ISO 7752-1:2010 Norm: Steuerpult-Anordnung an Kränen
Die Norm ISO 7752-1:2010 „Krane – Steuerpulte – Anordnung und Eigenschaften – Teil 1: Allgemeine Grundsätze“ ist die allgemeingültige Norm für die Anordnung von Steuerpulten an Kranen. Sie legt die Anordnungsprinzipien, die Richtungskonsistenz der Betätigungsrichtung, die Auswahl der Steuerungstypen sowie die Kennzeichnungsanforderungen für Steuerpulte verschiedener Krantypen fest und gilt für die ergonomische Konstruktion in der Konstruktionsphase von Kranen.
Anordnungsprinzipien für Steuerpulte
Die allgemeinen Grundsätze für die Anordnung von Steuerpulten nach ISO 7752-1:2010 umfassen: das Funktionsbereichsprinzip – die Steuerungen sind nach Funktionsbereichen zu gruppieren (Bereich für Heben, Bereich für Fahren, Bereich für Drehen), wobei die Bereiche deutlich voneinander getrennt sein müssen oder einen Abstand von ≥ 50 mm aufweisen müssen. Das Prinzip der Haupt-/Nebentrennung – die Hauptsteuergeräte (für Heben und Wippen) sind im vorderen, natürlich erreichbaren Bereich des Bedieners (Abstand zum Bediener ≤ 500 mm) anzuordnen, während Hilfssteuerungen (Hupe, Beleuchtung, Not-Aus) in der Peripherie der Hauptsteuergeräte platziert werden. Das Bedienungshäufigkeitsprinzip – häufig betätigte Steuerungen (Heben, Senken) werden in der günstigsten Position angeordnet, während weniger häufig betätigte Steuerungen (Stützbein-Ausfahren, Ausleger-Einklappen) weiter entfernt platziert werden können.
Das Prinzip der Richtungskonsistenz – die Betätigungsrichtung der Steuerung muss mit der Bewegungsrichtung des gesteuerten Mechanismus übereinstimmen (siehe detaillierte Anforderungen in ISO 21455). Das Sicherheitsprioritätsprinzip – der Not-Aus-Taster und wichtige Sicherheitsschalter sind in der vorderen, direkt erreichbaren Position des Bedieners anzuordnen (roter Pilzkopftaster, Durchmesser ≥ 25 mm). Das ergonomische Prinzip – die Höhe der Steuerungen sollte im Bereich der Ellenbogenhöhe des sitzenden Bedieners ± 50 mm liegen, die Betätigungskraft sollte angemessen sein (Handhebel 5–15 N, Drucktaster 3–8 N), und die Abstände zwischen den Steuerungen müssen Fehlbedienungen verhindern (Abstand zwischen benachbarten Steuerungen ≥ 50 mm).
Steuerungstypen und ihre Eigenschaften
Die Norm klassifiziert Steuerungen nach ihrer Bedienungsart in: Handhebelsteuerungen (ein- oder mehrachsig, steuern 1 bis 3 Richtungen, empfohlen für kombinierte Bewegungen), Drucktastenschalter (ein Taster pro Richtung, für einfache Start/Stopp-Steuerung), Kreuzsteuerungen (Vierrichtungs-Bedienfeld mit Selbstrückstellung) und Fußpedale (für Fahrbeschleunigung oder Feinbewegung beim Wippen). Die Betriebseigenschaften der verschiedenen Steuerungstypen: Handhebelsteuerungen müssen über eine automatische Rückstellfunktion verfügen (Rückkehr in die Mittelstellung nach dem Loslassen), Drucktastenschalter müssen ein taktiles Feedback (spürbares Einrasten beim Drücken) und eine Beleuchtungsanzeige (Leuchte bei aktivem Zustand) aufweisen, Kreuzsteuerungen müssen eine Richtungskennzeichnung und einen Schutzring gegen versehentliche Betätigung haben.
