3- bis 5-fache steigt – häufig die eigentliche Kippursache.
  • Fehler 2: Windangriffsfläche zu klein angesetzt. Manche Konstruktionen berücksichtigen nur die Stirnfläche des Hauptträgers und ignorieren die zusätzliche Angriffsfläche von Stützbein, Steigleiter, Geländer und Elektroschrank (diese können die Windlast um 20 %–40 % erhöhen).
  • Fehler 3: Falsche Wahl der Kippkante. Beim Portalkran umfassen die Kippkanten die äußere Verbindungslinie der Stützbeine, die äußere Radlinie sowie die Spurweitenkante beim Verfahren – jede Kante muss separat geprüft werden, maßgeblich ist der Minimumwert.
  • Fehler 4: Ungleichmäßige Setzung wird vernachlässigt. Eine einseitige Setzung von 50 mm am Turmdrehkran-Fundament führt bereits zu einer Neigung von 0,57°; die horizontale Komponente der Last steigt um ca. 10 %, was die Kippsicherheitsreserve deutlich reduziert.
  • Fehler 5: Einheitlicher dynamischer Lastfaktor. Unterschiedliche Betriebszustände (Heben/Fahren/Bremsung) erfordern unterschiedliche dynamische Lastfaktoren. Ein einheitlicher Maximalwert treibt die Kosten, ein einheitlicher Minimalwert lässt die Sicherheitsreserve schrumpfen.
3 Krantypen
Berechnungsmethoden für Portal-, Turm- und Raupenkran
K=1,35~2,0
Sicherheitsfaktor je nach Krantyp
250~1500Pa
Betriebs-/Nichtbetriebswinddruck
3 Berechnungsbeispiele
Komplette Berechnung & Gegengewicht-Einstellung
5 häufige Fehler
Typische Fehler in der Konstruktion
DIN 15018
Norm für die Tragwerksberechnung

Kelude Schwerindustrie – Ihre Vorteile

Kelude Schwerindustrie verfügt über langjährige Erfahrung in der Konstruktion von Sonderkranen und der Berechnung der Kippsicherheit. Jährlich erstellen wir über 50 vollständige statische Berechnungen für Sonderkrane (Portalkrane, Brückenkrane, Turmkrane) – inklusive Windlastzonen, Stützbein-Reaktionskräften, optimierter Gegengewichtsauslegung und Bodenpressungsnachweis. Jede ausgelieferte Anlage wird von einem unabhängigen Prüfbericht zur Kippsicherheit begleitet.

Statische Berechnung
Unser Team führt Finite-Elemente-Analysen (Ansys/ABAQUS) für Kippsicherheit, Hauptträger-Durchbiegung, lokales Beulen und Ermüdungslebensdauer durch. Die Berechnungsunterlagen entsprechen den Normen DIN 15018 und ISO 4302 und dienen als Grundlage für Design-Reviews und Typprüfungen.
Fertigungslizenz für Sonderkrane
Kelude besitzt die Fertigungslizenz für Spezialausrüstung (Klasse A). Unser Programm umfasst Portalkrane (MH/MG/MHS), Brückenkrane (QD/LD/LH) und Säulenschwenkkrane mit Tragfähigkeiten von 1~300t und Spannweiten von 5~50m. Individuelle Lösungen für Kippsicherheit und Windschutz sind selbstverständlich.
Technische Unterstützung
Wir bieten einen kostenlosen Vorbemessungsservice für die Kippsicherheit an. Senden Sie uns die Kranparameter (Typ, Spannweite, Tragfähigkeit, Arbeitsumgebung, Bodenverhältnisse) – innerhalb von zwei Werktagen erhalten Sie eine erste Einschätzung sowie Empfehlungen zur Gegengewichts- und Fundamentoptimierung.

