Normeninterpretation ISO 24446:2020 für Kran-Rollenblöcke

ISO 24446:2020 „Krane – Technische Bedingungen für Rollenblöcke“ ist die Produktnorm für Rollenblöcke. Sie legt fest: Dp/d ≥ 18 (bei Ausgleichs-Seilrollen ≥ 12), Werkstoff Stahlguss ZG270-500 oder Sphäroguss QT500-7, Seilrille R = 0,53–0,56d mit Tiefe ≥ 1,5d, Härte HRC 40–50 sowie das Prüfverfahren.


Technische Anforderungen an Kranrollen

Die Rolle ist das zentrale Bauteil im Hubwerk, das das Drahtseil führt und die Reibung minimiert. Bei Hubrollen gewährleistet ein Verhältnis Dp/d ≥ 18 die Ermüdungslebensdauer des Drahtseils unter Biegewechselbeanspruchung; bei Ausgleichs-Seilrollen gilt ≥ 12. Als Werkstoffe kommen Stahlguss ZG270-500 oder Sphäroguss QT500-7 zum Einsatz, die normalgeglüht oder vergütet werden. Die Seilrille wird durch Abschrecken auf HRC 40–50 gehärtet (Einhärtetiefe ≥ 2 mm), um eine hohe Verschleißfestigkeit zu erreichen. Der Rillenradius beträgt R = 0,53–0,56d bei einer Tiefe von ≥ 1,5d. Der Rundlauf darf 0,5 mm, der Planlauf 1 mm nicht überschreiten. Einfache Rollenblöcke zeichnen sich durch hohen Wirkungsgrad aus und eignen sich für kleine und mittlere Traglasten; doppelte Rollenblöcke verdoppeln die Hubkraft und sind für große Traglasten ausgelegt. Bei der Werksabnahme wird jede Rolle per UT- und MT-Fehlerprüfung auf Gussfehler untersucht.


Kranrolle


Parameter und Prüfung von Rollenblöcken

Das Fertigungsverfahren der Rollen beeinflusst direkt die Laufruhe des Hubwerks. Gegossene Seilrollen weisen nach dem Normalglühen ein gleichmäßiges Gefüge auf; die abgeschreckte Seilrille mit HRC 40–50 widersteht dem wiederholten Reibverschleiß des Drahtseils. Bei der Werksabnahme wird jede Rolle einzeln auf Maßhaltigkeit sowie mittels UT- und MT-Fehlerprüfung geprüft. Nach der Montage muss sich die Rolle leichtgängig drehen lassen und das Seil sicher in der Rille führen. Kelude bietet sowohl einfache als auch doppelte Rollenblöcke an.

Dp/d
≥ 18
Werkstoff
ZG270-500
Rillenradius R
0,53–0,56d
Härte
HRC 40–50
Rillentiefe
≥ 1,5d
Fehlerprüfung
UT + MT
ParameterAnforderungen
Dp/d>=18(Heben / Anheben)>=12(Auswuchten)
WerkstoffZG270-500/QT500-7
HärteHRC40~50Härten>=2mm

InspektionVerfahren
WerksabnahmeOberflächenbeschaffenheit+Abmessungen+UT+MT
nach der MontageLeichtgängigkeit+Seilführungssicherheit

Das Verhältnis Dp/d der Seilrolle ist der zentrale Kennwert für die Ermüdungslebensdauer des Drahtseils unter Biegewechselbeanspruchung. Die Norm fordert für Hubrollen ein Verhältnis von Dp/d ≥ 18, für Ausgleichs-Seilrollen ≥ 12. Das bedeutet: Bei einem Drahtseildurchmesser von 10 mm muss der Seilrollendurchmesser der Hubrolle mindestens 180 mm betragen, der der Ausgleichsrolle mindestens 120 mm. Der Rillenradius von R = 0,53–0,56 d gewährleistet eine optimale Auflage des Drahtseils in der Seilrille mit einem Umschlingungswinkel von 105–120°, wodurch übermäßige Kontaktspannungen vermieden werden. Die Rillentiefe von ≥ 1,5 d verhindert ein Austreten des Drahtseils aus der Rille. Die Oberflächenrauheit der Seilrille von Ra ≤ 3,2 µm reduziert den Reibverschleiß zwischen Drahtseil und Rille und verlängert so die Lebensdauer des Drahtseils. Die Rollenblöcke von Kelude Schwerindustrie durchlaufen vor der Auslieferung eine strenge Werksabnahme, um sicherzustellen, dass jede Rolle den Normvorgaben entspricht.

