GB/T 18438-2001 Elektromagnetkran Normeninterpretation

DIN 15018 – Lasthebemagnete für Hebezeuge: Die Produktnorm GB/T 18438-2001 definiert die Anforderungen an Lasthebemagnete für Krane. Die Norm legt Klassifizierung, technische Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln für Gleichstrom-Lasthebemagnete fest, die für den Transport von Eisen- und Stahlmaterialien (Stahlblech, Knüppel, Blöcke, Schrott usw.) eingesetzt werden.

Die Norm GB/T 18438-2001 ist die maßgebliche Produktnorm für Lasthebemagnete an Kranen. Sie definiert Klassifizierung, technische Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln. Lasthebemagnete dienen als Lastaufnahmemittel für den Transport ferromagnetischer Güter wie Stahlbleche, Profile und Schrott und sind in der metallurgischen Industrie sowie in der Schrottaufbereitung weit verbreitet.

GB/T 18438-2001 Lasthebemagnet für Krane


Klassifizierung und Aufbau von Lasthebemagneten

GB/T 18438-2001 unterscheidet Lasthebemagnete nach Einsatzgebiet und Konstruktion: Runde Lasthebemagnete (MW-Baureihe) – runde Magnetfläche, geeignet für den Transport unregelmäßiger Stahlmaterialien wie Blöcke, Knüppel und Schrott; sie sind der am häufigsten eingesetzte Typ mit Durchmessern von Φ300 mm bis Φ2000 mm in über 10 Ausführungen. Rechteckige Lasthebemagnete (MR-Baureihe) – rechteckige Magnetfläche, geeignet für den Transport langgestreckter Stahlmaterialien wie Bleche, Profile und Schienen, mit Längen von 500 mm bis 3000 mm. Die Tragfähigkeit ergibt sich aus der Magnetfläche und der magnetischen Flussdichte. Spezial-Lasthebemagnete – z. B. Knüppelmagnete (mehrpolige Anordnung, angepasst an die langgestreckte Form von Knüppeln) und Blechmagnete (flache Magnetfläche mit rutschfesten Erhebungen für glatte Blechoberflächen). Grundaufbau eines Lasthebemagneten: Gehäuse (aus Stahlguss oder geschweißtem Stahlblech, gute magnetische Leitfähigkeit), Magnetpole (aus Reineisen oder Weicheisen, das Magnetfeld verläuft zwischen den Polen durch das aufgenommene Material und schließt den Kreis), Spule (aus Kupfer- oder Aluminiumdraht auf den Polen, erzeugt das Magnetfeld bei Stromdurchfluss), Anschlussdose (wasser- und staubdicht), Isolationsschutz sowie Anschlagösen. Die Norm fordert für Lasthebemagnete eine Schutzart von mindestens IP55 (Staubschutz und Strahlwasserdicht).

Elektrische Anforderungen und Isolation

Die Norm stellt folgende Anforderungen an das elektrische System von Lasthebemagneten: Stromversorgung – Lasthebemagnete werden mit Gleichstrom betrieben (220 V DC oder 110 V DC); die Gleichspannung wird über Gleichrichter aus dem Wechselstromnetz erzeugt. Gleichstrom bietet den Vorteil eines stabilen Magnetfelds ohne Wirbelstromverluste. Spannungstoleranz – der Magnet muss bei einer Spannungsabweichung von ±10 % der Nennspannung das Nennmaterial sicher halten können. Isolationswiderstand – der Isolationswiderstand der Spule gegen das Gehäuse (gemessen mit einem 500-V-Isolationsmessgerät) muss im kalten Zustand ≥5 MΩ und im warmen Zustand ≥1 MΩ betragen. Durchschlagfestigkeit – die Spule muss gegen das Gehäuse einer Prüfspannung von 2-facher Nennspannung + 1000 V (Dauer 1 Minute) ohne Durchschlag oder Überschlag standhalten. Übertemperatur der Spule – bei Dauerbetrieb mit Nennspannung (gemäß Bemessungs-Einschaltdauer, üblicherweise FC = 50 %, d. h. 5 Minuten ein / 5 Minuten aus) darf die Übertemperatur der Spule den Grenzwert der Isolierstoffklasse F (≤100 K) nicht überschreiten. Entmagnetisierungseinrichtung – der Magnet muss über eine Schnellentmagnetisierung (Umpolung) verfügen; nach der Entmagnetisierung darf die Remanenz ≤5 % des zulässigen Restmagnetismus des aufgenommenen Materials betragen, sodass das Material zuverlässig abgesetzt werden kann (kein Haftenbleiben durch Restmagnetismus).

