JB/T 3668-2016 Normeninterpretation für Mehrpunkt-Hängekrane
JB/T 3668-2016 „Mehrpunkt-Hängekrane“ ist die Produktnorm für Mehrpunkt-Hängekrane. Die Norm legt Klassifizierung, technische Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln für Mehrpunkt-Hängekrane fest und gilt für Einzelträger- und Zweiträger-Hängekrane mit Mehrpunkt-Abstützung, die auf einer oder mehreren Hängeschienen verfahren.
Die Norm JB/T 3668-2016 definiert die Produktklassifizierung, technischen Anforderungen, Prüfverfahren und Prüfregeln für Mehrpunkt-Hängekrane. Bei dieser Kranbauart wird die Last über mehrere Aufhängepunkte auf die Hallenstruktur verteilt – ideal für den Materialtransport in Werkshallen und Lagern mit großen Spannweiten und höheren Tragfähigkeiten.
Produktklassifizierung und Aufbau
JB/T 3668-2016 unterscheidet Mehrpunkt-Hängekrane nach ihrer Bauart: Zweiträger-Mehrpunkt-Hängekrane – zwei Hängeschienen tragen jeweils einen Hauptträger, abgestützt über mehrere Aufhängungen (≥4 Punkte); das Elektrohebezeug verfährt auf dem Hauptträger. Einzelträger-Mehrpunkt-Hängekrane – eine Hängeschiene trägt über mehrere Aufhängungen einen einzelnen Hauptträger. Die Anzahl der Aufhängepunkte beträgt in der Regel 2 bis 8, abhängig von Spannweite und Tragfähigkeit.
Die Kernkomponente des Mehrpunktsystems ist der Ausgleichsbalken (Traverse): Alle Aufhängepunkte sind über Ausgleichsbalken miteinander verbunden. Wird an einem Aufhängepunkt eine höhere Last gemessen, dreht sich der Ausgleichsbalken automatisch und verteilt die Last auf die übrigen Aufhängepunkte – so bleibt die Krafteinleitung an allen Punkten gleichmäßig. Die Norm fordert eine Lastdifferenz zwischen den Aufhängepunkten von ≤±10 %. Der Ausgleichsbalken ist als Schweißkonstruktion in Kastenbauweise ausgeführt, der Sicherheitsfaktor beträgt ≥5.
Technische Anforderungen
Die wesentlichen technischen Anforderungen der Norm: Die Durchbiegung des Hauptträgers unter Nennlast darf ≤ Spannweite/600 betragen. Die Radlastdifferenz zwischen den Aufhängepunkten im Mehrpunktsystem ist auf ≤±10 % begrenzt (automatischer Ausgleich über den Ausgleichsbalken). Für die Verbindungsbolzen zwischen Aufhängung und Kranbahnträger sind HV-Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 oder 10.9 vorgeschrieben. Die Geradheit der Schienenmontage darf um ≤2 mm/2 m abweichen, die Höhenkote zwischen den einzelnen Schienen um ≤5 mm.
Weitere Anforderungen: Hub- und Fahrwerk des Elektrohebezeugs müssen den Normen JB/T 9008.1 und JB/T 9008.2 entsprechen. Das elektrische Steuerungssystem muss Überlastschutz, Kurzschlussschutz und Not-Aus-Funktion bieten. Die Triebwerksgruppe der Gesamtanlage wird nach DIN 15018 bestimmt. Für den Außeneinsatz sind Schienenklemmen oder Verankerungseinrichtungen als Wind- und Rutschschutz vorzusehen.
Anforderungen an Schiene und Hallenstruktur
Mehrpunkt-Hängekrane stellen besondere Anforderungen an die Hallenkonstruktion: Die maximale Last an den Verbindungspunkten der Hängeschiene muss innerhalb der Tragfähigkeit der Hallenbinder liegen. Vor der Montage ist die Tragfähigkeit von Bindern und Säulen zu überprüfen – mit besonderem Fokus auf die lokalen Lasten an den Verbindungspunkten. Der Kranbahnträger wird aus H-Trägern gefertigt (Auswahl nach Spannweite, Radlast und Aufhängeabstand); die Durchbiegung des Kranbahnträgers darf ≤ Spannweite/800 betragen.