Die Parameter der Betätigungseigenschaften der Steuerungen: Betätigungsweg (Handhebel einseitig 30–80 mm, Tasterhub 3–8 mm), Betätigungskraft (Handhebel 5–15 N, Drucktaster 3–8 N, Fußpedal 10–30 N), Rückstellkraft (Handhebel 2–5 N, Drucktaster 1–3 N). Die Schutzart (IP) der Steuerungen: im Führerhaus ≥ IP54, bei Außensteuerständen ≥ IP65. Die elektrische Lebensdauer der Steuerungen: Handhebelschalter ≥ 1.000.000 Schaltspiele, Drucktastenschalter ≥ 500.000 Schaltspiele. Alle Steuerungen müssen mit einer Funktionsbezeichnung (graphisches Symbol oder Text) und einem Pfeil für die Betätigungsrichtung gekennzeichnet sein; die Kennzeichnung muss dauerhaft sein (nach 1.000 h Reibungsprüfung noch klar lesbar).
| SteuerungTyp | Freiheitsgrad | Betätigungskraft | Hub | Anwendungsszenarien |
|---|---|---|---|---|
| Hebel(Einachsig) | 1Einachsig | 5~15N | 30~80mm | Heben / Anheben/Wippen |
| Hebel(Mehrachsig) | 2~3Einachsig | 5~15N/Einachsig | 30~80mm | kombinierte Bewegung |
| Taster | 1Richtung | 3~8N | 3~8mm | Start-Stopp-Steuerung |
| Kreuzgriff | 2Einachsig | 5~12N | 10~20mm | FahrenStart-Stopp-Steuerung |
| Fußpedal | 1Einachsig | 10~30N | 20~50mm | Fahrbeschleunigung |
Kennzeichnung und Anordnung der Bedienelemente
Die Norm legt die Kennzeichnung und Anordnung der Bedienelemente detailliert fest – jedes Bedienelement ist mit einem Etikett oder einem graphischen Symbol zu kennzeichnen (Symbol gemäß Norm ISO 7000). Die Kennzeichnung ist oberhalb oder vor dem Bedienelement anzubringen (in direkter Sichtlinie des Bedieners), mit einer Schrifthöhe von mindestens 5 mm (bei einem Betrachtungsabstand ≤ 500 mm). Die Betätigungsrichtung der Pfeile auf den Bedienelementen muss mit der Bewegungsrichtung des jeweiligen Antriebs übereinstimmen – Pfeil nach oben bedeutet Heben, nach unten Senken, nach links/rechts entsprechendes Drehen oder Fahren in diese Richtung.
Bei mehreren nebeneinander angeordneten Bedienelementen sind diese funktional zu gruppieren – Hubgruppe (Heben/Senken), Wippgruppe (Auslegen/Einziehen), Drehgruppe (Links-/Rechtsdrehung), Fahrgruppe (Vorwärts/Rückwärts). Die Gruppen sind durch Trennlinien oder Farbunterschiede voneinander abzugrenzen (Hubgruppe mit grünem Rahmen, Notbetrieb mit rotem Rahmen). Der Hintergrund des Bedienfelds ist in dunkelgrau oder schwarz auszuführen (Reduzierung von Reflexionen, bessere Lesbarkeit der Kennzeichnungen). Der Neigungswinkel des Bedienfelds ist senkrecht zur Blickrichtung des Bedieners auszurichten (ermöglicht eine optimale Ablesbarkeit der Kennzeichnungen). Die Steuerpulte der Krane von Kelude sind gemäß ISO 7752-1:2010 sorgfältig konstruiert.
Sicherheit und Notbetrieb
Die Norm legt die Anforderungen an Not- und Sicherheitsbedienelemente fest – der Not-Aus-Taster muss der Norm ISO 13850 entsprechen – roter Pilzknopf (Durchmesser ≥ 25 mm), der durch Drücken alle Antriebe stillsetzt und durch Drehen entriegelt wird. Der Not-Aus-Taster ist im natürlichen Greifbereich der rechten Hand des Bedieners zu positionieren (nicht mehr als 300 mm entfernt). Der Sicherheitsverriegelungsschalter – dient der Verriegelung im Wartungsmodus, um ein versehentliches Anlaufen der Anlage zu verhindern; der Schalter ist mit einem Schlüssel zu betätigen. Notbedienelemente (Notabsenkung, Notauslösung usw.) sind mit gelbem Hintergrund und roter Beschriftung bzw. rotem Symbol zu kennzeichnen.