Tragfähigkeit und Sicherheitsfaktor

Die Norm legt folgende Anforderungen an Tragfähigkeit und Sicherheit fest: Nenntragfähigkeit – die Nenntragfähigkeit eines Lasthebemagneten ist die maximal zulässige Last beim Heben des definierten Materials (Standard-Q235-Stahlblech, festgelegte Dicke und Oberflächenzustand) bei Nennspannung. Bei Schrottmagneten bezeichnet die Nenntragfähigkeit die Last beim Heben von losem Schrott (nicht ganzen Blechen) – sie beträgt üblicherweise nur 30 % bis 50 % der Tragfähigkeit für massive Bleche. Sicherheitsfaktor – der Sicherheitsfaktor (Verhältnis von statischer Haltekraft zur Nenntragfähigkeit) muss ≥2,5 betragen (d. h. die statische Haltekraft bei Nennspannung muss mindestens das 2,5-Fache der Nenntragfähigkeit betragen). Redundanz – für Lasthebemagnete, die zum Transport von flüssigem Metall oder kritischen Gütern eingesetzt werden, sind Doppelspulen (Haupt- und Reservewicklung) oder doppelte Stromversorgung (Haupt- und Notstromversorgung) vorzusehen – bei Ausfall eines Systems muss das andere die Haltekraft aufrechterhalten. Stromausfallschutz – der Magnet muss über eine Notstromversorgung (Batterie oder Superkondensator) verfügen, die bei Netzausfall automatisch umschaltet und die Haltekraft für mindestens 5 Minuten aufrechterhält, sodass das Bedienpersonal die Last sicher absetzen kann. Kelude kann Lasthebemagnete für alle Anforderungen in Stahlwerken und Schrottplätzen liefern.

Prüfung und Inspektion

Die Norm definiert folgende Prüfungen: Sichtprüfung – Gehäuse ohne Risse, Poren oder Beschädigungen; Anschlussdose dicht. Isolationsprüfung – Isolationswiderstand im kalten Zustand ≥5 MΩ. Messung des Spulenwiderstands – der Gleichstromwiderstand der Spule muss mit dem Bemessungswert übereinstimmen (Abweichung ≤±5 %). Messung des Leerlaufstroms – der Leerlaufstrom bei Nennspannung wird gemessen und mit dem Bemessungswert verglichen, um Windungsschluss zu erkennen. Haltekraftprüfung – mit einem Standard-Prüfblock (Q235-Stahlblech, festgelegte Dicke und Oberflächenrauheit) wird die tatsächliche Haltekraft bei Nennspannung gemessen – sie muss mindestens das 2,5-Fache der Nenntragfähigkeit betragen. Erwärmungsprüfung – Dauerbetrieb unter Nennbedingungen bis zum thermischen Gleichgewicht; Messung der Spulenübertemperatur. Die Typprüfung umfasst zusätzlich die Prüfung der Durchschlagfestigkeit, die Wasserdichtigkeitsprüfung (IP55-Beregnungsprüfung) und den Schlagversuch (simulierte Stoßbelastung). Regelmäßige Inspektion im Betrieb – vor jeder Schicht sind Kabel und Anschlussdose auf Beschädigungen und einwandfreie Isolation zu prüfen; monatlich ist der Isolationswiderstand zu messen; vierteljährlich ist die tatsächliche Haltekraft mit einem Prüfblock zu verifizieren.

