Mobilkran Inspektions- und Wartungszyklus nach GB/T 31052.3
DIN EN 13000 – Prüfung und Wartung von Mobilkranen: Die Norm DIN EN 13000 legt die Anforderungen an die wiederkehrende Prüfung und Instandhaltung von Mobilkranen fest. Sie definiert die Prüfpunkte und -methoden für die tägliche Prüfung, die wiederkehrende Prüfung sowie die gründliche Untersuchung von Autokranen, Raupenkranen, Reifenkranen und All-Terrain-Kranen.
DIN EN 13000 ist der maßgebliche Teil der Normenreihe für Prüfung und Wartung von Hebezeugen und gilt speziell für Mobilkrane. Mobilkrane verfügen über ein eigenes Fahrwerk und können schnell zwischen verschiedenen Baustellen wechseln. Durch den häufigen Ortswechsel ändern sich Struktur und Arbeitszustand ständig – das Teleskopieren des Auslegers, das Ein- und Ausfahren der Stützbeine sowie das Drehwerk werden intensiv genutzt. Daher unterscheiden sich die Prüfschwerpunkte deutlich von denen der Brückenkrane. Die Norm gilt für die Inspektion und Wartung aller Arten von Mobilkranen und bildet eine wichtige Grundlage für das Sicherheitsmanagement auf Baustellen. Kelude bietet auf Basis dieser Norm regelmäßige Inspektionen für Mobilkrane an.
Tägliche Prüfung: Prüfpunkte und Abläufe
Die Norm legt fest, dass die tägliche Prüfung von Mobilkranen vom Bediener vor Schichtbeginn und nach Abschluss der Arbeiten durchgeführt wird. Die Prüfpunkte vor Inbetriebnahme umfassen: Fahrgestell – Reifendruck und Profiltiefe (mindestens 1,6 mm), Dichtheit des Abstützsystems und des hydraulischen Systems, sowie sicheres Aufliegen der Stützplatten auf dem Untergrund. Ausleger – gleichmäßiges und geräuschloses Teleskopieren, sichtbare Verformungen oder Risse an der Auslegeroberfläche, Dichtheit der Teleskopzylinder. Hubwerk – Risse oder Verformungen an Haupt- und Hilfshaken, einwandfreier Zustand der Hakensicherung, geordnete Auflage des Drahtseils auf der Trommel, Drahtbruch oder Verschleiß am Seil. Drehwerk – feste Verbindungsbolzen der Drehverbindung, ungewöhnliche Geräusche beim Drehen.
Die Prüfung der Sicherheitseinrichtungen steht im Mittelpunkt der täglichen Prüfung. Der Lastmomentbegrenzer (Überlastschutzeinrichtung) muss beim Einschalten im Selbsttest einwandfrei anzeigen; die Kabelbäume aller Sensoren dürfen keine Beschädigungen aufweisen. Der Hubbegrenzer (Endschalter gegen Überdrehen des Hakens) muss korrekt auslösen – bei Annäherung an die obere Endlage muss ein Alarmsignal ertönen und die Hubkraft abgeschaltet werden. Der Ausladungsbegrenzer muss bei voll ausgefahrenem Ausleger einen Alarm auslösen. Die Wasserwaage (Neigungsanzeiger) muss präzise anzeigen; nach dem Aufsetzen der Stützplatten darf die Abweichung der Ebenheit in Längs- und Querrichtung 1° nicht überschreiten. Alle Steuerknüppel und Trittplatten müssen leichtgängig und rückstellfähig sein. Nach Betätigung des Not-Aus-Tasters müssen alle Mechanismen sofort stillstehen. Die Prüfung nach Arbeitsende konzentriert sich auf: ungewöhnliche Übertemperatur und Leckagen an Motor und hydraulischem System, zuverlässige Bremsung aller Mechanismen sowie ordnungsgemäßes Abschalten des Anzeigebildschirms des Lastmomentbegrenzers.
