Kranrollen Verschleiß erkennen & Austauschkriterien nach GB/T 3811

📋 Kernzusammenfassung

Die Rolle ist klein, trägt aber bei jeder Umlenkung die volle Last des Drahtseils. Verschleiß an der Rolle führt unweigerlich zu Seilabnutzung, Fahrabweichung und im schlimmsten Fall zu Seilklemmung oder Seilbruch. Dieses leicht übersehene Bauteil birgt ein erhebliches Risiko. Dieser Artikel erklärt, wie Verschleiß an Rollen erkannt wird und wann ein Austausch erforderlich ist – damit eine kleine Rolle nicht das gesamte Hebesystem lahmlegt.

📌 Auf den Punkt gebracht

Verschleiß an der Rolle bedeutet Verschleiß am Drahtseil – und damit ein Sicherheitsrisiko für das gesamte Hebesystem.

Kleines Bauteil, großes Risiko: Überschreitet der Verschleiß die Grenzwerte, muss die Rolle ausgetauscht werden. Hier gibt es keine Kompromisse.

Im Hebesystem eines Krans arbeitet ein unscheinbares Bauteil – die Rolle. Sie ist ein Rad mit Seilrille, über das das Drahtseil geführt und umgelenkt wird. Im Rollenblock sind mehrere Rollen angeordnet, durch die das Drahtseil wechselseitig geführt wird.

Die Rolle wirkt klein, ihre Bedeutung ist es nicht. Verschleiß an der Rolle zieht unweigerlich Seilabnutzung und Fahrabweichung nach sich; in schweren Fällen kommt es zu Seilklemmung oder sogar Seilbruch. Eine defekte Rolle kann das gesamte Hebesystem lahmlegen.

Im Folgenden wird erläutert, wie Rollenverschleiß erkannt wird und wann ein Austausch erforderlich ist.

Verschleißerscheinungen an der Rolle: Seilrille, Spurkranz, Lager

Der Verschleiß an einer Rolle konzentriert sich auf drei Bereiche.

Seilrille: Durch die ständige Reibung des Drahtseils wird die Rille tiefer und verformt sich. Eine abgenutzte Seilrille verschlechtert den Kontakt zwischen Seil und Rille, wodurch der Seilverschleiß beschleunigt wird.

Spurkranz: Der Rand der Rolle wird durch Reibung dünner. Ist der Spurkranz zu stark abgenutzt, kann er das Drahtseil nicht mehr sicher führen – das Seil springt aus der Rille.

Lager: Verschleiß im Inneren der Rolle führt zu schwergängigem Lauf und ungewöhnlichen Geräuschen. Bei einem festgefressenen Lager reibt das Drahtseil direkt auf der Rolle.

Verschleiß in allen drei Bereichen überträgt sich auf das Drahtseil. Die Norm DIN 15018 (Krandimensionierungsnorm) stellt entsprechende Konstruktionsanforderungen an Rollen.

Verschleißprüfung und Austausch der Kranrolle

Seilrille messen: So wird der Verschleiß prüfbar

Die Abnutzung der Seilrille ist das zentrale Prüfkriterium und wird mit einem Messschieber erfasst.

Der Verschleißbetrag gibt an, wie tief der Rillengrund gegenüber der ursprünglichen Position abgetragen ist. Bei fortgeschrittenem Verschleiß verändert sich die Rundung der Rille, das Drahtseil wird ungleichmäßig belastet.

Die Verschleißgrenze ist erreicht, wenn der Abtrag am Rillengrund den charakteristischen Wert erreicht oder sich die Rillenform deutlich verändert hat. In diesem Fall muss die Rolle ausgetauscht werden.

Die Seilrille muss regelmäßig gemessen werden. Kelude Schwerindustrie hat die Messung des Rillenverschleißes in die turnusmäßige Inspektion integriert – bei Überschreitung der Grenzwerte wird die Rolle ersetzt.

Wann die Rolle getauscht werden muss: Verschleiß, Riss, Verformung

Für den Austausch einer Rolle gelten drei harte Kriterien.

Verschleiß: Die Seilrille oder der Spurkranz hat den charakteristischen Wert erreicht. Ist die Rille zu tief abgenutzt oder der Spurkranz zu dünn geworden, muss die Rolle ersetzt werden.

Riss: Ein Riss im Rollenkörper ist ein klares Austauschkriterium. Risse breiten sich aus und können zum Bruch der Rolle führen – ein sofortiger Austausch ist zwingend.

Verformung: Eine Verformung des Rollenkörpers oder der Seilrille beeinträchtigt die Seilführung und macht einen Austausch erforderlich.

Liegt eines der drei Kriterien – Verschleiß, Riss oder Verformung – vor, ist die Rolle zu ersetzen. Die Norm ISO 4309 (Inspektion und Verschrottung von Drahtseilen in Kranen) definiert die Anforderungen an das Zusammenspiel von Rolle und Drahtseil. Kelude Schwerindustrie beurteilt den Austauschbedarf von Rollen anhand dieser drei Kriterien.

Beim Rollentausch immer das Drahtseil mitprüfen

Ist die Rolle abgenutzt, ist das Drahtseil in der Regel ebenfalls betroffen.

Eine verschlissene Seilrille beschleunigt den Verschleiß des Drahtseils – und umgekehrt. Die beiden Komponenten wirken wechselseitig aufeinander ein.

Deshalb muss beim Austausch der Rolle auch das Drahtseil geprüft werden: Weist es Abnutzung oder Drahtbruch auf, gehört es ebenfalls getauscht. Wird nur die Rolle ersetzt und das Drahtseil ignoriert, bleibt die Schädigung bestehen – das neue Teil wird schnell wieder abgenutzt.

