Technische Daten und Abnahmedokumente für Hebezeuge nach GB/T 17908
DIN 15018 – Technische Leistungs- und Abnahmedokumentation für Krane: Die Norm legt die Inhalte, Formate und Erstellungsanforderungen für technische Leistungs- und Abnahmedokumente fest. Sie dient als verbindliche Grundlage für die Übergabeunterlagen des Herstellers sowie für die Prüfung und Abnahme durch den Betreiber.
Die Norm DIN 15018 übernimmt die internationale Richtlinie ISO 9374-1:1989 und definiert den allgemeinen Standard für die Erstellung technischer Unterlagen und Abnahmedokumente für Krane. Sie gilt für alle Hersteller von Hebezeugen und legt die grundlegenden Inhaltsanforderungen für sämtliche Dokumente fest, die bei der Lieferung bereitzustellen sind – einschließlich Übersichtszeichnung, Technische Daten, Montagezeichnung, Fundamentzeichnung, Stromlaufplan, Konformitätsbescheinigung sowie Betriebs- und Wartungshandbuch. Ein einheitliches Dokumentationssystem erleichtert dem Hersteller die standardisierte Verwaltung und gewährleistet dem Betreiber Transparenz über den gesamten Lebenszyklus von Abnahme, Montage und Wartung.
Inhaltsanforderungen an technische Leistungsdokumente
Die Norm legt fest, dass die technischen Leistungsdokumente die grundlegenden technischen Parameter des Krans, die Hauptstrukturparameter sowie die Leistungsparameter aller Triebwerke enthalten müssen. Zu den grundlegenden technischen Parametern gehören: Nenntragfähigkeit (getrennt für Haupthaken und Hilfshaken), Spannweite (bzw. Spurweite), Hubhöhe (für Haupthaken und Hilfshaken), Triebwerksgruppe (für die gesamte Maschine sowie für jedes Triebwerk separat), Umgebungstemperaturbereich sowie Stromversorgungsparameter (Spannung, Frequenz, Phasenzahl, Leistung). Zu den Hauptstrukturparametern zählen: Querschnittsform des Hauptträgers, Gesamtgewicht (einschließlich Laufkatze und elektrischer Ausrüstung), Radlast (Maximale Radlast und minimale Radlast), Schienenprofil sowie Anforderungen an die Fundamentbelastung.
Die Leistungsparameter der einzelnen Triebwerke sind separat aufzuführen: Hubwerk – Hubgeschwindigkeit (bei Volllast/Leerlauf), Motorleistung und Drehzahl, Übersetzungsverhältnis des Getriebes, Drahtseildurchmesser und -länge, Trommeldurchmesser und Seilkapazität; Kranfahrwerk – Fahrgeschwindigkeit, Motorleistung und -anzahl, Übersetzungsverhältnis des Getriebes, Raddurchmesser und -anzahl; Katzfahrwerk – Fahrgeschwindigkeit, Motorleistung und -anzahl, Übersetzungsverhältnis des Getriebes, Raddurchmesser und -anzahl. Falls vorhanden, sind auch die Parameter für Wippwerk oder Drehwerk anzugeben. Alle Parameter sind entweder als Bemessungswert oder als Messwert zu kennzeichnen; bei Messwerten sind die Messbedingungen und die Genauigkeitsklasse des verwendeten Messgeräts anzugeben.
Die Norm verlangt weiterhin, dass die technischen Leistungsdokumente eine Übersichtszeichnung (Maßzeichnung) des Krans enthalten. Diese muss die Außenmaße der gesamten Maschine (Länge × Breite × Höhe), den Achsabstand der Schienen, die Grenzmaße der Hakenposition (Abstand der oberen und unteren Grenzlage zur Schienenoberkante), die Position des Führerhauses sowie die Position des elektrischen Steuerschranks angeben. Die Maßzeichnung ist die grundlegende Planungsgrundlage für die Werkshalle und die Aufstellungsplanung des Betreibers. Der Zeichnungsmaßstab darf 1:50 nicht unterschreiten; die Bemaßung muss vollständig und klar sein, für kritische Maße sind Toleranzen anzugeben. Kelude Schwerindustrie liefert bei der Übergabe eine Gesamtübersicht sowie detaillierte Teilzeichnungen mit allen technischen Parametern; alle Zeichnungen werden gemäß den Normanforderungen von DIN 15018 erstellt.
