Brückenkran für Automobilwerke: Pressen-, Schweiß- & Montagelinie

Kurzfassung: Kelude liefert Kranauswahl-Konfigurationen für die vier Fertigungsbereiche Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Endmontage in der traditionellen Automobilherstellung – ausgelegt für Tragfähigkeiten von 2–50 t und Spannweiten von 12–36 m. Die Gesamtinvestition für Hebegeräte der gesamten Anlage liegt bei ca. 50.000–500.000 EUR. Im Presswerk kommen Zweiträger-Brückenkrane (20–50 t) für den Formenwechsel zum Einsatz, im Karosseriebau unterstützen hängende Punktschweißgeräte in Kombination mit einem KBK-System (1–3 t) den Fertigungsfluss, die Lackiererei setzt auf explosionsgeschützte Reinraumkrane (2–5 t), und in der Endmontage sorgen leichte Hängekrane sowie ein KBK-Flexsystem (0,5–3 t) für präzises Heben und Transportieren an den Fließbändern – passend zu den hohen Taktraten, Genauigkeitsanforderungen und der Mehrstationen-Abdeckung der Automobilproduktion.

Kranauswahl für die traditionelle Automobilfertigung

Presswerk | Karosseriebau | Lackiererei | Endmontage

Die Hebegeräte in den vier Fertigungsbereichen eines traditionellen Automobilherstellers decken den Formen- und Werkzeugtransport, den Wechsel von Schweißvorrichtungen, den Explosionsschutz in der Lackiererei sowie die Montage der Antriebseinheit ab.

Konventionelle FahrzeugkomplettmontageFertigungKranauswahl——Presswerk/Karosseriebau/Beschichtung/EndmontageVier Fertigungsprozesse

Bereich 1: Presswerk

• Tragfähigkeit: 10–20 t, LH-Typ mit Elektrohebezeug, Brückenbauart

• Formenwechsel und -transport

• Häufiges Anfahren/Stoppen, Tippbetrieb

• Große Spannweiten-Abdeckung

Formenwechsel | Große Spannweite | Häufiges Anfahren/Stoppen

Bereich 2: Karosseriebau

• Tragfähigkeit: 3–10 t, LD/LH-Typ Brückenkran

• Wechsel der Schweißvorrichtungen

• Heben und Transportieren von Teilbaugruppen

• Abdeckung mehrerer Stationen

Vorrichtungswechsel | Teilbaugruppen | Mehrstationen

Bereich 3: Lackiererei

• Tragfähigkeit: 3–10 t, explosionsgeschützter Elektrozug

• Explosionsschutz Ex tb für Beschichtung

• Reinraum-/Staubschutz

• Edelstahl-Ausführung

Explosionsschutz Ex tb | Reinraum | Edelstahl

Bereich 4: Endmontage

• Tragfähigkeit: 10–32 t, QD-Typ Zweiträger-Brückenkran

• Anschlagen von Motor/Getriebe

• Frequenzumrichter-Feinfahren/Pendeldämpfung

• Montage der Antriebseinheit

Motor-Anschlagen | Frequenzumrichter-Feinfahren | Antriebseinheit-Montage

Vergleich der Auswahlparameter für die vier Fertigungsbereiche

Kelude Industriekrane: Maßgeschneiderte Hebelösungen für höchste Ansprüche

Kelude Heavy Industry hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Industriekranen spezialisiert, die exakt auf die Anforderungen moderner Produktions- und Logistikprozesse zugeschnitten sind. Unsere Systeme überzeugen durch Robustheit, Präzision und eine hohe Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus – von der ersten Planung bis zur Wartung.

Industriekrane für anspruchsvolle Materialflüsse

Ob in der Schwermaschinenindustrie, im Anlagenbau oder in der Automobilfertigung: Unsere Kranlösungen optimieren den innerbetrieblichen Materialfluss. Durch die Kombination aus modernster Antriebstechnik und intelligenter Steuerungstechnik gewährleisten wir höchste Verfügbarkeit und Prozesssicherheit. Jedes System wird individuell auf die räumlichen Gegebenheiten und die spezifischen Lastkollektive abgestimmt.

Technische Auslegung nach DIN- und ISO-Normen

Die Konstruktion unserer Krane erfolgt konsequent nach den einschlägigen Normen für den deutschen und europäischen Markt. Die Berechnung der Tragwerke folgt den Richtlinien der DIN 15018, während die sicherheitstechnische Ausstattung den Anforderungen der EN 13000 sowie der EN 60204-32 entspricht. Die Klassifizierung der Krane erfolgt gemäß ISO 4301, wodurch eine präzise Abstimmung auf die jeweilige Einsatzklasse und den Beanspruchungsgrad gewährleistet ist.

Die Steuerungssysteme sind nach EN 60204-32 ausgelegt und bieten vielfältige Schnittstellen für die Integration in übergeordnete Leitsysteme. Optional sind intelligente Assistenzfunktionen wie automatische Lastpfadoptimierung oder Kollisionsschutzsysteme integrierbar, die die Effizienz und Sicherheit im täglichen Betrieb weiter erhöhen.