Anforderungen an die Schienenverlegung: Geradheit der Schienenmontage ≤2 mm/2 m, kumulierte Abweichung über die Gesamtlänge ≤10 mm. Der Höhenversatz an Schienenstößen darf ≤1 mm betragen. Der Abstand der Verbindungspunkte zwischen Schiene und Hallenbinder liegt in der Regel bei 2 bis 3 m. Das Schraubendrehmoment der Verbindungsbolzen ist nach Konstruktionsanforderungen auszuführen. An beiden Schienenenden sind Endanschläge und Puffer vorzusehen. Kelude bietet Kompetenzbewertung der Hallentragfähigkeit und Schienenkonstruktion für Mehrpunkt-Hängekrane an.
Prüfung und Wartung
Werksabnahme: Leerlaufprüfung, Statische Belastungsprüfung (Prüfung der Lastdifferenz an allen Aufhängepunkten unter 1,25-facher Nennlast auf ≤±10 %) sowie Dynamische Belastungsprüfung. Die Typprüfung erfolgt alle 5 Jahre. Monatliche Inspektion im laufenden Betrieb: Prüfung der Aufhängungsverbindungen auf Verschleiß und Lockerung sowie der Schmierzustand der Gelenklager an den Ausgleichsbalken. Vierteljährlich ist die Gleichmäßigkeit der Lastverteilung an allen Aufhängepunkten zu prüfen.
Einmal jährlich ist eine umfassende Inspektion durchzuführen: Statische Belastungsprüfung zur Verifikation der Durchbiegung des Hauptträgers und der Lastverteilung an den Aufhängepunkten sowie zerstörungsfreie Prüfung aller Schweißnähte und des Grundwerkstoffs an tragenden Bauteilen. Überschreitet die Lastdifferenz bei der Erkennung ±15 %, ist der Ausgleichsbalken neu einzustellen oder das verschlissene Gelenklager zu ersetzen.
Nenntragfähigkeit
1~32t
Spannweite
6~30m
Anzahl Aufhängepunkte
2~8
Fahrgeschwindigkeit
10~25m/min
Triebwerksgruppe
A3~A6
Schienenprofil
H-Träger oder I-Träger
Kelude Schwermaschinen: Professioneller Hersteller von Industriekranen
Die Kelude Schwermaschinen GmbH ist ein auf Industriekrane spezialisiertes Unternehmen, das Planung, Fertigung und Montage aus einer Hand anbietet. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Kranbau und einer Produktionsfläche von mehr als 35.000 m² beliefern wir Kunden in ganz Europa und darüber hinaus. Unser Sortiment umfasst Brückenkrane, Portalkrane, Elektroseilzüge sowie maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
Industriekrane nach Maß für höchste Anforderungen
Unsere Krane werden gemäß den europäischen Normen DIN 15018, FEM 1.001 sowie FEM 1.001 konstruiert und gefertigt. Je nach Einsatzbereich bieten wir Einzelträger- und Zweiträger-Brückenkrane mit Traglasten von 1 t bis 50 t sowie Spannweiten bis 30 m. Für Hallen mit geringer Bauhöhe empfehlen wir unsere niedrigbauenden Kransysteme, die eine optimale Raumausnutzung ermöglichen. Alle Komponenten – vom Fahrwerk bis zur Steuerung – entsprechen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und werden vor Auslieferung einer umfassenden Funktionsprüfung unterzogen.
| Krantyp | Traglast | Spannweite | Einsatzbereich |
|---|---|---|---|
| Einzelträger-Brückenkran | 1 t – 10 t | bis 25 m | Werkstätten, Lagerhallen |
| Zweiträger-Brückenkran | 10 t – 50 t | bis 30 m | Schwerindustrie, Maschinenbau |
| Portalkran | 5 t – 50 t | bis 35 m | Containerterminals, Freilager |
| Elektroseilzug | 0,5 t – 32 t | – | Einzel- und Mehrschichtbetrieb |
Robuste Portalkrane für den Außeneinsatz
Für den Einsatz im Freien, etwa auf Umschlagplätzen oder in Recyclinganlagen, sind unsere Portalkrane ideal geeignet. Sie werden in Zweiträger- oder Einträgerbauweise mit wahlweise vollverzinkter oder pulverbeschichteter Konstruktion geliefert. Die Krane sind mit drehzahlgeregelten Antrieben und optional mit Funkfernsteuerung ausgestattet. Auf Wunsch realisieren wir Sonderlösungen mit Auslegern oder verfahrbaren Stützen, um auch schwierige Lastenhandhabung sicher zu bewältigen.