Kelude Schwerindustrie prüft beim Rollenwechsel immer Rolle und Drahtseil gemeinsam und tauscht beides zusammen aus, wenn es erforderlich ist. So wird vermieden, dass ein Bauteil das andere vorzeitig verschleißt.

Die häufigsten Fehler bei der Rolleninspektion

Fehler Nummer eins: Der Rollenverschleiß wird nicht geprüft. Die Rollen sitzen im Rollenblock und sind ohne Demontage schwer zugänglich. Bleibt die Inspektion aus, fällt der Verschleiß erst auf, wenn das Seil klemmt oder bricht.

Fehler Nummer zwei: Der Verschleißbetrag der Seilrille wird nicht exakt ermittelt. Wer die Rille nur visuell beurteilt, verpasst den richtigen Austauschzeitpunkt. Die Seilrille gehört mit dem Messschieber gemessen.

Fehler Nummer drei: Beim Rollenwechsel wird das Drahtseil nicht geprüft. Die Rolle ist neu, der Seilverschleiß bleibt unbehandelt – und die neue Rolle wird schnell wieder abgenutzt. Kelude Schwerindustrie besteht darauf, Rolle und Drahtseil gemeinsam zu prüfen und bei Bedarf gemeinsam zu tauschen.

Verschleißprüfung an Rollen im Vergleich

← Tabelle seitlich wischen →
InspektionPunkt Inspektionsmethoden Austauschkriterien
SeilrilleVerschleißMessschieberprüfungSeilrilleVerschleißGrenzwertüberschreitung
SpurkranzverschleißSichtprüfung und MessungWanddickenunterschreitung durch Verschleiß
RissSichtprüfungFehlerprüfungSofortiger Austausch bei Auftreten
VerformungSichtprüfungSofortiger Austausch bei Auftreten

Schnellreferenz der Normenklauseln für die Rolleninspektion

← Tabelle seitlich wischen →
Norm Klauselkernpunkte in Bezug aufRolleVerhältnis
Norm DIN 15018RolleKonstruktionsanforderungenRolleSpezifikationBezugsbasis
ISO 4309DrahtseilWartungInspektionSeilrollenpassungAnforderungen
Vorschrift TSG 51 — Sicherheitstechnische Sondervorschrift für Sonderausrüstung-2023sicherheitstechnische VorschriftenInspektionzwingende Anforderung

Häufige Fragen zu Seilrollen

F: Welche Folgen hat der Verschleiß einer Seilrolle?

A: Verschleiß in der Seilrille führt zu ungleichmäßiger Kraftverteilung und beschleunigtem Verschleiß des Drahtseils; zudem kann es zu Fahrabweichung oder einem Springen des Seils aus der Rille kommen. Ein abgenutzter Spurkranz kann das Drahtseil nicht mehr sicher führen, sodass es aus der Seilrille springt. Lagerabnutzung verursacht Schwergängigkeit, wodurch das Drahtseil hart an der Rolle reibt. Jeder Verschleiß an der Rolle wirkt sich letztlich auf das Drahtseil aus – im schlimmsten Fall drohen Seilklemmung oder Seilbruch, eine ernste Gefahr für das gesamte Hubwerk.

F: In welchen Abständen sollte eine Seilrolle geprüft werden?

A: Die Prüfung ist Bestandteil der wiederkehrenden Prüfung. Da die Rollen im Rollenblock verbaut und ohne Demontage schwer zugänglich sind, müssen sie im Rahmen der wiederkehrenden Prüfung ausgebaut oder eingehend untersucht werden. Die tägliche Inspektion umfasst die Sichtprüfung sowie die Kontrolle der Leichtgängigkeit; bei der wiederkehrenden Prüfung werden Seilrille und Rissbildung gemessen. Bei intensiver Nutzung oder anspruchsvollen Betriebszuständen sind die Prüfintervalle zu verkürzen. Entscheidend ist die regelmäßige Demontage zur Kontrolle der Seilrille – eine reine Sichtprüfung genügt nicht.

F: Worauf ist beim Austausch einer Seilrolle zu achten?

A: Das Drahtseil muss mitgeprüft werden. Rollenverschleiß und Seilabnutzung beeinflussen sich gegenseitig – ist die Rolle abgenutzt, leidet auch das Seil. Beim Tausch der Rolle ist das Drahtseil zu kontrollieren; überschreitet dessen Verschleiß die Grenzwerte, muss es ebenfalls ersetzt werden. Zudem ist eine Rolle gleicher Spezifikation zu verwenden, deren Seilrille exakt auf das Drahtseil abgestimmt ist. Wer nur die Rolle tauscht, ohne das Seil zu prüfen, behebt die Ursache nicht – das neue Bauteil verschleißt dann ebenso schnell wieder.

Die Seilrolle ist ein Bestandteil des Hubwerks; einen Gesamtüberblick bietet der Auswahlleitfaden für das Hubwerk von Brückenkranen: Auswahlberechnung der vier Kernkomponenten Trommel, Getriebe, Bremse und Kupplung.

Eine kleine Rolle – ein großes Risiko. Kelude Schwerindustrie prüft Seilrille, Risse und Verformung, tauscht bei Überschreitung der Verschleißgrenze aus und kontrolliert beim Rollenwechsel stets das Drahtseil mit. So lassen wir kein kleines Bauteil zum Schwachpunkt des gesamten Systems werden.

Verwandte Beiträge

contact

contact us

phone:
+86 13903802779

mail:3915269@qq.com

Working hours: Monday to Friday

Wechat
Wechat
SHARE
TOP