Parameter Rund Saugnapf(MW) Rechteck Saugnapf(MR)
Saugnapf Form Rund Rechteck
Anwendungsmaterial Stahlblock, Schrott, Knüppel Stahlblech, Profilstahl, Schiene
Durchmesser/Länge Φ300~2000mm 500~3000mm
Sicherheitsfaktor ≥2.5 ≥2.5
Standard Spannung 220VDC 220VDC
Schutzart (IP) IP55 IP55

Häufige Fragen

F: Welche Faktoren beeinflussen die Hubkraft eines Lasthebemagneten?

A: Die Hubkraft eines Lasthebemagneten wird hauptsächlich durch folgende Faktoren bestimmt: 1) Material und Temperatur des zu hebenden Gutes – Kohlenstoffstahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt bietet die höchste Haftkraft, gefolgt von Kohlenstoffstahl mit höherem Kohlenstoffgehalt; Grauguss weist die geringste Haftkraft auf. Bei Temperaturen über 600 °C sinkt die Hubkraft um etwa 50 % bis 70 %. 2) Oberflächenzustand des Materials – glatte, rostfreie und unbedeckte Stahlbleche bieten die maximale Haftkraft. 3) Versorgungsspannung – ein Spannungsabfall von 10 % führt zu einem Haftkraftverlust von ca. 19 %. 4) Luftspalt – mit jedem Millimeter Vergrößerung des Spalts zwischen Saugnapf und Material nimmt die Haftkraft um ca. 15 % bis 25 % ab.

F: Wie wird die Sicherheit bei plötzlichem Stromausfall gewährleistet?

A: Gemäß Norm müssen Lasthebemagnete mit einer Notstromversorgung oder einer Einrichtung zur Aufrechterhaltung der Magnetkraft bei Stromausfall ausgestattet sein. Das Funktionsprinzip dieser Einrichtung: Bei normaler Stromversorgung werden Superkondensatoren oder Akkumulatoren geladen. Bei einem Ausfall der Hauptstromversorgung erfolgt eine automatische Umschaltung auf die Notstromversorgung, die den Erregerstrom des Lasthebemagneten aufrechterhält. Die Haftkraft bleibt so für mindestens 20 bis 30 Sekunden erhalten, was dem Bedienpersonal ausreichend Zeit gibt, die Last sicher abzusenken. Die Elektromagnetkrane von Kelude sind standardmäßig mit diesem Notstromsystem ausgestattet.

F: Was umfasst die tägliche Prüfung eines Lasthebemagneten?

A: Tägliche Inspektion: Prüfung der Kabel auf Beschädigungen, Kontrolle der wasserdichten Abdichtung der Anschlussdose sowie Sichtprüfung der Saugnapfoberfläche auf starken Verschleiß oder Brandspuren. Wöchentliche Inspektion: Messung des Isolationswiderstands der Magnetspule gegen Erde mit einem Isolationsmessgerät (sollte ≥ 5 MΩ betragen) sowie Funktionskontrolle der Kühlgebläse. Monatliche Inspektion: Überprüfung der tatsächlichen Hubkraft des Saugnapfes mithilfe eines genormten Prüfblocks (Verifizierung, ob die Haftkraft mindestens 90 % des Nennwerts erreicht). Halbjährliche Inspektion: Demontage der Anschlussdose und Kontrolle der inneren Verdrahtung auf lose Verbindungen und Oxidation.

F: Für welche Branchen und Betriebsbedingungen sind Lasthebemagnete geeignet?

A: Lasthebemagnete finden breite Anwendung in: 1) der Stahl- und Metallurgieindustrie – zum Heben und Transportieren von Stahlblechen, Knüppeln, Profilstahl und Schrott, häufig in Verbindung mit Metallurgiekranen; 2) der Schrottrecyclingbranche – für Be- und Entladevorgänge sowie Sortierarbeiten auf Schrottplätzen; 3) der Maschinenbauindustrie – für das Heben großer Stahlbleche und Strukturbauteile. Nicht geeignet sind sie für das Heben von Materialien mit hohen Temperaturen (> 600 °C), Nichteisenmetallen (wie Aluminium, Kupfer und andere nichtmagnetische Werkstoffe) sowie für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen. Beim Heben von langen Stahlblechen (≥ 10 m) wird der Einsatz mehrerer parallel geschalteter Lasthebemagnete empfohlen.

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