Die Steuerung erfolgt über eine Sanftanlauf- und Sanftstopp-Elektronik, die ein ruckfreies Positionieren der Last ermöglicht. Alle beweglichen Teile sind mit wartungsfreien Lagern ausgestattet, was die Stillstandzeiten minimiert. Auf Wunsch liefern wir die Krane mit Kollisionsschutzsystemen und Lastbegrenzern, die den Betrieb gemäß FEM 1.001 zusätzlich absichern.
Elektroseilzüge – kompakt und leistungsstark
Unsere Elektroseilzüge der Baureihe QD sind für den Dauerbetrieb ausgelegt und zeichnen sich durch eine hohe Hubgeschwindigkeit bei geringem Eigengewicht aus. Die selbsthemmenden Getriebe und die mehrlagigen Seiltrommeln gewährleisten höchste Betriebssicherheit. Je nach Modell stehen Hubhöhen bis 20 m und Einschaltdauern bis 60 % ED zur Verfügung. Die Züge sind wahlweise mit Ketten- oder Seilaufnahme sowie mit elektrischen oder manuellen Fahrwerken lieferbar.
Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen bieten wir Sonderausführungen nach ATEX-Richtlinie an. Diese sind mit explosionsgeschützten Motoren und Steuerungen ausgestattet und entsprechen der Kategorie II 2G. Auch hier gilt: Jede Anlage wird vor Auslieferung einem vollständigen Funktionstest unterzogen und mit CE-Konformitätserklärung dokumentiert.
Wartung und Ersatzteilservice für maximale Verfügbarkeit
Ein zuverlässiger Kundendienst ist uns genauso wichtig wie die Qualität unserer Krane. Wir bieten regelmäßige Wartungsverträge an, die alle sicherheitsrelevanten Komponenten gemäß EN 14492-1 abdecken. Unser Lager hält für alle gängigen Modelle Ersatzteile wie Seilrollen, Bremsbeläge und Steuerkarten bereit. Bei Störungen erreichen Sie unsere Techniker werktags innerhalb von 24 Stunden – deutschlandweit und in den meisten europäischen Ländern.
Zusätzlich bieten wir Schulungen für Ihr Bedienpersonal an, die sowohl die sichere Handhabung als auch die tägliche Wartung der Anlagen vermitteln. Auf Wunsch erstellen wir auch individuelle Prüfpläne, die auf Ihre betrieblichen Abläufe zugeschnitten sind. So stellen wir sicher, dass Ihre Krane über viele Jahre hinweg zuverlässig und sicher arbeiten.
Häufig gestellte Fragen zu unseren Kranen
F: Wie lange beträgt die Lieferzeit für einen Standard-Brückenkran?
A: Für Krane aus unserem Standardprogramm beträgt die Lieferzeit in der Regel 6 bis 8 Wochen ab Bestellbestätigung. Sonderanfertigungen können je nach Aufwand 10 bis 14 Wochen in Anspruch nehmen.
F: Übernehmen Sie auch die Montage vor Ort?
A: Ja, unsere Montageteams führen die komplette Installation einschließlich elektrischer Anschlüsse und Inbetriebnahme durch. Die Montagekosten werden individuell anhand Ihres Standorts und der Kranausführung kalkuliert.
F: Sind Ihre Krane für den Außeneinsatz geeignet?
A: Ja, wir liefern spezielle Außenkrane mit erhöhtem Korrosionsschutz und Schutzart IP55. Diese sind für Temperaturen von -20 °C bis +40 °C ausgelegt und können auf Wunsch mit Beheizung für den Winterbetrieb ausgestattet werden.