Anforderungen an die Abnahmedokumentation
Die Abnahmedokumentation ist die entscheidende Grundlage für den Betreiber, um die Konformität der Anlage mit den Vertragsbedingungen und den Normanforderungen zu bestätigen. Die Norm legt fest, dass die Abnahmedokumente folgende Bestandteile umfassen müssen: Produktzertifikat (mit Herstellername, Gerätebezeichnung, Typ und Spezifikation, Seriennummer, Herstellungsdatum, angewandte Norm, Prüfergebnis und Unterschrift des Prüfers), werksseitige Prüfprotokolle (Messdaten und Ergebnisse aus Leerlaufprüfung, Nennlastprüfung (100% SWL), Dynamische Belastungsprüfung und Statische Belastungsprüfung), Konformitätsbescheinigungen für wesentliche Zukaufteile (Motor, Getriebe, Bremse, Drahtseil, Lager usw.) sowie Qualitätszertifikate für Hauptwerkstoffe (Materialzeugnisse und chemische Zusammensetzungsanalyse für Stahlblech und Profile).
Die Montageabnahme ist nach Abschluss der Installation vom Betreiber oder der Montagefirma zu dokumentieren und zusammen mit den Herstellerunterlagen zu archivieren. Die Inhalte der Montageabnahme umfassen: Abnahme des Fundaments (Betonfestigkeit, Position der Einbauteile, Spurweite und Höhenkote), Montageprotokoll (Montagespiel der einzelnen Mechanismen, Wellenausrichtung der Kupplungen, Schraubenanzug mit Anziehdrehmoment usw.), Leerlauftest (Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit, Schaltpunkte der Endschalter und Funktionsprüfung des elektrischen Steuerungssystems für jedes Triebwerk) sowie Lastprüfung (schrittweise Laststeigerung, Betriebsverhalten der Triebwerke, Lastabsenkung der Bremse, Durchbiegung der Struktur usw.). Die Montageabnahme ist vom Montageleiter und einem Vertreter des Betreibers zu unterzeichnen.
Anforderungen an die Erstellung der Betriebs- und Wartungsanleitung
Die Norm legt fest, welche Inhalte die Betriebs- und Wartungsanleitung umfassen muss. Sie gliedert sich in folgende Kapitel: Sicherheitsvorkehrungen (Sicherheitswarnungen für die Erstinbetriebnahme, Verbote und Notfallmaßnahmen), Montage- und Inbetriebnahmeanleitung (Anforderungen an Fundament und Schiene, Hebeplan für die gesamte Maschine, Montageschritte der einzelnen Mechanismen, Anschluss und Inbetriebnahme des elektrischen Systems), Bedienungsanleitung (Funktionen und Bedienungsschritte des Bedienfelds, Bedienung der einzelnen Mechanismen, Standardablauf für Start und Stopp), Wartung (Tägliche Prüfung mit Prüfpunkten und Intervallen, regelmäßige Schmierung mit Schmierplan und Schmierölsorten, Einstellmethoden und Parameter der Mechanismen), Fehlerbehebung (Vergleichstabelle mit häufigen Störungen, möglichen Ursachen und Fehlerbehebungsmethoden) sowie Verschleißteilliste (Bezeichnung, Spezifikation und Austauschintervall der Verschleißteile).
Die Anleitung ist in deutscher Sprache zu verfassen. Die Formulierungen müssen präzise und eindeutig sein, um Missverständnisse zu vermeiden. Inhalte zum sicheren Betrieb sind fett darzustellen oder mit Warnsymbolen zu kennzeichnen. Der Schmierplan muss die Positionen aller Schmierstellen, die Schmierstoffmarke und das Nachschmierintervall ausweisen. Im Stromlaufplan sind Typ, Spezifikation und Klemmenbezeichnung aller Bauelemente anzugeben; im Anschlussplan sind Adernummer, Leiterquerschnitt und Farbe zu vermerken. In den Schaltplänen der Hydraulik- und Drucksysteme sind Funktion und Einstellparameter der einzelnen Komponenten anzugeben. Die Anleitung ist robust zu binden und muss ein praktisches Nachschlagen ermöglichen. Zeichnungen und Tabellen sind sauber gefaltet am Ende des Handbuchs beizufügen. Jede Seite ist mit Seitenzahl und Gesamtseitenzahl zu versehen, um die Vollständigkeit prüfen zu können.
Vergleichstabelle der Übergabedokumente
Die folgende Vergleichstabelle listet alle technischen Unterlagen und Abnahmedokumente auf, die die Norm vorschreibt. Der Hersteller muss diese Dokumente bei der Lieferung vollständig aushändigen; der Betreiber prüft und quittiert sie bei der Abnahme Punkt für Punkt.