Häufige Fragen zur Kransicherheit

F: Darf bei einem Portalkran, dessen Kippsicherheit nicht ausreicht, ein Gegengewicht angebracht werden?
A: Ja, jedoch unter zwei Bedingungen: Erstens erhöht das Gegengewicht die Radlasten, weshalb neu zu prüfen ist, ob die Radlasten die Tragfähigkeit von Fundament und Schienen nicht überschreiten. Zweitens sollte das Gegengewicht so nah wie möglich an den Stützbeinen oder der Radmittellinie positioniert werden, um den stabilisierenden Hebelarm zu vergrößern. Als Werkstoff werden üblicherweise Gusseisen- oder Betonblöcke verwendet; empfohlen wird eine demontierbare Ausführung (erleichtert Transport und Einstellung) anstelle einer festgeschweißten Lösung. Nach dem Anbringen des Gegengewichts muss der K-Faktor der gesamten Maschine ≥ 1,55 betragen (5 % Reserve eingerechnet).
F: Worin unterscheidet sich die Kippsicherheitsberechnung des Turmdrehkranfundaments von der Kippsicherheitsberechnung der Gesamtmaschine?
A: Beim Turmdrehkran sind zwei Berechnungsebenen erforderlich: ① Kippsicherheit der Gesamtmaschine (Bezugsebene: Turmfuß) – Hierbei werden alle Bauteile oberhalb des Turmfußes (einschließlich Turm, Ausleger, Last, Gegengewicht und Windlast) auf Stabilität und Kippgefahr geprüft, wobei ein Sicherheitsfaktor von K≥2,0 einzuhalten ist; ② Kippsicherheit des Fundaments (Bezugsebene: Fundamentunterseite) – Hierbei werden das von der Gesamtmaschine auf das Fundament wirkende Drehmoment und das Eigengewicht des Fundaments zusammengeführt, um die Sohlpressung zwischen Fundamentunterseite und Baugrund zu überprüfen (keine Zugspannungen zulässig) sowie die Einhaltung der Exzentrizität e≤b/3 sicherzustellen. Beide Berechnungsebenen sind zwingend erforderlich.
F: Wie groß ist der Unterschied bei der Windlastannahme zwischen Küstenregionen und Binnenland?
A: Gemäß Anhang A der Norm DIN 15018 wird China in drei Winddruckzonen unterteilt: Allgemeine Binnenlandgebiete – Betriebswinddruck q = 250 Pa, bei Nichtbetrieb q = 600–800 Pa; Küstenregionen (innerhalb von 10 km zur Küstenlinie) – Betrieb q = 500 Pa, bei Nichtbetrieb q = 1.000–1.200 Pa; Taifungebiete (Teile von Hainan, Zhejiang, Fujian) – bei Nichtbetrieb q = 1.500 Pa. Der nicht betriebsbedingte Winddruck ist an der Küste um 50 % bis 100 % höher als im Binnenland. Dies bedeutet, dass derselbe Portalkran in Küstenregionen ein erhöhtes Gegengewicht oder eine Windverankerung benötigt, um die Anforderung K ≥ 1,5 zu erfüllen.
F: Die Lastkennlinientabelle des Raupenkrans berücksichtigt bereits die Kippsicherheit – warum ist eine separate Nachrechnung trotzdem erforderlich?
A: Die werkseitige Lastkennlinientabelle basiert auf der Kippsicherheit unter Standardbedingungen (ebener Untergrund, vorgegebenes Gegengewicht, normgerechte Windlast). Auf der realen Baustelle können jedoch Faktoren wie eine Geländeneigung (zulässig ≤3°), überhöhte Windgeschwindigkeiten (über dem Betriebswinddruck), ein asymmetrisches Gegengewicht oder das Versagen der Unterlegplatten unter den Stützbeinen die tatsächliche Kippsicherheit reduzieren. Eine zusätzliche Nachrechnung wird in folgenden Szenarien empfohlen: ① bei einer Geländeneigung >1°; ② wenn der tatsächliche Arbeitsradius nahe am Grenzwert der Nenntabelle liegt (≥90 %); ③ bei Arbeiten in Regionen mit abnormalen Windverhältnissen (z. B. Küstengebiete, Hochplateaus); ④ beim Einsatz nicht standardisierter Anbaugeräte (z. B. verlängerter Ausleger, schwererer Haken).

Verwandte Beiträge

contact

contact us

phone:
+86 13903802779

mail:3915269@qq.com

Working hours: Monday to Friday

Wechat
Wechat
SHARE
TOP