Wiederkehrende Prüfung und gründliche Untersuchung
Die wiederkehrende Prüfung wird vierteljährlich oder nach 500 Betriebsstunden durchgeführt (maßgeblich ist der frühere Zeitpunkt) und erfolgt durch Wartungstechniker. Sie umfasst alle Punkte der täglichen Prüfung sowie zusätzlich: Fachmännische Prüfung von Motor und Hydrauliksystem – Öl- und Filterelementwechsel, Hydraulikölanalyse, Geräusch- und Temperaturmessung an Hydraulikpumpen und -motoren. Sichtprüfung der Schweißnähte am Ausleger – Kontrolle der Verbindungsschweißnähte zwischen Gurtstab und Stegblech aller Auslegersektionen mit einer Lupe (5-fache Vergrößerung). Prüfung des gesamten Drahtseils – Lösen der Endverbindungen zur vollständigen Kontrolle, mit besonderem Augenmerk auf Seilkern und innere Korrosion. Messung des Zahnflankenspiels an der Drehverbindung – Ermittlung mit Fühlerlehre oder Messuhr und Dokumentation der Abweichung gegenüber den Ausgangswerten. Prüfung der Schweißnähte und Gelenkpunkte der Abstützstruktur – Kontrolle der Montagehalterungen von horizontalen Stützträgern und vertikalen Zylindern auf Risse. Isolationsprüfung der elektrischen Anlage – der Isolationswiderstand der gesamten Maschine muss mindestens 1 MΩ betragen.
Die gründliche Untersuchung wird jährlich durchgeführt, entweder durch den Geräteingenieur oder durch eine zugelassene Prüfstelle. Sie umfasst zusätzlich zu den Punkten der wiederkehrenden Prüfung: Teleskopierversuch des Auslegers – Messung der seitlichen Durchbiegung jeder Sektion im voll eingefahrenen und voll ausgefahrenen Zustand; mindestens 3 vollständige Teleskopierzyklen ohne Verklemmen. Leerlauffunktionstest der gesamten Maschine – jedes Triebwerk muss mindestens 10 Mal bei Nenngeschwindigkeit ohne Störung arbeiten. Nennlastprüfung (100% SWL) – Heben der Nennlast bei typischen Arbeitsradien zur Messung der Gesamtstabilität und des Bremswegs. Dynamische Belastungsprüfung – Heben von 1,1-facher Nennlast und Betrieb aller Triebwerke mit maximaler Geschwindigkeit, mindestens 5 Zyklen. Statische Belastungsprüfung – Heben von 1,25-facher Nennlast und Halten in maximaler Ausladung für 10 Minuten. Schweißnahtprüfung – stichprobenartige Ultraschallprüfung der kritischen Schweißnähte am Auslegerfuß, an der Drehverbindung und an den Gelenkpunkten der Stützbeine. Genauigkeitskalibrierung des Lastmomentbegrenzers – Kalibrierung mit Standardgewichten bei typischen Ausladungen; die maximale zulässige Abweichung beträgt ±5 %.
Prüfaufzeichnungen und technische Dokumentation
Die Norm verlangt, dass die Inspektionsergebnisse von Mobilkranen ordnungsgemäß dokumentiert und archiviert werden. Die tägliche Prüfung wird im Betriebstagebuch festgehalten und mindestens ein Jahr aufbewahrt. Wiederkehrende Prüfungen und gründliche Untersuchungen werden in einem formellen Prüfbericht dokumentiert, der in den technischen Unterlagen des Krans bis zu dessen Verschrottung archiviert wird. Der Prüfbericht umfasst die grundlegenden Gerätedaten (Typ, Seriennummer, aktuelle Betriebsstunden), eine detaillierte Auflistung der Prüfpunkte und Inspektionsergebnisse, eine Beschreibung festgestellter Mängel sowie die ergriffenen Korrekturmaßnahmen und eine Empfehlung für den nächsten Inspektionstermin. Wird bei der Inspektion ein Fehler der Kategorie A festgestellt – ein unmittelbar sicherheitsgefährdender Mangel wie ein defekter Lastmomentbegrenzer, ein Riss im Ausleger oder eine übermäßige Anzahl von Drahtbrüchen im Drahtseil – muss der Kran sofort außer Betrieb genommen werden; ein Weiterbetrieb ist erst nach abgeschlossener Korrekturmaßnahme zulässig. Mängel der Kategorie B (keine unmittelbare Gefährdung, aber zeitnahe Behebung erforderlich) sind im Prüfbericht mit einer Frist zur Behebung zu versehen und deren Umsetzung ist nachzuverfolgen.