| Dokumentenart | DokumentBezeichnung | Hauptinhalt |
|---|---|---|
| technische Unterlagen | Übersichtszeichnung/Begrenzungsmaßzeichnung | Außenmaße/PolEndschalterPosition/Spurweite/Radlast |
| Technische Daten | Tragfähigkeit/Geschwindigkeit/Leistung/Triebwerksgruppeusw. | |
| Stromlaufplan/Anschlussplan | Hauptstromkreis/Steuerstromkreis/Klemmenleiste | |
| Abnahmedokumente | Produktzertifikat | Geräteinformation/NormNr./InspektionSchlussfolgerung |
| PrüfungPrüfprotokolle | Leerlauf/Nenn-/dynamische Last/Statische BelastungsprüfungDaten | |
| FremdbezugsteileKonformitätsbescheinigung | Motor/Getriebe/Bremse/Drahtseilusw. | |
| Lieferdokumentation | Betrieb und WartungHandbuch | Montage/Bedienung/Wartung/Schmierung/Fehlerbehebung |
| WerkstoffQualitätszertifikat | Haupt-BaustahlWerkstoffprüfbericht |
Verwaltungsanforderungen für technische Unterlagen
Die Norm legt fest, dass der Hersteller ein System zur Erstellung und Verwaltung von technischen Unterlagen und Abnahmedokumenten einrichten muss. Die Dokumente sind einheitlich zu nummerieren und nach Sachgebieten zu archivieren. Übersichtszeichnungen und Technische Daten sind bei jeder Geräteänderung synchron zu aktualisieren; frühere Versionen sind zu Archivierungszwecken aufzubewahren. Bei Änderungen an Dokumenten ist ein Änderungsformular auszufüllen, das den Änderungsgrund, den Änderungsinhalt und die betroffenen Dokumentennummern angibt. Die Änderung bedarf der Freigabe durch den technischen Leiter. Nach der Änderung sind die Dokumente mit einer neuen Versionsnummer und dem Änderungsdatum zu versehen. Die alten Versionen sind mit dem Stempel „Ungültig“ zu kennzeichnen und getrennt von den aktuellen Dokumenten aufzubewahren. Der Betreiber muss beim Empfang der Unterlagen prüfen, ob es sich um die neueste Version handelt.
Die Norm regelt auch die Aufbewahrungsfristen. Werksabnahme- und Montageabnahmedokumente sind im technischen Archiv des Betreibers bis zur Verschrottung der Anlage aufzubewahren. Das Handbuch für Betrieb und Wartung muss während der gesamten Nutzungsdauer am Einsatzort verfügbar sein, damit das Bedien- und Wartungspersonal jederzeit darauf zugreifen kann. Stromlaufplan und Anschlussplan sind als wasserdichte, laminierte Kopien anzufertigen und im Inneren des elektrischen Steuerschranks zu befestigen, damit das Elektrowartungspersonal sie direkt vor Ort einsehen kann. Im Hinblick auf die Digitalisierung wird empfohlen, dass der Hersteller die technischen Unterlagen auch als elektronische Version (CD oder USB-Stick) bereitstellt, vorzugsweise im PDF- oder DWG-Format. Die Technischen Parameter sollten zusätzlich als Tabellenkalkulation geliefert werden, um die Übernahme in das Anlagenverwaltungssystem des Betreibers zu erleichtern. Der Betreiber sollte elektronische Dateien sichern, um Datenverlust zu vermeiden.
Häufige Fragen zur Dokumentation
F: Welche Folgen hat eine unvollständige technische Dokumentation?
A: Die technischen Unterlagen sind die Grundlage für Abnahme, Montage sowie Betrieb und Wartung der Anlage. Fehlen Dokumente, führt dies zu Schwierigkeiten bei Montage & Inbetriebnahme, die tägliche Wartung kann nicht fachgerecht durchgeführt werden, und bei der Registrierung sowie der regelmäßigen Inspektion der Spezialausrüstung kann die Prüfung aufgrund unvollständiger Unterlagen nicht bestanden werden.
F: Was ist zu tun, wenn bei der Abnahme die Werksdokumentation nicht mit dem tatsächlichen Zustand übereinstimmt?
A: Der Hersteller ist aufzufordern, die Korrektur oder Dokumentenänderung vor der Montage vorzunehmen. Sämtliche technischen Unterlagen müssen mit der tatsächlichen Anlage übereinstimmen, da andernfalls die Montageabnahme, die regelmäßige Inspektion und die Betriebssicherheit beeinträchtigt werden.
F: Was tun, wenn die technischen Unterlagen einer Altanlage verloren gegangen sind?
A: Der ursprüngliche Hersteller kann um Ersatz gebeten werden. Ist der Hersteller nicht mehr existent oder eine Nachlieferung nicht möglich, kann eine akkreditierte Prüfstelle die Anlage vermessen und technisch begutachten. Das daraus resultierende Gutachten dient dann als Grundlage für Betrieb und Wartung.
F: Welche Sprache schreibt die Norm für die technischen Unterlagen vor?
A: Die Norm legt fest, dass die technischen Unterlagen in chinesischer Sprache zu erstellen sind. Für Exportanlagen können zusätzlich englische oder andere Sprachversionen geliefert werden; die chinesische Version ist jedoch maßgeblich und besitzt gleiche Rechtswirkung.