Qualitätssicherung und Prüfverfahren

Ein umfassendes Qualitätsmanagement nach ISO 9001 begleitet alle Fertigungs- und Montageschritte. Jeder Kran durchläuft vor der Auslieferung eine strenge Werksabnahme, bei der alle sicherheitsrelevanten Funktionen und die Tragfähigkeit unter realen Bedingungen geprüft werden. Die Dokumentation erfolgt lückenlos und entspricht den Anforderungen für den späteren Betrieb in Deutschland und den DACH-Ländern.

Service, Wartung und Ersatzteilversorgung

Unser Engagement endet nicht mit der Inbetriebnahme. Ein dichtes Servicenetz in der DACH-Region gewährleistet kurze Reaktionszeiten bei Wartungsarbeiten und Störungsfällen. Wir bieten maßgeschneiderte Wartungsverträge an, die eine hohe Anlagenverfügbarkeit sicherstellen. Die langfristige Ersatzteilversorgung ist durch standardisierte Komponenten und eine strategische Lagerhaltung gewährleistet.

Häufig gestellte Fragen

F: Welche Normen liegen der Konstruktion Ihrer Industriekrane zugrunde?

A: Die Tragwerksberechnung erfolgt nach DIN 15018. Für die sicherheitstechnische Ausstattung und die elektrische Ausrüstung gelten die Normen EN 13000 und EN 60204-32. Die Einstufung der Krane in die jeweilige Hubklasse erfolgt gemäß ISO 4301.

F: Bieten Sie kundenspezifische Sonderlösungen an?

A: Ja, wir projektieren und fertigen Sonderkrane, die exakt auf die räumlichen und technischen Gegebenheiten Ihrer Produktion zugeschnitten sind. Dies umfasst sowohl die Mechanik als auch die komplette Steuerungs- und Sicherheitstechnik.

F: Wie gestaltet sich der Service nach der Inbetriebnahme?

A: Wir bieten umfassende Wartungsverträge mit garantierten Reaktionszeiten in der gesamten DACH-Region. Zudem stellen wir eine langfristige Ersatzteilversorgung über standardisierte Komponenten sicher.

Parameter PositionPressen WerkstattSchweißbau WerkstattLackierwerkstattEndmontage Werkstatt
empfohlenes ModellLH-Typ Hebezeug BrückenbauartLD/LH-Typ BrückenbauartExplosionsgeschützter ElektrozugQD-Typ Zweiträger-Brückenkran
Tragfähigkeit10t~20t3t~10t3t~10t10t~32t
besondere AnforderungenWerkzeug Handhabung/TippbetriebMehrstationen Abdeckungexplosionsgeschützt/ReinraumFrequenzumrichter-Feinfahren
SteuerungsartBoden FunkfernsteuerungBoden FunkfernsteuerungFunkfernsteuerungFunkfernsteuerung+Führerhaus
Kelude-LösungWerkzeug SonderSchweißen Linie Abdeckungexplosionsgeschützt ReinraumAntriebsstrang-Montage
500.000–5 Mio. €
Gesamtinvestition der Anlage
2–50 t
Tragfähigkeitsbereich
12–36 m
Spannweitenbereich
A5–A7
Triebwerksgruppe
JPH 60
Fertigungstakt
100.000–500.000 Einheiten/Jahr
Produktionskapazität Fahrzeuge

Pressenstraße und Karosseriebau

In der Pressenstraße konventioneller Fahrzeugwerke dominiert der Formenwechsel mit Großwerkzeugen. Hier deckt der LH-Typ-Brückenkran mit 10–20 t Tragfähigkeit die Pressenlinien ab. Im Karosseriebau kommen LD-/LH-Typ-Krane mit 3–10 t Tragfähigkeit an sämtlichen Schweißstationen zum Einsatz.

Lackiererei und Endmontage

Die Lackierwerkstatt erfordert – wie bei Elektrofahrzeugen – einen Ex-tb-Explosionsschutz. Für die Endmontage von Motoren (200–500 kg) und Getrieben (100–200 kg) wird der QD-Typ-Zweiträger-Brückenkran mit 10–32 t Tragfähigkeit in Verbindung mit einem Pendeldämpfungssystem eingesetzt.

Kelude Schwerindustrie – Servicevorteile

Kelude Schwerindustrie ist seit vielen Jahren auf Kranlösungen für die Automobilfertigung spezialisiert. Für konventionelle Fahrzeugwerke liefern wir ganzheitliche Kranlösungen für alle vier Gewerke – Pressenstraße, Karosseriebau, Lackiererei und Endmontage. Unsere Produkte erfüllen die hohen JPH-Taktzeiten der Automobilproduktion und wurden bereits in über 20 Fahrzeugwerken in China erfolgreich eingesetzt.