Die technischen Unterlagen eines Mobilkrans müssen den Kran begleiten – bei jedem Standortwechsel ist die Dokumentation mitzuführen. Der Mindestumfang der Unterlagen umfasst: Werkszertifikat und technische Dokumentation, Montageabnahmeprotokoll, alle bisherigen Prüfberichte der wiederkehrenden Prüfungen, Aufzeichnungen über größere Wartungs- und Umbauarbeiten, Unfallberichte sowie Kalibrierungsnachweise des Lastmomentbegrenzers. Bei einem Wechsel des Bedienpersonals ist die Übergabe in den Unterlagen zu vermerken. Wird der Kran länger als 6 Monate außer Betrieb genommen, ist vor der erneuten Inbetriebnahme eine gründliche Untersuchung durchzuführen. Bei Verschrottung des Krans sind die technischen Unterlagen entweder mit zu vernichten oder für eventuelle Rückfragen zu archivieren. Die Norm empfiehlt dem Betreiber darüber hinaus die Einführung eines digitalen Anlagenverwaltungssystems, um alle Prüfaufzeichnungen elektronisch zu archivieren, den Zugriff zu erleichtern und statistische Auswertungen zum langfristigen Betriebszustand des Krans zu ermöglichen.
Sonderinspektion von Ausleger und Drahtseil
Ausleger und Drahtseil bilden den Kerninhalt der Inspektion und Wartung von Mobilkranen. Die Norm stellt spezifische Anforderungen an die Prüfung des Teleskopiermechanismus des Auslegers: Die Kolbenstange des Teleskopierzylinders muss frei von Kratzern und Korrosion sein, die Dichtringe des Zylinders dürfen keine Leckagen aufweisen, und die Spannung der Teleskopseile oder -ketten muss gleichmäßig sein. Sind die Gleitstücke (Verschleißklötze) zwischen den Auslegersegmenten um mehr als 50 % ihrer ursprünglichen Dicke abgenutzt, sind sie auszutauschen; das Spiel der Gleitstücke ist auf den Bemessungswert (in der Regel 0,5–2,0 mm) einzustellen. Beim Teleskopieren des Auslegers ist auf die korrekte Reihenfolge des Ausfahrens der einzelnen Segmente zu achten – eine abweichende Reihenfolge kann auf eine interne Störung des Teleskopiermechanismus hindeuten. Die seitliche Durchbiegung des voll ausgefahrenen Auslegers darf 1/1000 der Auslegerlänge nicht überschreiten. Das Inspektionsintervall für das Drahtseil ist bei Mobilkranen kürzer anzusetzen als bei Brückenkranen: Da das Drahtseil beim Anschlagen häufig Schlaglasten und Biegeermüdung ausgesetzt ist, wird eine Sichtprüfung alle 100 Betriebsstunden sowie eine Prüfung über die gesamte Seillänge einmal pro Monat empfohlen. Überschreitet die Anzahl der Drahtbrüche innerhalb einer Schlaglänge 10 % der Gesamtdrahtzahl oder beträgt der Verschleiß des Seildurchmessers mehr als 7 % des Nenndurchmessers, ist das Drahtseil auszutauschen. Die Klemmplatten bzw. Keile an der Verbindung des Drahtseils zur Trommel sind vierteljährlich auf festen Sitz zu prüfen. Kelude Schwerindustrie setzt bei Inspektionsdienstleistungen professionelle Drahtseilprüfgeräte zur Erkennung innerer Schäden an den Drahtseilen von Mobilkranen ein, um verdeckte Schäden frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig einen Austausch zu veranlassen.