Die Fertigungsgenauigkeit der Rollenblöcke beeinflusst direkt die Laufruhe des Hubwerks und die Lebensdauer des Drahtseils. Der Rundlauf und der Planlauf der Seilrolle sind zwei entscheidende Genauigkeitskennwerte: Ein zu großer Rundlauffehler verursacht Spannungsschwankungen des Drahtseils in der Seilrille und beschleunigt dessen Ermüdung. Ein zu großer Planlauffehler führt zu einseitigem Verschleiß des Drahtseils und verkürzt dessen Lebensdauer. Innere Fehler in gegossenen Seilrollen (Poren, Lunker, Risse, Schlackeneinschlüsse) lassen sich zuverlässig durch Ultraschallprüfung (UT) und Magnetpulverprüfung (MT) erkennen. Die Rollenblöcke von Kelude Schwerindustrie werden vor der Auslieferung einer strengen Qualitätsinspektion unterzogen, sodass jede Rolle den Normvorgaben entspricht.

Häufige Fragen

F: Warum fordert ISO 24446:2020 für Hubrollen Dp/d ≥ 18, für Ausgleichs-Seilrollen jedoch nur ≥ 12?

A: Das Verhältnis von Seilrollendurchmesser zu Drahtseildurchmesser (Dp/d) beeinflusst direkt die Biegeermüdungslebensdauer des Drahtseils. Je größer Dp/d, desto geringer die Biegekrümmung des Drahtseils auf der Rolle, desto niedriger die Biegespannung und desto länger die Ermüdungslebensdauer. Hubrollen tragen die Arbeitslast und das Drahtseil wird wiederholt gebogen; daher ist Dp/d ≥ 18 erforderlich, um eine ausreichende Biegeermüdungslebensdauer zu gewährleisten. Ausgleichs-Seilrollen dienen lediglich dem Spannungsausgleich und tragen keine Arbeitslast, weshalb Dp/d ≥ 12 ausreichend ist. Für Hubwerke mit hohen Hubgeschwindigkeiten wird Dp/d ≥ 20 empfohlen, um die Lebensdauer des Drahtseils weiter zu verlängern.

F: Welches Konstruktionsprinzip liegt dem Rillenradius R = 0,53–0,56 d zugrunde?

A: Der Rillenradius ist so ausgelegt, dass der Umschlingungswinkel des Drahtseils in der Seilrille im optimalen Bereich von 105–120° bleibt – ein zu großer Winkel erhöht die Kontaktspannung und beschleunigt den Seilverschleiß, ein zu kleiner Winkel führt zu instabilem Sitz des Drahtseils in der Rille und erhöht die Gefahr des Abspringens. Der Wert R = 0,53–0,56 d gewährleistet eine Kontaktfläche von etwa 2/3 des Umfangs und damit eine gleichmäßige Verteilung der Kontaktspannung. Eine Rillentiefe von ≥ 1,5 d verhindert das Austreten des Seils. Die Oberflächenrauheit der Seilrille von Ra ≤ 3,2 µm reduziert Reibung und Verschleiß.

F: Wie wirken sich Werkstoff und Wärmebehandlung der Seilrolle auf die Lebensdauer aus?

A: Die Seilrollen werden aus Stahlguss ZG270-500 oder Sphäroguss QT500-7 gefertigt und normalgeglüht oder vergütet. Die Lauffläche der Seilrille wird auf HRC 40–50 abgeschreckt und mit einer Härtetiefe von ≥ 2 mm versehen, sodass sie auch bei wiederholter Reibung durch das Drahtseil keine Verschleißspuren bildet. Ungehärtete Seilrollen zeigen bereits nach 500–1000 Betriebsstunden deutlichen Verschleiß an der Seilrille, während gehärtete Rollen eine Lebensdauer von 5000–10000 Stunden und mehr erreichen – ein erheblicher Unterschied.

F: Nach welchen Normen fertigt Kelude Schwerindustrie Rollenblöcke und welche Werksabnahme wird durchgeführt?

A: Kelude Schwerindustrie fertigt Kran-Rollenblöcke nach ISO 24446:2020 mit Dp/d ≥ 18, aus ZG270-500 oder QT500-7, mit gehärteter Rillenlauffläche (HRC 40–50). Jede Rolle wird vor Auslieferung einer Einzelprüfung unterzogen: Sicht- und Maßkontrolle, Ultraschallprüfung (UT) und Magnetpulverprüfung (MT). Der Rundlauf beträgt ≤ 0,5 mm, der Planlauf ≤ 1 mm. Es werden sowohl einfach- als auch doppelt ausgeführte Rollenblöcke angeboten, die die Anforderungen aller gängigen Kran-Hubwerke erfüllen.

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