F: Bieten Sie auch kundenspezifische Sonderlösungen an?
A: Selbstverständlich. Unser Ingenieurteam entwickelt gerne eine auf Ihre Prozesse zugeschnittene Kranlösung – von der Lastaufnahme bis zur vollautomatischen Steuerung. Sprechen Sie uns einfach an.
Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot
Benötigen Sie einen neuen Industriekran oder eine Modernisierung Ihrer bestehenden Anlage? Unser Vertriebsteam berät Sie gerne ausführlich und erstellt ein unverbindliches Angebot, das exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten ist. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns direkt an – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Telefon: +49 89 12345678
E-Mail: info@kelude.deAdresse: Industriestraße 12, 81249 München, Deutschland
| Parameter | MehrfachstützpunkteHängekran | StandardHängekran |
|---|---|---|
| Anzahl der Aufhängepunkte | 2~8Stück | 2Stück |
| maximalSpannweite | ≤30m | ≤15m |
| Maximale Tragfähigkeit | ≤32t | ≤16t |
| RadlastVerteilung | gleichmäßig verteilt | konzentriert |
| SchieneSpezifikation | GroßausführungH-Träger | I-Träger |
| WerkshalleAnforderungen | tragfähigkeitsberechnungspflichtig | Standardausführung |
Häufige Fragen
F: Worin unterscheidet sich ein Mehrpunkt-Hängekran von einem Standard-Hängekran?
A: Ein Mehrpunkt-Hängekran verteilt die Last über mehrere Hängepunkte (2–8) auf die Werkshallenkonstruktion und ermöglicht dadurch größere Spannweiten (≤30 m) und Tragfähigkeiten (≤32 t). Ein Standard-Hängekran verfügt über nur 2 Hängepunkte mit einer Spannweite von ≤15 m und einer Tragfähigkeit von ≤16 t. Die einzelnen Hängepunkte des Mehrpunktsystems sind über Ausgleichsbalken miteinander verbunden, wodurch eine gleichmäßige Lastverteilung sichergestellt wird.
F: Wie funktioniert die Lastverteilung beim Mehrpunktsystem?
A: Beim Mehrpunktsystem sind die einzelnen Hängepunkte über Ausgleichsbalken (Traversen) oder Gelenklager verbunden. Ist die Last an einem Hängepunkt zu hoch, verdreht sich der Ausgleichsbalken automatisch und verteilt die überschüssige Last auf die übrigen Hängepunkte. Die Norm fordert eine Lastdifferenz von ≤±10 % zwischen den Hängepunkten. Der Ausgleichsbalken ist einem Festigkeitsnachweis zu unterziehen; der Sicherheitsfaktor muss ≥5 betragen.
F: Welche Montageanforderungen gelten für die Schiene des Mehrpunkt-Hängekrans?
A: Die Schiene ist als H-Träger auszuführen (Auswahl nach Spannweite und Radlast). Die Geradheitsabweichung bei der Schienenmontage darf ≤2 mm/2 m betragen, die kumulierte Abweichung über die gesamte Länge ≤10 mm. Der Höhenunterschied zwischen den einzelnen Schienensträngen der Mehrpunktschiene darf ≤5 mm betragen. Die Verbindung zwischen Schiene und Hallenträger erfolgt mit HV-Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8; je Verbindungspunkt sind mindestens 4 Schrauben erforderlich.
F: Worauf ist bei der Wartungsinspektion des Mehrpunktsystems besonders zu achten?
A: Bei der monatlichen Prüfung sind der Verschleiß und die Lockerung der Verbindungselemente an allen Hängepunkten sowie der Schmierungszustand der Gelenklager an den Ausgleichsbalken zu kontrollieren. Vierteljährlich ist zu prüfen, ob die Lastverteilung an den Hängepunkten gleichmäßig ist (durch Messung der Radlasten oder Erkennung von Verformungen am Ausgleichsbalken). Einmal jährlich sind alle Schweißnähte und das Grundwerkstoff aller tragenden Bauteile auf Risse zu untersuchen.