Vergleichstabelle der Prüfpunkte für Mobilkrane
Die folgende Vergleichstabelle zeigt die Kernparameter der Prüfpunkte für Mobilkrane und dient zur Referenz für Auswahl- und Bedienpersonal.
| Inspektion Typ | Zyklus | Inspektionsumfang | Prüfverfahren | Zulässigkeitskriterien |
|---|---|---|---|---|
| Tägliche Prüfung | vor jeder Schicht | Hydrauliköl Position/Leitung/Bremse/Beleuchtung | Sichtprüfung+Bedienung | leckagefrei/ohne Abweichung |
| monatlich Inspektion | pro Monat1Mal | Hydraulikölanalyse/Filterelement/Dichtung | Stichprobe Erkennung | Ölqualität normgerecht/unbeschädigt |
| quartalsweise Inspektion | pro Quartal1Mal | Ausleger Schweißnaht/Bolzen/Drahtseil | Sichtprüfung+zerstörungsfreie Prüfung | keine Riss/keine Überschreitung Verschleiß |
| jährlich Inspektion | pro Jahr1Mal | Strukturumfassende Inspektion+Lastprüfung | fachgerecht Mechanismus Inspektion | Konformitätsbescheinigung |
Häufige Fragen zum Mobilkran
F: Was tun, wenn der Lastmomentbegrenzer eines Mobilkrans einen Alarm auslöst?
A: Bei einem Überlastalarm des Lastmomentbegrenzers müssen das Heben und der Wippbetrieb sofort gestoppt werden. Die Last ist langsam abzusenken oder der Ausleger einzufahren, um die Ausladung zu verringern. Das Heben darf im Alarmzustand nicht fortgesetzt werden. Bei wiederholtem Alarm ist die Genauigkeit des Momentbegrenzers zu prüfen und gegebenenfalls eine Kalibrierung durchzuführen.
F: Was ist beim Einsatz der Stützbeine eines Mobilkrans zu beachten?
A: Die Stützbeine müssen vollständig ausgefahren werden und unter den Stützplatten sind Stahlbleche oder Kranunterlagen zur Vergrößerung der Erdungsfläche zu verlegen. Bei unzureichender Tragfähigkeit des Untergrunds ist dieser vorab zu befestigen. Nach der Nivellierung der Abstützungen darf die Neigung des Fahrzeugs 1° nicht überschreiten. Die Hydrauliksperre des Stützbeins muss bei einem Schlauchbruch automatisch sperren.
F: Welche Vorbereitungen sind vor einem Fern-Transport eines Mobilkrans erforderlich?
A: Der Ausleger ist vollständig einzufahren und auf der Auslegerablage zu befestigen. Das Drehwerk ist zu verriegeln und die Stützbeine sind einzufahren und zu arretieren. Reifendruck und Bremssystem sind zu prüfen, ebenso die Funktion von Fahrbeleuchtung und Signaleinrichtungen. Für den Schwertransport ist eine Genehmigung erforderlich.
F: Was ist bei ungewöhnlichen Geräuschen beim Teleskopieren des Auslegers zu tun?
A: Ursache können verschlissene Gleitstücke mit zu großem Spiel zwischen den Auslegersegmenten oder unzureichende Schmierung sein. Das Teleskopieren ist sofort zu stoppen und der Ausleger auf Kratzer sowie der Verschleißbetrag der Gleitstücke zu prüfen. Das Spiel der Gleitstücke ist auf den Bemessungswert einzustellen. Erst wenn das Geräusch beseitigt ist, darf der Betrieb fortgesetzt werden.