Die Norm verlangt darüber hinaus, dass die Bedienelemente bei Stromausfall oder Versagen des Steuerungssystems eine Fail-Safe-Funktion aufweisen – bei einem Defekt der Steuerung muss diese automatisch in die Nullstellung zurückkehren, und der gesteuerte Antrieb bleibt in seiner aktuellen Position stehen. Der drahtlose Fernbedienungssender muss mit einem aktiven Not-Aus-Taster ausgestattet sein – dieser ist unabhängig vom Hauptsteuerkreis und unterbricht bei Betätigung direkt die Stromversorgung des Empfängers. Die Steuerungssysteme der Krane von Kelude bieten umfassenden Sicherheitsschutz.
| Steuerung | Kennzeichnung | Farbe | Betätigungskraft | Sicherheitsfunktion |
|---|---|---|---|---|
| Heben / AnhebenHandgriff | Auf/Ab | Grüner Bereich | 5~15N | Überlastautomatischer Stopp |
| DrehenHandgriff | Links/Rechts | Blauer Bereich | 5~15N | EndschalterStopp |
| Not-Aus-Taster | Roter Pilztaster | Rot | Drücken≤30N | Antriebsabschaltung |
| Verriegelungsschalter | Verriegelungssymbol | Gelb | Schlüsselbetätigung | Wiedereinschaltsperre |
| Hupentaster | Hupensymbol | Schwarz | 3~8N | Akustisch-optische Warnung |
Häufige Fragen
F: Allgemeine Grundsätze für die Anordnung von Steuerungen nach ISO 7752-1:2010?
A: Funktionale Gruppierung – Anordnung nach Heben/Fahren/Drehen; Haupt- und Nebenfunktionen trennen – Hauptsteuergerät innerhalb von ≤500 mm Reichweite des Bedieners; Bedienfrequenz – häufig genutzte Funktionen in ergonomisch günstigster Position; Richtungskonsistenz – Betätigungsrichtung entspricht der Bewegungsrichtung des Antriebs; Sicherheit hat Vorrang – Not-Aus-Taster in unmittelbar erreichbarer Position.
F: Zulässige Betätigungskräfte für Steuerungen?
A: Handhebel 5–15 N, Drucktaster 3–8 N, Fußpedale 10–30 N. Betätigungshub – Handhebel 30–80 mm, Drucktaster 3–8 mm. Abstand zwischen Bedienelementen ≥50 mm, um Fehlbedienungen zu vermeiden. Rückstellkraft bei Handhebeln 2–5 N. Elektrische Lebensdauer: Handhebel ≥1 Million Schaltspiele, Drucktaster ≥500.000 Schaltspiele.
F: Kennzeichnungsanforderungen für Steuerungen?
A: Funktionale Bezeichnung oder graphisches Symbol gemäß Norm ISO 7000, Schrifthöhe ≥5 mm (bei Betrachtungsabstand ≤500 mm), Kennzeichnung oberhalb oder frontal am Bedienelement. Betätigungsrichtungspfeile müssen mit der Bewegungsrichtung des Antriebs übereinstimmen. Funktionsgruppen sind durch Trennlinien oder farbliche Kennzeichnung zu unterscheiden.
F: Anforderungen an den Not-Aus-Taster?
A: Roter Pilz-Taster (Durchmesser ≥25 mm), unterbricht bei Betätigung sämtliche Leistungsausgänge, Entriegelung durch Drehen. Anordnung innerhalb von 300 mm Reichweite der rechten Hand des Bedieners. Der Not-Aus-Taster des drahtlosen Fernbedienungssenders ist unabhängig vom Hauptsteuerkreis. Krane von Kelude Schwerindustrie sind sowohl im Führerhaus als auch an der Fernsteuerung mit Not-Aus-Tastern ausgestattet.