Formenwechsellösung für die Pressenstraße
Der schnelle Wechsel der Presswerkzeuge (Einzelgewicht 5–25 t) ist ein entscheidender Faktor für die Taktzeit. Kelude Schwerindustrie stattet die Anlage mit Zweiträger-Brückenkranen von 20–50 t Tragfähigkeit aus, ergänzt durch hydraulische Schnellspannvorrichtungen und automatische Werkzeug-Shuttles. Die Formenwechselzeit reduziert sich dadurch von herkömmlichen 15–20 Minuten auf 3–5 Minuten, die Verfügbarkeit der Pressenstraße steigt um 8–12 %.
Mehrvarianten-Linien im Karosseriebau
Bei der Fertigung von 2–4 Fahrzeugmodellen auf derselben Linie setzt Kelude Schwerindustrie auf das KBK-Aufhängungssystem in Kombination mit Roboterschweißstationen. Die KBK-Schienen erstrecken sich über die gesamte Schweißlinie. Türen und Blechteile werden über KBK-Krane mit Vakuum-Saughebern transportiert. Beim Modellwechsel genügt ein Austausch der Saugnapf-Spannvorrichtungen – ein Stopp der gesamten Fertigungslinie ist nicht erforderlich.
Explosionsgeschützte Lackierlösung
Die Spritzkabinen der Lackierwerkstatt gelten als staubexplosionsgefährdeter Bereich (Ex-Zone 22) und unterliegen zudem hohen Reinheitsanforderungen. Kelude Schwerindustrie setzt hier auf explosionsgeschützte Elektrozüge aus Edelstahl (Ex tb IIIC T120 °C) in Kombination mit Edelstahlschienen und staubdichten Motoren. Die glatten, leicht zu reinigenden Oberflächen verhindern Lackansammlungen. Im Bereich der Förderkette werden KBK-Systeme für die Montage und Demontage der Spritzaufhängungen eingesetzt.

Häufige Fragen (FAQ)

F: Wie wird die maximale Tragfähigkeit für den Formenwechsel in der Presswerkstatt bestimmt?
A: Das Gewicht der Presswerkzeuge wird anhand des größten Werkzeugs (in der Regel das Seitenwand-Werkzeug) × Sicherheitsfaktor 1,25 ermittelt. Am Beispiel einer Mittelklasse-Limousine: Das größte Werkzeug ist das Seitenwand-Außenhautwerkzeug (18–25 t). Hierfür ist ein Zweiträger-Brückenkran mit 25/5 t oder 32/5 t erforderlich. Kelude empfiehlt, die Kranschiene durchgehend zwischen Werkzeuglager und Presse zu verlegen, um die Bodenfläche für den Werkzeugtransportwagen zu minimieren.
F: Warum ist der Abstand der Aufhängepunkte im KBK-System der Schweißwerkstatt kürzer als im Lager?
A: Das KBK-System in der Schweißwerkstatt muss die Kabel der Schweißzangen (5–8 kg/m) sowie Balancer (jeweils 5–15 kg) tragen, wobei die Last ungleichmäßig verteilt ist. Kelude reduziert den Abstand der Aufhängepunkte im KBK-System der Schweißwerkstatt von der Norm von 3 m auf 2–2,5 m, um eine ruckfreie Bewegung der Energiekette zu gewährleisten. Zusätzlich werden verschiebbare Kabelwagen integriert, die das Kabel beim Bewegen der Schweißzange automatisch auf- und abwickeln.
F: Wie werden die Explosionsschutzklassen für Krane in der Lackierwerkstatt eingeteilt?
A: Die Spritzkabine in der Lackierwerkstatt (mit brennbaren Lacknebeln) wird als Zone 22 (brennbarer Staub/Faserbereich) eingestuft. Der Kran muss die Explosionsschutzklasse Ex tb IIIC T120℃ erfüllen. Der Farbmischraum (mit organischen Lösungsmitteldämpfen) wird als Zone 1 oder Zone 2 eingestuft und benötigt die Explosionsschutzklasse Ex d IIB T3~T4. Kelude Schwerindustrie konfiguriert die Explosionsschutzklasse präzise anhand der Zoneneinteilungszeichnung der Lackierwerkstatt, um eine Überdimensionierung und damit verbundene Mehrkosten zu vermeiden.
F: Worin unterscheidet sich ein KBK-System für die Endmontagelinie von einem Standard-Hebezeug?
A: Das KBK-System für die Endmontagelinie ist eine leichte Lösung mit manuellem Schieben und elektrischem Heben (Tragfähigkeit 125–500 kg), während das Standard-Elektrohebezeug vollständig elektrisch betrieben wird. Die Vorteile des KBK-Systems: ① Flexible Bedienung – der Arbeiter kann das Lastaufnahmemittel manuell entlang der Schiene zu einem beliebigen Arbeitsplatz schieben; ② Geringer Platzbedarf – die Schienenhöhe des KBK-Systems beträgt nur 100–120 mm und eignet sich daher ideal für Werkstätten mit niedriger Bauhöhe; ③ Hohe Sicherheit – kein Kabelschleppsystem erforderlich, wodurch das Risiko von Kabelbrüchen oder Kurzschlüssen durch bewegte Kabel entfällt.

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